PSYCH - WS 25/26 - CH3

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Wahrnehmung und Infoverarbeitung

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1
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Wahrnehmung

Prozess der Aufnahme und Verarbeitung von sensorischen Informationen bzw. Reizen durch die Sinnesorgane.
Produkt aus Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung

2
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Informationsverarbeitung

Gedächtnisprozesse bzw. kognitive Operationen und Strategien, die die Encodierung (Einprägen), das Speichern (Behalten) und den Abruf (Erinnern, Wiedergabe) von Information beeinflussen (Gedächtnis)

3
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Intuition

Nicht durch Überlegung, sondern durch unmittelbares
Erfassen des Wesens einer Wirklichkeit gewonnene, der Offenbarung ähnliche Einsicht (Für Jung eine von vier psychischen Fähigkeiten des Menschen: neben dem Empfinden = Sinneswahrnehmung, dem Denken und dem Fühlen)

4
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Wer war der Gründervater vom gestaltpsychologischen Ansatz

Max Wertheimer (1880-1943)

5
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Fokus von Gestaltpsychologie

  • Ausgangspunkt: Erkenntnis, dass visuelle Wahrnehmung mehr als nur die additive Registrierung

    mehrerer Lichtpunkte ist

  • Ziel der Gestaltpsychologen: Regeln formulieren, nach denen Einzelteile zu ganzen Gestalten zusammengefügt werden

6
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Gesetz der guten Gestalt:

Jedes Reizmuster wird so gesehen, dass die resultierende Struktur so einfach wie möglich ist.

7
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Gesetz der Ähnlichkeit

Ähnliche Dinge erscheinen zu zusammengehörigen Gruppen geordnet.

8
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Gesetz der Nähe

Dinge, die sich nahe beieinander befinden, erscheinen als zusammengehörig.

9
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Kritik am gestalt Ansatz

  • Gestaltgesetze erklären mehrdeutige Figuren schlecht. Dies gilt insbesondere für Kippbilder

  • Gestaltgesetze konkurrieren oft miteinander

  • Der gestaltpsychologische Ansatz liefert Erklärungen meist erst im Nachhinein. Er beschreibt eher, als dass er erklärt oder vorhersagt.

  • Unbeantwortet bleibt die Frage: Was geschieht während des Wahrnehmungsprozesses in unserem kognitiven System?

10
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Kontexteffekte bei der Wahrnehmung (2 mit Beispielen)

Kontext trägt dazu bei, mehrdeutige Reize zu identifizieren (z.B. Satzkontext, temporaler Kontext) Kontext und Personenzustände sind aber auch für Fehlleistungen verantwortlich

Erwartungseffekte - Beispiele:

Eine Person wird in einer Menschenmenge einfacher entdeckt, wenn auf sie gewartet wird
Die Größe von Münzen wird parallel zu ihrem Wert überschätzt (Münzen mit höherem Wert werden

stärker überschätzt).

Motivationseffekte - Beispiel:

Hunger und Durst lassen die Abbildungen von Essen und Trinken heller erscheinen als die Abbildungen anderer Gegenstände | Nachdem Versuchspersonen ihren Hunger und Durst gestillt hatten, verschwand dieser Effekt

11
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Bottom-up Processing

-Rahmen, um verschiedene Arten von Determinanten mentaler Verarbeitungsprozesse zu unterscheiden

-Relies on properties of the stimulus such as patterns of light and dark areas

-basierend auf physikalischen Stimulusmerkmalen (gestaltgesetze, Mustererkennung)

12
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Top-Down Processing

-Vorhandene physikalische Reizmerkmale vs. andere kognitive und lernerfahurungs- abhängige Integrationsprozesse

-Relies on higher-level info such as prior knowledge and experience

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Was weiss man über Wahrnehmung

Menschliche Wahrnehmung ist alles andere als objektiv

An der Wahrnehmung ist viel mehr beteiligt als nur die Merkmale des wahrzunehmenden Stimulus, es sind eher Kombinationen anzunehmen: bottom up/top down process

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Experiment von Bargh, Chen and Burrows 1996

-Infoverarbeitung ist vielfach unbewusst

-Information: „Untersuchung von Sprachfertigkeiten“

Bearbeitung von vielen Scrambled-Sentence-Aufgaben

Neutrale Version (n=15)

Altersstereotyp-Version (n=15)

„Versuch ist nun beendet. Der Aufzug ist auf der anderen Seite des Vorraums. Danke für‘s Mitmachen.“

Mitarbeiter*in stoppt die Zeit, die von der Tür des Versuchsraums bis zu einer Markierung nahe des Aufzugs benötigt wird (9.75 m) = abhängige Variable

Debriefing und informelle Abfrage, ob Versuchspersonen die Wörter im Test bewusst wurden, die mit dem Altersstereotyp im Zusammenhang stehen, und ob diese Wörter sie in irgendeiner Weise beeinflusst haben (war bei keiner Versuchsperson der Fall)

-elderly needed more time to walk after having seen words old,lonely, grey, sentimental …

Das Altersstereotyp wurde unbewusst aktiviert, das eigene Verhalten wurde dem Stereotyp angepasst.

Priming von Konzepten

Priming = Vorbereitung/ Erleichterung/Bahnung einer Reaktion auf einen Zielreiz durch Verarbeitung eines anderen Reizes

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Stroop Effekt

-Stroop, 1935; vgl. Dunbar & MacLeod, 1984)

-Automatische Prozesse (z. B. Lesen) können schwer unterdrückt werden und sie können mit anderen Informationen (z. B. Farbe der Wörter) interferieren.

-The Stroop effect is a cognitive phenomenon where identifying the ink color of a word is slower and more error-prone if the text color conflicts with the word's meaning (e.g., reading "red" printed in blue ink). It demonstrates the brain's struggle to override automatic reading processes in favor of slower, intentional color naming. 

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Experiment von Langer, Blank und Chanowitz 1978

Durchführung

Unwissende Versuchsteilnehmer am Kopierer der Universitätsbibliothek

Vertrauter des Versuchsleiters (VL) spricht die Versuchspersonen (VPn) an:
Bedingung 1: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren?“
Bedingung 2: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren, weil ich es eilig habe?“
Bedingung 3: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren, weil ich kopieren muss?“

Abhängige Variable: Vorlassen am Kopierer oder nicht Weitere Variation: 20 statt 5 Seiten

Gedankenlosigkeit
=
automatische Ausführung von Verhaltensweisen ohne dass Situationsmerkmale berücksichtigt werden

Kommt häufig vor, auch in der sozialen Interaktion

Wenn die Situation selbst aber Hinweisreize enthält, die eine intensive Verarbeitung hervorruft (hier: hohe Kosten), ist Gedankenlosigkeit unwahrscheinlicher.

Nach Langer et al. (1978) ist Gedankenlosigkeit eher die Regel als die Ausnahme.

<p><span><strong><span>Durchführung</span></strong></span></p><p><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span>• </span></span><span><span>Unwissende Versuchsteilnehmer am Kopierer der Universitätsbibliothek</span></span></p><p><span><span>Vertrauter des Versuchsleiters (VL) spricht die Versuchspersonen (VPn) an:</span><span><br></span></span><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Bedingung 1: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren?“</span><span><br></span></span><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Bedingung 2: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren, weil ich es eilig habe?“</span><span><br></span></span><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Bedingung 3: „Entschuldige, ich habe 5 Seiten. Darf ich zuerst kopieren, weil ich kopieren muss?“</span></span></p><p><span><span>Abhängige Variable: Vorlassen am Kopierer oder nicht Weitere Variation: 20 statt 5 Seiten</span></span></p><p><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span>Gedankenlosigkeit</span><span><br></span><span>= </span></span><span style="color: rgb(35, 19, 19);"><span>automatische Ausführung von Verhaltensweisen ohne dass Situationsmerkmale berücksichtigt werden</span></span></p><p><span style="color: rgb(35, 19, 19);"><span>Kommt häufig vor, auch in der sozialen Interaktion</span></span></p><p><span style="color: rgb(35, 19, 19);"><span>Wenn die Situation selbst aber Hinweisreize enthält, die eine intensive Verarbeitung hervorruft (hier: hohe Kosten), ist Gedankenlosigkeit unwahrscheinlicher.</span></span></p><p><span style="color: rgb(35, 19, 19);"><span>Nach Langer et al. (1978) ist Gedankenlosigkeit eher die Regel als die Ausnahme.</span></span></p><p></p>
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Experiment von Englisch 2005

Durchführung

  • Versuchspersonen: Rechtsreferendare (erfahren, mit 1. Staatsexamen)

  • Realitätsnahe Aufgabe: Ausführliche Beurteilung eines Vergewaltigungsfalls anhand umfassender Fallmaterialien (Sachverhaltsschilderung, Zeugenaussagen, Sachverständigengutachten etc.) und Strafgesetzbuch

  • Auch in den Unterlagen: Protokoll über einen parteiischen Zwischenruf eines Zuschauers: Bedingung 1: „Geben Sie ihm doch einfach fünf Jahre!“
    Bedingung 2: „Sprechen Sie ihn doch einfach frei!“

  • (Weitere Variation: Beschäftigung mit Zwischenruf)

  • Abhängige Variable: Festgelegtes Strafmaß in Monaten

Ergebnis:

  • Deutlicher Einfluss des Zwischenrufs auf Strafmaß (wenn damit beschäftigt)

  • Nur 2% der Rechtsreferendare konnten sich vorstellen, dass der Zwischenruf sie beeinflusst hat.

Ankerinfo effekt

  • (Willkürliche) numerische Information verzerrt

    numerisches Urteil

  • Früher Nachweis (Tversky & Kahnemann, 1974):

    Glücksrad drehen und Prozentsatz afrikanischer

    Staaten in der UN schätzen

  • Hohe praktische Relevanz (z.B. Verhandlungen aller

    Art)

Erklärungen:

Positives Hypothesentesten: Entspricht Urteilsobjekt dem Informationsanker?
Nachfolgend bessere Zugänglichkeit von Informationen, die für das Zutreffen des Ankers sprechen

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Infoverarbeitung als heuristisch

Menschliches Denken ist oft durch „heuristische“ (d.h. verkürzte) Informationsverarbeitung

gekennzeichnet (im Gegensatz zur merkmalsgeleiteten Informationsverarbeitung, die aufwändiger ist)

Heuristiken:

  • Kognitive „Daumenregeln“ oder „Eilverfahren“

  • Schränken Bereich möglicher Antworten ein | erhöhen Effizienz von Denkprozessen

  • Sind oft richtig, doch häufiger aber auch falsch Weitere wichtige Heuristiken (neben der Ankerheuristik):

    Verfügbarkeitsheuristik:

    Beispiel: Gibt es mehr Wörter mit K als Anfangsbuchstabe oder mit K als drittem Buchstaben?

    Repräsentatvitätsheuristik:

    Beispiel: Welche Auftretensreihenfolge ist beim Münzwurf wahrscheinlicher? ZZZZZZ oder ZKKZKZ?

19
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Wahrnehmung

  • eine wichtige Rolle spielt der Kontext, in dem wir die Situation wahrnehmen

  • trägt dazu bei, mehrdeutige Reize zu identifizieren

  • Kontext und Personenzustände sind aber auch für Fehlleistungen verantwortlich

  • Fehlleistungen können sich sowohl positiv als auch negativ auswirken

Auftreten von Erwartungseffekten

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Der Pygmalion-Effekt/Rosenthal-Effekt

  • Feldexperiment: Untersuchung der Lehrer-Schüler-Interaktion an einer Grundschule

  • Durchführung eines Tests, der angeblich die 20% der Schüler*innen ermittelt, von denen im kommenden Schuljahr aufgrund eines Entwicklungsschubes eine Leistungssteigerung zu erwarten wäre

  • Tatsächlich: Intelligenztest

  • Auswahl der „besonders potentialträchtigen Schüler*innen“ per Losverfahren

  • Abgesehen von der Weitergabe der Namen der „Testsieger“ keine Intervention seitens der Forscher

  • WiederholungdesIntelligenztestsnacheinemJahr

    Zufälligausgewählte20%zeigteneinebesondersausgeprägteLeistungssteigerung

    ErwartungeneinerLehrerin/einesLehrersbezüglichderLeistungenbestimmterSchüler*innen beeinflussen nicht nur die Beurteilungen der Schüler*innen, sondern auch die
    tatsächlichen Leistungen

21
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Kritik am Rosenthal effekt

-zu kleine Stichproben
-unzuverlässiger Intelligenztest

-verwendeter IQ-Test war nicht für die Altersgruppe geeignet

  •  Wurde inzwischen aber häufig repliziert und die Ergebnisse bestätigt

  •  Aber: Der Effekt ist insgesamt schwach und tritt vor allem dann auf wenn Lehrkräfte ihre Schüler*innen nicht sehr gut kennen

  •  Kritik und Reproduktion unter anderem bei Forghani-Arani et al. (2015)

  •  Nur 6% der Lehrenden in dieser Studie „unbiased“, Lehrkräfte schließen aber explizit eine

    Beeinflussung bei sich aus

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Selbsterfüllende Prophezeiung

InterpersonelleErwartung,dieihreeigeneErfüllungselbst verursacht

BeziehtsichaufSituationen,inwelchendieinterpersonelle Erwartung einer Person bei einer zweiten Person zu eben dem erwarteten Verhalten führt, sodass die erste Person in ihrer Sicht bestätigt wird

Die mentale Antizipation eines Ereignisses bewirkt selbst das Ergebnis der Antizipation

EffektnegativerErwartungmanchmalGolem-Effektgenannt

<p><span><span>InterpersonelleErwartung,dieihreeigeneErfüllungselbst verursacht</span></span></p><p><span style="color: rgb(249, 72, 1);"><span>− </span></span><span><span>BeziehtsichaufSituationen,inwelchendieinterpersonelle Erwartung einer Person bei einer zweiten Person zu eben dem erwarteten Verhalten führt, sodass die erste Person in ihrer Sicht bestätigt wird</span></span></p><p><span style="color: rgb(249, 72, 1);"><span>⮚ </span></span><span><span>Die mentale Antizipation eines Ereignisses bewirkt selbst das Ergebnis der Antizipation</span></span></p><p><span style="color: rgb(249, 72, 1);"><span>− </span></span><span><span>EffektnegativerErwartungmanchmalGolem-Effektgenannt</span></span></p><p></p>
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Was ist framing

  • Ein Effekt, der von der Formulierung einer Aussage abhängt

  • Die Formulierung erzeugt eine bestimmte Emotion oder Handlung, ohne dabei den Inhalt zu ändern

  • Fakten werden so präsentiert, dass den Personen bestmöglich die positiven/negativen Aspekte aufgezeigt werden

  • Entscheidend: Die Assoziation, die die Personen mit einem Begriff verbinden

  • Framing setzt nicht auf Täuschung oder das Vorhalten falscher Tatsachen

24
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Risky Choice Framing

Risky Choice Framing

  • Eine „riskante“ Entscheidung zwischen mindestens 2 Optionen wird erzeugt, um die Auswahl zu beeinflussen

  • Eine Option ist mit einem Verlust verbunden

  • Menschen wollen Verluste vermeiden

  • Die Person entscheidet sich für die Option ohne Verlust

    Beispiel

  • „3 zum Preis von 2“

  • Entscheidung mehr zu kaufen wird erzwungen

  • Kaufe ich nur ein Produkt oder kaufe ich eins mehr und kriege auch noch eins geschenkt?

  • Anstatt rationalem Denken (man zahlt mehr als eigentlich geplant) wird verlustorientiert gedacht

25
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Attributives Framing

Ein Attribut (Merkmal) wird ausgetauscht, um eine Entscheidung zu beeinflussen

Beispiel: Politik / Abstimmungen

„25 % der Bürger lehnen ab, dass München die olympischen Spiele austrägt“ → negativ

26
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Goal Framing

Will Personen zu bestimmter Handlung bewegen
1. FokusaufpositiveFolgenbeiErfüllenderHandlung
2. FokusaufnegativeFolgebeiNichterfüllungderHandlung

Beispiel Umweltverhalten
Positiv: „Wenn Sie Recycling betreiben, tragen Sie aktiv zum Schutz der Umwelt bei.“ Negativ: „Wenn Sie nicht recyceln, belasten Sie die Umwelt unnötig.“

Anders als beim Risky-Choice-Framing wird hier keine andere Entscheidungsoption geboten

27
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Hindsight Bias

Hinterher weiß man immer mehr!“

  •  Der Hindsight Bias/Rückschaufehler beschreibt die menschliche Fehleinschätzung beim Rückblick auf eine Situation

  •  Erstmals 1975 von Baruch Fischhoff an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh untersucht

  •  Tritt besonders bei der Zuweisung von Schuld und Verantwortung auf

  •  Empirisch nachgewiesen auch bei verschiedenen Expertengruppen (z.B. Ärzt*innen und Richter*innen)

    🡪 Sachkompetenz kann Effekt nicht ausgleichen

28
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What are the 3 levels of hindsight bias

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Bestätigungsfehler

  • Tendenz, Informationen auf eine Weise auszusuchen, ermitteln und zu interpretieren, dass sie

    unsere Annahmen bestätigen.

  •  Sorgt dafür, dass wir neue Informationen nur selektiv aufnehmen und an einmal gefassten Überzeugungen festhalten.

  •  Jedes Thema betrachten wir durch die Linse unserer eigenen Überzeugungen. Durch diesen Filter können Fakten verzerrt oder ausgeblendet werden.

30
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Bestätigungsfehler Beispiel und Schulkontext

Mögliche Beispiele:

Die Algorithmen in sozialen Medien präsentieren uns zusätzlich nur noch Fakten, die mit unserem Weltbild übereinstimmen 🡪 bestätigte Annahmen 🡪 Zufriedenheit

Klimaschutzleugnung und sonstige belegbare Theorien 🡪 Menschen neigen dazu, solche Hinweise herunterzuspielen oder ganz zu ignorieren, während sie im Alltag ständig Belege für die Richtigkeit ihrer Thesen zu erkennen glauben.

Inwiefern tritt der Effekt im Schulkontext auf?
Zu frühe Schlussfolgerungen versperren den Blick auf andere Ursachen

Beispiel: Schlafmangel als Grund für schlechte Noten sehen und daran festhalten, obwohl es möglicherweise andere Gründe hat.

  •  Bilden von Stereotypen

    • Kinder mit Migrationshintergrund haben schlechtere Leistungen

    • Mädchen verstehen weniger Mathe als Jungs

  •  Fehlende objektive Evaluation des Unterrichts
    Beschränkung auf eine Art des Unterrichtens 🡪 verhindert Innovation und Weiterentwicklung