Pädagogik

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1
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Befremdung der eigenen Kultur

2 Fragen:

Wie kann das uns vertraute auf Distanz gebracht und geforscht werden?

Wie lässt sich unser Wissen als Personen, die die Institution schule kennengelernt haben, einordnen und von anderen wissenfromen abgrenzen

Bspw: schule wird als fremde Lebenswelt betrachten, Praktika, Perspektivenwechsel, Beobachtungsauftrag

2
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Vertrauten Gegenstand befremden

-Naivität und neugier

-Genaues beobachten

-Detailliertes beschrieben

-schriftliche Darstellung des beobachteteten

-Analyse des beschriebenen

3
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“Pädagogik im Hinterkopfe”

-Zitat von Meyer, 1997

-”jeder mensch, der einmal zur schule genügen ist, besitzt bereits eine differenzierte Schulpädagogik im Hinterkopfe”

—>Bewusstmachung und reflexion ihrer Schulpädagogik im Hinterkopfe, d.h. ihre subjektiven Theorien über Schule (Schulerfahrung, Erfahrungswissen über schul. Prozesse, Vorstellung von guten Lehrkräften oder Unterricht etc.)

4
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Zwischen subjektiven Erfahrungen, alltagstheoretischen Vorstellungen, programmatischen Konzepten, Erziehungwissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie Theorien unterscheiden

-subjektive Erfahrungen: persönliche Erlebnisse von Lehrenden/Eltern im schulischen Kontext

-alltagstheoretische Vorstellungen: Laienhafte + vereinfachte Überzeugungen über Bildung/ Erziehung aus Alltagsbeobachtungen

-Programmatische Konzepte: geplante + systematische Ansätze zur Gestaltung von Schule und Unterricht, oft in Form von Leitlinien oder Reformansätzen

-Erziehungswissenschaftliche Forschungsergebnisse: Erkenntnisse aus systematischen, empirischen Studien im Bereich der Erziehungswissenschaft

-Theorien: Abstrakte Modelle & Erklärungen, die systematisch entwickelt wurden

5
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Themenbereiche der Schulpädagogik

-Theorie der Schule und des Schullebens

-Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland (Schulstufen, Schultypen, Didaktik)

-Bildungssysteme im europäischen und international Vergleich

-Schulorganisation und Schulentwicklung

-Berufsbild des Lehrers

-Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen + schulische Sozialisation

-Sozialpädagogik in der Schule

-Bildungs- und Schulpolitik

-Allgemeine Didaktik und Theorie des Unterrichts

6
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Schullaufbahn vs Schülerbiographie

-Schullaufbahn: chronologische Abfolge von dokumentierten Daten, wie Schulwechsel, wiederholen, überspringe, Schulabschlüsse

Schülerbiographie: Subjektive Erzählungen, individuelle Deutung der verschiednen schulischen Erfahrungen und Ereignisse (z.B. schulische Rollenanforderungen, Regeln, Bewertungen und Übergänge)

7
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Erziehungsstile

Autoritär: Elterliche Autorität, regeln, Normen

Demokratisch: Eibeziehung in Entscheidungen, unterstzüng, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung

Laissez-faire: keine regeln oder normen, wenig Interesse der Eltern für Entwicklung des Kindes, Passivität der Erzieher

8
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Erziehungsziele und Kommunikationsstrukturen in Familien

Befehlshaushalt: Gehorsam, Sauberkeit, Ordnung, Disziplin, Pünktlichkeit, Eltern als Respektspersonen, bestimmen regeln, Bestrafung, Asymmetrie

Beratungshaushalt: Eltern als Berater, Erörterung von Erfahrungen und Einstellungen, Orientierungshilfen und Unterstützung beim finden eines eigenen Lebensstils

Verhandlungshaushalt: Selbständigkeit, Kooperationsfähigkeit, Kreativität, Eltern als Vertrauenspersonen, Einsicht in regeln, interaktives Miteinander, Diskussion und verhandeln von Fehlverhalten, mehr Symmetrie, Kindbezogene Familienfreizeit

9
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Freizeitverhalten von Kindern

Früher: freies und unbeaufsichtigtes Spielen in Hinterhöfen, Dorf, Straßen und verschiedene Altersgruppen

Heute: Expertisierung kindlicher Betreuung

→ Verinselung: Transport zu für sie vorhergesehen Spiel-, Sport-, Kultur- und Unterrichtstätten, Animation durch geschultes Personal und Betreuung

→Verhäuslichung: Verabredungen mit ausgewählten Spielkameraden zuhause

→Verplanung: Institutionalisierte verplante, pädagogisierte Veranstaltungskindheit (gesteuerte und geplante Förderung, Terminplanung, “Terminkindheit”

10
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Veränderte Kindheit

-Gesellschaftliche Wandlungsprozesse führen zu Veränderungen der Schüler/Lerhkräfte und Bedingungen des Aufwachsens → neue Herausforderungen

-Aktuell: Verschiebung von schulischem und außerschulischem Lernen

-Scholarisierung der Kindheit/freizeit, familiarisierung der schule

-Generationsverhältnis verschoben (Digitalisierung und Medienkompetenz)

-Durch Corona auch digitale Lehr- und Lernformate

11
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gesellschaftliche Wandlungsprozesse und Lebenswelten von Kindern, sowie Schule

-Digitalisierung(Einfluss von Technologie auf Kommunikation und Lernen)

-Globalisierung (Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt in der Schule)

-Veränderte Familienstrukturen (mehr alleinerziehende und patchwork

Zunahme von Medienkonsum und sozialen Netzwerken, veränderte Freizeitgestaltung (weniger physische Aktivität), ungleiche Bildungschancen

Schule als Schnittstelle: Vermittlung von Kompetenzen (gesell. Bedürfnisse, digitale Bildung), Integration, Chancengleichheit, soziale Interaktion, Wertevermittlung

—>Herausforderungen: Umgang mit Diversität und Inklusion, Anpassung an technologische Entwicklung und Unterstützung bei psychosozialen Herausforderungen der Schüler

12
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Beispiel für eine Reaktion der Grundschulen auf eine veränderte Kindheit

Feste Öffnungszeiten und gleitende Schulanfang, offene Unterrichtsformen, Wochenplan Arbeit, Freiarbeit, Sitzkreis/ Morgenkreis (Regeln, Mitbestimmung), klassenrat, Bewegungsformen, Entspannungsübungen, etc.

13
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Kompetenzbereiche von Lehrkräften nach der KM K

→ nationale Standards für die Lehrerbildung Bildungswissenschaften

1. unterrichten:

gezielte und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltete Planung, Organisation und Reflektionen von Lehr- und Lernprozessen, sowie ihre individuelle Bewertung und systematische Evaluation

2. Erziehen:

gelingt umso besser, je enger die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet wird. (Müssen bereit sein konstruktive Lösungen zu finden, wenn es zur Erziehungproblemen kommt oder Lernprozesse misslingen)

3. Beurteilen und beraten:

Lehrer üben diese Aufgabe im Unterricht und bei der Vergabe von Berechtigungen für Ausbildung und Berufswege aus (hohe pädagogisch psychologische und diagnostische Kompetenzen erforderlich).

4. Innovieren:

-beteiligen sich an der Schulentwicklung und der Gestaltung einer Lernmörderlichen Schulkultur/Klima.

-Bereitschaft zur Mitwirkung an internen/externen Evaluation

14
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Charakteristika und Rahmenbedingungen der Lehrertätigkeit

-Zwei Arbeitsplätze (Schule, zu Hause)

-unvollständige Regelung der Arbeitszeit (nur Unterrichtsstunden Pflicht sei festgeschrieben), arbeiten im Durchschnitt länger als 40 Stunden pro Woche, Teilzeitlehrkräfte leisten, unbezahlte Mehrarbeit, zwei Drittel arbeitet an fast jedem Wochenende

-prinzipielle Offenheit beziehungsweise grenzenloskeit der Aufgabenstellung—> aufgabenerfüllung nicht definitiv, individuelle Entscheidung, Überreichung unterschiedlicher/erzieherischer Ziele, Gefahr der Prokrastination(→ erhöhtes Stress erleben und weniger Regeneration)

-Reglementierung vs pädagogische Freiheit:

→ vorgaben: Lehrplan, Schulordnung, dienst, rechtliche Bestimmungen

→aber: Ausgegestaltungsmöglichkeiten und freie didaktisch - methodische Gestaltung des eigenen Unterrichts/pädagogischen Beziehungen

-Erzwungene Zusammenarbeit und das asymmetrische Verhältnis zwischen den Schülern und Lehrkräften (Lehrer Schüler Verhältnis beruht nicht auf Freiwilligkeit, asymmetrische Beziehung)

-geringe Kontrolle über die Arbeit als Lehrkraft und erzielten Effekte → Schüler Leistungen können nicht eindeutig, ob das Lehrer handeln, zurückgeführt werden, Faktor für Lernzuwachs: kognitive Voraussetzungen/Vorwissen

-Lehrer handeln unter doppelter Ungewissheit (leeren als Angebot, Lehrkraft ist angewiesen auf die Mitarbeiter der Schüler)

-fehlende Rückmeldung über langfristige Folgen des schulischen Lehrens und des Unterrichts (erfolgtes beruflichen Tuns? Unsicherheit über die eigene Leistung als Lehrkraft)

-Lehrerberuf als Beruf ohne Karriere→ wenn Möglichkeit der Honorierung, kaum Aufstiegschancen, hohe Anzahl vakanter Schulleitungsstellen

-fehlendes Berufsgeheimnis, einhergehend mit einer fehlenden Fachsprache → öffentliches Urteilsvermögen über den Lehrerberuf, erziehen, und Unterrichten als natürliche Fähigkeiten, Fachkompetenz und ExpertenStatus von Lehrkräften unsicher und wenig anerkannt

15
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Mögliche Ursachen für den hohen Feminisierungsgrad

-traditionelles Bild der Kindererziehung als Aufgabe der Frau

-geringe Aufstiegschancen

-historische Wurzeln: im 19. Jahrhundert, unverheiratete Frauen aus dem Mittelstand abgesichert.

-Gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Teilzeit, Schulferien)

16
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Vererbung im LehrerBeruf

-berufsvererbung spielt im Lehrer Beruf eine bedeutsame Rolle

-24 % der Lehrer stammen aus Familien, in den wir mindestens einen Elternteil Lehrer ist

-SelbstRekrutierungquote bei Töchtern von Lehrern höher

17
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Methoden erfolgreichen Lehrens

-darstellende Methoden (LehrerVortrag, Gelenktes Unterrichtsgespräch)

-entdeckenlassende und Problemorientierte Methoden (SachunterrichtExperimente)

-Kooperative Methoden (GruppenPuzzle, lesen in Tandems)

-selbstgesteuertes/selbst regulierte lernen (lernen lehren, Vermittlung von Lernstrategien)

18
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Bildung

-Individuum im Zentrum nicht institutionell gebunden

-Vorgang des sich-bildends: Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Welt

-Lebenslange Aufgabe des Menschen

19
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Materiale Bildung

material: (“was wird gelernt?”)

→Fokus auf die Inhalte des Lernens

-Bildung bedeutet die Aneignung von möglichst viel Wissen und kulturellen Inhalten

-Zwei Varianten:

objektive materiale Bildung - Lehrstoff im Mittelpunkt, Bildung ist die Aufnahme von Wissen (z.B. Klassische Kanonbildung in Literatur oder Geschichte)

Subjektive materiale Bildung - Der Lernende bildet sich durch die Beschäftigung mit bestimmten Inhalten (z.B. gebildet ist, wer Goethe gelesen hat”)

—>Kritik: Reine Wissensvermittlung führt nicht automatisch zu Verständnis und Reflexion

20
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Formale Bildung

Formal (“Wie wird gelernt?”)

→Fokus auf die Fähigkeiten und Kompetenzen der Lernenden

-Ziel ist die Entwicklung des Denkens, der Kreativität und der Selbstständigkeit

-Zwei Varianten:

-Funktionale formale Bildung: Förderung geistiger, sozialer und körperlicher Fähigkeiten (logisches Denken, Lernstrategien.. )

-Methodische formale Bildung: Erlernen von Methoden, um Wissen selbstständig zu erwerben (z.B. Wissenschaftliches Arbeiten, kritisches Denken)

—>Kritik: Wissen allein reicht nicht, aber Bildung ohne Inhalte ist ebenfalls problematisch

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kategoriale Bildung

Kategorial (Was und wie wird gelernt?)

→Bildung als Wechselspiel zwischen Inhalten (materiale Bildung) und Kompetenzen (formale Bildung)

-Schüler sollen nicht nur Wissen aufnehmen sondern auch die Bedeutung und Zusammenhänge verstehen

-Zentrale Idee: Bildung erschließt dem Menschen die Welt und zugleich sich selbst

22
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Arten von Bildung

formale: in formalen Institutionen des Bildungssystems (Schule, Ausbildung, Hochschule), Bildungsabschluss, Zeugnis, Titel

non-formale: organisierte Lern. bzw. Bldungsprozesse, freiwillig, Angebotscharakter (Sportvereine, Nachhilfe, Musikunterricht)

informelle Bildung: ungeplantes, beiläufiges und unbeabsichtigtes, vielfach auch freiwilliges selbstgesteuertes Lernen im Alltag (Insbesondere außerhalb von Bildungsinstitutionen), (Kultur, Freizeit, Ehrenamt, Medien, Job)

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Professionalisierung und professionelles Lehrerhandeln

Profession: bezeichnen besondere Berufsgruppen

Professionalisierung: Der Prozess, den ein Beruf durchläuft, um den Status einer Profession zu erlangen

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Merkmale klassischer Professionen

-tätigkeit bezieht sich auf zentrale gesellschaftliche Werte

-hohe Autonomie (z.B freiberufliche Stellung, Unabhängigkeit)

-selbst verwalteter Berufsverband, berufsständische Organisation

-Ausgeprägtes Berufsethos (berufsethische Grundsätze, Eid)

-abgegrenzter Wissensbestand (wissenschaftliche Forschung/praktische Anwendung) und wissenschaftlich fundierte Expertise

-professionellen-klienten-beziehung (Wissensgefälle, Verantwortung, vertrauen)

-tätigkeit durch Ungewissheiten gekennzeichnet

-Monopolstellung

Privilegien (stabile Beschäftigungsverhältnisse, hoher sozialer Status, hohes Prestige und entsprechendes Einkommen)

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Merkmale positiver Lehrer-Schüler-Beziehungen

-Wertschätzung & Respekt

-Emotionale Unterstützung

-Verlässlichkeit & Konsistenz

-Partizipation

-Kommunikation

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INTAKT-Studie (individuelle und adaptive Kompetenzförderung durch kooperative Lehr- & Lernprozesse)

-Untersucht, inwiefern kooperative Lehr- und Lernprozesse die individuelle Kompetenzentwicklung der Schüler fördern.

-besonderer Fokus auf die Interaktion zwischen Lehrkraft und Schülern & wie eine adaptive Unterstützung zur Verbesserung der Lernprozesse beitragen kann

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Persönlichkeitsmerkmale, die im Persönlichkeitsansatz der Lehrerforschung untersucht wurden

Die Merkmale:

-Emotionale Stabilität

-Extraversion

-Offenheit für Erfahrungen

-Gewissenhaftigkeit

-Verträglichkeit

Fazit:

-keine Nachweise für den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen der Lehrer und Unterrichtserfolg

-Die Merkmale haben primär einen Einfluss auf die Lernprozesse von Studierenden und Lehrkräften

-relevant für das Lehrerhandeln: Kontaktbereitschaft, emotionale Stabilität/ psychische Belastbarkeit und Selbstkontrolle/ Selbstwirksamkeitserwartung

-niedirge Ausprägung bei einem oder mehreren dieser Merkmale können ein Risiko darstellen in Bezug auf Berufszufriedenheit und unterrichtspraktische Leistungen

28
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Expertiseansatz (frage und Fazit)

-Über welches Wissen & Können müssen “gute” bzw. “professionell” handelnde Lehrer verfügen?

Fazit:-Expertise steigt im Lehrberuf nicht einfach mit zunehmender Berufserfahrung

-Große Bedeutung der Lehrerausbildung in Hinblick auf Expertise (Fachwissen, fachdidaktisches Wissen, Überzeugungen)

-Steigerung der Expertise: “hartes ausdauerndes Arbeiten an eigenen Schwachstellen mit der ausdrücklichen Motivation zur Fähigkeitverbesserung, am besten unterstützt durch permanenten Expertenfeedback”

-Expertise aber für “motivierte Novizenlehrkräfte” grundsätzlich erreichbar

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Antinomien des professionellen Handelns im Lehrerberuf

  1. Differenzierung & Einheitlichkeit

  2. Nähe & Distanz

  3. Autonomie & Zwang

30
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(Berufs-)biographische Ansätze (2 Varianten)

1.Fokus auf berufsbiografische Verläufe

-untersucht die berufliche Sozialisation & Entwicklung von Lehrkräften über verschieden Phasen hinweg.

—> Bsp.: “Praxischock”; Modelle beruflicher Entwicklung wie das von Fuller & Brown (1975) mit den Phasen “survival stage, mastery stage, routine stage”, die die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz beschreiben

2.Individuelle Entwicklungs- und Professionalisierungsverläufe aus gesamtbiographischer Perspektive)

-berücksichtigen persönliche Erfahrungen, Werte und gesellschaftliche Einflüsse auf die Lehrkräfteentwicklung

Bsp.: Einfluss der eigenen Schulzeit auf das Lehrerbild: Lehrkräfte entwickeln oft ein professionelles Selbstverständnis basierend auf ihren eigenen Erfahrungen als Schüler (Lehrkräfte, die selbst eine autoritäre Schule erlebt hat, könnte bewusst/unbewusst eine ähnliche Unterrichtskultur weiterführen - oder genau das Gegenteil anstreben)

31
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Fazit der Professionalisierungtheoretischen Ansätze

1.Persönlichkeitsansatz:

Fokus: Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften von LK

Befund: keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und pädagogischer Wirksamkeit

2.Expertiseansatz:

Fokus: Wissen und Tätigkeiten, die durch Erfahrung und gezieltes Lernen erworben werden

Befund: Fachdidaktisches Wissen wirkt sich positiv auf den Lernfortschritt der Schülerinnen aus ( COAKTIV-Studie)

3.Strukturtheoretischer Professionsansatz:

Fokus: Spannungen & Widersprüche im Lehrerhandeln

Befund: Professionelles Lehrerhandeln bedeutet, diese Antinomien (z.B. Autonomie vs Zwang) reflektiert auszubalancieren

4.(Berufs-)biografischer Ansatz:

Fokus: Einfluss individueller Beruf- und Lebenserfahrungen auf die Professionalisierung

Befund: Lehrer durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen

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Didaktik

-befasst sich mit den zentralen Fragen des Lehrens und Lernens. Eine bewährte Struktur zur Systematisierung dieser Fragen sind die neun W-Fragen der Didaktik:

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Die neun W-Fragen der Didaktik

1.Wer soll lernen?

2.Was soll gelernt werden?

3.Von wem soll gelernt werden?

4.Wann soll gelernt werden?

5.Mit wem soll gelernt werden?

6.Wo soll gelernt werden?

7.Wie soll gelernt werden?

8.Womit soll gelernt werden?

9.Wozu soll gelernt werden?

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Das didaktische Dreieck

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Funktionen didaktischer Modelle

-Strukturelle Merkmale von Lehr-Lern-Situationen fachunabhängig in den Blick nehmen

-Entscheidungshilfen bei der Analyse, Planung und Gestaltung von Unterricht geben

-einen kritischen, differenzierten Blick auf Schule & Unterricht gewinnen

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Die vier didaktischen Modelle & ihre Vertreter

1.Bildungstheoretische Didaktik (Wolfgang Klafki)

2.Kritisch konstruktive Didaktik (Klafki)

3.Lerntheoretische Didaktik (Berliner Modell - Heimann, Otto, Schulz)

4.Lehrtheoretische Didaktik (Hamburger Modell - Schulz)

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Bildungstheoretische Didaktik (Klafki)

Kernidee:

Bildung im Mittelpunkt der Didaktik. Unterricht soll sich an der Frage orientieren: Was müssen Schüler lernen, um selbstbestimmt, kritisch und verantwortungsvoll zu handeln?

Merkmale:

-Unterscheidung zwischen materialer (Inhalte) und formaler (Fähigkeiten) Bildung

-Entwicklung des Begriffs kategoriale Bildung (Vermittlung von Wissen und Verstehen)

-Didaktische Analyse: Lehrkräfte sollen fünf zentrale Fragen zur Unterrichtsplanung stellen (z.B Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Lerninhalts)

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Kritisch konstruktive Didaktik (Klafki)

=Weiterentwicklung der bildungstheoretischen Didaktik mit stärkerem gesellschaftskritischen Fokus

-Merkmale:

-Epochaltypische Schlüsselprobleme als Grundlage der Unterrichtsplanung (z.B. Umwelt, Frieden, Gerechtigkeit)

-Betonung von Selbstbestimmung, Mitbestimmungs- und Soldiaritätsfähigkeit als Bildungsziele

-Mehr Berücksichtigung der Schüler & Unterrichtsmethoden

39
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Lerntheoretische Didaktik (Berliner Modell - Heimann, Otto, Schulz)

Kernidee: Unterricht ist ein planbarer, strukturierter Prozess

Merkmale:

Entscheidungsfelder - Lehrkräfte müssen über Intentionen, Inhalte, Methoden und Medien reflektieren

Bedingungsfelder - Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen der Schüler sowie gesellschaftlicher und schulischer Rahmenbedingungen

-wertneutrale Betrachtung von Unterricht (keine Vorgaben zu Bildungszielen)

40
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Lehrtheoretische Didaktik (Hamburger Modell - Schulz)

-Weiterentwicklung der lerntheoretischen Didaktik mit stärkerem Fokus auf gesellschaftliche Bedingungen und Emanzipation

Merkmale:

-Unterrichtsziel: Förderung von Autonomie, Kompetenz & Solidarität

-Einbeziehung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (z.B. Bildungsungleichheit)

-Erfolgskontrolle als zentraler Bestandteil des Unterrichts

41
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Klafkis Begriff des Bildungsinhalts und Bildungsgehalts

Bildungsinhalt: das konkrete Thema oder Stoff , der im Unterricht behandelt wird (z.b. französische Revolution)

Bildungsgehalt: Die tiefere Bedeutung und der Erkenntnisgewinn, den die Schüler aus dem Thema ziehen können (z.B. die Bedeutung von Revolutionen für Demokratie und Menschenrechte)

42
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Merkmale des Bildungsgehalts

-Nicht jeder Inhalt hat automatisch einen Bildungswert! Ein Unterrichtsthema muss nach klafki didaktisch analysiert werden, um seinen Bildungsgehalt zu bestimmen.

-Ein Inhalt hat dann Bildungsgehalt, wenn er bedeutsame Einsichten ermöglicht und auf allgemeine gesellschaftliche oder persönliche Fragen übertragbar ist.

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Didaktische Analyse nach Klafki (Fünf Fragen zur Bestimmung des Bildungsgehalts)

Zielvorstellung:jeder Lehrer muss sich bei der Vorbereitung von Unterrichtsstunden fragen, ob das, was er den Schülern anzubieten hat, sich überhaupt lohnt.

1.Gegenwartsbedeutung: welche Bedeutung hat der betroffene Inhalt bereits im leben der Kinder und welche sollte er darin haben?

2.Zukunftsbedeutung: worin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Kinder?

3.Struktur des Inhalts: Welches ist die spezifische Struktur des Inhalts?

4.Exemplarische Bedeutung: Welches allgemeine Problem, welchen allgemeinen Sachverhalt erschließt der betreffende Inhalt

5.Zugänglichkeit: Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des betreffenden Inhalts den Kindern interessant, fragwürdig, zugägnlich, begreiflich, “anschaulich” werden kann?

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Die drei übergreifenden Bildungsziele nach Klafki (Kritisch-konstruktive Didaktik von Wolfgang Klafki)

1.Selbstbestimmungsfähigkeit:

-Individuen sollen in der Lage sein, ihr eigenes Leben autonom zu gestalten.

-Dazu gehört kritisches Denken, Entscheidungsfähigkeit und Reflexionsvermögen

Beispiel: Schüler lernen, ihre eigene Meinung zu politischen Themen zu bilden und zu begründen

2.Mitbestimmungsfähigkeit

-Menschen sollen aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen können

-Dazu gehört soziale und politische Verantwortung, demokratisches Handeln und Engagement

Beispiel: Schüler lernen, an Klassensprecherwahlen teilzunehmen oder gesellschaftliche Debatten mitzugestalten

3.Solidaritätsfähigkeit

-Bildung soll zur Empathie und Verantwortung für andere führen

-Ziel ist es, Ungerechtigkeiten zu erkennen und sich für benachteiligte Gruppen einzusetzen

Beispiel: Schüler beschäftigen sich mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel/ soziale Ungleichheit & entwickeln Handlungsstrategien

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Klafkis Konzept der epochaltypischen Schlüsselprobleme

→ um eine moderne, kritische & gesellschaftlich relevante Nildung zu fördern

Definition: Grundlegende gesellschaftliche Herausforderungen, die für eine bestimmte Epoche typisch sind und deren Lösung Mitverantwortung, kritisches Denken & Solidarität erfordern

1.Friedensfrage

2.Umweltfrage

3.Gesellschaftlich produzierte Ungleichheit

4.Gefahren und Möglichkeiten der neuen technischen Steuerung-, Informations und Kommunikationsmedien

5.zwischenmenschliche Beziehungen

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Grundkomponenten der Lern- und Lehrtheoretischen Didaktik

=wichtige Ansätze zur Unterrichtsplanung

Grundkomponenten der lerntheoretischen Didaktik (Berliner Modell):

→Ziel: Wissenschaftlich fundierte, wertneutrale Analyse & Planung von Unterricht

a) Entscheidungsfelder (Gestaltungsaspekte des Unterrichts)

-Intention, Thematik, Methodik, Medienwahl

b) Bedingungsfelder (Rahmenbedingungen des Unterrichts)

→Faktoren, die den Unterricht beeinflussen und berücksichtigt werden müssen)

-Anthropogene Voraussetzungen (Alter, etc.)

-Soziokulturelle Voraussetzungen (Schulform, soziale. Herkunft etc.)

<p>=wichtige Ansätze zur Unterrichtsplanung </p><p></p><p><strong>Grundkomponenten der lerntheoretischen Didaktik (Berliner Modell):</strong></p><p>→Ziel: Wissenschaftlich fundierte, wertneutrale Analyse &amp; Planung von Unterricht </p><p>a) Entscheidungsfelder (Gestaltungsaspekte des Unterrichts)</p><p>-Intention, Thematik, Methodik, Medienwahl </p><p>b) Bedingungsfelder (Rahmenbedingungen des Unterrichts) </p><p>→Faktoren, die den Unterricht beeinflussen und berücksichtigt werden müssen) </p><p>-Anthropogene Voraussetzungen (Alter, etc.)</p><p>-Soziokulturelle Voraussetzungen (Schulform, soziale. Herkunft etc.)</p><p></p>
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Grundkomponenten der Lehrtheoretischen Didaktik (Hamburger Modell)

=> Neuzusammenfügung der Bedingungs- & Entscheidungsfelder

=>zusätzliche Perspektive:

-institutionelle & gesellschaftliche Rahmenbedingungen z.B Lehrpläne, soziale. Ungleichheit

-Unterricht soll zur Emanzipation & gesell. Mitgestaltung befähigen

<p>=&gt; Neuzusammenfügung der Bedingungs- &amp; Entscheidungsfelder </p><p>=&gt;zusätzliche Perspektive:</p><p>-institutionelle &amp; gesellschaftliche Rahmenbedingungen z.B Lehrpläne, soziale. Ungleichheit </p><p>-Unterricht soll zur Emanzipation &amp; gesell. Mitgestaltung befähigen </p>
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Fazit zu den Grundkomponenten der lern- und lehrtheoretischen Didaktik

lerntheoretische Didaktik: wertneutrale Unterrichtsanalyse mit Entscheidungs- und Bedingungsfeldern

lehrtheoretische Didaktik: Weiterentwicklung mit Fokus auf gesellschaftliche Bedingungen & Emanzipation

Interdependenzthese: Alle Elemente des Unterrichts beeinflussen sich gegenseitig, Planung muss abgestimmt erfolgen

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Was sind Unterrichtsmethoden?

Laut Meyer/Junghans:

-Verfahren & Formen, mit denen Lehrende und Lernende die Wirklichkeit der Welt unter den institutionellen Rahmenbedingungen von Schule vermitteln und sich aneignen, um den Schülern zu helfen…:

→Wissen & Können zu entwickeln

→Ihre Persönlichkeit und Urteilsfähigkeit zu stärken

→Ihre soziale Verantwortung für sich und die Lerngruppe zu übernehmen

50
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Fragen, die sich auf Unterrichtsmethoden beziehen

-Wie soll eine Lehrperson/Dozent im Unterricht vorgehen?

-Auf welche Weise kann die Lehrperson/ Dozent in den Lern- und Erarbeitungsprozess ihrer Schüler am besten unterstützen?

-In welcher Beziehung stehen Inhalt & Art und Weise der Vermittlung?

-Welche Methode ist für welche Schüler die vorteilhafteste?

-Wie lassen sich verschiedene Einzelelemente des Unterrichtens methodisch stimmig kombinieren?

51
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Verhältnis von Didaktik und Methodik

Didaktik fragt nach dem “Was?” (Inhalte und Bildungsziele)

Methodik fragt nach dem “Wie?” (Gestaltung des Unterrichts)

→Eng miteinandner verknüpft

52
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Klassifikationsschema für Unterrichtsmethoden (3 Ebenen)

1.Mikromethodik (kleinste methodische Einheiten)

→einzelne Lehr- und Lernhandlungen (z.B. Fragen stellen, Impulse geben)

2.Mesomethodik (größere Unterrichtsstrukturen)

→Verlaufsformen: Unterrichtsphasen (Einstieg, Ergebnissicherung etc.)

→Handlungsmuster: typische Unterrichtsmethoden (Lehrervortrag, Gruppenarbeit etc)

→Sozialformen: wer arbeitet mit wem?

3.Makromethodik (übergeordnete Unterrichtsorganisation)

→Unterrichtsformen wie Frontalunterricht, wochenplanarbeit etc.

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Die fünf Grundformen der Unterrichtsorganisation

1.Einrichtigungsarbeit:

→Vorbereitung auf den Unterricht (Regeln, Konfliktlösung, Organisatorisches..)

→Beispiel: Einführung neuer Klassendienste, Projektplanung

2.Direkte Instruktion

→klassischer, lehrkraftkonzentrierter Unterricht

Beispiel: Frontalunterricht, Lehrervortrag

3.Individualisierender Unterricht

→Lernende arbeiten selbstständig in ihrem eigenen Tempo

Beispiel: wochenplanarbeit, Freiarbeit

4.Kooperativer Unterricht

→Lernende arbeiten gemeinsam an Aufgaben/ Projekten

5.Marktplatzarbeit

→Präsentation von Ergebnissen vor einer größeren Gruppe

Beispiel: Ausstellung, Podiumsdiskussion, Theateraufführung

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Vier Sozialformen des Unterrichts

1.Frontalunterricht

2.Gruppenarbeit

3.Partnerarbeit

4.Einzelarbeit

Die Wahl der Unterrichtsorganisation und Sozialformen beeinflusst, wie aktiv und selbstständig die Schüler*innen lernen können. Eine gute Mischung sorgt für Abwechslung, Motivation und optimale Lernbedingungen

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Sie können einzelne Formen und Verfahren korrekt zuordnen (Handelt es sich um eine Grundformen der Unterrichtsorganisation, ein Handlungsmuster, eine Sozialformen oder eine Inszenierungstechnik?).

  • Grundformen = Wie ist der Unterricht organisiert? (Makromethodik)

  • Handlungsmuster = Welche typischen Abläufe gibt es? (Mesomethodik)

  • Sozialformen = Wer arbeitet mit wem? (Interaktionsstruktur)

  • Inszenierungstechniken = Kleine methodische Werkzeuge zur Unterrichtsgestaltung (Mikromethodik)

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Die sieben Phasen des Unterrichtsverlaufs nach Hage et al. (1985)

1.Einführung (Einstieg, Motivation, Problemstellung)

2.Wiederholung (Aktivierung vom Vorwissen)

3.Erarbeitung (Erfassen neuer Inhalte)

4.Übung (Vertiefung & Festigung)

5. Anwendung (Transfer auf neue Kontexte)

6. Systematisierung/Zusammenfassung

7. Lernerfolgskontrolle (Überprüfung des Gelernten)

57
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Vor- und Nachteile des Frontalunterrichts

Vorteile des Frontalunterrichts

1.Effiziente Stoffvermittlung

2.klare Struktur und Disziplin

3.Geringer organisatorischer Aufwand

4.Sicherung eines gemeinsamen Wissensstandes

5.Geeignet für leistungsschwache Schüler

Nachteile

1.Geringe Schüleraktivität

2.Eingeschränkte Individualisierung

3.Wenig soziale Interaktion

4.Oft geringe Motivation und Aufmerksamkeit

5.Schwierigkeit der Erfolgskontrolle

58
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Befunde zum Einsatz von Methoden im Unterricht

Empirische Studien zeigen, dass der gezielte Einsatz verschiedener Unterrichtsmethoden einen erheblichen Einfluss auf den Lernerfolg, die Motivation und die soziale Entwicklung der Schüler*innen hat

Fazit:

  • Methodenvielfalt steigert den Lernerfolg.

  • Frontalunterricht ist effizient, aber braucht Ergänzung durch aktivierende Methoden.

  • Kooperative Methoden fördern Motivation und soziale Kompetenzen.

  • Individualisierte Methoden ermöglichen differenziertes Lernen.

  • Passung zwischen Methode, Ziel und Inhalt ist entscheidend.

59
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Die vier grundlegenden Merkmale von Unterricht nach Terhart (2011)

1.Pädagogische Absicht

2.Planmäßigkeit

3.Institutionalisierung

4.Verberuflichung

60
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Unterscheidung: Normative Vorstellungen vs. Empirisch nachgewiesene Wirkungen

Vergleich: Normative vs. Empirische Bewertung

Merkmal

Normative Vorstellungen

Empirische Wirkungen

Grundlage

Werte, Ideale, Theorien

Wissenschaftliche Studien, Messungen

Ziel

Bestimmen, was „guter“ Unterricht sein soll

Messen, was tatsächlich wirkt

Beispiele

Schülerzentrierung, Selbstständigkeit

Lernerfolg, Motivation, Wissenserwerb

Kritik

Subjektiv, nicht messbar

Reduktion auf messbare Ergebnisse

Fazit

Beide Perspektiven sind wichtig:

  • Normative Vorstellungen liefern die pädagogischen Leitlinien.

  • Empirische Forschung zeigt, welche Methoden wirklich wirksam sind.
    Die beste Unterrichtsqualität entsteht durch eine Kombination beider Ansätze.

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Zentrale Ergebnisse der Hattie-Studie („Visible Learning“, 2008)

Die Hattie-Studie ist eine Meta-Analyse von über 800 Studien (aktuell über 2.100 Studien) mit Daten von mehr als 300 Millionen Schüler*innen. Sie untersucht Faktoren, die den Lernerfolg beeinflussen

1.Wichtigster Faktor: Qualität des Lehrerhandelns

2.Effektstärken: Welche Faktoren beeinflussen das Lernen? (Unterrichtsmethoden wirken nur, wenn sie gut umgesetzt werden.)

3.Weniger effektive Faktoren:Offener Unterricht ohne Struktur, Computereinsatz im Unterricht, Team-Teaching (mehrere Lehrkräfte in einer Klasse

4.Bedeutung für die Unterrichtspraxis

-Lehrkräfte sind der Schlüssel zum Lernerfolg!
-Feedback & kognitive Aktivierung sind entscheidend.
-Schüler*innen müssen aktiv am Lernprozess beteiligt sein.
-Strukturierte Unterrichtsmethoden sind oft wirksamer als offene Lernformen.

Fazit

Die Hattie-Studie zeigt, dass nicht die Methoden allein entscheidend sind, sondern die Qualität des Unterrichts und das Lehrerhandeln.

62
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Die zehn Merkmale guten Unterrichts nach Meyer (2004) bzw. Meyer/Junghans (2021)

-Klare Strukturierung des Unterrichts

-Hoher Anteil echter Lernzeit

-Lernförderliches Klima

-Inhaltliche Klarheit

-Sinnstiftendes Kommunizieren

-Methodenvielfalt

-Individuelles und gemeinsames Fördern

-Intelligentes Üben

-Transparente Leistungserwartungen

-Vorbereitete Umgebung

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Das Merkmal „Klare Strukturierung“ nach Meyer (2004) bzw. Meyer/Junghans (2021)

1. Wichtige Aspekte der klaren Strukturierung

-Prozessklarheit

-Zielklarheit

-Regelklarheit

-Aufgabenklarheit

-Raum- und Zeitstrukturierung

2. Vorteile eines klar strukturierten Unterrichts

Geringere Störungen Schülerinnen wissen, was zu tun ist.
Höhere Lernzeit Weniger Zeit geht durch Unklarheiten verloren.
Mehr Sicherheit und Motivation Klare Erwartungen helfen Schülerinnen beim Lernen.
Bessere Lernleistungen Schüler*innen können Inhalte besser verarbeiten.

Fazit

Ein klar strukturierter Unterricht bietet Schüler*innen Orientierung, Sicherheit und effektives Lernen. Lehrkräfte sollten Struktur durch klare Ziele, Regeln, Abläufe und Aufgaben schaffen.

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Indikatoren für das Merkmal „Klare Strukturierung“ nach Meyer (2004) bzw. Meyer/Junghans (2021)

1⃣ Verständliche Sprache der Lehrkraft

2⃣ Klare und nachvollziehbare Aufgabenstellungen

3⃣ Erkennbare Unterrichtsstruktur (Einstieg – Erarbeitung – Sicherung – Abschluss)

4⃣ Deutliche Markierung der Unterrichtsschritte

5⃣ Geringe Störanfälligkeit des Unterrichts

6⃣ Körperliche Präsenz und Raumregie der Lehrkraft

7⃣ Gute Vorbereitung und rechtzeitiges Bereitstellen von Lernmaterialien

8⃣ Definierte Rollen der Beteiligten

Ein klar strukturierter Unterricht sorgt für mehr Orientierung, weniger Störungen und höhere Lernmotivation. Lehrkräfte können durch klare Sprache, erkennbare Abläufe und gut vorbereitete Materialien für eine verständliche Struktur sorgen.

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Was leisten solche Merkmalskataloge „guten Unterrichts“?

• bieten Ansatzpunkte für die Planung, Analyse, Reflexion und Verbesserung von Unterricht

• beziehen sich auf Merkmale, die empirisch belegt sind, d.h. empirische Forschungsergebnisse zeigen, dass die Umsetzung des Merkmals zu einer Verbesserung der Schülerleistungen führen kann

• bieten keine Handlungsvorschriften oder direkt ableitbare Entscheidungen

• beschränken sich auf fachübergreifende Merkmale (fachspezifische Aspekte bleiben unberücksichtigt)

• beschränken sich auf kognitive Lernerfolge (Sozialkompetenz, Kreativität, affektive Lernziele etc. bleiben unberücksichtigt)

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Kernüberlegungen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik

  1. Geschichtlichkeit der Erziehung: Erziehungsnormen sind nicht zeitlos gültig, sondern historisch bedingt und abhängig vom kulturellen Kontext.

  2. Verstehens- statt Erklärungsansatz: Erziehung und Bildung sind geistige Prozesse, die nicht naturwissenschaftlich erklärt, sondern geisteswissenschaftlich interpretiert werden müssen (Dilthey: „Die Sachwelt kann man erklären, menschliches Handeln dagegen bedarf des Verstehens“).

  3. Subjektbezogenheit: Der Mensch wird als aktives, sinngebendes Wesen betrachtet. Erziehung muss an die individuellen Erfahrungen, Interessen und Bedürfnisse anknüpfen.

  4. Hermeneutische Methoden: Erkenntnis wird durch Auslegung, Interpretation und Reflexion gewonnen, z. B. durch die Analyse klassischer Bildungstexte (z. B. Pestalozzi, Comenius, Montessori).

  5. Praxisnähe: Die geisteswissenschaftliche Pädagogik versteht sich als Anleitung für pädagogisches Handeln und reflektiert pädagogische Praxis auf einer normativen Grundlage.

Bis in die 1960er Jahre war die geisteswissenschaftliche Pädagogik dominant, wurde aber zunehmend von der empirischen Bildungsforschung abgelöst

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Kritikpunkte und Forderungen der Vertreter einer empirischen, experimentellen Pädagogik

Kritikpunkte an der geisteswissenschaftlichen Pädagogik:

-Fehlende empirische Absicherung:

-Überbetonung normativer und philosophischer Überlegungen

-Mangel an praktischer Anwendbarkeit

-Unzureichende Systematisierung von Bildungsprozessen

Forderungen der empirischen, experimentellen Pädagogik:

-Empirische Forschung als Basis der Pädagogik

-Naturwissenschaftliche Methoden anwenden:

-Praktische Relevanz:

-Entwicklung allgemeingültiger pädagogischer Gesetzmäßigkeiten

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Realistischen Wendung der Pädagogik

Die „Realistische Wendung“ der Pädagogik bezeichnet eine Entwicklung ab den 1960er Jahren, in der sich die Erziehungswissenschaft zunehmend von normativen und geisteswissenschaftlichen Ansätzen löste und sich stärker an empirischen, sozialwissenschaftlichen Methoden orientierte.

-Forderung nach einer wissenschaftlich fundierten Pädagogik

-Abgrenzung zur geisteswissenschaftlichen Pädagogik

-Einfluss der empirischen Sozialwissenschaften

-Kritik an normativen und spekulativen Theorien

Folgen der „Realistischen Wendung“:

  • Rasanter Anstieg quantitativer empirischer Forschungsarbeiten.

  • Verlust der Dominanz der geisteswissenschaftlichen Pädagogik.

  • Etablierung einer empirischen Bildungsforschung, die datenbasierte Erkenntnisse für die Bildungs- und Schulpolitik liefert

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Aspekte in den PISA-Studien

Die PISA-Studien (Programme for International Student Assessment) sind internationale Leistungsvergleichsstudien, die seit dem Jahr 2000 alle drei Jahre durchgeführt werden. Sie untersuchen verschiedene Aspekte der schulischen Bildung mit dem Ziel, die Kompetenzen von 15-jährigen Schüler*innen international zu vergleichen

Untersuchte Aspekte in den PISA-Studien:

-Kernkompetenzen der Schüler*innen

-Lernmotivation und Selbsteinschätzung

-Sozialer Hintergrund der Schüler*innen

-Schulische Rahmenbedingungen

-Internationale Vergleichbarkeit

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Unterschied zwischen Wahrnehmung, Alltagsbeobachtung und wissenschaftlicher Beobachtung

Merkmal

Wahrnehmung

Alltagsbeobachtung

Wissenschaftliche Beobachtung

Bewusstheit

meist unbewusst

bewusst, aber unsystematisch

bewusst, systematisch

Zielsetzung

keine spezifische

grobe Orientierung

gezielte Forschungsfrage

Methodik

individuell, intuitiv

spontan, subjektiv

methodisch festgelegt

Dokumentation

keine

selten

detailliert und überprüfbar

Objektivität

stark subjektiv

subjektiv

möglichst objektiv

Die wissenschaftliche Beobachtung wird genutzt, um pädagogische Prozesse präzise zu analysieren und fundierte Erkenntnisse für die Bildungsforschung zu gewinnen

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Unterschiedliche Datenerhebungsmethoden

1. Beobachtung (nicht-/teilnehmend, strukturiert/unstrukturiert)

2. Experimentelle Forschung (Laborexperimente, Feldexperimente)

3. Testverfahren (Leistungstests, Kompetenzmessungen)

4. Fragebogen (standardisiert, halbstandardisiert)

5. Interview (leitfadengestützt, problemzentriert, biographisch)

6. Gruppendiskussion

7. Analyse vorhandener Dokumente und Statistiken

Diese Methoden helfen, Bildungsprozesse aus verschiedenen Perspektiven zu erforschen und fundierte Erkenntnisse für Schule und Unterricht zu gewinnen

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Vier Begründungen nennen, warum sich angehende Lehrer*innen mit empirischen Forschungsmethoden und Forschungsergebnissen im Studium auseinandersetzen sollten

-Verständnis und kritische Bewertung von Forschungsergebnissen:

-Verbesserung der Unterrichtsgestaltung und Lehrmethoden

-Mitwirkung an Schulentwicklung und Bildungsforschung

-Reflexion der eigenen pädagogischen Praxis

Diese Begründungen zeigen, dass empirische Forschung nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die tägliche pädagogische Praxis von großer Bedeutung ist

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Strukturmerkmale institutionalisierten schulischen Lernens

-Unterscheidbare Rollen von Lehrenden und Lernenden

-Generationenverhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden

-Spezifische Räume und Möbel

-Spezifische räumliche Anordnungen und Arrangements

-Lehrmittel und Medien

-Bestimmte Praktiken und Rituale

Diese Merkmale verdeutlichen, dass Schule als institutionalisierter Lernraum bestimmten Regeln und Strukturen folgt, die das Lernen und Lehren organisieren

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Doppelfunktion des Bildungswesens

=als ein Zusammenspiel von Reproduktion und Innovation innerhalb der Gesellschaft

1. Reproduktionsfunktion

  • Die Schule dient dazu, bestehende gesellschaftliche Strukturen, Normen und Werte an die nächste Generation weiterzugeben.

  • Dazu gehört die Vermittlung von kulturellen Symbolsystemen (z. B. Sprache, Schrift, mathematische Konzepte) sowie gesellschaftlich anerkannter Verhaltensweisen und Rollen.

  • Diese Funktion trägt zur Stabilität und Kontinuität der Gesellschaft bei.

2. Innovationsfunktion

  • Bildung soll nicht nur bestehende Strukturen erhalten, sondern auch gesellschaftlichen Wandel ermöglichen.

  • Schüler*innen sollen dazu befähigt werden, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und neue Ideen zu entwickeln.

  • Dies geschieht durch die Förderung von Kreativität, wissenschaftlichem Denken und individueller Entfaltung.

Zusammenhang zwischen den beiden Funktionen

Die Schule bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Veränderung: Einerseits sichert sie die Weitergabe von Wissen und Werten, andererseits bereitet sie auf neue gesellschaftliche Herausforderungen vor

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Die vier gesellschaftlichen Funktionen der Institution Schule

1. Kulturelle Reproduktionsfunktion (Enkulturationsfunktion)

  • Ziel: Integration der Lernenden in die Kultur und Gesellschaft

2. Qualifikationsfunktion

  • Ziel: Vorbereitung der Schüler*innen auf den Arbeitsmarkt und ihre Rolle in der Gesellschaft.

3. Selektions- und Allokationsfunktion

  • Ziel: Verteilung der Lernenden auf verschiedene gesellschaftliche Positionen (z. B. Hochschulreife oder berufliche Ausbildung)

4. Integrations- und Legitimationsfunktion

  • Ziel: Stabilisierung der Gesellschaft durch soziale Kohäsion und politische Partizipation.

Diese vier Funktionen zeigen, dass die Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch maßgeblich zur sozialen Ordnung und gesellschaftlichen Entwicklung beiträgt

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Was versteht man unter Schulentwicklung?

Schulentwicklung bezeichnet die systematische und zielgerichtete Weiterentwicklung von Schulen, um deren Qualität zu verbessern. Dabei wird die Einzelschule als zentrale Einheit betrachtet

  • Früher (1970er-1980er Jahre) verstand man unter Schulentwicklung vor allem Schulentwicklungsplanung (z. B. Standort, Gebäudeplanung).

  • Seit den 1990er Jahren steht die Einzelschule als Motor der Schulentwicklung im Fokus

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Worauf verweist Fend mit „die einzelne Schule als pädagogische Handlungseinheit“?

Helmut Fend betont, dass nicht nur das Schulsystem als Ganzes, sondern jede einzelne Schule für ihre Qualität verantwortlich ist.

  • Untersuchungen zeigten, dass Unterschiede zwischen Schulen desselben Systems oft größer sind als zwischen verschiedenen Schulsystemen (z. B. Gesamtschule vs. gegliedertes System).

  • Daher muss Schulentwicklung auf die konkreten schulischen Prozesse und die alltägliche Praxis der Lehrkräfte fokussieren

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Worauf zielt Schulentwicklung?

Schulentwicklung verfolgt mehrere Ziele:

  • Qualitätssteigerung von Schule und Unterricht

  • Nachhaltige Entwicklung der Schule als Ganzes

  • Schule als lernende Organisation etablieren

  • Strukturierte und kontinuierliche Verbesserungsprozesse fördern

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4. Die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises

  1. Unterrichtsqualität – innovative Lehrmethoden und effektiver Unterricht

  2. Leistung – Förderung individueller Stärken und Potenziale

  3. Umgang mit Vielfalt – Inklusion und Differenzierung im Unterricht

  4. Verantwortung – Förderung von Eigenverantwortung und sozialem Engagement

  5. Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner – positive Lernatmosphäre und Kooperationen

  6. Schule als lernende Institution – kontinuierliche Weiterentwicklung und Reflexion

Diese Aspekte helfen Schulen, sich langfristig zu verbessern und ein hochwertiges Bildungsangebot zu sichern

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Schulisch relevante Merkmale von Heterogenität

  • Kognitive Leistungsfähigkeit

  • Soziale Herkunft

  • Ethnische Zugehörigkeit / Migrationsgeschichte

  • Geschlecht

  • Alter

  • Behinderung

  • Sprache

  • Religion

  • Lebenszusammenhang / Familienform

  • Interessen / Neigungen

  • Leistungsmotivation

  • Soziale Kompetenzen

  • Sprachliche Kompetenzen

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Maßnahmen zur Homogenisierung von Lerngruppen im deutschen Schulsystem

  • Zurückstellung vom ersten Schulbesuch

  • Einrichtung von Jahrgangsklassen

  • Förderschul-Überweisungen

  • Aufteilung der Schüler*innen nach der 4. Klasse auf verschiedene Schulformen

  • Sitzenbleiben

  • Auf- und Abstiege zwischen Schulformen (Wechsel von Gymnasium zur Realschule etc.)

  • Überspringen von Klassen

Diese Maßnahmen führen jedoch dazu, dass über 40 % der Schüler*innen zwischen Klasse 1 und 10 mindestens einmal von ihrer ursprünglichen Lerngruppe getrennt werden

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Rechtlicher Hintergrund für ein inklusives Bildungssystem in Deutschland

Die Grundlage für die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems bildet die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK, 2006), die Deutschland 2009 ratifiziert hat.

  • Artikel 24 der UN-BRK verpflichtet Deutschland, ein inklusives Bildungssystem sicherzustellen.

  • Schülerinnen mit Behinderung haben einen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen mit nicht behinderten Schülerinnen

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Unterschied zwischen „engem“ und „weitem“ Inklusionsbegriff

  • Enger Inklusionsbegriff:

    • Fokus auf Menschen mit Behinderung.

    • Im schulischen Kontext: betrifft nur Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

    • Ziel: Förderung dieser Schüler*innen im Regelschulsystem (statt in Förderschulen).

  • Weiter Inklusionsbegriff:

    • Umfasst alle Dimensionen von Heterogenität (z. B. soziale Herkunft, Geschlecht, Sprache, Behinderung).

    • Ziel: Maximale soziale Teilhabe für alle Schüler*innen und Minimierung von Diskriminierung

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Schulformen, die (nicht) zum Regelschulsystem gehören

  • Zum Regelschulsystem gehören:

    • Grundschule

    • Hauptschule

    • Realschule

    • Gymnasium

    • Gesamtschulen

    • Berufsbildende Schulen

  • Nicht zum Regelschulsystem gehören:

    • Förderschulen / Sonderschulen (unterschiedliche Bezeichnungen in den Bundesländern)

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Unterschiede zwischen Exklusion, Separation, Integration und Inklusion

  • Exklusion: Schüler*innen werden vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen (z. B. keine Beschulung von Kindern mit Behinderung früher).

  • Separation: Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen werden in separaten Einrichtungen unterrichtet (z. B. Förderschulen).

  • Integration: Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen werden in Regelschulen aufgenommen, aber müssen sich dem bestehenden System anpassen.

  • Inklusion: Alle Schüler*innen lernen gemeinsam, unabhängig von individuellen Unterschieden. Das System passt sich den Bedürfnissen an, nicht umgekehrt

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Elemente und Bedingungen einer inklusiven Pädagogik

  • Differenzierung: Unterschiedliche Lernangebote für verschiedene Schüler*innen.

  • Individuelle Förderung: Anpassung des Unterrichts an individuelle Lernvoraussetzungen.

  • Individualisiertes Lernen: Schüler*innen erhalten eigene Lernwege.

  • Veränderte Leistungsmessung: Portfolio-Arbeit, individuelle Lernstandserhebungen.

  • Peer Learning: Gegenseitige Unterstützung durch Schüler*innen.

  • Professionelle Kompetenzen der Lehrkräfte: Förderschwerpunkte, Diagnostik, Beratung.

  • Positive Einstellung zu Heterogenität: Vielfalt als Bereicherung sehen.

  • Multiprofessionelle Kooperation: Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte

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Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Schulen

  • Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und anderen Berufsgruppen, z. B.:

    • Erzieher*innen

    • Sozialpädagog*innen

    • Schulsozialarbeiter*innen

    • Psycholog*innen

    • Sprachheilerzieher*innen

    • Förderschullehrkräfte

    • Schulbegleiter*innen

  • Ziele der multiprofessionellen Kooperation:

    • Mehrperspektivität

    • Bessere Problemlösung

    • Entlastung der Lehrkräfte

    • Förderung von Lernchancen für Schüler*innen.

Diese Aspekte sind zentral für die Gestaltung eines inklusiven Bildungssystems in Deutschland.

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