LP 2.2 Bestände in Einrichtungen für Medien- und Informationsdienste

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Bestände (Archiv): Definition; Herkunft; Arten = Urkunden, Akten, Amts- und Geschäftsbücher, Briefe, Karten und Pläne, Bild und Tondokumente, Digitale Archivalien.

Schrift- Bild und Tongut, das als dokumentarischer Niederschlag der Tätigkeit staatlicher und nichtstaatlicher Dienststellen, sonstiger Einrichtungen, Verbände, Gesellschaften, Betriebe oder Einzelpersonen erwächst.

  1. Urkunden = Schriftstücke zur Rechtsicherung, die von der befugten Stelle ausgestellt werden.

    • Verträge aller Art (Beleihungen, Schenkungen usw.); Gerichtsurteile, Verleihung von Rechten.

  2. Akten = Alle zu einem Verwaltungszweck zusammengefügten Schriftstücke und Unterlagen unabhängig vom Trägermaterial (Pergament, Papier, CD-ROM) und von der Technik der Zusammenfügung (Buch, Ordner, Fäden).

    • Akten haben einen ständigen Zuwachs, bis zum Abschluss der Aufgabe oder des Vorganges.

    • Nach Umfang der Akten unterscheidet man:

      • Aktenheft/-bündel (Faszikel, Büschel BW)

      • Aktenbund (Volumen)

      • Aktenpaket (Konvolute)

    • Zweck: Arbeitsmittel für die Entscheidungsfindung, die Steuerung und Kontrolle von Arbeitsprozessen.

    • Serienakten = reich chronologisch geordnete Akten

    • Sachakten

      • Betreffakten = Vorgänge zu einem Sachbetreff z.B Errichtung eines Altenheims

      • Einzelfallakten = Vorgänge zu einem Fall oder Person z.B Krankenakten, Personalakten, Gerichtsfallakten etc.

  3. Amts- und Geschäftsbücher = Feste, zumeist buchmäßig gebundene Kompositionen mit Einträgen, später auch Kopien von Vorgängen innerhalb der betreffenden Einrichtung.

    • Briefbücher, Protokollbücher, Grundbücher, Lagerbücher etc.

    • Enthalten: Abschriften von Urkunden und Schreiben, Verhandlungs- und Beschlussprotokolle, Geschäftsprotokolle, Kaufprotokolle etc.

  4. Briefe

  5. Karten und Pläne

  6. Bild- und Tondokumente

2
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Struktur des Archivgutes

Provenienzbestände (Schriftgut)

  • In das Archiv übernommene organisch erwachsene Unterlagen aus dem Archivsprengel oder fremder Provenienz.

Nachlassbestände

  • Hinterlassenschaften von bedeutenden Personen aus Kultur, Wirtschaft, Politik etc..

Sammlungs-/Dokumentationsbestände

  • Sammlungsgut wie Münzen, Pläne, Zeitungsausschnitte etc.

Registratur

  • Ausfbewahrungsort für Schriftgut, während es für Verwaltungs- und Geschäftshandeln benutzt wird.

Altregistratur

  • Aufbewahrungsort für Schriftgut, das geschlossen und aus der Registratur aussgesondert wurde, aber noch aufbewahrt werden muss.

3
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Bestände (Bibliothek) Handschriften, Druckschriften, Mikroformen, AV-Medien, Spiele, Kunstgegenstände

Handschriften

  • Das gesamte Schrifttum vor Erfindung des Buchdrucks

  • Autografen = handschriftliche Zeugnisse berühmter Persöblichkeiten bsp. Briefe, Originalschrifte der Werke

Druckschriften

  • Bücher

    • ÖB Belletristik

    • WB Sachbücher, Fachbücher

    • Sammelobjekte wie Inkunabeln, Erstdrucke, bibliophile Bücher, antiquarische Bücher

  • Zeitungen

  • Karten/Atlanten

  • Kleinschrifttum = Prospekte, Pläne, Kataloge

  • Reprografische Formen = Nachdrucke mit Hilfe fotomechanischer Verfahren

    • Reprint - Seiten werden abgescannt und gedruckt.

    • Faksimilie - origalgetreuer Nachruck eines Buches

  • Mikroformen = Mikrofilme, Mikrofiches oder Mikrokarten (stark verkleinerte Inhalte, die durch Reader-Printer rückvergrößert und ausgedruckt werden könnnen.

  • AV-Medien

    • CDs, DVDs etc.

  • Spiele

  • Kunstgegenstände (Arthotheken, Grafotheken)

  • Forschungsdaten

  • Bibliothek der Dinge

    • Küchengeräte, Werkzeuge, Sportgeräte, Musikgeräte

4
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Informations- und Dokumentationsstellen (Bestände) 1. Datenbanken 2. In diesen Datenbanken enthaltene Dokumente, die zudem ausgewertet werden = 13

Besitzen selbst oft keinen oder einen sehr kleinen Medienbestand (z.B. spezielle Fachzeitschriften und graue Literatur)

Eigentlichen Bestände werden gebildet von:

  • eigenen fachspezifischen Datenbanken und Schnittstellen = Zugriff auf fremde Datenbanken aus dem entsprechendem Fachgebiet

Sie bieten gegen Gebühr die Nutzung von Datenbanken an, wie z. B.:

  • Bibliographische Datenbanken (Medline)

  • Patentdatenbanken (Patdpafull)

  • Firmendatenbanken (Bisnode)

  • Volltextdatenbanken (dpa, Reuters)

Dokumente, die in Datenbanken enthalten sind und ausgewertet werden:

  • Selbständige Literatur

  • Unselbständige Literatur

  • Graue Literatur = Literatur, die im Buchhandel nicht zu erwerben ist.

  • Patentschriften = Beschreibung einer zum Patent angemeldeten wissenschaftlich-technischen Erfindung. Die Patentschriften haben einen großen technischen Informationswert, sie enthalten die Beschreibung des Patents. Die Beschaffung von Patentschriften ist über den normalen Leihverkehr nicht möglich. Daher führen die IuD-Stellen die Patentrecherchen durch und vermitteln die Inhalte.

  • Forschungsberichte = hohe Aktualität, berichten über Forschungsstand und Fehlschläge bei der Forschung.

  • Hochschulschriften

  • Kongressberichte

  • Firmenberichte = Jahresabschlussberichte; Angebotskataloge etc.

  • Normenblätter = erhalten Vorschriften über die genormte Ausführung von Industrieerzeugnissen.

    • 3 zentrale Institutionen: DIN; ISO; ANSI

    • Normen werden in Normausschüssen erarbeitet, in Form von Druckschriften veröffentlicht.

    • Es gibt Sammlungen zu den normierten Fachgebieten.

  • Gesetzesblätter = Gesetze treten erst mit deren Veöffentlichung in Kraft.

  • Entscheidungssammlungen

    • Beschlüsse = Entscheidungen, die auch ohne mündliche Verhandlung, nur nach Aktenlage ergehen können (Nur Beschlüsse, die ein Verfahren beenden, sind in Sammlungen enthalten).

    • Urteile = Entscheidungen, die nach einer mündlichen Verhandlung mit Gelegenheit zur Anhörung der Beteiligten ergehen.

  • Daten und Fakten = vor allem Statistiken aus Sozialwissenschaften, Rechtssprechung, öffentlicher Verwaltung, Technik, Medizin usw.

  • Bilder, Filme, Tonaufzeichnungen, Fernsehsendungen

5
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Bestände (Bildagenturen)

Konventionelle Bilder

  • Werden digitalisiert, da für die Kunden nur über Datenbanken zugänglich.

Digitale Bilder

Rights Managed

  • einmalige, zeitlich, räumlich oder inhaltlich beschränkte Verwendung in einem bestimmten Medium

  • Einziges Lizenzmodell, das mit dem deutschen Urheberrecht vereinbar ist

  • Hohe Qualität

  • Themen: redaktionelle Inhalte aus den Bereichen Politik, Sport, Entertainment

  • Vorteil: Rechtssicherheit

Royalty Free

  • Beliebige Verwendung bei 1x Zahlung

  • Preis richtet sich nach Dateiauflösung

  • Themen: Layouts, Stockfotografie, keine Marken, einfache Motive

Microstock

  • Vertrieb ausschließlich über Internet, weltweit

  • niedriges Preisniveau über Credits

  • viele Privatanbieter auf dem Markt

  • Bildmaterial von Amateurfotografen

  • kein individueller Service = Probleme bei Rechteklärung

  • seit 2000 enormer Zuwachs = Massengeschäft

6
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Krankenakte (Beschaffenheit; 7 Arztpraxis; 7 Klinik)

Die Krankenakte muss vollständig sein und alle zu einem Patienten gehörenden Dokumente enthalten.

  • übersichtlich

  • gut gegliedert

  • Enthält: Verwaltungsdaten, Daten zur Diagnostik, Daten zu Therapie und zusammenfassende Berichte.

Arztpraxis

  • Stammblatt

    • Verwaltungsdaten

  • Anamnesebogen

    • Im Gespräch mit dem Patienten erhobene Geschichte der Krankheit

  • Verlaufsbogen eines Arztbesuches

    • Datum; Beschwerden; angeordnete diagnostische oder therapeutische Maßnahmen; AU-Bescheinigung

  • Befunddokumente

    • Laboranforderung; Fieberkurven; Röntgenbilder; EKG; CT; MRT.

  • Epikrise

    • zusammenfassende Darstellung eines Behandlungsabschnittes

  • Arztbriefe

    • Schriftwechsel zwischen Ärzten zu einem Patienten

  • Schriftwechsel mit dem Patienten

Klinik

  • Krankenblattkopf

    • Name, Geburtsdatum, Krankenkasse, einweisender Arzt, Aufnahmedatum, Entlassungsdatum, Entlassdiagnose

  • Anamnesebogen

  • Beschwerden

  • Befunddokumente

  • Pflegeberichte

    • Angaben zur Mobilität

    • Ernährung

    • Vitalwerte (Temperatur, Blutdruck)

    • Unverträglichkeiten

  • OP-Berichte

    • Abfolge der OP; beteiligte Personen, OP-Zwischenfälle

  • Anästhesieprotokolle

    • Patientendaten wie Gewicht, Blutgruppe

    • präoperativer Zustand

    • Verträglichkeit von Narkosemitteln

    • Medikation

    • Epikrise

    • Arztbriefe

  • Medikation

    • Auswahl des Arzneimittels sowie seine Darreichungsform ( z.B. Tablette, Salbe oder Injektion), Dosierung, Anwendungsdauer und den Zeitpunkt der Einnahme

7
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Krankenakte (konventionell, digital = Vorteile/Nachteile)

konventionel

  • analog

  • Nur an einer Stelle verfügbar

  • kann Röntgenaufnahmen und Mikrofilme in angebrachten Taschen enthalten

digital

  • Vorteile: Platzeinsparnisse, Lesbarkeit, Zugriff von verschiedenen Stellen möglich

  • Nachteile: Sicherheitslücke wegen Cyberangriffe, Langzeitarchivierung schwierig wegen Formatänderungen

8
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Formularwesen (6 Punkte)

Voraussetzungen:

  • klare Gliederung

  • leicht auszufüllen

  • entspricht fachlichen Anforderungen

  • Einheitlichkeit und Aktualität durch zentrale Erstellung

  • Kennung für die Zuordnung zur richtigen Akte

  • Unterschrift und Datum bei der Ausfüllung

9
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Dimensionen der Medienkompetenz

Medienkritik

  • vorhandenes Wissen über Medien sollte reflektiert und erweitert werden.

Medienkunde

  • Wissen über heutige Medien und Mediensysteme

Mediennutzung

  • aktiver und interaktiver Umgang mit den Medien

Mediengestaltung

  • Medien verändern sicht ständig und es steht jedem frei, neue Inhalte gestaltend einzubringen

10
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was können FAMI-Einrichtungen für Zuwachs in Medienkompetenz tun?

Zugang zu einer Vielzahl von Medienressourcen anbieten

Informationskompetenz vermitteln (suchen, bewerten, auswählen, nutzen)

Schulungen und Workshops zum Datenschutz, Online-Recherche, kritisches Denken beim Medienkonsum, Verwendung von Medientechnologien.

11
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Netzbereiche

Clear Net

  • offen zugänglich

Deep Web

  • abgeschlossener Bereich

  • dieselben Browser

  • Angebote nur mit Zugangsdaten zugänglich

  • aus Sicherheitsgründen von Firmen benutzt

  • größte Webbereich

Dark Web

  • Nur mit speziellem Browser erreichbar

  • Daten werden über mehrere Knoten geführt und dabei mehrmals verschlüsselt, um die Anonymytät zu bewahren (Onion Routing).

12
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Findmittel, Findbuch, Katalog, Datenbank

Findmittel = Findbuch, Karteien, Verzeichnisse

Findbuch = Standardfindmittel für erschlossene Bestände von Archivgut. Enthält Vorwort mit Behörden- und Bestandsgeschichte, Klassifikationsschema, Ort des Bestandes, Index zu Personen und Orten.

Katalog: Nach bestimmten Kriterien geordnetes Verzeichnis. #

Datenbank: Eine nach dokumentarischen Methoden recherchierbare und auf einem Rechner installierte Datei.

13
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Sinn und Zweck des Bestandsaufbaus

Jede Einrichtung braucht einen Überblick über ihren Bestand, um: - einen sinnvollen Bestandsaufbau betreiben zu können.

  • Zugänge richtig zuordnen zu können

  • bei Sachfragen Auskunft geben zu können

Die Kunden müssen sich über den Aufbau der Bestände informieren können:

  • um festzustellen, welche Mediengruppen ihnen angeboten werden.

14
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Provenienzprinzip

  • Seit 1881

  • Ordnung der Bestände nach der abgebenden Stelle und nach Entstehungszusammenhängen = Einheitsbestände.

  • Innerhalb der einzelnen Herkunftsbereiche wird nach dem Inhalt der Archivalien geordnet.

15
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Pertinenzprinzip

  • Ordnung nach Betreff/Thema

  • Schaffung von Sachbezügen, dadurch gehen aber die behördlichen und personellen Zusammenhänge verloren = Mischbestände.

  • Bibliotheken und IuD-Stellen ordnen nach dem Pertinenzprinzip

16
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Formale Erfassung (verschiedene Medien)

Bücher

  • Titel, Personen, Erscheinungsjahr, Ausgabe, Verlag,Verlagsort, Sprache

Patentschriften

  • Patentanmelder, Anmeldedatum, Titel, Erfinder, Patentnummer, Patentamt

Akten

  • Aktenzeichen, Provenienz, Laufzeit, Umfang, Enthält, Darin, Sperrfrist, Erhaltungszustand

Fotos

  • Fotograf, Aufnahmedatum, Titel, Format, Größe, Ort

Medikamente

  • Name, Wirkstoff, Hersteller, Dosierung, Haltbarkeit, Packungsgröße, Nebenwirkung, verschriebungspflichtig, apothekenpflichtig, freiverkäuflich.

Bleistiften

  • Härtegrad, Hersteller, Größe, Farbe, Form, Artikelnummer, Beschaffenheit

17
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Kriterien für die formale Erfassung

alphabetisch - nach Verfasser, Titel, Ort, Verlag

chronologisch - nach Erscheinungsjahr, Zugangsdatum etc..

numerisch - nach Zugangsnummer, Standortnummer..

nach Material, Größe

nach Herkunft

18
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Inhatliche Erschließung

Findmittel müssen Themensuche ermöglichen

Verschiedene Möglichkeiten zur Gliederung der Titelaufnahmen

  • systematisch - nach Sachgruppen

  • nach Themengruppen

  • nach Schlagworten (Sach- Personen Ort- Zeit…)

19
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Stichwort

Schlagwort

  • Wort aus dem Titel

  • Wort, das sich auf den Inhalt bezieht

20
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Zur inhaltlichen Erschließung von Medien gehört also:

  • Das Einordnen in die Systematik (Klassifikation) (klassieren)

  • Die Vergabe von Schlagworten (Indexieren)

  • Zuordnen zu Themenkreisen

  • Verfassen von Abstracts, Annotationen (referieren)

21
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Bestandsbildung

  • Nach Provenienzprinzip

  • Nach Pertinenzprinzip

Um Unterlagen zu einem Thema zu finden, müssen folgende Fragen beantwortet werden können:

  • Welche Stelle könnte die Unterlagen produziert haben, die für das Thema relevant sind?

  • Welches Archiv ist für die Aufbewahrung von Unterlagen dieser Stelle verantwortlich?

  • Sind die Unterlagen vllt. aus irgendeinem Grund in ein anderes Archiv gebracht worden?

  • Wenn ein entsprechender Bestand gefunden worden ist, welche Archiveinheiten gehören dazu?

22
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Beständeübersichten

  • internes Nachweismittel (Umfang, Titel, Laufzeit)

  • Lagerungsort und Bearbeitungszustand der Bestände sollte angegeben werden

23
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Archivführer

Geben Auskunft darüber, welche Bestände sich in verschiedenen Archiven befinden + evtl. Adresse und Kontaktdaten, kurze Beschreibung des Bestands.

24
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Für den Nachweis einer Archiveinheit innerhalb eines Bestandes gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Abgabelisten (durch abgebende Stelle erstellt)

  • Findbücher

    • Enthalten: Vorwort (Bestandsgeschichte, Geschichte des Bestandsbildners etc.)

    • Klassifikation

    • Bestandsverzeichnis

    • Register (Indizes)

25
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Katalog, Kataloganreicherung

  • Bibliotheken verzeichnen und erschließen ihre Bestände in Katalogen nach den Regeln der Formal- und Sacherschließung

  • ergänzende Elemente und Zugänge, die zu einer Publikation bereitgestellt werden:

    • Inhaltsverzeichnisse

    • Abstracts

    • Cover

    • Auszüge

    • Verbindung mit Normdaten

    • Rezensionen

    • Kundenkritik

    • Verlagstexte

26
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Discovery Systeme bzw. Katalog+

  • es werden auch die Inhalte lizensierter Datenbanken als Treffer im Katalog angezeigt

  • Inhalte von Bibliographien

  • kaufbare aber noch nicht von der Bibliothek beschaffte Bestände der Verlage bzw. Library Supplier

  • vielfältigere Facettierung

Zusätzliche Katalogfunktionen:

  • Verfügbarkeit

  • Standort

  • Merkliste

  • Literaturverwaltungsprogramm

  • Online Chat

  • Zugriff auf Kundenkonto

  • QR-Code

  • Verbindung mit Wikipedia

27
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Katalogen nach inhaltlichen Kriterien

Hauptkataloge (Gesamtbestand einer Bibliothek)

Teilkataloge (Kataloge einzelner Einrichtungen, Mediengruppen, Themengruppen)

Zentralkataloge (Gesamtkatalog von Bibliotheken einer Stadt, Region oder eines Landes)

Verbundkataloge (EDV-Gesamtkatalog von Bibliotheken, die im Katalog-Verbund zusammenarbeiten)

28
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Kataloge nach der äußeren Form

traditioneller Online-OPAC

29
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Frühere Formen und deren Ordnungsmöglichkeiten

Bandkataloge = Heftform

Zettelkataloge = vor EDV

Mikrokataloge = platzsparend

Ordnungsmöglichkeiten

  • alphabetisch = Verfasser oder Titel oder Stichwort, Schlagwort

  • systematisch = nach Notationen/Sachgruppen

  • numerisch = Zugangsnummer, Standortnummer, Verbuchungsnummer

30
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Kataloge nach Benutzung

Dienstkataloge = Verwaltungskataloge

Kundenkataloge = Publikumskataloge

OPAC = können unterschiedliche Nutzungsrechte vergeben werden

31
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Datenbankverzeichnisse

Sammlung der Datenbanken, auf die die IuD-Stelle den Zugriff hat. Dort wird normalerweise angegeben:

  • Name der Datenbank

  • Aktualisierungshäufigkeit

  • geografische Abdeckung

  • Datenbasisersteller

  • Sprache der vorhandenen Informationen

  • Kurzbeschreibung zum Inhalt

32
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Current Contents

geben die Inhaltsverzeichnisse von Fachzeitschriften wieder

33
New cards

Vorteile von Datenbanken gegenüber gedruckten Fachbibliographien

  • Größere Aktualität

  • Größere Datenmengen

  • Schnelligkeit bei der Recherche

  • gezielte, mehrdimensionale Abfrage unter zahlreichen Suchkriterien

  • Auswahl nach Interessenprofil

34
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Retrieval Sprachen

Abkürzungen zur effizienteren Benutzung einer Datenbank = Fähigkeit der FAMIS in IuD-Stellen

35
New cards

Typologie der Datenbanken

Bibliogrpahische

Fakten

Multimedia/Bild

Volltext

Referral

36
New cards

Bilddatenbanken

  • oft Gesamtbestand

  • viele Recherchemöglichkeiten

  • formale und inhaltliche Metadaten der Bilder

  • Vorschaumöglichkeiten, Beschriebung

  • Rechte (Model Release, Property Release)

  • zeigen Preisstufen an

  • Download-Funktion

  • digitales Wasserzeichen

37
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Patientenkartei

Zussamenführung der Patientenakten und zentraler Datenspeicher für eine lückenlose Dokumentation

38
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Patientenverwaltung mit Krankenhausinformationssystem (KIS) (6 Module)

  • Patientenanmeldung

  • Erfassung der Diagnosen

  • Erfassung der Behandlungsmaßnahmen

  • Erfassung der Befunde

  • Erfassung von pflegerischen Maßnahmen

  • Erstellung des Arztbriefes bzw. der Epikrise

39
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Wo werden in einem Krankenhaus von wem Informationen be- und verarbeitet?

Medizinische Abteilung (Neurologie, Innere Medizin usw.)

  • Ärzte, Pflegepersonal

Funktionelle Einrichtungen (Labor, Bäder, Radiologie)

  • Assistent:innen, Therapeut:innen, PTA, MTLA

OP

  • Ärzte, OP-Personal, FAMI

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