Eukaryoten (Übergang zur Vielzelligkeit)

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1
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5 Übergruppen

  • Excavata: ausgehöhlter Zellkörper

  • Chromalveolata: haben sekundäre Plastiden durch sekundäre Endosymbiose, photosynthetisch aktiv, gehören nicht zu den echten Pflanzen

  • Archaeplastida: echte Pflanzen, Cyanobakterium aufgenommen -> Chloroplast

  • Rhizaria: Amöben, Filopodien zu Fortbewegung und Beutefang

  • Unikonta: Amöben mit breitlappigen zweidimensionalen Lamellipoden oder wülstigen dreidimensionalen Pseudopodien (Tiere, Pilze)

<ul><li><p><span><span>Excavata: ausgehöhlter Zellkörper</span></span></p></li><li><p><span><span>Chromalveolata: haben sekundäre Plastiden durch sekundäre Endosymbiose, photosynthetisch aktiv, gehören nicht zu den echten Pflanzen</span></span></p></li><li><p><span><span>Archaeplastida: echte Pflanzen, Cyanobakterium aufgenommen -&gt; Chloroplast</span></span></p></li><li><p><span><span>Rhizaria: Amöben, Filopodien zu Fortbewegung und Beutefang</span></span></p></li><li><p><span><span>Unikonta: Amöben mit breitlappigen zweidimensionalen Lamellipoden oder wülstigen dreidimensionalen Pseudopodien (Tiere, Pilze)</span></span></p></li></ul><p></p>
2
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Die meisten Eukaryoten → sind Protisten

  • Die meisten Eukaryoten sind Einzeller -> Protisten (haben Zellkern, membranumhüllte Organellen)

  • Die meisten Protisten sind Einzeller (aber es gibt auch Arten die Kolonien oder vielzellige Organismen bilden)

  • Einzellige Protisten -> sehr komplex da alle Funktionen von subzellulären Einheiten (Organellen) ausgeführt werden

3
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Vielzellige Eukaryoten (Arbeitsteilung wodurch, 2 Arten)

  • Symplasten (über Plasmodesmen verbundene Protoplasten) ermöglichen Arbeitsteilung

  • Pflanzen -> suprazellulär (echte Zellverbindungen/Plasmodesmen)

  • Tiere -> multizellulär (über gap junctions können nur Ionen und kleine Moleküle ausgetauscht werden)

4
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Plasmodesmen (Desmotubuli)

  • Verbindungen des Cytoplasmas durch Cytoplasmastränge, die primäre Zellwände durchsetzen

  • Dadurch stellen Zellen eine physiologische Einheit dar (Symplast)

<ul><li><p><span>Verbindungen des Cytoplasmas durch Cytoplasmastränge, die primäre Zellwände durchsetzen</span></p></li><li><p><span>Dadurch stellen Zellen eine physiologische Einheit dar (Symplast)</span></p></li></ul><p></p>
5
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Cyanobakterien: was, Arten, Eigenschaften

  • Blaualgen, Prokaryoten, Bakterien

  • Teil einer monophyletischen Gruppe (alle haben einen gemeinsamen Ursprung)

  • Es gibt ein- und vielzellige Arten

  • Gram-negativ -> innere und äußere Membran und Zellwand

  • Kein Zellkern

  • Haben Phycobilisomen mit Phycobilibinen (Pigmente: Phycocyanin, Phycoerythrin) die grünes und gelbes Licht absorbieren, verleihen ihnen ihre Farbe, Farben sind unterschiedlich weil Verhältnis schwankt, ermöglichen Nutzung eines größeren Bereichs des Lichtspektrums

  • Viele Spezies, zwei vielzellige die unabhängig voneinander entstanden sind

<ul><li><p><span>Blaualgen, Prokaryoten, Bakterien</span></p></li><li><p><span>Teil einer </span><span style="color: rgb(243, 29, 29);"><span>monophyletischen Gruppe</span></span><span> (alle haben einen gemeinsamen Ursprung)</span></p></li><li><p><span>Es gibt ein- und vielzellige Arten</span></p></li><li><p><span>Gram-negativ -&gt; innere und äußere Membran und Zellwand</span></p></li><li><p><span>Kein Zellkern</span></p></li><li><p><span>Haben Phycobilisomen mit Phycobilibinen (Pigmente: Phycocyanin, Phycoerythrin) die grünes und gelbes Licht absorbieren, verleihen ihnen ihre Farbe, Farben sind unterschiedlich weil Verhältnis schwankt, ermöglichen Nutzung eines größeren Bereichs des Lichtspektrums</span></p></li><li><p><span>Viele Spezies, zwei vielzellige die unabhängig voneinander entstanden sind</span></p></li></ul><p></p>
6
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Cyanobakterien Entdeckung

  • Vor 2,7-2,5 Milliarden Jahren begann Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre zu steigen weil da erstmals Cyanobakterien auftauchten (Photosynthese -> produzieren freien Sauerstoff)

  • Dieser Sauerstoff wurde von zweiwertigem Eisen "gefangen" und verbraucht

  • Zweiwertiges Eisen wurde nach und nach aufgebraucht -> es entstanden Bändererze

  • Sauerstoff begann sich erst im Meerwasser, dann in der Atmosphäre anzureichern

  • Vor 2,45-2,3 Milliarden Jahren stieg Sauerstoffgehalt massiv -> toxisch für damals lebende Organismen

7
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Cyanobakterien als Vorstufe der Zelldifferenzierung (mindestens 3 Beispiele)

  • Coenobien: mehrere Zellen in Gallerthüllen

  • Anabaena spec.: photosyntetische Bakterien die Photosynthese machen und Heterocysten die Stickstoff fixieren -> Kompartimentierung -> Ansätze zur Vielzelligkeit

  • Streptomyces: grampositiv, areob, bildet verzweigte einzellige Myzelien ohne Querwände, Substratmyzel und Luftmyzel

  • Myxobakterien: gramnegativ, wenn keine Nahrung mehr -> lagern sich zusammen zu Fruchtkörpern als Ruhestadium

8
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Vielzelligkeit (Definition, Krikerien, Entwicklungslinien)

  • zahlreiche unterschiedliche Zelltypen die sich zu komplexen Geweben zusammenschließen

  • Kriterien: gemeinsamer Stoffwechsel, Aufgabenteilung, extrazelluläre Matrix, echte Gewebe

  • In mindestens 6 Entwicklungslinien der Eukaryoten vorgekommend, Metazoa (vielzellige Tiere), Embryophyta (Landpflanzen), Florideophyceae (Rotalgen), Laminariales (Braunalgen), Basidiomycetes (Ständerpilze), Ascomycetes (Schlauchpilze)

9
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Vor- und Nachteile der Vielzelligkeit (3 pro, 2 con)

  • Können schwerer gefressen werden wegen der Größe

  • Nährstoffe speichern ist einfacher

  • Aufgaben können geteilt werden

  • Kommunikation zwischen den Zellen nötig

  • Verlust der Unsterblichkeit von somatischen Zellen

10
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Endosymbiosetheorie → serielle Endosymbiose (Definition)

  • Entstehung von Eukaryoten mit Endomembransystemen und Organellen aus prokaryotischen Vorläuferzellen

<ul><li><p><span>Entstehung von Eukaryoten mit Endomembransystemen und Organellen aus prokaryotischen Vorläuferzellen</span></p></li></ul><p></p>
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Primäre Endosymbiose

  • Ursprünglicher Prokaryot bildet Endomembransystem aus -> Ur Eukaryot mit Fähigkeit zur Phagocytose

  • Ur Eukaryot nimmt Alpha Proteobakterium auf durch Phagocytose -> Mitochondrien

  • Nimmt photosynthetisch aktives Cyanobakterium auf -> Plastide

  • (danach findet Gentransfer zwischen Kern und Organellen statt)

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Beweise für primäre Endosymbiose (3-4)

Beweise

  • Innenmembran von Mitochondrien und Plastiden entspricht denen der Prokaryoten

  • Organellen haben ringförmige DNA Moleküle und prokaryotische Genstruktur

  • Eigene Translationsmaschinerie in den Organellen

  • Ribosomen in Organellen sind bakteriellen Ribosomen ähnlicher als eukaryotischen

13
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Arten der primären Plastiden (Unterschied, 3 Arten)

  • unterscheiden sich in Pigmentzusammensetzung

  • Cyanellen: Cyanobakterien sehr ähnlich

  • Rhondoplasten: bei Rotalgen

  • Plastiden: Chloroplasten

  • -> alle primären Plastiden entstammen dem einmaligen Ereignis der Aufnahme eines Cyanobakteriums während serieller Endodymbiose

14
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Sekundäre Endosymbiose (wodurch, Ergebnis, Arten, Beispiel)

  • Aufnahme eines photosynthetischen Eukaryoten (nebst Chloroplasten) durch Eukaryoten

  • Führt zu Plastiden mit 3 oder 4 Hüllmembranen

  • Trat mehrfach auf -> verschiedene Typen sekundärer Plastiden

  • Kann von Aufnahme einer Rotalge kommen

15
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Photoautotrophe Eukaryoten → Einteilung nach Aufbau (Entstehung, Gruppen, Phylogenie)

  • Mehrfach unabhängig voneinander entstanden (primäre und sekundäre Endosymbiose)

  • lassen sich in 3 Gruppen einteilen (Protophyta, Thallophyta, Kormophyta)

  • Einteilung beruht nur auf morphologischen Merkmalen (nicht auf Phylogenie)

  • Einteilung nicht immer eindeutig

16
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Protophyta (Definition, 4 Formen, 3 Verbandarten)

  • Sehr heterogene phototrophe eukaryotische Einzeller (auch vielzellige lockere Zellverbände welche leicht zerfallen können wegen fehlender Gewebebildung)

  • Amöboid: unbegeißelt, ohne Zellwand (Beispiel: Synchroma grande)

  • Coccal: in vegetativer Form unbegeißelt (Beispiel: Chlorella vulgaris)

  • Monadal: stets begeißelt (Beispiel: Chlamydomonas)

  • Capsal: Gießeln zum Teil reduziert, keine aktive Bewegungsfähigkeit (Tetrasporopsis)

  • Coenobium: durch gemeinsame Gallerthülle vorübergehend zusammengelagert (Bsp: Gloecystis maxima)

  • Aggregationsverband: aktive/passive Zusammenlagerung ursprünglicher unabhängiger Zellen, einzelne Zellen bleiben totipotent (Bsp: Scenedesmus sp)

  • Zellkolonie: regelmäßig gebaute, wenig- bis vielzellige Struktur welche von Mutterzelle abstammt, Zellen bleiben in steter Verbindung, kann zu Differenzierungen kommen (Bsp: Volvox globator)

17
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Thallophyta (Definition, wo, Gewebe?, Entwicklung wodurch, 3 Arten, Organe)

  • Mehrzellige Form eukaryotischer Algen, Moose und Pilze

  • Häufig an Leben im Wasser angepasst

  • Ausbildung einfacher Gewebe -> morphologischer Übergang vom Einzeller zum Vielzeller

  • Protophyten -> regelmäßige Kern und Zellteilungen -> Thallophyta

  • 1.Fadenthallus (trichal): eindimensional, unpolar, keine Differenzierung der Zellen, sind teilungsfähig, Wachstum interkalar mit längs zum Faden ausgerichteten Spindelapparat (polarer Fadenthallus zeigt bereits Differenzierung)

  • 2.siphonale und siphonocladale Schlauchthalli

  • 3.Gewebethalli: höher entwickelt, flächig (Gewebe: in Gruppen organisierte gleichartig differenzierte Zellen mit gemeinsamer Funktion, echt: Zellen entstehen durch Teilung anderer und können Zell-Zell Verbindungen haben, unecht: Plektenchyme, entstehen durch sekundäre Aneinanderlagerung von Zellfäden -> Flechtthallus

  • Organisation des Vegetationskörpers relativ differenziert aber noch keine echten Organe sondern Phylloide, Cauloide und Rhizoide (kein Kormus)

18
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Bryophyta

  • Laubmoose

  • Übergangsform

  • Landgang der Pflanzen

19
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Kormophyta (was, wo, Gewebe, Pflanzenkörper, Organe)

  • Höhere Pflanzen

  • An Landleben angepasst

  • Komplexe Gewebe mit verschiedenen Funktionen

  • Wachsen vielzellig als Kormus

  • Blätter, Sprossachse, Wurzeln