RECHTSSOZIOLOGIE🍒

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150 Terms

1
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Rechtssoziologie
Erfahrungswissenschaft vom Recht, die auf die Untersuchung der Entstehung und Wirkung des Rechts zielt.
2
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Rationalisierung Weber - Bedeutung
heisst: dass man, wenn man nur wollte, es jederzeit erfahren könnte (\=\> gibt keinen prinzipiell geheimnisvollen unberechenbaren Mächte, die da hineinspielen)

\= Entzauberung der Welt
3
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Max Weber und Menschenrechte
- Menschenrechte als moderne Erscheinung
- Gewissensfreiheit ist Ur-Grundrecht
- Glaube an Charisma der Vernunft
4
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Kritik an: Max Weber und Menschenrechte
- ökonomische Freiheiten?
- Rechtfertigung von Menschenrechten als "Glaube" an Vernunft?
5
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Rationalisierungstypologie
rational \= Vorhandensein von abstrakten Normen
irrational \= fehlen abstrakte Regeln
(z.B. Orakel, Kadi-Justiz)

formelle Rationalität \= Rechtsnormen werden aus allgemeinen Rechtsprinzipien hergeleitet (d.h. Normen, die aus allg. Rexchtsprinzipien ableiten) (z.B. ZGB)
materielle Rationalität \= Recht, wenn die Rechtsnormen aus ausserrechtlichen Werten hergeleitet werden (z.B. Naturrecht)
6
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formelle Rationalität des Rechts
letzte und höchste Entwicklungsstufe des Rechts

Stufe: Rechtspflege
Träger: Fachjuristen, Bürokratie
7
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Rolle des Rechts bei Eugen Ehrlich
LĂĽckenfĂĽllung des formalen Rechts
8
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soziale Norm
Norm \= Verhaltensmuster
(abweichendes Verhalten -\> Enttäuschung)

soziale Norm \= Norm als soziales Verhaltensmuster \>
Handlungsanweisungen, explizit als Gesetze und Vorschriften, implizit als unausgesprochene Erwartung an Menschen innerhalb einer Gruppe, Gesellschaft usw.
9
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Teilnehmerperspektive
Die Teilnehmerinnenperspektive ist Teil der analytischen Rechtstheorie und des setzungsorientierten Rechtsbegriffs. Es werden rechtliche Vorgänge von Recht ausübenden Personen beschrieben.

"Was verlangt das Recht von mir, wenn die fragliche Norm gilt?"
10
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Beobachterperspektive
Vogelperspektive
11
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Gesellschaft
Grosse aus einer Vielzahl von Menschen, Gruppen und Organisationen zusammengesetzte Einheit.
12
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empirische Rechtssoziologie
Testen von Hypothesen mittels quantitiativer / qualitativer Methoden

Methoden? Befragungsverfahren, Beobachtung, Dokumentanalyse
13
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Theoretische Rechtssoziologie
Formulierung von Hypothesen bzw. Theorien über soziale Gesetzmässigkeiten, ausgehend von Fakten oder Begriffen (Theorien)

\> Kausal- / Funktionalbeziehungen
14
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Arten der Rechts-Soziologie
1. genetische Rechtssoziologie
- Erkundung und Analyse der Entstehung des Rechts aus dem Sozialleben

2. funktionale Rechtssoziologie
- Analyse der Faktoren fĂĽr die Wirksamkeit des Rechts
- wie wirkt Recht auf das Sozialleben
15
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Forschungsrichtungen der Rechtssoziologie
1. empirische Rechtssoziologie (\= Rechtstatsachenforschung)
- Erhebung von Daten zur "Rechtswirklichkeit"

2. theoretische Rechtssoziologie
- Formulierung von Hypothesen ĂĽber Entstehung, Funktion und Wirksamkeit des Rechts
- ausgehend von Fakten / Begriffen
16
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Produktionsverhältnisse
Verhältnisse, unter denen produziert wird
(Eigentumsverhältnisse, Arbeitsteilung)
17
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Produktivkräfte
Alle, was Einfluss auf die Arbeitsproduktivität hat (z.B. Werkzeuge, Maschinen, Fähigkeiten)
18
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Ăśberbau
durch die ökonomischen Verhältnisse bestimmte politische, juristische, religiöse, philosophische, künstlerische Ausdrucksformen

(gesellschaftliche Bewusstseinsformen)
19
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Basis (Unterbau)
Gesamtheit der auf Produktion ökonomischer Güter ausgerichteten Sozialbeziehungen

(Gesamtheit der Produktionsverhältnisse)
20
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4 Schritte des Marxismus
1. Aufstand der Arbeiter
2. Herrschaft der Arbeiter
3. Gerechtere Gesellschaft
4. Klassenlose Gesellschaft
21
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Marxismus - Recht?
Recht als Überbauphänomen
- Gesetz beruht auf der Gesellschaft und nicht umgekehrt
22
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Endzustand der klassenlosen Gesellschaft (Marx)?
Jeder wird nach seinen Fähigkeiten arbeiten und nach seinen Bedürfnissen leben können
23
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Merkmale einer klassenlosen Gesellschaft?
- Kein Privateigentum an Produktionsmitteln \= Aufhebung der Klassengesellschaft, Mensch arbeitet nur, um Neues zu kreieren

- Gesellschaftliche Regelung der Produktion („Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen")

- Ende der erzwungenen Arbeitsteilung und Ende der Enteignung

- Ende der Entfremdung und Isolation: Arbeit als freie Lebensäusserung und als
naturnotwendiges Lebensziel

- Wiederherstellung des Urzustandes auf einer höheren Stufe der Freiheit, Einsicht und Vernunft
24
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Kritik der politischen Ă–konomie (Karl Marx)
Geschichte sei bisher ein Klassenkampf.

Marx unterscheidet zwischen Produktionsverhältnissen (Eigentumsverhältnisse) und Produktivkräfte (alles was Einfluss auf die Arbeitsproduktivität hat, also Werkzeuge, Maschinen, Fähigkeiten etc.)
Dabei sind die Produktionsverhältnisse die ökonomische Struktur der Gesellschaft und bildet die Basis (Gesamtheit der auf Produktion ökonomischer Güter ausgerichteten Sozialbeziehungen), worüber dann ein politischer und juristischer Überbau kommt (durch ökonomische Verhältnisse bestimmte juristische politische, religiöse, philosophische Ausdrucksweise). Dieser entspricht bestimmten gesellschaftlichen Bewusstseinsformen. Das Sein beeinflusst also das Bewusstsein und nicht umgekehrt.

Es kommt dann immer wieder zum Widerspruch zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften, was zu Revolutionen führt (Überbau wälzt sich um). Jedoch gibt es danach immer wieder ein Verhältnis zwischen Mächtigen und Armen (Antagonsimus): Am Ende steht für Marx aber eine klassenlose Gesellschaft.

Marx hat die Geschichte analysiert und die Gesellschaft kritisiert: Das Recht gibt es nur, um die jeweilige Herrschaftsform zu schützen. Recht und Moral sind Teil des Überbaus und eben durch die Ökonomie bestimmt und nicht umgekehrt. Verändern sich die Produktionsverhältnisse, dann ändert sich auch das Recht. Recht kann also nicht unabhängig von Wirtschaft gedacht werden.

Moralischer Relativismus: Wahrheit von Aussagen, Forderungen etc. immer von etwas anderem bedingt.

Heute wird daran gezweifelt. Es sind viel mehr Faktoren daran beteiligt und nicht nur die Wirtschaft. Auch ist die Geschichte viel komplexer. Sind ja auch Menschenrechte entstanden. Das Recht diente also nicht nur Erhaltung von Macht, sondern auch der Begrenzung. (Adlige und Könige schon Verträge dazu) Auch ist das römische Recht über die versch. Gesellschaftsablösungen konstant geblieben.
Auch braucht es nicht dringend eine Klassenlose Gesellschaft. Ist kaum möglich. Kapitalismus ist aber wandelbar.
25
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Strukturwandel der Ă–ffentlichkeit (Habermas)
Habermas kritisiert Öffentlichkeit, die Marx in klassenloser Gesellschaft möchte, bzw. dass Öffentlichkeit verhindert, dass Politiker ihre Macht ungehindert stärken können. Ein bürgerlicher Rechtsstaat sei blosse Ideologie.

Nicht jeder kann wenn er tĂĽchtig ist, EigentĂĽmer werden. Es besteht also keine Chancengleichheit.

Solange es privates Eigentum gibt, wird es auch immer Gewalt ĂĽber andere geben und es kann sich nicht in die Freiheit autonomer Menschen umwandeln.

Gesetz und Menschenrechte garantieren diesen Egoismus.

Wenn Menschen staatsbürgerliche Interessen wahrnehmen, kommen sie aus ihrer bürgerlichen Person heraus. Solange Machtverhältnisse bestehen (und privater und öffentlicher Bereich getrennt sind), sind politische und rationale Interessen getrennt. Denn diese öffentliche Meinung sei schlussendlich die Maske des bürgerlichen Klasseninteresses.

Es besteht keine bürgerliche Öffentlichkeit, da es weder Chancengleichheit (also nicht jeder kann zu der sog. Öffentlichkeit gehören), Freiheit (auch durch Privatautonomie werden einfach neue Herrschaftsverhältnisse geschaffen) und Vernunft (da Gesellschaft noch auf Gewalt beruht, da die Autorität eine politische und keine rationale ist) gibt.
26
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Globalisierung mit Marx Theorie (Beck)
Die grossen Unternehmen wie Bourgoisie im 19. Jh. Auch hier werden Arbeiter ausgebeutet. Hier gibt es jedoch keine Gegenmacht, wie die Arbeiterbewegung (zumindest nicht institutionalisiert) (heute schon aber Theorie etwas älter) Politiker haben nicht die Macht, die globalisierten Unternehmen im Zaum zu halten. Nationale Politik wird entmächtigt. Fast Staatsähnliche Macht. Politiker haben Globalisierung aber erst möglich gemacht.
27
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Folgen Globalisierung - Wirtschaft?
28
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Folgen Globalisierung - Politik?
29
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Folgen Globalisierung - Umwelt?
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Völkerrecht mit Marx Theorie (Koskenniemi)
Geschichtliche Evolution hat bestimmten Punkt erreicht, ging aber nicht weit genug. Staat gibt es immer noch. Keine klassenlose Gesellschaft. Entwicklung ging also nicht so weit. Menschenrechte schränken diese Freiheit ein. Völkerrecht kann abee genutzt werden, um das Problem der transnationalen Unternehmen zu beheben. Völkerrecht also auch Möglichkeit sich weiter zu entwickeln und Probleme zu lösen.
31
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Soziale Tatsachen (Durkheim)?
Arten des Handelns, Denkens und Fühlens, die in einer Gesellschaft allgemein auftreten und durch zwei Merkmale gekennzeichnet sind, nämlich
a. dass sie ausserhalb des Individuums begründet sind (Externalitäten)
· Das Recht wird nicht von einem einzelnen Menschen definiert, es geht um die Gesellschaft
· Wir sind in eine Gesellschaft hineingeboren, und deshalb üben sie über unser Verhalten einen starken Einfluss (keine bewusste Selbstentscheidungen)
b. auf das Individuum einen zwingenden Einfluss ausĂĽben (Zwangscharakter)
32
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Aufgabe der Soziologie (Durkheim)
soziale Tatsachen wie Dinge (comme Chose) zu erforschen
33
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Verbrechen der Normalität des Verbrechens
Verbrechen als notwendige Erscheinung, die mit den Grundbedingungen des sozialen Lebens verbunden ist.

Verbrechen stärken den Zusammenhalt in Gesellschaft ⇒ erst bei Übertretung von gew. Normen erinnern wir uns an diese Normen
34
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gesellschaftliche Solidarität \= soziale Harmonie?
Nein, gibt auch Störungen in der Solidarität, die man beseitigen muss
35
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Beziehung zw. Individuum und Gesellschaft (Durkheim)
Es geht darum, wie die Gesellschaft trotz der Arbeitsteilung (fortschreitenden inneren Differenzierung in anderen Lebensbereichen) nicht auseinanderfällt, sondern ihren Zusammenhalt, ihre Solidarität, bewahrt.
36
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Arten der Solidarität (Durkheim)
- mechanische Solidarität
- organische Solidarität
37
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These der Normalität des Verbrechens (Durkheim)
· Verbrechen sind in jeder Gesellschaft normal, sie treten überall auf
· Eine Gesellschaft ohne Verbrechen ist unmöglich
· Verbrechen ist ein Mittel, die gemeinsamen, in der Gesellschaft geltenden Wertvorstellungen zu artikulieren und stabilisieren -\> daher erweist sich das Verbrechen aus sozialwissenschaftlicher Sicht als nützliche Erscheinung
Verbrechen haben positive Funktionen fĂĽr die soziale Ordnung
38
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mechanische Solidarität
Integrationsprinzip segmentärer Gesellschaften. Segmentär, weil sie sich in eine Mehrzahl gleichartiger Einheiten gliedert. Segment ist typischerweise eine Abstammungsgruppe.

· Beruht auf Ähnlichkeiten, also gemeinsame religiöse / moralische Überzeugungen
· Zusammenhalt der Gesellschaft vor allem durch gemeinsame, von allen Mitgliedern geteilte Wertvorstellungen, Überzeugungen und Empfindungen gewährleistet
· Individuum an Gesellschaft gebunden -\> Persönlichkeit und Kollektivbewusstsein bestenfalls deckungsgleich (nicht individuell)
· Reaktion der Gesellschaft ist u.U. repressiv -\> Strafrechtsnormen (Vergeltung) bedeutsam

Bsp. Saudi Arabien -\> Monarchen sorgen für Gleichförmigkeit des Handelns / Denkens, alle sind gleich, keine Individualität
39
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organische Solidarität
Mit zunehmender Bevölkerungszahl und -dichte werden die Arbeitsteilung und in Verbindung damit neue Regelungsmechanismen zur Gewährleistung der gesellschaftlichen Integration erforderlich -\> so entsteht die organische Solidarität

· Hängt von Arbeitsteilung ab, Spezialisierung von Berufen / Aufgaben
· Entsteht ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis
· Individuen sind zur Kooperation gezwungen, Zusammenhalt entsteht ganz natürlich

· Die Differenz stärkt die Einheit / Abhängigkeit, Individualität wird gefördert, Kollektivbewusstsein geschwächt

· Strafrecht tritt zurück (aufgrund neuer kooperativer Gesellschaft), während sich Privatrecht und das öffentliche Recht immer mehr ausbilden
· Repressive Sanktionen werden abgelöst durch restitutive (individuelle Verantwortung, Wiedergutmachung individuellen Verlustes)
· Bsp. Westliche europäische Staaten
40
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positive Rolle des Rechts (Durkheim)
Drückt wesentliche Solidaritätsformen aus, das heisst
a. stiftet entweder Ähnlichkeit zwischen den Mitgliedern (mechanische Solidarität) ODER
b. stiftet komplementäre Unähnlichkeit (Förderung der Kooperation, organische Solidarität)
41
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Durkheim: zwei Arten von Recht
repressives Recht:
· Ausdruck der mechanischen Solidarität -\> Sanktionierung von abweichendem Verhalten in Gesellschaft und somit Bekräftigung der gemeinsamen Wertvorstellung
· Fügt Rechtsbrecher einen Schmerz und eine Sühne zu
· Nimmt ihm Leben, seine Ehre, seine Freiheit oder sein Vermögen

restitutives Recht
· Versucht Störungen in sozialen Beziehungen zu beseitigen
· Ausdruck der organischen Solidarität (Vertragsrecht, Handelsrecht, Familienrecht, Verwaltungsrecht)
· Förderung der Kooperation
42
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Kritik von Ehrlich an XY
am gelebten Recht:
-\> wir legen zu viel Fokus auf Rechtssätze und nicht darauf, wie Recht wirklich gelebt wird

am staatlichen Recht:
-\> Verengung auf staatliches Recht; Ausser Acht lassen von z.B. Gewohnheitsrecht

am Richterrecht:
-\> Richter verbaut durch LĂĽckenfĂĽllung das gelebte Recht; er soll viel mehr ein Organ gesellschaftlicher Gerechtigkeit darstellen
43
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lebendes Recht (Ehrlich)
das in der Gesellschaft tatsächlich praktizierte Recht, Ursprungsort des Rechts -\> einen Teil davon findet Eingang in das geschriebene Recht, innere Organisation der Verbände
44
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Arten des rechts (Ehrlich)
1) lebendes Recht (gesellschaftliches recht)
2) Juristenrecht (Entscheidungsnormen)
3) staatliches Recht (Organisationsvorschriften / Eingriffsnormen)
45
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gesellschaftliches Recht
- innere Ordnung der menschlichen Verbände
- i.d.R. nicht schriftlich
46
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Entscheidungsnormen (Juristenrecht)
Rechtssätze, nach denen der Richter Streitigkeiten entscheidet
- Anwendbar bei Konflikten
\=\> Ermittlung der jew. Ordnung des Verbands + Rechtsfolge gg. den Verletzer
- schĂĽtzen Verbandsleben von aussen, festigen und halten es aufrecht (KEINE GESTALTUNG!)
- auch Regelungen ĂĽber SE, Bereicherung, Prozessrecht usw.
47
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staatliches Recht (Organisationsvorschriften, Eingriffsnormen)
- nur durch Staat entstanden
- bestehen ohne Staat nicht
- z.B. Steuerrecht, Polizeirecht
- im Vergleich zu Entscheidungsnormen: Staat ergreift bei Eingriffsnormen selbst die Initiative, bei Entscheidungsnormen nur auf Antrag
48
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Fortwirkung v. Eugen Ehrlich?
1) Systemtheorie (z.B. Luhmann; bei Ehrlich aber Verbände, bei Luhmann Systeme)
2) Rechtspluralismus (Gewohnheitsrecht und Gesetzesrecht, nicht immer identisch, keine Metanorm)
3) transnationales Recht (Entstaatlichung -\> nicht in der Gesetzgebung oder in der Jurisprudenz, sondern in der Gesellschaft // aufgrund der Globalisierung immer häufiger anzutreffen, insb. soft law oder bei NGOs)
49
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Anerkennungstheorie
Eugen Ehrlich

Unterscheidung zwischen „Recht" und „Nicht-Recht" letztlich aufgrund einer „gesellschaftlichen Psychologie":
-\> Für das Vorliegen von „Recht" ist das Bewusstsein massgeblich, dass eine Regelung von besonderer Notwendigkeit für das friedliche soziale Zusammenleben ist, d.h. die „grosse Wichtigkeit" oder „grosse Bedeutung" der Norm. Ehrlich nennt das „Gefühl der Empörung"; dies folge auf einen Rechtsbruch.

\> erinnert stark an Gewohnheitsrecht
50
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Anerkennungstheorie - Problem und Vorzug
\> E. Ehrlich

Problem: keine objektiven Kriterien; mangelhafte Erkennbarkeit / Eindeutigkeit \=\> daran scheitert Ehrlich!

Vorzug: es können auch Phänomene als Recht ansprechen und analysiert werden, die einen geringen Grad an Institutionalisierung auszeichnen (z.B. bei international soft law, grenzüberschreitendes Recht)
51
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Juristenrecht (Entscheidungsnormen; Ehrlich)
richtet sich an den Richter; wird bei Konflikten gebraucht
\> Ermittlung der inneren Ordnung des jeweiligen Verbands und Rechtsfolge, welche gegen den Verletzter verhängt wird
52
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staatliches Recht (Organisationsvorschriften, Eingriffsnormen; Ehrlich)
entstehen durch Staat / Steuerung durch den Staat
\> z.B. Steuerrecht, Polizeirecht
53
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Weber: Postulat der Werturteilsfreiheit
· Macht ist nicht wertend gemeint
· Soziologen sollen nach Weber werturteilsfrei forschen
54
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Weber: Soziologie
"eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will."
55
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Weber: soziales Handeln
Handeln:
- hat subjektive Sinnhaftigkeit, intensional
- "warum" jemand etwas tut -\> das "warum" wird der Handlung subjektiv beigegeben

Soziales Handeln:
- Handeln auf das Verhalten anderer bezogen
- Generalisierungen, was man allgemein macht
- Regelmässigkeiten des "warums" des Handelns -\> daher Typen des sozialen Handelns
56
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Weber: Idealtypus
Bedeutung?
- bilden von Abstraktionen von konkreten Handlungen der Menschen
- Utopie, die in ihrer Reinheit nicht in der Wirklichkeit zu finden ist (blosses Konstrukt)
- diese Utopie dient als Darstellungsmittel der Wirklichkeit, indem typische, wesentliche Faktoren gesteigert hervorgehoben werden, um Unterschiede zu Realität stärker zu verdeutlichen

Sinn?
-\> soll unsere Motivation des Handelns also das soziale Handeln erklären
- Wertfreie Erkenntnis des sozialen Handelns möglich

\=\> Unterteilung in 4 Typen
57
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Weber: Typen des sozialen Handelns
1. Traditionales Handeln
- Soziales Handeln, das aus Gewohnheit heraus geschieht

2. Affektuelles Handeln
- Durch GefĂĽhl / Emotionen (Affekten) motiviert
- Aufgrund einer bestimmten GefĂĽhlserregung
- Unreflektiertes Reagieren auf äusseren Reiz

3. Wertrationales Handeln
- Motiviert durch Glauben an den Eigenwert einer Sache
- Handeln nach Gebot
- Planvolles und bewusstes Orientieren an diesem Eigenwert bei der Handlung
- Folgen werden nicht berĂĽcksichtigt

4. Zweckrationales Handeln
- Abwägen von Mitteln, Zweck und Nebenfolgen
Handeln, weil man sich einen bestimmten Zweck gesetzt hat und bestimmte Folgen herbeiführen möchte
58
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Weber: soziales Handeln - Bestandteile
menschliches Verhalten + subjektiver Sinn + Verhalten auf andere bezogen
59
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Weber - Grundproblematik
· Entzauberung der Welt aufgrund der zunehmenden Intellektualisierung und Rationalisierung
· Wissenschaftliche Vorgehen, Modernisierung der Gesellschaft, Entwicklung / ein Trend
60
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Recht nach Weber
"„Ordnung", die „äusserlich garantiert ist durch die Chance, physischen oder psychischen Zwanges durch ein auf Erzwingung der Innehaltung oder Ahndung der Verletzung gerichtetes Handeln eines eigens darauf eingestellten Stabes von Menschen"

- Zwang als Definitionsmerkmal des Rechts
61
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Zwangstheorie (Weber)
Erzwingungsmassstab (1) + Durchsetzungschance bei Verletzung der Regelung (2)
- kern im staatlichen Recht, aber nicht nur
- keine inhaltlichen Anforderungen an das Recht
62
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Erzwingungsstab (Rechtsstab, Max Weber)
in einer Gesellschaft speziell organisierte Personengruppe, die Verstösse verfolgt und für die Druchsetzung des Rechts zuständig ist ⇒ sie verwalten den Zwang
63
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Recht vs. Konvention (Weber)
Unterschiede:
· von wem durchgesetzt? Bei Recht wahrscheinlich Staat (da Zwang), bei Konvention eher Gemeinschaft
· wie wird Recht aufrechterhalten? wird garantiert durch den Zwang (physisch oder psychisch) -\> physisch z.B. Polizei, Sanktions-Apparat // psychisch z.B. Unter-Druck-Setzen, bedrohliches Auftreten der Polizei, Ausgrenzung aus einer Gruppe / Verein / Lokal o.Ä., Androhung eines Übel -\> kann zu Verhaltensänderung führen
· entscheidender Unterschied zur Konvention: Menschenstab beim Recht (Menschen, die sich der Durchsetzung des Rechts befassen)

Gemeinsamkeiten:
· beides äusserlich garantiert
64
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Wie wird die Rechtsordnung legitim? (Weber)
-\> Individuen mĂĽssen sich vorstellen, es handelt sich um eine legitime Ordnung
- irrelevant, ob Ordnung tatsächlich legitim ist
- keine Normativität
- dies geschieht anhand des Idealtypus
65
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Entwicklung des Rechts - Schritte
1) Generalisierung
2) juristische Konstruktion von Rechtsverhältnissen und -instituten
3) Systematisierung (vgl. römisches Recht)
66
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formell irrational
Irrationalität der Erkenntnismittel
-z.B. Anrufung von Orakeln
67
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materiell irrational
Billigkeitsrechtsprechung
- nur Wertungsfrage
68
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materiell rational
theokratisches Recht
- Orientierung an generalisierten inhaltlichen Handlungsmaximen
69
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formell rational
letzte / höchste Entwicklungsstufe des Rechts
- AnknĂĽpfung an generelle TBM
70
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Begriff der Herrschaft (Weber)
«Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden»
71
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Herrschaft vs. Macht (Weber)
· Die Beherrschten sind tatsächlich bereit, dem Herrschenden zu gehorchen (freiwilliges Befehls-Folgungs-Interesse)
\- - Hierfür notwendig: Legitimität der Herrschaft
· Für Macht ist nicht vorausgesetzt, dass Individuum Interesse am Gehorchen hat
72
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Typen der legitimen Herrschaft
Legale Herrschaft (rationale Herrschaft): Herrschaft beruht auf Glauben der Beherrschten an die rechtmässig geschaffene Ordnung
- D.h. rein aus Legalität folgt die Legitimitätsvorstellung
- Gesetze, festgelegte Regeln

Traditionale Herrschaft: Beruht auf Tradition (Unantastbarkeit / Heiligkeit der herrschenden Ordnung)
- Auf Alltagsglauben an die Heiligkeit

Charismatische Herrschaft: Glaube der Beherrschten an die Besonderheit des charismatischen Herrschers (oft kultartig)
- eine Art Propheten, VolksfĂĽhrer
73
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Max Weber (Recht als rationale Zwangsordnung)
Alles wird immer faktenbasierter
Formale Irrationalität wird ausgeklammert (keine Orakel mehr etc.) Keine Mittel mehr verwendet, an die wir nicht mehr glauben.
Rationalisierung bedeutet auch, dass immer mehr in Recht steht wie man etwas tun muss.
Weiss mit gewisser Wahrscheinlichkeit, wie etwas ausgehen wird, was Rechtsverfahren entzaubert.
Er will mit Soziologie soziales Handeln deutend verstehen und fragt nach dem Warum.
Handeln als menschliches Verhalten (Tun, Unterlassen, Dulden) wenn Handelnde damit der Handelnde selbst der Handlung ein Warum (objektiver Sinn) gibt
Dabei geht es nur um das Handeln, das im Kontext zu Anderen geschieht. Geht nicht um moralische Wertung der Handlung, sondern nur um die Generalisierung des allgemeinen Handelns. Auch nicht einzelne Handlungen!
Laut Weber muss Soziologie wertfrei sein! Soziologie sucht nach Regelmässigkeiten/Muster
Sinn: Das was Handelnde subjektiv (In seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich) damit meinen (egal ob historisch betrachtet oder durch konstruierten Typus) Muss nicht objektiv richtiger Sinn sein, welchen Dogmatik erforschen. (Kann subjektiven nicht herausfinden, da nicht ein einzelner reinschauen kann) Deswegen Konstruktion des reinen Typus durch Abstraktion (analytischer Zweck also soll einfach deutend verstanden werden können und tritt so nicht in Reinform auf -\> Zielt auch beobachtbares Phänomen)
Evidenz \= empirischer Nachweis
Rationale Evidenz: im gemeinten Sinnzusammenhang (logisch oder mathematisch erkennbar)
EinfĂĽhlende Evidenz: Handeln im erlebten GefĂĽhlszusammenhang
Muss das betrachten, was geschehen oder getan worden wäre, wenn rational gewesen wäre und dann das Irrationale durch Affekte etc. beeinflusste Handeln als Abweichung vom rein rationalen Verhalten verstehen.
Methode der verstehenden Soziologie ist rationalistisch. (nur methodisches Mittel, was nicht Vorherrschaft der Rationalen besagen soll)
Gibt aktuelles Verstehen: Wir verstehen, was eine Handlung oder Äusserung meint.
Erklärendes Verstehen: Verstehen motivationsmässig welchen Sinn derjenige ausspricht, also warum er dies jetzt und in diesem Zusammenhang tut. (verständlichen Sinnzusammenhang)
Erklärendes Verstehen sehen wir als tatsächlichen Ablauf des Handelns an. -\> gemeinter Sinn
Verstehen heisst also: was wurde real gemeint (historisch)? Was wird durchschnittlich gemeint (soziologisch).
Oft sind solche Motive aber verhĂĽllt, weshalb sie durch die Rechtssoziologie deutend festgestellt werden mĂĽssen (Zusammenhang muss ermittelt werden)
Oft stecken auch mehrere Motive dahinter.
Motiv\= Sinnzusammenhang, welcher Handelnden selber als sinnhaften Grund des Verhaltens erscheint.
Nur statistische Regelmässigkeiten sind soziologische Regeln. Wenn also Sinnzusammenhang haben und adäquat sind, also nach Lebenserfahrung Sinn machen.
Muss Einzelindividuum als Vergesellschaftung von Zellen ansehen, wodurch man Kausalregel gewinnen kann.
Soziologie meint, wenn sie von Gebilden spricht, das konstruierte soziale Handeln Einzelner.
Verhalten von Zellen zB. Kann man nur funktionell erfassen und nach Regeln seines Ablaufs feststellen.
Um fragen zu können, wie handeln zu stande kommt, müssen wir auch Kultureigenarten kennen.
Gesetze der Soziologie sind durch Beobachtung erhärtete typische Chancen eines bei Vorliegen gewisser Tatbestände zu gegenwärtigen Ablaufes von sozialem Handeln, welche aus typischen Motiven und typisch gemeintem Sinn der Handelnden verständlich sind.
Soziologie bildet Typen-Begriffe und sucht generelle Regeln des Geschehens.
Meist handelt man triebhaft oder gewohnheitsmässig. Selten mit einem Sinn des Handelns (voll bewusst und klar aber eher selten)
Soziales Handeln (Unterlassen/Dulden/Tun) kann an vergangenem gegenwärtigem oder künftigen Verhalten anderen orientiert sein. Bei den "Anderen" ist egal, ob Bekannte oder nicht. (Soziale Beziehung) -\> Regelmässigkeit bei Sitte, Brauch, Mode etc.
Verstehende Soziologie: Will soziales Handeln (Gegenstand der Soziologie) deutend verstehen. FĂĽr ihn also eine Kausalwissenschaft (Ursachen von sozialen Handlungen entscheidend) Fragt nach Warum sozialen Handelns und nicht nach wofĂĽr.
Nicht soziales Handeln, wenn es sich an sachlichen Objekten orientiert. Gebete also nicht. Wirtschaften nur, wenn Verhalten Dritter miteinberechnet. Bei Fahrradunfall nur Streiterei danach nicht aber Unfall selber.
Soziales Handeln (auf Verhalten anderer bezogen) entweder:
1. Zweckrational: eigene Zwecke werden erstrebt (Mittel und Zweck etc. werden miteinander abgewogen)
2. Wertrational: Glauben an ethischen, ästhetischen, religiösen Erfolg (bestimmte Wertvorstellungen)
3. Affektuell: GefĂĽhlslagen (BedĂĽrfnis diese zu entladen)
4. Traditional: eingelebte Gewohnheit

Bei 2 und 3 nicht Erfolg an sich relevant.
Nie so in Reinform auftreten. Soll auch keine abschliessende Klassifikation sein.
Soziale Beziehung: aufeinander gegenseitig eingestelltes und dadurch orientiertes Sichverhalten mehrerer. (egal ob positiv oder negativ oder von den beiden Seiten unterschiedlich aufgefasst)
Soziale Beziehung kann vorĂĽbergehend oder auf Dauer sein. Reicht Chance, dass sinnentsprechendes Handeln stattfindet. Sinngehalt dieser sozialen Beziehung kann wechseln.
Sinn kann formulierbar sein, je nachdem wie rational oder eben affektuel eine Beziehung ist.
Brauch: wenn innerhalb eines Kreises von Menschen Chance einer Regelmässigkeit der Einstellung sozialen Verhaltens besteht. (nur wegen Übung) (auch Mode)
Sitte: wenn Brauch auf langer Eingelebtheit beruht.
Sitte wird freiwillig befolgt (Bequemlichkeit) Niemand verlangt es aber (am Morgen FrĂĽhstĂĽcken als Beispiel)
Muss mit Unanehmlichkeiten rechnen, wenn man sich nicht daran hält, da Menschen darauf eingestellt sind, dass man sich so verhält.
Gelten einer Ordnung soll mehr bedeuten als blosse Sitte oder Brauch.
Dann Ordnung, wenn Maximen herrschen, die als verbindlich angesehen werden.
Bei Ordnung nicht nur befolgen sondern Handlungen danach ausrichten (Dieb verhehlt Sache, damit nicht gefunden wird)
Geltende Ordnung muss auch nicht generell-abstrakt sein, wie heute verlangt
Legitimität einer Ordnung:
1. Affektuell: gefühlsmässige Hingabe
2. Wertrational: Glauben an absolute Geltung (sittlich, ästhetisch etc.)
3. Religiös: Glauben an Abhängigkeit eines Heilsgüterbesitzes
4. Durch Interessenlage

Konvention: Geltung äusserlich garantiert durch fühlbare Missbilligung eines Menschenkreises bei Verstoss. (Sitte) (sozialer Boykott)
Recht: durch psychisch oder physischen Zwang erzwingbar durch eigens darauf eingestellter Stab von Menschen. (quasi organisierter Boykott) Mittel des Zwangs dabei irrelevant. (Also Erzwingungsstab existent und tatsächliche Durchsetzungschance) Recht aber nicht zwingend von Staat durchgesetzt. Kann auch Verband etc. Sein, der solchen Verwaltungsstab hat. Kann aber auch nicht sagen, was illegitimes Recht ist oder ob es dies gibt.
Gemeinsamkeiten Konvention und Recht:
Äussere Geltung (jemand von Aussen bestraft, wenn ich eine Konvention breche), beide haben mit Regelmässigkeiten zu tun (im Verhalten)
Innerliche Geltung aber schon auch möglich.

Unterschiede Konvention und Recht:

Zwangstheorie:
Konvention: durch Missbilligung bestraft
Recht: wird durch Zwang durchgesetzt (physisch oder psychisch: Androhung eines Ăśbels und Durchsetzen von Strafen) Und es gibt professionellen Stab, der extra dafĂĽr eingerichtet wurde.

Anerkennungstheorie: Kann an Empörung messen.
Positivitätstheorie: Recht ist das, was das Rechtssystem als Recht erkennt (Luhmann)

Weber wĂĽrde aber sagen: eher Konvention
Wann nach Weber legitim?
Kommt auf Vorstellung der Individuen an, ob eine legitime Ordnung ist. Haben Vorstellung einer legitimen Ordnung und handeln danach. Dabei komplett egal, ob wirklich GrĂĽnde bestehen, dass eine Ordnung legitim ist. DafĂĽr hat er wieder Idealtypen entwickelt.
Legitime (the right to rule) Geltung der Ordnung von Handelnden weil: (Brauchen Idealtypen um: soziales Handeln zu kategorisieren) 1) Tradition: Geltung des immer Gewesenen (ursprĂĽnglichste)
1. Affektueller Glauben: Geltung des neu Offenbarten oder Vorbildlichen
2. Wertrationaler Glauben: Geltung als absolut gĂĽltig Erschlossen (Naturrecht)
3. Positive Satzung, an deren Legalität geglaubt wird. (heute am häufigsten)
Ăśbergang von Recht zu Herrschaft liegt nahe, da Herrschaft in seiner Definition von Recht schon mitgedacht.
Herrschaft: Chance fĂĽr spezifische Befehle bei einer angebbaren Gruppe von Menschen Gehorsam zu finden.
Macht ist dabei nicht dasselbe! Unterschied ist, dass bei Herrschaft Menschen freiwillig gehorchen wollen (Haben Interesse an Gehorchen) -\> glauben an bestimmte Legitimität. Bei Macht spielt dieses Interesse keine Rolle.

Konsequenz: Herrschaft stellt eine Legitimitätsvorstellung voraus. (ev. dann auch Legitimitätsanspruch -\> sagt aber nicht Weber)
In Beziehungen kann man Vorteile haben, wie Interessensausgleich, Verbesserung eigener Chancen etc. Deswegen sind sie ans Schliessung interessiert.
Können:
1. Traditional geschlossen sein: zB Familie, bei denen immer schon so war
2. Affektuell geschlossen: persönliche Gefühlsbeziehungen
3. Wertrational geschlossen: Glaubensgemeinschaft
4. Zweckrational: zB ökonomische Verbände mit monopolistischem Charakter

Gibt aber Übergänge auch in ihrer Geschlossenheit.
Können sowohl nach innen als auch nach aussen geschlossen sein
Gründe einer solchen Schliessung: Ehre und Qualität, mehr Erwerbschancen.
Soziales Handeln kann in einer solchen Gruppe allen zugerechnet werden. Sowohl Chancen als auch Konsequenzen bei denen. (Blutrache etc.)
Auch Solidarität genannt.
Verbandshandeln: Verwaltungsstab selber handelt (Krieg durch Staat)
Verbandsbezogenes Handeln: an Verbandsordnung orientiertes Handeln
Oktroyieren: aufzwängen.
Verband ist autonom oder heteronom (Ordnung wird durch aussenstehende gesatzt) oder autokephal und heterokephal (hier Leiter oder Verbandsstaab durch Aussenstehende bestellt)
Ordnungen der Vergesellschaftung entstehen durch freie Vereinbarung oder durch Oktroyierung und FĂĽgsamkeit.
Kann Zweck des Staates an sich nicht definieren. Sind sehr viele (Gilt für alle Verbände) Werden definiert durch die Gewaltsamkeit.
Staatsbegriff heute: Verwaltungs- und Rechtsordnung, welche abänderbar, an dem Verwaltungsstab sich orientiert. Bezieht sich nicht nur auf Verbandsgenossen sondern alle, die auf dem Gebiet sind.
Legitime Gewalt also nur insoweit, dass staatliche Ordnung dies zulässt. (Monopolcharakter des Staates)
Kirche (hierokratischer Verband): monopolistisch, Anstalts (man wird hineingeboren)- und Betriebscharakter (wie Staat auch) und mit Verwaltungsstab.
Herrschaft: Chance fĂĽr spezifische Befehle bei einer angebbaren Gruppe von Menschen Gehorsam zu finden. (egal warum sie es tun): braucht ein Minimum an Gehorchen wollen.
3 Typen legitimer Herrschaft:
1. Rational: Glauben an Legalität gesatzter Ordnungen. (hier wird Satzung und den deswegen handelnden gehorcht)
2. Traditional: Alltagsglauben an Heiligkeit. (durch Tradition berufenen Person wird gehorcht im Umkreis des Gewohnten)
3. Charismatisch: ausseralltägliche Hingabe an Heiligkeit oder Heldenkraft oder Vorbildlichkeit einer Person. (Führer wegen persönlichen Vertrauen)
Auch hier gibt es keines in der Reinform.
Generalisieren: Reduktion der für Einzelfall massgebenden Gründe auf mehrere Prinzipien, welche Rechtssätze sind.
Systematisierung (neuer): Rechtsätze werden in einen logischen Zusammenhang gebracht, der sich nicht widerspricht und lückenlos ist.
Rechtsschöpfung und Findung entweder rational oder irrational (wenn zB. Orakel eingesetzt werden -\> kein kontrollierbares Mittel)
Formell rational: eindeutige generelle Tatbestandsmerkmale materiell-rechtlich und prozessual.
Materiell rational:
Postulate in heutiger juristischer Arbeit:
1. Jede konkrete Rechtsentscheidung als Anwendung eines abstrakten Rechtssatzes auf einen konkreten Tatbestand.
2. Für jeden Tatbestand mit Mitteln der Rechtslogik Entscheidung aus geltenden abstrakten Rechtssätzen zu gewinnen.
3. Geltendes objektives Recht als lückenloses System von Rechtssätzen (so auch anwenden)
4. Was sich juristisch nicht rational konstruieren lässt -\> nicht relevant
5. Gemeinschaftshandeln der Menschen als Anwendung oder Ausführung von Rechtssätzen oder umgekehrt als Verstoss.
3 Schritte der Rationalisierung:
1. Generalisierung
2. Jur. Konstruktion von Rechtsverhältnissen und Rechtsinstituten
3. Systematisierung
Typen:
Formell irrational (Erkenntnismittel sind irrational -\> anrufen von Orakeln)
Materiell irrational (keine inhaltliche Abstützung auf generelle Normen, sondern auf Wertungen ethischer, gefühlsmässiger oder politischer Art)
Formell rational (AnknĂĽpfung an generelle Tatbestandsmerkmale (Wortformeln oder abstrakte Begriffe))
Materiell rational (Orientierung an generalisierten inhaltlichen Handlungsmaximen; Normen anderer qualitativer Dignität, die Entscheidung beeinflussen)
Entwicklung zur formellen Rationalität
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Rottleuthner: Abschied von der Justizforschung?
Kein Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund und berufsbezogenen Einstellungen.
Mitglieder unterschiedlicher Gesellschaftsklassen werden vor Gericht anders behandelt. Unterschicht wird schlechter behandelt und strenger bestraft. (möglicherweise, da Richter meist auch aus höheren Klassen)
Bei Routinefällen spielt politische Einstellung keine Rolle.
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Verbände (E. Ehrlich)
soziale Gruppen oder Organisationen, die sich um bestimmte Interessen, Belange oder Aktivitäten zusammenschliessen
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allopoietisches System
Allopoietische Systeme"erzeugen durch ihr Funktionieren etwas von sich selbst Verschiedenes"

z.B. Maschinen, die "nach einem feststehenden Programm oder Algorithmus, auch mit vorab fest programmierten RĂĽck- oder/und Vorkopplungen, Inputs in Outputs" umformen.

\=\> können sich nicht selbst reproduzieren, daher kausal geschlossene technische Systeme
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soziale Systeme (Systemtheorie)
- Gesellschaft gliedert sich in verschiedene Teilsysteme
- Solche Systeme orientieren sich an einer bestimmten Funktion (z.B. Wirtschaft, Politik) \=\> d.h. jedes soziale System erfĂĽllt eine bestimmte Funktion in der Gesellschaft
- Sie bilden sich durch Kommunikation \=\> Sinnzusammenhang von sozialen Kommunikationen, die aufeinander verweisen und sich von einer Umwelt nicht dazugehöriger Handlungen abgrenzen lässt
- Systeme haben eine hohe Autonomie
- Systemtheorie ist antihumanistisch
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Segmentäre Gesellschaften (Luhmann)
Gesellschaft aus Stämmen. Der Besitz der Gewalt rechtfertigt bereits deren Anwendung.
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Recht als System
selbstreferenziell, autopoetisch, selbstregulierend (Positivist), geschlossen
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durkheim integrationsmechanismus
Integration von Individuen in die Gesellschaft ist von entscheidender Bedeutung
\> Menschen sollen in einer Gesellschaft in gemeinsamen Werten, Normen und Ăśberzeugungen verwurzelt sein
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operative Geschlossenheit
ein System führt seine eigenen Prozesse und Kommunikationen unabhängig von äusseren Einflüssen durch (\= Autonomie bewahren)
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kognitive Offenheit
Informationen können aus der Umwelt aufgenommen werden und verarbeitet
(sind offen für Störungen)
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Rechtsnormen bei Luhmann
Luhmann betont, dass Rechtsnormen in einem sozialen System nicht nur als moralische Leitlinien betrachtet werden sollten, sondern auch als stabile Erwartungsmuster, die eine gewisse Vorhersagbarkeit des Verhaltens ermöglichen. Durch die Etablierung von normativen Erwartungen schafft das Rechtssystem eine gewisse Ordnung und Stabilität in der Gesellschaft.
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stratifizierte Gesellschaft (Luhmann)
Adelsgesellschaft. Gewaltmittel sollen von den stärkeren zum Schutz der schwächeren.
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moderne Gesellschaft (Luhmann)
Gewaltmonopol des Staates. Nur der Staat darf Gewalt anwenden. Damit soll der Frieden gesichert sein und Gewalt bereit gehalten werden (\=kaserniert) und ist nur anzuwenden wenn es nötig ist.
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autopoetisches System
Ermöglichen Prozesse der Selbsterschaffung und die Erhaltung eines Systems
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Kommunikation (Luhmann)
- ist realisiert, wenn und soweit das Verstehen zustande kommt
- Kommunikation ist bei Luhmann eine Einheit aus Information, Mitteilung und Verstehen
- Diese Einheit stellt ein soziales System her und erhält es aufrecht, so lange wie die Kommunikation anschlussfähig bleibt und weitere Kommunikationen folgen.
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Umwelt (Luhmann)
Alles, was ausserhalb des Systems liegt. Umwelt und System bedingen sich gegenseitig.

\> System hat Funktion der Komplexität der Umwelt (Umweltreize werden auf Codes reduziert)
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Gesellschaftsarten nach Luhmann
1. segmentäre Gesellschaft: Gesellschaft aus Stämmen. Der Besitz der Gewalt rechtfertigt bereits deren Anwendung.
2. stratifizierte Gesellschaft:Adelsgesellschaft. Gewaltmittel sollen von den stärkeren zum Schutz der schwächeren.
3. moderne Gesellschaft: Gewaltmonopol des Staates. Nur der Staat darf Gewalt anwenden. Damit soll der Frieden gesichert sein und Gewalt bereit gehalten werden (\=kaserniert) und ist nur anzuwenden wenn es nötig ist.
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Kommunismus
- kollektive Kontrolle von Eigentum und Produktionsmitteln
- wird angestrebt, Ressourcen und Wohlstand gerecht unter den Menschen zu verteilen
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Durkheim - Weshalb Recht
Solidarität kann man nicht exakt beobachten und nicht messen
-\> man muss Recht als äussere Tatsache heranziehen, um Solidarität zu beschreiben
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Anerkennungstheorie - Verletzung des Rechts und der Sitte?
Verletzung des Rechts \= Gefühl der Empörung

Verletzung der Sitte \= GefĂĽhl der EntrĂĽstung
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Wertfreie Erkenntnis Weber?
- soziale Phänomene sollen unabhängig von individuellen Wertungen der Forscher existieren (d.h. Analyse und Beschreibung der sozialen Realität; keine Werturteile)

- der Idealtypus von Weber ermöglicht eine wertfreie Erkenntnis sozialen Handelns (d.h. Idealtypus als analytisches Werkzeug, das es Forschern ermöglicht, wertfreie Betrachtungen und Beschreibungen durchzuführen)
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zweckrationales handeln
- rationale Ăśberlegungen und Kalkulationen, um bestimmte Ziele zu erreichen
- Kosten-Nutzen-Analyse
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wertrationales Handeln
bewusster Glaube an den - ethischen, ästhetischen, religiösen ... unbedingten Eigenwert
- insb. moralische Ăśberzeugungen
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affektuelles Handeln
beeinflusst durch Emotionen, GefĂĽhle, impulsive Reaktionen
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Traditionales Handeln
durch eingelebte Gewohnheit
- Traditionen
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monokausale Deutung Marx
Marx argumentierte, dass die wirtschaftlichen Bedingungen und insbesondere das Klassenverhältnis die primäre Ursache für soziale Verhältnisse und Veränderungen seien
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Recht und Konvention
- beides äusserlich garantiert
- Durchsetzung durch Staat (Recht) und Gesellschaft / Gemeinschaft (Konvention)
- entscheidender Unterschied: Menschenstab bei Recht
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Zwangstheorie
Recht ist eine Ordnung, die durch einen Erzwingungsstab (Rechtsstab) durchgesetzt und mit Zwang bei Verletzung der Regelung tatsächlich durchgesetzt werden kann (Möglichkeit der Zwangsdurchsetzung)