LE 1.7 Mobil sein und werden

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170 Terms

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Kontraktur Definition

Veränderung, der an Gelenkfunktionen beteiligten Strukturen

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Welche Strukturen sind an der Gelenkfunktion beteiligt?

Sehnen, Bänder, Muskeln, Gelenkkapseln

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Folgen von einer Kontraktur

Funktions- & Bewegungseinschränkungen

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Welche Bedeutung hat die Funktions- & Bewegungseinschränkung?

Gelenk lässt sich nicht mehr vollständig beugen, strecken, ab- oder adduzieren

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Flexionskontraktur
Streckung d. Extremität nicht mehr möglich.
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Extensionskontraktur
Beugung d. Extremität nicht mehr möglich.
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Abduktionskontraktur
Heranziehen v. bspw. Bein an andere nicht mehr möglich.
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Adduktionskontraktur
Abspreizen (abduzieren) v. bspw. Arm nicht mehr auf 90° möglich.
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Merkmale einer Kontraktur
Bewegung d. betroffenen Gelenks ist schmerzhaft. Unharmonischer Bewegungsablauf. Eingeschränkte passive Beweglichkeit. Schonhaltung/Zwangshaltung.
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Welche Kontrakturarten gibt es?

kongenitale + erworbene

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Kongenitale Kontraktur
Angeborene Gelenkversteifung.
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Welche Arten der erworbenen Kontraktur gibt es?

neurogene, myogene, dermatogene, fasziogene, psychogene + arthroghene

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Wodurch werden neurogene Kontrakturen verursacht?

Nervenschädigung

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Was ist eine myogene Kontraktur?

Verkürzung d. Muskulatur + ihrer Sehen

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Ursachen für mythogene Kontrakturen

Immobilität, Gewohnheitshaltung, Schonhaltung bei Schmerzen, Gips-, Korsett- & Schienenfixierungen und unprofessionelle Lagerung.
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Was ist eine dermatogene Kontraktur?

„Narbenkontraktur".
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Was beschreibt der Begriff “fasziogene Kontraktur”?

Schrumpfungen im Bereich d. Sehnenplatten oder Faszien v. Muskeln.
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Was sind psychogene Kontrakturen?

Bewusstes oder unbewusstes Nichtbewegen Gelenks.
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Was ist eine arthrogene Kontraktur?

Knöcherne Kontraktur.
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Was beschreibt der Begriff “Kontrakturenprophylaxe”?

Alle Maßnahmen + Handlungen, Verhütung Kontraktur dienen oder Verschlechterung entgegenwirken.
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Ziele der Kontrakturenprophylaxe

Erhaltung + Förderung voller Beweglichkeit Gelenke. Fehlstellungen verhindern oder abmildern. Pat. so beraten + anleiten, dass Risiken bekannt, die von Kontrakturen ausgehen + Maßnahmen kennen, die Kontrakturen verhindern.

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Was umfasst das pflegerische Vorgehen bei einer Kontrakture Prophylaxe?

Beweglichkeit einschätzen, Gefährdung erkennen, Interventionen planen + anwenden, Wirksamkeit d. Interventionen überprüfen

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Was umfasst das pflegerische Vorgehen “Beweglichkeit einschätzen”?

Beobachtung d. Bewegung, um beginnende Bewegungseinschränkungen rechtzeitig erkennen (Schmerzen, Bewegungsumfang, Gelenkstellung).
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Was umfasst das pflegerische Vorgehen “Interventionen planen + anwenden”

Möglichst frühzeitige Mobilisation (ggf. Motivation). Regelmäßige Bewegungsübungen (aktive, aktive-assistive, passive, resistive). Häufige Veränderungen der Sitzposition + regelmäßige Positionswechsel im Liegen

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Was muss man bei dem regelmäßigen Positionswechsel im Liegen beachten?

keine Weichlagerung → Spontanbewegungen werden gehemmt, auch Wechseldruckmatratzen schränken Eigenbewegung ein

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Was umfasst das pflegerische Vorgehen “Wirksamkeit d. Interventionen überprüfen”?

Bewegungsumfang weiter beobachten + dokumentieren

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Spitzfuß Erklärung

Häufigste Kontraktur bei Bettlägerigkeit. Betroffene kann nur noch auf Zehenspitzen gehen + Fuß beim Gehen nicht mehr abrollen.
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Ursache des Spitzfußes
Entsteht durch Druck d. Bettdecke -> bringt Fuß zusätzlich zum Eigengewicht in Streckstellung.
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Prophylaxe im Bett

Füße im Bett im 90° Winkel positionieren, z.B. durch Lagerungskissen, Schuhe. Druck Bettdecke vermeiden.Fersen weich oder hohl lagern. Beine im Wechsel aufstellen + Gewicht in Matratze drücken lassen.

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Prophylaxe im Sessel

Füße haben Bodenkontakt + stehen im 90° Winkel

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Aktive Bewegungsübungen
Pat. führt Bewegungsübungen selbstständig durch.
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Aktive-assistive Bewegungsübungen
Pat. führt Bewegungsübungen unter Anleitung/mit Unterstützung durch PFK oder Physiotherapeuten durch.
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Passive Bewegungsübungen
Bewegungsübungen d. Pat. werden durch PFK übernommen.
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Resistive Bewegungsübungen

Bewegungen ausgeführt gegen realen oder gedachten Widerstand (z.B. Muskelkraft d. PFK). Abzugrenzen davon. sind isometrische. Spannungsübungen → kommt zur Muskelspannung ohne gleichzeitige Bewegung im Gelenk

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Definition Sturz

Ereignis, Betroffene unbeabsichtigt auf Boden/tiefere Ebene aufkommt

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Sturzprophylaxe Definition

Interventionen zur Vermeidung v. Stürzen + Minimierung Sturzfolgen
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Sturzrisiko Definition

Erhöhte Wahrscheinlichkeit zu stürzen, geht über alltägliches Risiko zu stürzen hinaus
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Sturzrisikofaktoren
Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes erhöhen
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Personenbezogene Faktoren

Sehbeeinträchtigung, Gleichgewichtsstörung, Gangunsicherheit/Bewegungseinschränkung, Alter ab 75 Jahren, kognitive Einschränkungen, Kontinenzprobleme, Sturzbiografie, Sturzangst

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Umgebungsfaktoren

glatte Böden, Stolpergefahren, rollende/ungesicherte Gegenstände, falsches/unpassendes Schuhwerk, fehlende Haltegriffe, unzureichende Lichtverhältnisse, Benutzung ungeeigneter Gehhilfen

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Medikamente

Alkohol, Drogen, Psychopharmaka, Antiarrhythmika, Diuretika, Polypharmazie,W Antihypertensiva

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Was bedeutet Polypharmazie?

ab 4 verschiedenen Medikamenten, die eingenommen werden -> Sturzgefährdet

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Post-Fall-Syndrom
Sturz -> Verletzungen/Schmerzen -> Bewegungseinschränkung/ Trainingsmangel/ muskulärer Abbau -> Angst -> Gangunsicherheit -> Sturz
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Ziel des Expertenstandards Sturzprophylaxe
Pflegefachkräfte, Pflege- & Gesundheitseinrichtungen basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Praxis + Einschätzungen v. Experten dabei helfen Stürze vorzubeugen + Sturzfolgen minimieren
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Wodurch wird das Ziel des Expertenstandards Sturzprophylaxe nicht erreicht?

Einschränkung der Bewegungsfreiheit

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Was ist das größer gesehene Ziel des Expertenstandards Sturzprophylaxe?

Erhaltung bzw. Wiederherstellung größtmöglicher, sicherer Mobilität -> verbunden mit höherer Lebensqualität
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Wie kann man das Ziel des Expertenstandards Sturzprophylaxe zusammenfassen?

individuelle Sturzrisiken erkennen, geeignete Maßnahmen anleiten, damit Stürze verhindert werden ohne Bewegungsfreiheit & Selbstbestimmung einzuschränken

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Kenntnisse über pflegerische Interventionen zur Sturzprophylaxe
Erfassung des Sturzrisikos (+Sturzrisikofaktoren) -> Initiales Assessment, Maßnahmenplanung, Beratung und Information, Maßnahmenumsetzung/ Intervention, Evaluation
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Allgemeines zur Wirbelsäule

Columna vertebralis verleiht Körper zusammen mit Vielzahl Bändern + Muskeln Stabilität + Beweglichkeit, schützt Rückenmark, trägt Schädel, bildet Ansatzstellen für Rippen + Rückenmuskulatur, durch besondere Krümmung + Aufbau → aufrechter Gang, Doppel-S

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Aufbau der Wirbelsäule

24 Wirbel (segmentförmige Knochen) mit 23 Bandscheiben, Kreuzbein + Steißbein

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Wirbelsäulenabschnitte
Halswirbelsäule (HWS): 7 Wirbel (C1-C7), Brustwirbelsäule (BWS): 12 Wirbel (Th1-Th12), Lendenwirbelsäule (LWS): 5 Wirbel (L1-L5), Kreuzbein (Os sacrum): 5 verknöcherte Wirbel (S1-S5), Steißbein (Os coccygis): 4 verknöcherte Wirbel
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Halswirbelsäule

LordoserB

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Brustwirbelsäule

Kyphose

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Lendenwirbelsäule

Lordose (2)

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Kreuzbein + Steißbein

Sakralkyphose

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Atlas
1. Halswirbel, hat keinen Wirbelkörper -> knöchernen Ring mit 2 Gelenkflächen, auf denen Schädel liegt
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Axis
2. Halswirbel, hat kleinen Wirbelkörper mit Knochenzapfen (Zahn - Dens axis) -> bildet Drehachse mit Atlas
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Grundform des Wirbels

3. Halswirbel bis 5. Lendenwirbel einheitlicher Aufbau, Wirbelkörper (Corpus vertebrae), Wirbelbogen (Arcus vertebrae), Dornfortsatz (Processus spinosus), Querfortsatz (Processus transverus), Gelenkfortsatz (Processus articularis superior/inferior)

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Halswirbel Besonderheiten

Wirbelkörper sind relativ klein, Wirbelloch relativ groß, Querfortsätze sind platt + haben Querfortsatzloch für A. + V. vertebralis zur Versorgung Gehirns, 7. Halswirbel (Vertebra prominens) mit besonders langem Dornfortsatz

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Brustwirbel Besonderheiten

Wirbelkörper größer als die der Halswirbel, Wirbelloch fast rund + fingerdick, Wirbelkörper haben Gelenkflächen für Rippen, Querfortsätze (außer Th11 + Th12) auch Gelenkfläche für Rippen

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Lendenwirbel Besonderheiten

Wirbelkörper größer als die der Brustwirbel mit kleinem fast dreieckigen Wirbelloch, keine Verbindung mit Rippen, Rippenfortsatz (Processus costarius)

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Kreuzbein + Steißbein Besonderheiten

Besteht aus 5 knöchernen verwachsenen Wirbeln, dreieckiger abgeplatteter Knochen. 4 paarige Löcher, die in Verbindung mit dem Kreuzbeinkanal (Canalis sacralis) stehen. über weitgehend unbewegliches Gelenk mit Steißbein verbunden

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Wie wird der Wirbelkanal auch genannt?

Spinalkanal

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Wirbelkanal

gebildet durch Wirbelbogen und dorsale Seite des Wirbelkörpers, darin verläuft das Rückenmark.

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Bandscheiben Aufgabe

Zwischenwirbelscheiben (Disci intervertebrales), die zwischen Wirbelkörpern liegen und Stoßdämpfung sowie Beweglichkeit der Wirbelsäule dienen.
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Aus welchen Bestandteilen besteht eine Bandscheibe?

Anulus fibrosus, Nucleus pulposus, hyaline Endplatten

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Anulus fibrosus
Äußerer, knorpeliger Faserring, der den Gallertkern umschließt und aus zähem Faserknorpel besteht.
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Funktion Anulus fibrosus

verleiht Stabilität + begrenzt Beweglichkeit, fest verbunden mit Wirbelkörpern

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Nucleus pulposus

Wasserhaltiger Gallertkern

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Nucleus pulposus Funktion

wie Wasserkissen, fördert Stöße ab + verteilt Lasten gleichmäßig

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Was passiert mit dem Nucleus pulposus bei Belastung?

Abnahme Wassergehaltes

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Was passiert mit dem Nucleus pulposus bei Ruhe?

Zunahme des Wassergehaltes

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Hyaline Endplatten
Dünne Knorpelschichten, die die Bandscheibe oben und unten vom Wirbelkörper trennen.
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Funktion Hyaline Endplatten

Stoffaustausch zwischen Wirbelkörper + Bandscheibe durch Diffusion v. Wasser + Nährstoffen

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Bandscheibenvorfall
Knorpelkern kann sich verschieben, gegen den Faserring pressen und Risse verursachen.
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Was ist der Fachbegriff für Bandscheibenvorfall?

Prolaps

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Protrusion
Mit dem Erwachsenwerden trocknen die Knorpelmassen der Bandscheiben, was zu einer Wölbung der Bandscheibe führt.
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Skoliose

Wirbelsäulenverkrümmung, die im Laufe des Wachstums, insbesondere während der Pubertät, entsteht. Verstärkte Krümmung in Lenden- & Brustbereich → Hyperlordose/-kyphose

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Hexenschuss

Stechender Schmerz in der Lendenwirbelsäule. Lumbago → beschreibt nur Schmerzzustand, nicht Ursache Schmerzes

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Flachrücken
Keine Lordose oder Kyphose.
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Hyperlordose

Verstärkte Krümmung der Wirbelsäule in Lenden- und Brustbereich. Hohlkreuz

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Hyperkyphose
Form der Skoliose in Lenden- und Brustbereich, auch Rundrücken oder Buckel genannt.
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Gelenke Definition

Verschiedene Knochen sind durch Gelenke (Articulatio) miteinander verbunden und ermöglichen Bewegung des Skeletts. →Knochenverbindungen  

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Welche Gelenkformen gibt es?

Kugelgelenk, Eigelenk, Sattelgelenk, Scharniergelenk, Dreh-/Zapfengelenk

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Kugelgelenk
Ermöglicht Flexion, Extension, Abduktion, Adduktion, Innen- und Außenrotation, z.B. Hüftgelenk.
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Flexion

Beugung

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Extension

Streckung

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Abduktion

Wegführen vom Körper

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Adduktion

Heranführen zum Körper

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Innen-/Außenrotationen

Drehungen

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Zirkumdiktion

Kreisbewegung

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Eigelenk
Ermöglicht Flexion, Extension, Seitwärtsneigung, Zirkumduktion, z.B. Handgelenk.
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Sattelgelenk
Ermöglicht Abduktion und Adduktion, z.B. Daumenwurzelgelenk.
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Scharniergelenk

Bewegungen nur auf einer Achse → Flexion + Extension, z.B. Ellenbogengelenk.

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Drehgelenk
Ermöglicht Innen- und Außenrotationen, z.B. Radioulnargelenk.
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Innenrotation

Pronation

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Außenrotation

Supination

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Diarthrosen

Echte Gelenke, die beweglich sind und einen Gelenkspalt haben. Knochenenden nicht direkt miteinander verbunden 

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Synarthrosen
Unechte Gelenke, bei denen die Knochenenden über Bindegewebe, Knorpel oder direkt verbunden sind.
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Syndesmose

Bandhaft → Bindegewebe, Fontanellen