PSYCH WS 25/26 CH7

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Lernen als Wissenserwerb

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Ordne Lernen in das Model von Nolting und Paulus (2016) / Wo liegt der Fokus?

Fokus auf Phänomene wie:

Wissen
Lernen als Wissenserwerb Abruf von Wissen

<p><span><span>Fokus auf Phänomene wie:</span></span></p><p><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Wissen</span><span><br></span></span><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Lernen als Wissenserwerb </span></span><span data-name="black_small_square" data-type="emoji">▪</span><span style="color: rgb(235, 105, 11);"><span> </span></span><span><span>Abruf von Wissen</span></span></p>
2
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Definition von Lernen

Relativ überdauernde Veränderung von Verhalten, Verhaltenspotenzialen und/oder mentalen Repräsentationen auf der Basis von Erfahrung (inkl. Beobachtung, Übung, Denken) (modifiziert nach Hammerl & Grabitz, 2006)

3
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Welche 2 parts hat Lernen?

  1. Lernen als Verhaltensänderung (Behaviorismus)

  2. Lernen als Wissenserwerb

4
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Muss Lernen bewusst sein?

Nein

5
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Kann man Gedächtnis phänomenal vom Lernen trennen?

Nein

6
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Gedächtnis Definition

  1. Gedächtnis [ist] die mentale Fähigkeit, Informationen zu enkodieren, zu speichern und abzurufen.

  2. Annahme eines Gedächtnisses ist notwendig zur Erklärung von Lernprozessen

  3. Definition nach Zimbardo & Gerrig (2004, S. 294)

7
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Funktionen des Gedächtnisses:

Einprägen (Enkodieren)
Behalten (Speichern)
Abrufen

Gedächtnis als hypothetisches Konstrukt

8
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Wer ist Hermann Ebbinghaus?

  1. Experimentelle Studien: Anfänge der experimentellen Gedächtnisforschung

  2. Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis: Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Leipzig: Dunckes & Humboldt.

  3. Verwendung von weitgehend künstlichem Lernmaterial: sinnfreie Silben (SOB, LOF, KUW, ...)

  4. Annahme eines einzigen, nicht weiter differenzierten Gedächtnisspeichers

9
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Ersparnismethode nach Ebbinghaus

  • Phase 1:
    Eine Liste von Silben (HUK-GAC-ZEW-...) wird durch mechanische Wiederholung gelernt, bis sie 2 x fehlerfrei reproduziert werden kann (z.B. 12 Durchgänge erforderlich)

  • Phase 2:
    Für bestimmte, vorher genau spezifizierte Zeit: Ablenkung (z.B. 1 Stunde)

  • Phase 3:
    Erneute mechanische Wiederholung der Originalliste, bis sie erneut fehlerfrei reproduziert werden kann (z.B. 7 Durchgänge)

  • Abhängige Variable/Kriterium:
    Ersparnis als prozentualer Anteil der beim 2. Mal ersparten Lerndurchgänge an der Anzahl der beim 1. Mal nötigen Durchgänge (z.B. 5 / 12 = 42%)

Vergessenskurve

10
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Die Vergessenskurve

  1. Abbildung aus Zimbardo und Gerrig (2004)

  2. Die Lernersparnis nimmt mit zunehmender Größe des Zeitintervalls zwischen den Lerndurchgängen ab. Kurve fällt zunächst stark ab und erreicht dann ein Plateau mit nur noch geringen Veränderungen.

11
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Überlernen: Untersuchung von Ebbinghaus

Frage: Was passiert, wenn ursprüngliche Liste nach dem fehlerfreien Aufsagen „überlernt“ wird? Versuchsanordnung:

Bedingung 1: Phase 1 wie bisher: Beendigung nach 2-maligem perfekten Reproduzieren der Liste

Bedingung 2: Phase 1 mit Überlernen: Beendigung erst nach 30-malig perfektem Reproduzieren Ergebnisse:

Bedingung 1: 34% Ersparnis nach 24 Stunden

Bedingung 2: 64% Ersparnis nach 24 Stunden
Folgerung: Zusätzliche Lerndurchgänge führen zu besserem Behalten

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Was sind die 2 Positionseffekte und von wem sind sie?

  1. Murdock (1962; vgl. Gruber, 2010)

  2. Je nachdem, an welcher Stelle in einer Liste ein Item steht, wird es unterschiedlich schnell vergessen:

  3. Primacy-Effekt: Elemente am Anfang einer Liste werden besser erinnert als diejenigen in der Mitte

  4. Recency-Effekt: Elemente am Ende einer Liste werden besser erinnert als diejenigen in der Mitte

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Interferenz Definition nach Lukesch (2001)

Erschwerung von Enkodier- und Abrufprozessen durch andere (bereits gespeicherte) Inhalte

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Beispiele für experimentelle Hinweise auf Interferenz

  1. Ergebnisse von Underwood (1957):

  2. Ergebnisse von Jenkins & Dallenbach (1924):

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Positionseffekte - praktische Anwendung

  • Komplexes Wissen in kleinere Lerneinheiten gliedern

    (Lernfortschritte werden dann auch besser sichtbar)

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Interferenz - praktische Anwendung

  • Notwendigkeit von Pausen | stark ähnliche Lernmaterialien sollten nicht unmittelbar aufeinander folgen

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Überlernen

  • Zusätzliche Lerndurchgänge helfen

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Vergessenskurve: Lernkartei

  • Lernstoff (z.B. Vokabeln) steht auf Karten

Zunächst werden die Inhalte gelernt, die (noch) nicht beherrscht werden (Fach 1), danach erst Fach 2

Wird eine Karte beherrscht wandert sie ein Fach nach hinten

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Gibt es Studien zum Gedächtnis

  • Grundlegende Studien zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit Gedächtnisprozessen

20
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Kritik am sinnlosen Lernmaterial

  • gerade der Bedeutungsgehalt zentral für den Wissenserwerb

21
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Favorisierte Lernform

  • mechanisches Lernen (Auswendiglernen | häufige Wiederholung)

22
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Ist klassische Gedächtnisforschung oder Moderne Lernform (Superlearning) empirisch abgesichert

Klassiche G.

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Wie viele Gedächtnisspeicher gibt es

Annahme eines, nicht weiter differenziert