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Geschmacks- & Geruchssinn
Umweltreize werden über chemische Moleküle von Chemorezeptoren wahrgenommen & weiterverarbeitet
chemoelektische Transduktion: Umwandlung eines Signals in andere Signalform mit Weiterleitung (Transmission)
Bedeutung & Funktion des Geschmackssinns/ Gustatorischer Sinn
Chemorezptoren liegen auf Zunge, Rachen, Kehlkopf, oberer Teil der Speiseröhre → letzte Überprüfung bevor man schädliche Nahrung zu sich nimmt
Geschmacksrichtungen:
süß: Zucker, Kohlenhydrate
sauer: freie H+-Ionen
salzig: Natriumchlorid, Kochsalz
bitter: Bitterstoffe
umami: Glutamin-, Asparaginsäure (Aminosäuren)
Schutz vor Verbrennungen durch Thermorezeptoren
Zunge & Geschmacksknospen
unter Schleimhaut der Zunge befinden sich Geschmackspapillen
Geschmackspapillen: sichtbare Oberflächenvergrößerung - Platz für Geschmacksknospen
Wallpapillen: groß, grenzen an Rachen, umgeben von vielen Drüsen; tausende Geschmacksknospen
Blätterpapillen: groß, hunderte Geschmacksknospen
Pilzpapillen: überwiegend an Zungenspitze 3-5 Knospen
Geschmacksknospen:
mehrere Sinneszellen gebündelt
Moleküle der Nährstoffe im Speichel docken an Chemorezeptoren an → chemoelektrische Transduktion → Nervensignal zum limbischen System im Gehirn
limbischer Bereich: Teil des Gehirns zuständig für Erinnerungen, Emotionen, Motivation, Verdauung, Geruchswahrnehmung
keine Geschmackszonen, sondern verteilt über ganze Zunge
Schärfe & Kälteschock
Schärfe:
Scharfe Wirkstoffe docken an polymodale Nozizeptoren an → kein Geschmack
Gehirn bekommt Warnung heiß, obwohl Körpertemperatur unverändert bleibt → Adrenalin, Durchblutung, Schweiß
Fett aus Joghurt, Sahne, Milch hilft & löst Bindung, Zucker oder Stärke binden Wirkstoff
Kälteschock:
Menthol dockt an Kälterezeptoren
Gehirn bekommt Signal “kalt” → sensorische Täuschung → Blutgefäßerweiterung, Frischekick
Reflexe
Gustofazialer Reflex: Fremdreflex, durch bittere Stoffe ausgelöst → Gesicht verziehen
Schluckreflex: Reizung der Zunge & Rachen → Nahrung gezielt in die Speiseröhre
Würgreflex: bei Überreizung oder zu bitteren Stoffen
Speichelsekretion: Wahrnehmung von Essen über Geschmacks- & Geruchssinn löst Sekretion von Speichel aus
Zusammenspiel von Geschmacks-, Geruchs- & Sehsinn
Geschmacksknospen nehmen fünf Geschmacksrichtungen wahr
Aromamoleküle steigen den Rachen zur Nase auf & docken an Geruchsrezeptor → Geschmacksvielfalt
Sehsinn erfasst Farbe & weitere Eindrücke → gleicht mit Erfahrungen ab
Abwehrmechanismen, Appetit, Emotionen → limbisches System verarbeitet Sinneseindrücke
Der Geruchssinn/ olfaktorischer Sinn
wahrnehmen von Gefahren, Geschmack & Aroma
Wie funktioniert Riechen?
Duftstoffe gelangen über Nase oder Mund zu den Chemorezeptoren an den Riechzellen
extrem viele Duftnoten → 400 unterschiedliche Geruchsrezeptoren
chemoelektrische Transduktion in den Riechzellen
Axone der Reichzellen bündeln sich im Riechkolben
Weiterleitung zum limbischen System
Geruchssinn kann adaptieren: passt sich an gleichbleibende reize an oder bevorzugt bestimmte Durftnoten
bekannte Gerüche werden neutralisiert, nicht mehr wahrgenommen, da sich Reizschwelle erhöht → Schutz vor Reizüberflutung → erst Veränderungen werden wieder wahrgenommen