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Herausgabeansprüchen

Nach Anspruchszielen ordnen und dann innerhalb dieser folgendermaßen ordnen:

A. Vertragliche Ansprüche z.B. §§546 I, 604 I, 346 I, 667

B. Vertragsähnliche Ansprüche z.B. §667 iVm §681 S.2

C. Gesetzliche Ansprüche

I. Sachenrecht

1.§861 I

2.§985

3.1007 I, II

II. Bereicherungsrecht z.B. § 812 I 1 BGB

III. Deliktsrecht z.B. § 823 I i.V.m. § 249 I BGB

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Anspruch wegen Besitzentziehung, § 861 I BGB

1. Früherer Besitz des Anspruchstellers

(„Besitzer“, „dieser“) à§§ 854, 865, 866, 869

2. Besitzentzug durch verbotene Eigenmacht

(„durch verbotene Eigenmacht … entzogen“) → § 858 I (Perspektive Anspruchsteller)

3. Fehlerhafter Besitz des Anspruchsgegners

(„von demjenigen … welcher ihm gegenüber fehlerhaft besitzt“) →§ 858 II (Perspektive Anspruchsgegner)

4. Kein Ausschluss gem. § 861 II BGB

(„ist ausgeschlossen…“)

5. Kein Erlöschen gem. § 864 I, II BGB

(„erlischt“, „Erlöschen“)

Sonstige Einwendungen? Beachte § 863

4
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Anspruch des früheren Besitzers, §1007 I

1.Früherer Besitz des AS an beweglicher Sache

2.Besitz des AG

3.Bösgläubigkeit des AG bei Besitzerwerb

-ZP: Erwerb des Besitzes durch den AG

-Bezugspunkt: fehlendes Recht zum Besitz

→Bösgläubigkeit (-) wenn objektiv ein Recht zum Besitz bestand!

-Maßstab: Kenntnis oder Grob fahrlässige Unkenntnis

4.kein Recht zum Besitz des AG, §§1007 III 2. iVm. 986

5.Keine Bösgläubigkeit des AS, §§1007 III 1 Alt.1

-ZP.: Erwerb des Besitzes durch den AS

-Bezugspunkt: fehlendes Recht zum Besitz

-Maßstab: Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis, §932 II analog

6.Keine Besitzaufgabe durch de AS, §1007 III 1 Alt. 2

5
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Anspruch des früheren Besitzers, §1007 IIBGB

1. Früherer Besitz des Anspruchstellers an beweglicher Sache

-§ 1007 II 2 BGB: keine Anwendung auf Geld und Inhaberpapiere

2. Besitz des Anspruchsgegners

3. Abhandenkommen der Sache

-Definition: unfreiwilliger Verlust des unmittelbaren Besitzes

4. Kein Ausschluss gem. §1007 II 1 Hs. 2 Alt. 2 BGB

5. Kein Recht zum Besitz des Anspruchsgegners, §§1007 III 2 i.V.m. 986 BGB

6. Keine Bösgläubigkeit des Anspruchstellers, §1007 III 1 Alt. 1 BGB

Hinweis: § 1007 III 1 Alt. 2 BGB ist zwar formal auch auf § 1007 II BGB anwendbar, allerdings liegt bei einem Abhandenkommen keine Besitzaufgabe vor.

§ 1007 II 1 Hs. 2 Alt. 1 BGB („es sei denn, dass dieser [AG] Eigentümer der Sache ist“)?

-unnötig: wenn Eigentümer besseres Recht zum Besitz hat, greift § 1007 III 2 i.V.m. § 986

-irreführend: wenn Eigentümer kein besseres Recht zum Besitz hat (z.B. weil er die Sache an den Anspruchsteller vermietet hat), kann er sein Eigentum nicht dem Anspruch aus § 1007 II BGB entgegensetzen

6
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7
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Gesetzlicher Eigentumserwerb §947

Voraussetzungen

-bewegliche Sachen

-Verbindung

-wesentliche Bestandteile einer einheitlichen Sache

RF

-Grundsatz: Miteigentum §947 I BGB

-Ausnahme: Alleineigentum, §947 II BGB

Bsp.

A ist Eigentümer eines Autos (Wert: 4.000 EUR). B rüstet dieses auf mit:

a) einem serienmäßig gefertigten Motor (Wert: 1.000 EUR)

b) einem Motor, der nur in das Auto des A passt (Wert: 1.000 EUR)

c) fest klebenden Aufklebern (Wert: 500 EUR) Wie sind die Eigentumsverhältnisse?

a) Vss. des § 947 I(-) da Austauschmotor kein wesentlicher Bestandteil → A: Alleineigentümer Autos, B: Alleineigentümer des Motors

b) Vss. des § 947 I (+) → Rechtsfolge: grds. Miteigentum; Ausn. gem. § 947 II (-), da Auto keine Hauptsache (restriktiv!) à B ist Eigentümer der einheitlichen Sache („Auto mit Motor“) zu 1/5; A zu 4/5

c) Vss. des § 947 I (+) → Rechtsfolge: grds. Miteigentum, hier aber § 947 II (+), da Auto = Hauptsache → A ist Alleineigentümer der einheitlichen Sache (beachte § 951!)

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Gesetzlicher Eigentumserwerb §946

Voraussetzungen des § 946 BGB:

-Bewegliche Sache und Grundstück

-Verbindung

-Wesentlicher Bestandteil einer einheitlichen Sache

Rechtsfolge:

-Alleineigentum des Grundstückseigentümers

Bsp.:

A ist Eigentümer eines Grundstücks. B baut darauf ein Haus.

Erwerb des Eigentums an dem Gebäude durch A gem. § 946?

-Voraussetzungen des § 946: (+)

Bauteile = wesentliche Bestandteile des Gebäudes, § 94 II

Gebäude = wesentlicher Bestandteil des Grundstücks, § 94 I

-Rechtsfolge: Alleineigentum des A an der Sache „Grundstück mit

Gebäude“ (beachte § 951)

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Vermischung beweglicher Sachen §948

Voraussetzungen des § 948 BGB

-Bewegliche Sachen

-Vermischung oder Vermengung

-Untrennbarkeit (§ 948 I BGB) oder Trennung nur mit unverhältnismäßigen Kosten (§ 948 II BGB)

Rechtsfolge: § 947 BGB entsprechend (s.o.)

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Schadensersatz (E von B: EBV) §§989, 990 I)

I.Vindikationslage zum ZP des schädigenden Ereignisses

II.Bösgläubigkeit des Besitzers

-§990 I 1: Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis (Maßstab) des fehlenden Besitzrechts (Bezugspunkt) zum ZP des Besitzerwerbs (ZP), §932 II analog

-§990 I 2: Kenntnis (Maßstab) des fehlenden Besitzrechts (Bezugspunkt) nach Besitzerwerb (ZP)

III. Objektive Beeinträchtigung der Vindikation

IV. Verschulden

V. RF: Schadensersatz nach §§249 ff.

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Nutzungsersatz (E von B: EBV) §§987 I, 990 I

1.Vindikationslage zum ZP der Nutzungsentziehung

2.Bösgläubigkeit des Besitzers

3.Nutzungsziehung durch den Besitzer

5.RF: HGA des Nutzungen bzw. Wertersatz

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