Wahrnehmung

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1
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Wie definiert die Biologie den Begriff „Wahrnehmung“?

Als den Vorgang, bei dem Reize aus der Umwelt mithilfe der Sinnesorgane aufgenommen und verarbeitet werden.

2
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Was ist der Unterschied zwischen Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung?

Fremdwahrnehmung ist die Wahrnehmung durch andere, während Selbstwahrnehmung die Wahrnehmung des eigenen Körpers oder der eigenen Person ist.

3
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Welche zwei Sinne gehören zu den chemischen Sinnen?

Die olfaktorische Wahrnehmung (Riechen) und die gustatorische Wahrnehmung (Schmecken).

4
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Wodurch werden bei chemischen Sinnen elektrische Impulse ausgelöst?

Durch Moleküle, die an Rezeptoren andocken.

5
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Welche vier Sinne gehören zu den physikalischen Sinnen?

Die visuelle (Sehen), auditive (Hören), taktile (Fühlen) und vestibuläre Wahrnehmung (Gleichgewicht).

6
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Wodurch werden bei physikalischen Sinnen elektrische Impulse ausgelöst?

Durch Druck- oder Temperaturänderungen oder durch Licht.

7
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Was versteht man unter Nozizeption?

Die Wahrnehmung von Schmerzen.

8
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Welche drei Arten von Reizen können Nozizeption (Schmerzwahrnehmung) auslösen?

Mechanische, thermische und chemische Reize.

9
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Nennen Sie den ersten Schritt im physiologischen Wahrnehmungsprozess.

Reize werden vom Sinnesorgan aufgenommen, in elektrische Nervenimpulse umgewandelt und verstärkt.

10
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Was geschieht im zweiten Schritt des physiologischen Wahrnehmungsprozesses nach der Reizaufnahme?

Die Nervenimpulse werden an das entsprechende Zentrum im Gehirn weitergeleitet.

11
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Was passiert im Gehirn, nachdem die Nervenimpulse dort angekommen sind (Schritt 3 des Wahrnehmungsprozesses)?

Die ankommenden Reize werden sortiert und mit gespeicherten Mustern aus der Erinnerung verglichen.

12
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Wohin können Reize nach der ersten Verarbeitung im Gehirn weitergeleitet werden, um Gefühle auszulösen (Schritt 4)?

An andere Zentren des Gehirns, wie zum Beispiel das limbische System.

13
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Was ist der letzte Schritt des Wahrnehmungsprozesses, der auf die Reizverarbeitung folgt?

Es entstehen Reaktionen, z.B. Gefühle wie Ekel oder Angst.

14
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Warum filtert das Gehirn Informationen und lässt nur einen Bruchteil ins Bewusstsein gelangen?

Um eine Reizüberflutung zu verhindern.

15
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Welcher psychologische Prozess der Wahrnehmung beschreibt das Ausblenden bestimmter Reize zugunsten anderer?

Die Selektion (selektive Wahrnehmung).

16
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Was bedeutet der psychologische Prozess der „Ergänzung und Strukturierung“ bei der Wahrnehmung?

Das Gehirn füllt Wahrnehmungslücken automatisch mit Vertrautem aus und setzt Einzelinformationen zu einem Gesamtbild zusammen.

17
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Welchen Zweck hat die „Interpretation“ als psychologischer Prozess der Wahrnehmung?

Sie wertet Wahrnehmungen hinsichtlich ihrer Bedeutung aus, damit man weiß, wie man angemessen reagieren muss.

18
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Was ist der „Gewöhnungseffekt“ als körperlicher Einflussfaktor der Wahrnehmung?

Man gewöhnt sich an einen Reiz (z.B. Parfumduft) und nimmt ihn nach einer Weile nicht mehr wahr.

19
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Was versteht man unter der „Wahrnehmungsschwelle“?

Die Intensität, ab der ein Reiz wahrgenommen wird, die individuell sowie alters- und tageszeitabhängig ist.

20
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Nennen Sie einen psychischen Einflussfaktor auf die Wahrnehmung.

Interessen, Motivation, Emotionen, Bedürfnisse, Erfahrungen, Werte oder die soziale Situation.

21
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Was ist der Rosenthal-Effekt?

Ein Wahrnehmungsfehler, bei dem man sich durch das Urteil anderer in seiner eigenen Beobachtung beeinflussen lässt.

22
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Definieren Sie den Halo- oder Hofeffekt.

Eine Eigenschaft, die dem Wahrnehmenden besonders wichtig ist, überblendet alle anderen Eigenschaften einer Person.

23
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Was beschreibt der Wahrnehmungsfehler „Vorabinformation“?

Die Beeinflussung der eigenen Wahrnehmung durch vorab erhaltene Informationen.

24
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Was versteht man unter dem Kontrastfehler in der Wahrnehmung?

Etwas wird im Vergleich zu etwas anderem überdeutlich wahrgenommen (z.B. eine Person wirkt dicker neben einer sehr dünnen Person).

25
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Was sind „Stereotype“ als Wahrnehmungsfehler?

Die Zuordnung ähnlicher Eigenschaften bei Mitgliedern bestimmter Gruppen.

26
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Was ist der Milde-Effekt?

Ein Wahrnehmungsfehler, bei dem die Beobachtung durch Sympathie für eine Person positiv beeinflusst wird.

27
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Was beschreibt der „Effekt der zentralen Tendenz“?

Die Tendenz, bei wenig Fachwissen im mittleren Bereich zu bewerten, um keine Fehler zu machen.

28
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Welche zwei Maßnahmen sind wichtig, um Wahrnehmungsfehlern entgegenzuwirken?

Sich selbst ein Bild zu machen und die eigene Wahrnehmung zu reflektieren.

29
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Wie wird „Beobachtung“ im pflegerischen Kontext definiert?

Als die zielgerichtete und systematische Wahrnehmung eines Vorgangs oder Umstands, um diesen genau zu erfassen.

30
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Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Wahrnehmung und Beobachtung?

Wahrnehmung ist eher unbewusst und unsystematisch, während Beobachtung bewusst, geplant, zielgerichtet und systematisch ist.

31
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Definieren Sie den Begriff „Patientenbeobachtung“.

Auf Grundlage von Fachwissen den körperlichen und psychischen Zustand des Patienten sowie sein Umfeld gezielt wahrzunehmen und einzuordnen.

32
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Was ist die zentrale Bedeutung der Patientenbeobachtung für den Pflegeprozess?

Sie ist die Grundlage, um Pflegeprobleme und Ressourcen einzuschätzen und den Pflegeprozess zu planen.

33
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Nennen Sie zwei Hauptziele der Patientenbeobachtung.

Zustand erkennen, Pflege planen, Sicherheit fördern oder Pflege und Therapie evaluieren.

34
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Ein Ziel der Patientenbeobachtung ist die Evaluation. Was wird dabei überprüft?

Die Wirksamkeit von Therapien und pflegerischen Maßnahmen.

35
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Welche Art von Wissen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine kompetente Patientenbeobachtung?

Ein gutes und fundiertes theoretisches Fachwissen zu Pflege, Medizin, Psychologie etc.

36
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Was ist eine „objektive Beobachtung“?

Die Gewinnung von Informationen oder Daten, die messbar, überprüfbar und vergleichbar sind.

37
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Nennen Sie zwei Beispiele für objektive Beobachtungskriterien.

Gewicht, Blutdruck, Körpertemperatur oder die Menge der Urinausscheidung.

38
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Was ist eine „subjektive Beobachtung“?

Die Gewinnung von Informationen aus dem Blickwinkel eines Beobachters.

39
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Nennen Sie zwei Beispiele für subjektive Beobachtungskriterien.

Die Gefühlslage, die Schmerzsituation, Übelkeit oder Angst.

40
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Wie können subjektive Beobachtungen objektiviert werden?

Mithilfe von Assessmentinstrumenten bzw. Skalen (z.B. Schmerzskala).

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Warum ist die Beobachtung des psychischen Befindens besonders schwierig?

Weil es keine eindeutigen Parameter und keine festen Richt- oder Vergleichswerte gibt.

42
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Was sollte beim Dokumentieren des psychischen Befindens unbedingt unterschieden werden?

Es muss zwischen der reinen Wahrnehmung (was man sieht/hört) und der eigenen Interpretation unterschieden werden.

43
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Nennen Sie zwei Beispiele für Messinstrumente, die zur Objektivierung von Beobachtungen dienen.

Thermometer, Blutdruckmessgerät, Waage, Stoppuhr oder Maßband.

44
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Was sind Skalen oder Assessmentinstrumente im Kontext der Patientenbeobachtung?

Hilfsmittel, die definierte Normwerte nutzen, um Beobachtungen zu interpretieren, einzuschätzen und zu klassifizieren.

45
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Welches Assessmentinstrument wird zur Einschätzung des Risikos einer Mangelernährung verwendet?

Das Mini Nutritional Assessment (MNA).

46
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Nennen Sie zwei Beispiele für spezielle Beobachtungsbögen, die in der Pflege verwendet werden.

Vitalwerteprotokoll, Schmerzprotokoll, Ernährungsprotokoll oder Wunddokumentationsbogen.

47
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Aus welchen zwei wesentlichen Gründen ist die Dokumentation von Beobachtungen unerlässlich?

Aus rechtlichen Gründen und zur Nachvollziehbarkeit des Krankheitsverlaufs bzw. zur Überprüfung des Therapieerfolgs.

48
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Nennen Sie ein Beispiel für eine allgemeine Beobachtung des Kriteriums „Bewusstsein“.

Der Patient wirkt plötzlich verwirrt.

49
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Welche vier Vitalzeichen gehören zu den wichtigsten allgemeinen Beobachtungskriterien?

Puls, Blutdruck, Atmung und Körpertemperatur.

50
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Was gehört neben Appetit und Durst zum Beobachtungskriterium „Ernährungszustand“?

Das Vorhandensein von Übelkeit.

51
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Welche fünf Arten von Ausscheidungen sind wichtige Beobachtungskriterien?

Stuhl, Urin, Erbrechen, Schweiß und Sputum.

52
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Nennen Sie zwei pflegerelevante Aspekte, die systematisch beobachtet werden.

Mobilisation und Positionierung, Schlafverhalten oder Compliance.

53
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Was versteht man unter dem Beobachtungskriterium „Compliance“?

Die Mitwirkung bzw. Bereitschaft des Patienten bei der Therapie.

54
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Welche zwei pflegerischen Modelle können zur systematischen und ganzheitlichen Beobachtung herangezogen werden?

Die ABEDLs nach Monika Krohwinkel oder die ATLs nach Liliane Juchli.

55
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Die Psychologie versteht Wahrnehmung als einen individuellen Prozess, der von _ Kriterien beeinflusst wird.

subjektiven

56
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Eine kompetente Patientenbeobachtung ist die Grundlage zur Erkennung drohender _.

Komplikationen

57
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Nennen Sie die fünf Schritte der Sinneswahrnehmung laut der Präsentation.

Reizaufnahme, Weiterleitung, Verarbeitung, Gefühlsreaktion und Reaktion.

58
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Die Phase der „Verarbeitung“ im Wahrnehmungsprozess beinhaltet die Reizerkennung und den Vergleich mit _.

Erinnerungen

59
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Nennen Sie die vier übergeordneten Ziele der Patientenbeobachtung gemäß der Präsentation.

  1. Zustand erfassen, 2. Pflege gezielt planen, 3. Sicherheit und Wohlbefinden fördern, 4. Pflege und Therapie evaluieren.
60
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Welche drei Bereiche umfasst die systematische Patientenbeobachtung?

Den körperlichen Zustand, den psychischen Zustand und das Umfeld des Patienten.

61
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Was ist ein Beispiel für eine systematische Beobachtung nach einer Operation?

Die halbstündliche Kontrolle der Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Atmung).

62
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Was ist ein Beispiel für eine gezielte Beobachtung bei bettlägerigen Personen?

Die Kontrolle der Haut auf Druckstellen, Hautfarbe und Temperatur.

63
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Wozu dienen Teambesprechungen im Kontext der Patientenbeobachtung?

Um einzelne Beobachtungen gemeinsam zu besprechen und zu interpretieren, um ein vollständigeres Bild zu erhalten.

64
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Welcher Sinn ist als erster bereits vor der Geburt ausgeprägt?

Der Berührungssinn (taktile Wahrnehmung).