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17. Juni 1953 (DDR):
Volksaufstand gegen Normerhöhung und SED-Diktatur.
Juni 1953 Folge
Blutige Niederschlagung durch sowjetische Panzer. Erkenntnis: Das Regime hält sich nur durch Moskau an der Macht.
Mauerbau (1961):
Die ultimative Reaktion auf die „Republikflucht“ (Massenauswanderung von Fachkräften). Das System stabilisiert sich durch physische Einschließung.
Prager Frühling (1968)
Versuch eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ (Dubček)
Prager Frühling Folge
Einmarsch des Warschauer Paktes. Die Breschnew-Doktrin wird etabliert (eingeschränkte Souveränität der Satellitenstaaten).
Wiederbewaffnung (1950er):
Heftige Proteste in der BRD („Ohne mich“), scheitern jedoch am Sicherheitsbedürfnis des Kalten Krieges.
68er-Bewegung:
Protest gegen verkrustete Strukturen, die NS-Vergangenheit der Eltern und den Vietnamkrieg.
Wertewandel:
Übergang von Pflicht- und Appellwerten (Gehorsam, Disziplin) zu Selbstentfaltungswerten (Emanzipation, Individualismus).
Bewertung: ost und west protest
Während im Westen Proteste langfristig zu einer Liberalisierung der Gesellschaft führten, vertiefte die gewaltsame Unterdrückung im Osten die Kluft zwischen Volk und Führung (Legitimitätskrise).
Friedliche Koexistenz
Chruschtschow (UdSSR)
Systemwettbewerb ohne Krieg; Anerkennung des Status Quo.
Kennedy-Impuls
USA
„Strategy of Peace“; Dialog trotz Mauerbau.
Neue Ostpolitik
Brandt/Bahr (BRD)
„Wandel durch Annäherung“; Anerkennung der Grenzen (Ostverträge), um Erleichterungen für Menschen zu erreichen.
Helsinki-Prozess
KSZE (1975)
Anerkennung der Grenzen ABER Verpflichtung auf Menschenrechte (Korb III).
Bewertung: Entspannungspolitik
Die Entspannungspolitik stabilisierte die Lage oberflächlich, säte aber im Osten den Keim des Untergangs, da sich Bürgerrechtler nun auf die unterschriebenen Menschenrechte (Helsinki) berufen konnten.
West: „Mehr Demokratie wagen“
Willy Brandts Motto von 1969 führte zu einer Pluralisierung.
Neue Soziale Bewegungen: Frauenbewegung, Umweltbewegung (Anti-Atomkraft), Friedensbewegung.
Emanzipation: Abbau von Hierarchien in Schule, Uni und Familie.
Ost: Dissidentenbewegung
Charta 77 (CSSR): Intellektuelle (wie Václav Havel) fordern die Einhaltung der Menschenrechte ein.
Dissidenten: Mutige Einzelne, die trotz Haft und Überwachung Kritik üben. Sie bilden das moralische Rückgrat für 1989.
Strukturwandel & Innovationsdefizit:
Während der Westen auf Mikroelektronik umstellt, bleibt der Osten im Schwerindustrie-Modus hängen.
Staatsverschuldung & Versorgungskrise:
„Mangelwirtschaft“ führt zu Frust in der Bevölkerung.
Rüstungswettlauf:
Reagan (USA) „rüstet die UdSSR zu Tode“ (SDI-Programm).
Gorbatschow (ab 1985):
Glasnost (Offenheit): Redefreiheit.
Perestroika (Umbau): Wirtschaftliche Lockerung.
Sinatra-Doktrin: „I did it my way“ – Die Satellitenstaaten dürfen ihren Weg nun selbst wählen (Ende der Breschnew-Doktrin).
Dynamik von unten:
Solidarność in Polen, Friedliche Revolution in der DDR (Montagsdemos), Massenflucht über Ungarn.
Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion:
Die D-Mark kommt über Nacht. Schocktherapie für die marode DDR-Wirtschaft.
Zwei-Plus-Vier-Vertrag:
Außenpolitischer Durchbruch; die Siegermächte stimmen der Souveränität des vereinten Deutschlands zu.
Folge: de die einheit
„Transformationsgesellschaft“ mit hohen Arbeitslosenzahlen im Osten, aber auch modernisierter Infrastruktur.
Zusammenbruch 1991:
Zerfall in Nationalstaaten.
Aufstieg der Oligarchen:
In der Phase der wilden Privatisierung sichern sich Wenige den staatlichen Rohstoffbesitz.
Systemwechsel:
Von der kommunistischen Diktatur über eine kurze demokratische Phase (Jelzin) hin zu autoritären Strukturen (Putin).