Pädagogik Aggression und Gewalt

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1
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Definieren Sie den Begriff „Aggression“
Intention, jemandem Schaden oder Schmerz zuzufügen- unabhängig vom Ergebnis.
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Welche Aspekte können bei der Einordung von Aggression eine Rolle spielen? Nennen Sie vier Aspekte / Dimensionen
* körperlich vs verbal
* Direkt vs indirekt
* Motive des Täters
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Erläutern Sie drei evolutionstheoretische Argumentationen zur Aggression.
Freud sagte, dass die Aggression zum Todestrieb (Thanatos) gehört und das Gegenstück zum Lebenstrieb (Eros) ist. Er sagte also, dass die Aggression ein Trieb ist und somit normal.

Auch Konrad Lorenz nahm an, dass Aggression zum instinktiven Verhaltensrepertoire gehört und zum Überleben notwendig sei.

Eine andere Argumentation besagt, dass die Aggression zum Schutz der eigenen Gene fungiert und bei der Weibchensuche hilft.
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Nennen und erläutern Sie zwei Gründe für die höhere Aggressivität von Männern im Vergleich zu Frauen
Männer haben einen höheren Anteil an Testosteron in sich als Frauen, was statistisch signifikant mit Aggression zusammenhängt.

Männer fühlen sich auch eher angegriffen als Frauen und reagieren mit Aggression um sich zu verteidigen.
5
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Was beinhaltet die Frustrations-Aggressions-Theorie ? In welcher Form ist sie heute in der Wissenschaft akzeptiert? Wie würden Sie das in der Kindererziehung umsetzen?
Es wurde angenommen, dass jede Frustration zu einer Aggression führt und, dass jeder Aggression eine Frustration vorausgeht. Es wird dabei angenommen, dass wir frustriert sind, wenn wir ein Ziel nicht erreichen, das wir uns vogenommen haben. Katharsis-Hypothese.

Heute wird akzeptiert, dass Frustration eine Rolle in Aggression spielt, jedoch nicht immer Frustartion zu starker Aggression folgt, da auch die Erwartungen eine große Rolle spielen. Außerdem gibt es auch Aggression ohne Frustration.

Kindern sollte nicht zu viel geholfen werde, damit sie auch an Misserfolge gewöhnt sind und nicht später bei diesen aggressiv und unsicher werden.
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Was bedeutet die Theorie aggressiver Hinweisreize? Wie würden Sie deren Aussagen gesellschaftspolitisch umsetzen? Welche Mechanismen führen auf Seiten der wahrnehmenden Personen dazu, dass entsprechende Hinweisreize häufig nicht in Aggression münden?
Personen haben eher eine aggressive Reaktion bei vorliegender Frustration, wenn aggressive Hinweisreize vorliegen. Diese sind aggressionsförderliche Umweltbedingungen wie Personen oder Gegenstände. Ob es in Aggression endet hängt von Zielsubstitution (ziel ändern) und Reaktionssubstitution (lieber laufen gehen) ab.

Aggressionsfördernde Hinweisreize sollten im Alltag vermieden werden (Waffengesetze).
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Nennen und erläutern Sie lerntheoretische Begründungen für aggressives Verhalten
Modell-Lernen: das Verhalten von erfolgreichen, ähnlichen Personen wird imitiert. Wenn dieses Verhalten aggressives Verhalten ist passiert dies auch.

Erregungs-Übertragungs-Theorie: Erregung aus einer Situation, in der sie entsteht, auf andere Situation übertragen werden

Operantes Konditionieren: durch Verstärkung kann es wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher werden
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Was spricht dafür, dass Gewalt in den Medien die Aggressivität der Zuschauenden steigern könnte?
Modell-Lernen: das Modell wird imitiert, passiert eher wenn das Modell als ähnlich zu einem empfunden wird.

Desensibilisierung: Abstand zu Gewalthandlungen wird geringer
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Was sind Gründe für Gewalt in Familien?
* Stress wird in der Familie entladen, Frustration und Aggression entstehen
* Häufige Interaktion der Familienmitglieder
* Negative gegenseitige Abhängigkeit möglich
* Wissen Stärken und Schwächen
* Subjektiv wahrgenommenes Recht Verhalten, Meinungen und Wertvorstellungen beeinflussen zu dürfen

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Definieren Sie „Mobbing“
Eine Person wird drangsaliert, wenn er oder sie wiederholt und über eine gewisse Zeit hinweg zum Gegenstand negativer Handlungen durch eine oder mehrere andere Personen wird.
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Wie kann man Mobbing präventiv begegnen?
Regeln

Wahrnehmung/ Sensibilisierung

Alternative Ziele
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Was sind die „vier Seiten einer Nachricht" nach Schulz von Thun (bitte nennen und erläutern)? Wie tragen Sie zu Konflikten (und deren Lösung) bei?
* Selbstoffenbarung: was von einem selbst preisgegeben wird
* Sachinhalt: worüber informiert wird
* Appel: was erreicht werden soll
* Beziehung: wie man zueinander steht, Machtverhältnis

Die Qualität der Kommunikation wird durch Sender und Empfänger beeinflusst. Wenn es Unklarheiten bei einzelnen Seiten gibt, kann es zu einem Konflikt führen. Zur Lösung trägt es bei, da man somit versucht die andere Person besser zu verstehen und mit dem Appell sieht, was man an sich selbst ändern sollte.
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Was sollten Sie bei einem Eingreifen in einen Konflikt beachten? Nennen und erläutern Sie fünf Aspekte.
Regeln klarstellen: ich-Botschaft

Einzelgespräche: um alle Perspektiven zu erfahren

Neutralität: nicht eigene Meinung einfließen lassen

Empathiefähigkeit: in die Positionen hineinversetzen können

Aktives zuhören: nachfragen, nicht desinteressiert wirken