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was war der status von frauen in der judischen gesellschaft im 17. jahrhundert?
der man war der brotverdiener und die frau macht die hausarbeit und erzieht die kinder. Frauen konnten trotzdem arbeiten, wenn sie Geld brauchten. Gluckels Großmutter war zum Beispiel Schneiderin. Dass Frauen andere Rollen in der Gesellschaft einnehmen, ist häufiger der Fall, als viele glauben.
können wir gluckel als ein frühes beispiel von einer frau, die eigenstandig ist, in einer patriarchalischen gesellschaft verstehen?
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits folgt sie traditionellen Geschlechterrollen und zieht 14 Kinder groß. Sie überlässt es ihrem zweiten Ehemann, sich um das Geschäft zu kümmern – und es in den Ruin zu treiben. Andererseits hat sie erfolgreich ihr eigenes Unternehmen geführt und zudem ein Sockengeschäft eröffnet. Außerdem reiste sie allein, um Geschäfte zu tätigen. Sie ist keine Feministin im herkömmlichen Sinne, doch sie ebnet den Weg für große Feministinnen wie Bertha Pappenheim.
wie reflektieren gluckels entscheidungen während ihres lebens die verwandlung ihrer sozialen rolle
Ihre Entscheidung, elf Jahre lang unverheiratet zu bleiben, wirkte sich auf ihre gesellschaftliche Rolle aus. Sie widmete ihre Zeit dem Engagement für die Gemeinschaft, indem sie ein Sockengeschäft eröffnete und Ehen für ihre Kinder arrangierte. Als sie ihren zweiten Ehemann heiratete, führte dies in den Bankrott, und sie war auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen. Das wollte sie nicht, da sie unabhängig sein wollte und das Gefühl hatte, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Dies verdeutlicht, wie sich die Rolle der Frauen verändert, wenn sie kein Geld haben oder von ihrem Ehemann abhängig sind
wie beschreibt sie die “krise” des betriebs nach dem tod ihres zweiten mannes in ihren memoiren und welche lösungen findet sie
Gluckel gelang es, die Schulden ihres ersten Mannes in Höhe von 20.000 Reichstalern innerhalb eines Jahres zu tilgen, indem sie Waren auf Auktionen verkaufte und dabei einen Gewinn erzielte. Auch die Schulden ihres zweiten Mannes beglich sie. Frauen waren meist auf den häuslichen Bereich beschränkt, doch sie musste aus der Not heraus in die Wirtschaftswelt eintreten und stellte damit die Vorstellung in Frage, dass Frauen passiv seien.
zu welchem maße hatten frauen entscheidungsgewalt in ihrem privatleben?
Einerseits hatten Frauen nicht viel Wahl. Gluckel zum Beispiel wurde im Alter von 12 Jahren verlobt. Zu ihrem Glück mochte sie ihren Ehemann, aber das war nicht immer der Fall. Dies zeigt, dass Frauen oft den Wünschen ihrer Väter unterworfen waren und lediglich passive Beobachterinnen waren. Andererseits blieb Gluckel, als sie Witwe wurde, elf Jahre lang unverheiratet und durfte sich ihren Ehemann aussuchen, was ihre Eigenständigkeit unterstreicht. Man könnte jedoch argumentieren, dass sie dies aus finanzieller Not und gesellschaftlichem Druck tat und nicht wirklich aus freiem. (jewish women couldnt study torah but still educated better than christian women)
warum schreib bertha eine übersetzung von gluckels memoiren
Ich bin der Ansicht, dass es dafür zwei Hauptgründe gibt. Der erste ist, dass sie ihre Familiengeschichte bewahren wollte. Sie wollte künftigen Generationen vermitteln, woher sie stammen. Der zweite Grund ist, die Stärke der Frauen hervorzuheben. Gluckel führte in einer von Männern dominierten Gesellschaft geschäftliche Angelegenheiten. Außerdem übersetzte sie Mary Wollstonecrafts „Eine Verteidigung der Rechte der Frauen“, was dies zusätzlich belegt. Dies steht im Einklang mit Pappenheims feministischen Idealen und ihrem Interesse, die Unabhängigkeit der Frauen zu zeigen.
an welchen politischen aktivitaten war sie (bertha) beteiligt?
Sie war die Gründerin der Liga jüdischer Frauen (die Frauen durch soziale Reformen unterstützte, z. B. im Kampf gegen den Sexhandel, und sich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzte). Dies spiegelt feministische Überlegungen zur Rolle jüdischer Frauen wider. Es zeigt einen dramatischen Wandel, da Frauen nun als Triebkräfte des Wandels auftreten können. Pappenheim verdeutlicht den Weg der Stärkung der Frauen.
welche rolle spielte sie in den betrieben ihrer männer
Sie traf strategische Entscheidungen in Bezug auf Preise und den Verkauf von Waren. Die letzten Worte ihres ersten Mannes auf dem Sterbebett lauteten: „Meine Frau weiß alles – lasst sie so weitermachen wie bisher.“ Dies zeigt, dass es damals durchaus akzeptiert war, dass Frauen die Kontrolle über geschäftliche Angelegenheiten hatten, zumal sie das Unternehmen in den folgenden elf Jahren gut führte – besser als ihr Mann es getan hatte.
wie sahr ihr erster mann die autonomie von frauen
Er hatte großen Respekt vor Gluckel. Bevor er eine wichtige Entscheidung traf, holte er stets ihren Rat ein. Dies zeigt, dass Frauen im öffentlichen wie im privaten Leben manchmal respektiert wurden und über mehr Eigenständigkeit verfügten, als ursprünglich angenommen. Da Gluckel und Chaim jedoch schon in jungen Jahren verlobt waren, bedeutet dies, dass sie zusammen aufgewachsen sind und er sie möglicherweise mehr respektierte als eine andere Frau. Es handelt sich also nicht um ein typisches Beispiel für die Sichtweise von Männern auf Frauen.