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Was versteht man unter Pädagogik?
Alle Formen des praktischen Erziehungsgeschehen und die wissenschaftliche Erhellung der Erziehungswirklichkeit.
Was versteht man unter Erziehungswissenschaft?
sie bezeichnet die wissenschaftliche Erhellung des Gegenstandsbereiches Erziehung, der Erziehungswirklichkeit
Womit beschäftigt sich die Pädagogik? (mit Beispielen)
Sie beschäftigt sich mit der Erziehungswirklichkeit: also die Vorstellungen über Erziehung, Beziehung zwischen Erzieher und zu Erziehendem, Ziele und Handlungen der Erziehung, Voraussetzungen und Bedingungen der Erziehung und Einrichtung der Erziehung.
Welchen Bedingungen ist die Erziehung ausgesetzt?
Persönlichkeitseigenschaften und Umwelteinflüsse der Erzieher und zu Erziehenden, Lernsituation, Umwelt und gesellschaftliche Ansprüche.
Wo liegen die Grenzen der Erziehbarkeit?
Da die Erziehung mit der Umwelt verflochten ist, ist die Erziehung nur bedingt plan- und steuerbar. Der Erzieher kann zwar Dinge so formen, dass sie seinen Absichten entsprechen, jedoch muss der Erzieher akzeptieren, dass mit der Erziehung nicht alles machbar ist.
Was versteht man unter ,,Lernen''?
Der Ewerb neuer bzw. Änderung bestehender Verhaltens- und Erlebensweisen als Folge auf Erfahrungen und Übung bzw. Auseinandersetzung mit bestimmten Umweltsituationen. Es umfasst auch die Speicherung und Verarbeitung von Informationen
Was meint man mit Erziehung?
Erziehung ist die soziale Interaktion zwischen Menschen, bei der ein Erwachsener planvoll und zielgerichtet versucht, bei einem Kind unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und der persönlichen Eigenart des Kindes erwünschtes Verhalten, ein sogenannter Sollzustand, zu entfalten oder zu stärken.
Was sind die wesentlichen Merkmale von Erziehung?
Es ist eine wechselseitige Beeinflussung, ein Austausch von Informationen, eine beabsichtigte Lernhilfe und ein soziales Handeln
Kann man auf Autorität in der Erziehung verzichten?
Nein, Macht und Einfluss sind entweder vornherein gegeben und müssen erhalten oder neu erworben werden, wenn der Erzieher mit zielgerichteten Handlungen das Verhalten und Erleben des zu Erziehenden dauerhaft ändern will.
Was bedeutet Autorität in der Erziehung?
Autorität bedeutet das Innehaben von sozialer Macht und sozialem Einfluss über eine oder mehrere Personen
Erläutern sie diese These ,, Der Mensch, ein Gehirnwesen'' und stellen sie dar, welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Die Naturwissenschaften bezeichnen den Menschen als Gehirnwesen, da er zu komplexen Informationsverarbeitungs- und -speicherprozesse möglich ist.
Babys kommen mit einem Überschuss an Neuronen zur Welt. Sofort nach der Geburt verändert sich dann das Gehirn und es bilden sich fast explosionsartig neue Kontaktstellen, auch Synapsen genannt. Diese verknüpfen die Nervenzellen miteinander, was das Lernen ermöglicht. Je mehr Verbindungen desto dicker werden die Faserbündel und je dicker diese sind, desto schneller werden Informationen weitergeleitet. Nur die richtig und erfolgreich verknüpften Nervenzellen bleiben bestehen, während die anderen wieder verloren gehen.
Die Entstehung solcher Verknüpfungen hängt der emotionalen Grundversorgung des Kindes ab, sowie von den Erfahrung, die das Kind macht. Finden diese nicht statt, so kann das Gehirn sich nicht abbilden, was bedeutet, die Nervenzellenverbindungen müssen genutzt werden, damit sie sich festigen.
Am meisten Verbindungen werden in den ersten 3 Lebensjahren gebildet. Die Verknüpfungen, die nicht gebraucht werden, werden wieder abgebaut. Das nennt man ''Pruning'' und damit gemeint ist einfach, dass sich unser Gehirn im Laufe des Lebens ganz unterschiedlich verändert.
Schlechte Erfahrungen v.A. aus der Kindheit können das Gehirn beeinträchtigen, da sich die Erfahrungen nachhaltig auf die Verschaltungen der Neuronen auswirken.
-> Aufgrund von der Hirnstruktur sind Menschen extrem lernfähig und erziehbar
-> Die Funktionen des Gehirns benötigt Anregung und Lernhilfe seitens der Umwelt (Lern- und Erziehungsbedürftig)
Bestimmen sie den Begriff ,,Instinkt'' und beurteilen sie, ob die Aussage ,, Wenn mein Instinkt mir sagt, das ist falsch, dann mache ich es auch nicht.'' richtig verwendet wurde.
Instinkt: Das ist eine ererbte Verhaltensweise, die durch entsprechende Reize, sogenannte Schlüsselreize, ausgelöst werden und stets gleichförmig und automatisch ablaufen. In der Aussage ist mit ''Instinkt'' eher eine unbewusste Ahnung gemeint, die automatisch zu einem richtigen Verhalten führt und ist demnach kein Instinkt!
Erläutern sie an Beispielen, was gemeint ist, wenn man den Menschen als ,, ein instinktreduziertes und weltoffenes Wesen'' bezeichnet. stellen sie dar, welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Der Mensch verfügt nur noch über Instinktreste, die ihm nicht dabei helfen, sich in seiner Umwelt zurecht zu finden. Da er aber sozusagen vom Zwang der Natur befreit ist, gibt es ihm die Freiheit, zwischen mehreren Verhaltensweisen zu wählen, überlegte Entscheidungen zu treffen und produktive Lösungen zu finden. Dieses nicht eingegrenztes Lebensfeld macht den Menschen zu einem weltoffenen Wesen. Die Instinkarmut führt zu extremer lernfähigkeit und erziehbarkeit. Kein Verhalten ist festgelegt und muss deshalb beigebracht werden. Er muss ausserdem das Leben in der Welt, sowie die aktive Gestaltung seiner Umwelt erlernen.
Erläutern sie, wie Arnold Gehlen die Möglichkeit und Notwendigkeit der Erziehung begründet.
Arnold Gehlen bezeichnet den Menschen als ein biologisch unspezialisiertes Mängelwesen. Der Mensch ist organisch unspezialisiert (besitzt keine natürlichen Waffen), organisch unfertig (seine Organe sind unterentwickelt) und instinktreduziert. Diese Defizite werden durch seine intellektuellen Fähigkeiten ausgegelichen, die ihm zielbewusstes und geplantes Handeln ermöglichen. Somit kann er die umgebene Natur so umgestalten, dass er überleben kann. Gehlen bezeichnet diese umgestaltete Natur als ''Kultur''. Der Mensch ist Teil dieser Kultur, da er sie selbst gestaltet hat und muss deshalb durch Institutionen kultiviert werden. Organische Defizite und Gehirnstruktur macht den Menschen lernfähig und erziehbar. Als Kulturwesen, muss der Mensch lernen sich in der Kultur zurechtzufinden. ******************
Beschreiben sie die These von Adolf Portmann ,, Der Mensch ist eine physiologische Frühgeburt''. Stellen sie dar, welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Nesthocker, wie zB Mäuse und Katzen, kommen nach kurzer Tragzeit in einem hilflosen und verschlossenen Sinnesorganen zur Welt. Nestflüchter kommen nach langer Tragzeit mit funktionsfähigen Sinnesorganen zur Welt (zB Pferde und Affen). Adolf Portmann beschreibt deshalb den Menschen, welcher nach langer Tragzeit mit funktionsfähigen Sinnesorganen aber ohne Verhaltensweisen geboren wird, als hilflosen Nestflüchter. Deren Entwicklung muss also in der Umwelt vollendet werden. Die menschliche Lebensweise muss erst erlernt werden, was ihn lern- und erziehungsbedürftig macht. ******************
,, Der Mensch, ein Wesen mit Geist und Vernunft'': stellen sie die These dar und welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Die Geistes- und Sozialwissenschaft bezeichnet den Mensch als ein geistiges Wesen, da er Bewusstsein, Verstand, Erinnerungsvermögen, Begriffssprache und Urteils- und Reflexionsvermögen hat.
Folgerung für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und der Erziehung
- Der Mensch ist aufgrund von seinem Geist und seiner Vernunft frei vom Zwang der Natur und somit Lern- und Erziehungsfähig
- Die Geistigkeit beruht auf Lernprozessen und Erziehung. Das ist die schwierigste Aufgabe der Erziehung, da das Schicksal des Menschen und seiner Kultur davon abhängt.
,, Der Mensch, ein kulturelles Wesen'': stellen sie die These dar und welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Kultur ist die umfassende Bezeichnung für das, was der Mensch im Gegensatz zur Natur selbst geschaffen hat; eine von ihm selbst geschaffene bzw. veränderte Welt. Der Mensch isst Erzeuger der Kultur, sowie Teil dieser Kultur, da er sie selbst geschaffen hat. (Kultur Produkt des Menschen, Mensch Produkt der Kultur).
-> Um in der Kultur zu leben, muss der Mensch die Lebensweise erlernen( Sprache, Denken, Lesen und Schreiben, Wertbewusstsein und Moralvorstellungen)
-> auch die Fähigkeit zur produktiven Neufschaffung muss beigebracht werden (Kreativität, Produktivität, Engagement und Verantwortungsbewusstsein)
,, Bestimmt der MEnsch die Kultur oder wird er von der Kultur bestimmt?'' Erörtern sie diese Frage unter Berücksichtigung von anthropologischen Aussagen.
Der Mensch schafft seine Kultur selbst. Er ist also aktiver Erzeuger dieser neuen Welt, bzw Kultur. Als Erzeuger wird er wiederrum selbst Teil derer und ist somit auch Erzeugnis der Kultur. Sie bestimmen sich gegenseitig. In eine bestimmte Kultur geboren zu sein, prägt den Ausgangspunkt, aber der Mensch beeinflusst auch die Kultur, sonst wären wir im Vergleich zu früher nicht so weit entwickelt.
Beschreiben sie die These ,,Der Mensch, ein soziales Wesen'' und stellen sie dar, welche Folgerungen sich aus dieser These für die Möglichkeit und Notwendigkeit des Lernens und Erziehung ergeben.
Der Mensch ist ein soziales wesen: seine Daseinsform ist das Zusammenleben, welches sich in verschiedenen Gruppen und Einrichtungen wie Familie, Schule, Betrieb, usw. vollzieht und durch Verhaltensvorschriften geregelt wird. Ein Vorstoss gegen diese Regel kann den einzelnen mit sich selbst und anderen in Schwierigkeiten bringen bzw. Störungen in der menschlichen Existenz nach sich ziehen. Um mit anderen Menschen zusammenleben zu können, müssen über Erziehung die für Verhaltensregeln erlernt werden. Neben der Anpassung an bestehende soziale Spielregeln und soziale Lebensformen soll Erziehung zur Neuerung und Veränderung von sozialen Verhältnissen befähigen.
Erläutern sie das Verständnis von ,,Erziehung als soziale Interaktion'' an einem Beispiel aus Ihrer eigenen Erziehung
Da es bei der Erziehung immer mind. 2 Personen haben muss, ein Erzieher, der bestimmte Lernprozesse bei dem zu Erziehendem herbeiführen , auslösen bzw. unterstützen will und ein Erzieher, der diese Lernprozesse vollbringen muss. Somit ist es eine gegenseitige Beeinflussung, was als soziale Interaktion gesehen wird: Erzieher und zu Erziehende agieren und reagieren ständig aufeinander, beeinflussen sich gegenseitig. Der Prozess der Erziehung bezieht sich sowohl den zu Erziehenden als auch den Erzieher selbst.
Beschrieben sie Erziehung als einen Prozess symbolisch vermittelter Interaktion, in welchem wechselseitig Bedeutung ausgetauscht wird.
''Soziale Kommunikation ist derjenige teil einer sozialen Interaktion, in welchem Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen vermittelt, aufgenommen und ausgetauscht wird'', also selbst wenn Erzieher und zu Erziehender nicht miteinander sprechen, werden dennoch Informationen ausgetauscht. Nach symbolischen Interaktionismus erfolgt der Informationsaustausch zwischen Menschen mithilfe von Symbolen, die für alle an der Kommunkation Beteiligten die gleiche Bedeutung haben. Bsp. Eine Mutter, die ein grimmiges Gesicht macht, vermittelt ihrem Kind bereits ohne Worte, was es tun soll, nämlich mit dem Schlagen auf den Kochtopf aufzuhöron. Für das Kind ist klar, was die Mutter will. Das Kind legt den Kochlöffel weg und teil so seiner Mutter mit, dass es aufhört, Krach zu machen. Durch das Umdrehen und Weggehen der Mutter teil sie ihrem Kind mit, dass jetzt alles wieder in Ordnung ist.
Erläutern sie das Verständnis von ,,Erziehung als beabsichtigte Lernhilfe'' an einem Beispiel aus Ihrer eigenen Erziehung
In der Erziehung verfolgt der Erzieher ein Ziel. Dessen Ziel ist es, den zu Erziehenden von einem Istzustand in einen Sollzustand zu bringen. Er vollbringt also gewisse Handlungen, die den zu Erziehenden relativ dauerhaft verändern sollte. Sobald der Erzieher kein Ziel vor Augen mehr hat, besteht keine Bedürftigkeit, auf den zu Erziehenden Einfluss zu nehmen. Erziehung ist also ohne Erziehungsziel undenkbar.
Beschreiben sie an einer Erziehungssituation in einer pädagogischen Institution z.B Schule, Heim etc. die Zielgerichtetheit der Erziehung.
Erzieher findet den zu erziehendem in einem "Istzustand" vor.
(Z.B. Kind kann noch nicht laufen; ist noch nicht selbstständig..)
Erzieher hat einen "Sollzustand" vor Augen
(Z.B. Kind soll laufen lernen und selbstständig werden.)
Aufgabe Erzieher: durch bestimmte Handlungen das Verhalten und Erleben des zu Erziehenden relativ dauerhaft zu ändern-> das der Istzustand ein sollzustand wird. -> Erziehung strebt stets ein Ziel an->Erziehung ist ohne Erziehungsziel undenkbar
(Z.B. lässt der Erzieher das Kind alles selbst machen was es selbst machen kann damit es selbstständig wird.)
Beschreiben sie an einer Erziehungssituation in einer pädagogischen Institution z.B Schule, Heim etc. den Begriff ''Erziehung''
Kindergarten: Ziel: Kinder auf Schule vorzubereiten.
Z.B wenn Kind Stift noch nicht richtig halten kann, dann zeigt man es ihm immer wieder bis es das kann.
Zeigen sie anhand eines Beispiels, was ,,Erziehung als soziales Handeln'' bedeutet.
Soziales Handeln: menschliche Aktivität (zwischen Erzieher und zu Erziehenden), mit welcher bewusst und überlegt eine bestimmte Absicht, ein bestimmtes Ziel verfolgt wird. ->bewusstes und überlegtes Handeln welches ein Ziel verfolgt
Z.B. Die Mutter spricht bewusst deutlich mit dem 2 Jährigen Sohn damit er deutlicher sprechen lernt.
Bestimmen Sie am Beispiel einer pädagogischen Einrichtung (z.B. Schule, Jugendzentrum..) den Begriff „Erziehung". (4.1.6)
Erziehung: ist ein soziales Handeln, welches bestimmte Lernprozesse bewusst und absichtlich herbeiführen und unterstützen will, um relativ dauerhaft Veränderungen des Verhaltens und Erlebens zu erreichen, die bestimmten Erziehungszielen entsprechen.
Schule: bringt Schülern Dinge bei, die das Verhalten und Erleben der Schülers relativ dauerhaft verändern und die den gesetzten Erziehungszielen entsprechen. Z.B müssen die Schüler innerhalb eines Jahres schreiben können und das danach ihr Leben lang.
Fallbeschreibung „Danny" -> Buch
A) Stellen Sie an diesem Beispiel „Erziehung als wechselseitige Beeinflussung" dar. (4.1.2)
B) Beschreiben Sie an diesem Beispiel „Erziehung als einen Prozess symbolisch vermittelter Interaktion" in welchem wechselseitig Bedeutung ausgetauscht wird. (4.1.3)
C)Bestimmen Sie den Begriff „Erziehung" und weisen Sie anhand der Merkmale dieses Begriffes nach, dass es sich in der Fallbeschreibung „Danny" um Erziehung handelt. (4.1.2, 4.1.5)
A) Erzieher stellten Anforderungen an Danny, Danny wiederum wollte diesen manchmal nicht Folge leisten. Woraufhin die Erzieher verschieden reagierten. Wenns brenzlig wurde schloss sich im WC ein. Die Erzieher merkten das er nach 15 Minuten von alleine wieder raus kam und sie dann mit ihm reden konnten.
B) Wenn Erzieher das Gesicht verzogen, laut wurden und mit Danny schimpften kam das bei Danny so an das er sich dachte das er kein guter Junge sei desshalb schloss er sich jeweils im WC ein. Daraufhin dachten die Erzieher das etwas nicht gut sei und sie ihm einfach Zeit lassen sollten. Was auch stimmte da er 15 min später aus dem WC kam.
C) Erziehung: ist ein soziales Handeln, welches bestimmte Lernprozesse bewusst und absichtlich herbeiführen und unterstützen will, um relativ dauerhaft Veränderungen des Verhaltens und Erlebens zu erreichen, die bestimmten Erziehungszielen entsprechen. Die Erzieher treten mit Danny in Verbindung um ihn im schulischen als auch im sozialen Bereich weiterzubringen mit dem Ziel das er später eine Lehre machen kann.
Beschreiben Sie 2 verschiedene Vorstellungen von Erziehung und stellen Sie diese gegenüber. (4.1.7)
1. Erziehung als bewusstes Einwirken: durch Erziehung auf Kind einzuwirken, damit es fähig wird, mit sich selbst zurechtzukommen sowie das kulturelle und soziale Leben bewältigen zu können.Es werden durch Handlungen bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten, Bereitschaften, Eigenschaften, Kompetenzen und dergleichen hervorgebracht.
2. Erziehung als Wachsenlassen: Mensch besitzt von Natur aus gewisse Wachstumspotentiale, die dadurch entfaltet werden, dass durch Erziehung möglichst nicht in die Entwicklung eingegriffen wird. Aufgabe Erziehung: verhüten das etwas gegen Natur des Kindes geschieht, hält lediglich schädliche Umwelteinflüsse fern damit es ungestört und natürlich wachsen und sich entfalten kann.
Bestimmen sie die Begriffe ,,Autorität'' und ,,Gehorsam'' und zeigen sie an einem Beispiel, dass Autorität und Gehorsam zwei aufeinander bezogene Begriffe sind.
Autorität: Bedeutet das Innehaben von sozialer Macht und sozialem Einfluss über eine oder mehrere Personen.
Gehorsam: bedeutet, den Willen eines anderen zu befolgen.
-Autorität, die auf Macht und Willkür beruht, fordert einen blinden Gehorsam (Man tut was der andere will, weil er es so haben möchte)
-Sachlich begründete Autorität beruht auf einsichtigem Gehorsam, bei dem man begreift, dass das, was der „Mächtigere" will, sinnvoll und notwendig ist und keiner Willkür entspringt.
Bestimmen Sie den Begriff...
a) „Enkulturation" und beschreiben Sie an einem Beispiel „Erziehung als beabsichtigte Enkulturationshilfe". (4.2.1)
b) „Sozialisation" und beschreiben Sie an einem Beispiel „Erziehung als beabsichtigte Sozialisationshilfe". (4.2.2)
c) „Personalisation" und beschreiben Sie an einem Beispiel „Erziehung als beabsichtigte Personalisationshilfe". (4.2.4)
a) Enkulturation: Das Erlernen der Kultur, den Prozess der Übernahme der jeweiligen kulturellen Lebensweise.
Z.B im Geschichtsunterricht lernen die Schüler die Geschichte ihres Landes kennen.
b) Sozialisation: das Erlernen des sozialen Verhaltens, den Prozess, in welchem der Mensch in der Gesellschaft bzw. in einer ihrer Gruppen handlungsfähig wird.
Z.B. Lehrer lernt Schüler das er ihn siezen muss und nicht duzen darf.
c) Personalisation: Der Prozess der Ausbildung des Personseins, der „Personwerdung".
Z.B. Die Eltern eines Kindes reden am Tisch ganz offen über ihre Gefühle damit wollen sie erreichen das ihr Kind über seine Gefühle sprechen kann.
willkürliche und sachlich begründete Autorität
Sachlich begründete («echte») Autorität:
- Verbreitet Einsicht und Akzeptanz der Anweisungen und Bestimmungen- Achtung vor dem Erzieher
- Vertrauen und emotionale Wärme
- = einsichtiger Gehorsam
Willkürliche Autorität:
- Begründet Recht zu bestimmten, mit seiner (sozialen) Macht
- Autorität beruht auf Zwang und persönlicher Willkür
- = blinder Gehorsam
Grundfragen Erziehiung
- Der Mensch wird erst zum Menschen gemacht -> Kulturwesen
o Ohne andere Menschen, kann ein Mensch kein gesellschaftsfähiger Mensch werden
- Nicht auf eine bestimmte Lebensform festgelegt -> organisch unspezifiziert
o Wächst er nicht in Gesellschaft auf sondern z.B. im Wald, erlernt er andere Fähigkeiten, die ihm dort mehr helfen als in der Stadt
- Menschliche Lebensweise muss erlernt werden -> soziales Wesen
o Keine sozialen Kontakte, kann es nicht lernen-
Anregungen und Lernhilfen sind für Entwicklung zwingend -> Vernunftwesen
o Gibt keine Lernhilfen oder Anregung für die Ausprägung für kognitive Fähigkeiten
o In frühen Kindheit wird über das Ausmass seiner späteren Lernfähigkeit und Erziehbarkeit bestimmt-
Der Mensch als Bindungswesen
o Mensch ist von Anfang an auf mitmenschliche Fürsorge angewieseno Benötigt stabile, dauerhafte und nicht abreissende emotionale Zuwendung
o Auf das Herstellen einer Bindung angewiesen
Aufgaben der Erziehung
Enkulturation
Erlernen der kulturellen Lebensweise. Auch die Fähigkeit zu produktivem Neuschaffen und Veränderung von kulturellen Verhältnissen.
- Z.B. Sprache, Formen der Verständigung, Gefühle und deren Ausdrucksweise, Denken, ...
Sozialisation
Erlernen der Handlungsfähigkeit in der Gesellschaft bzw. in einer ihrer Gruppen, erlernen dessozialen Verhaltens -> entsteht in Interaktion des Kindes mit seiner Umwelt
- Z.B. Soziale Werte und Normen, Einstellungen, soziale Rollen, Gewissen
Personalisation
Ausbildung des Personseins. Bezieht sich auf das Individuum mit seinen eigenen Befindlichkeiten, Gefühlen, Kräften, ... und auf seine Beziehung zur Welt
A) Bestimmen Sie die Begriffe „Bildung" und „Erziehung" (4.1.5, 4.3.1)
B) Grenzen Sie die beiden Begriffe „Erziehung" und „Bildung" voneinander ab und verdeutlichen Sie dies an einem Beispiel. (4.3.1)
A)Bildung: Der Prozess und das Ergebnis der Erschliessung der Welt für den Menschen und des Menschen für die Welt durch die aktive Auseinandersetzung des Einzelnen mit ihr.Erziehung: ist ein soziales Handeln, welches bestimmte Lernprozesse bewusst und absichtlich herbeiführen und unterstützen will, um relativ dauerhaft Veränderungen des Verhaltens und Erlebens zu erreichen, die bestimmten Erziehungszielen entsprechen.
B) z.B. Erziehung: Du gehst zum Fahrlehrer und der lernt dir Autofahren also wie funktioniert das.Bildung: Nach der Autoprüfung fährst du nun alleine und setzt dich nun alleine mit dem fahren auf der Strasse auseinander und nur mit diesen Erfahrungen wird man dann ein Autofahrer der sich in verschiedenen Verkehrssituationen entsprechend verhalten kann.
Beschrieben Sie anhand einer Erziehungssituation in einem Ihnen bekannten Lebensbereich (z.B. Familie, Schule..) das Bedingungsfeld der Erziehung. (3.3.1)
Z.B. Schule:
-Erzieher: Lehrer/in hat bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und ist zahlreichen Einflüssen wie z.B. Der Bezugsgruppe (Schüler) ausgesetzt. Zudem hat er/sie ein bestimmtes Menschenbild welches sich auf die Vorstellung der Erziehung auswirkt.
-zu Erziehender: Schüler/in ist ebenfalls Einflüssen wie Medien, Freundeskreis & Werbung ausgesetzt und bestimmt durch seine Persönlichkeitsmerkmale die Erziehung mit.-Lernsituation: Schule
-Umwelt: Regelungen, Traditionen, soziale Gegebenheiten, Wert und Normvorstellungen...
-Gesellschaftliche Ansprüche: Freundeskreis der durch politische Entscheidungen oder Meinungen Einfluss auf Erziehung nehmen können.
Beschreiben Sie am Beispiel einer pädagogischen Einrichtung (z.B. Kindergarten, Schule, Jugendzentrum) die Bedeutung von Umwelteinflüssen für die Erziehung. (3.3.2)
Z.B. Schule
Wenn die Schule z.B. In der Pause, Schlägereien duldet, lernt der Schüler, dass das okay ist. Wenn nun der Lehrer in der Schule vermittelt das Konflikte gewaltfrei gelöst werden sollen ist das nun schwer zu vermitteln. -> die Erziehung zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten ist dadurch erschwert
Zeigen Sie an 2 Beispielen auf, wie Erzieher Bedingungen der Erziehung so gestalten können, dass sie ihren Absichten entsprechen oder zumindest nicht widersprechen. (3.3.2)
-Wenn die Schule z.B. In der Pause, bei Schlägereien interveniert, lernt der Schüler das das nicht okay ist. Wenn nun der Lehrer in der Schule vermittelt das Konflikte gewaltfrei gelöst werden sollen ist das nun leichter zu vermitteln.-Regeln lernen: Es gilt die Regel das auch die Erzieher ihre Hände vor dem Essen waschen müssen und alle Erzieher halten sich daran. Das macht es leichter den Kindern zu vermitteln die Hände vor dem essen zu waschen
Erläutern Sie anhand eines Beispiels die Begrenztheit erzieherischer Einflussnahme. (3.3.2)
Wenn z.B. Ein Kind in einer Stadt aufwächst in der Gewalt und Diskriminierung auf der Tagesordnung stehen. Kann man versuchen in der Erziehung zu zeigen das Gewalt keine Lösung ist jedoch wird das Kind schnell lernen das es ohne Gewalt nicht gut durchkommt. Die Umwelt lässt diese Gewaltfreie Welt garnicht zu.