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Gründe für Varierung Wahrnehmung Reize von Mensch zu Mensch
Individuell
Physiologische Ursachen
kulturelle Hintergrund oder Prägung
Erfahrung und Erlerntes
Zeitliche Abweichung
Variable wahrnehmungsphysiologische Effekte.
Die Erwartungshaltung.
Die Konstitution oder den Metabolismus (zum Beispiel Alkoholisierung).
Distale Reize
Reize die von realen Objekt aus gehen
Proximale Reize
Reize die von menschlichen Sinne empfangen werden
Empfindung
Elementare Reaktionen auf proximale Reize auf niedriger Ebene (z.B. Helligkeitsempfindungen)
Wahrnehmung
Verarbeitung/Filterung/Organisation und Interpretation von Empfindungen, die ein Umgebungsbewusstsein erzeugen
Wahrnehmungsmodell
→ MR-Systeme ersetzen distale Stimuli der realen Welt durch computergenerierte

Afferenz
Nervenimpulse die von Sinnesorganen zum Zentralnervensystem geleitet werden
Reafferenz: Nervenimpulse, die von Körper erzeugt werden (z.B. durch Propriozeption)
Exafferenz: Nervenimpulse, die von Umwelt herrühren
Efferenz
Nervenimpulse die vom Zentralnervensystem zu Effektoren (z.B Muskeln) geleitet werden
Reafferenzprinzip
Zentralnervensystem errechnet für Efferenz die zu erwartende Afferenz und vergleicht diese nach Ausführung mit den tatsächlichen → um Umweltänderungen zu erkennen
Übereinstimmung: Aktivität ist abgeschlossen → vom eigenen Körper aktive Reize werden ausgeblended
Unterschiede: Hindeutung auf Änderung der Umwelt → Auslösen weiterer Verarbeitung auf höherer kognitiven Ebene → Aus Umwelt verursachte passive Reize werden wahrgenommen
Webers Gesetz
Minimal wahrnehmbare Änderungen des Reizes ist proportional zur absoluten Intensität → Reizempfindung ist logarithmisch
Wahrnehmungsstabilität
Mechanismus, der es ermöglicht eine stabile Wahrnehmung der Umgebung zu haben, indem Sinneseindrücke (un)bewusst gefiltert werden
Wichtige Aspekte
Wahrnehmungskonstanz
Adaption
Aufmerksamkeit
Wahrnehmungskonstanz
Phänomen, das Eigenschaften von Objekten auch unter wechselnden Umständen als gleichbleibend empfunden werden
Größenkonstanz
Positionskonstanz
Lautstärkekonstanz
Formkonstanz
Farbkonstanz
Helligkeitskonstanz
Adaption
Anpassung der Wahrnehmung an sich ändernde Reize mit gleichzeitiger Abnahme der Gefühlsintensität
Aufmerksamkeit
Unbewusste oder bewusste Konzentration der Aufmerksamkeit auf Aspekte der Wahrnehmung
Salienz
Auffälligkeit von Reizen, die entweder durch Reizeigenschaften (z.B. Farbe) oder Motivation (z.B Hunger) entstehen kann
Aufbau des Auges
Linse: Projiziert einfallende Licht auf Netzhaut
Netzhaut: Sehzellen wie Stäbchen (Helligkeitswahrnehmung, 120 mio) und Zapfen (Farbensehen, 6 mio)
Fovea: Stelle der Netzhaut mit höhster Dichte an Sehzellen → höhste Abbildungsschärfe
Blinde Fleck: Stelle wo Sehnerv aus Auge tritt → keine Sehzellen → Gehirn füllt fehlende Information auf

Helligkeitswahrnehmung
hängt von Anzahl der Photonen ab, die pro Zeiteinheit auf Bereich der Netzhaut treffen
Reizempfindung ist logarithmisch → Helligkeitsverhältnisse werden wahrgenommen nicht Helligkeit
Farbwahrnehmung
Wahrgenommene Farbe ist Abhängig von Energie der Photonen die auf Netzhaut treffen
Zapfen Blau, Grün und Rot
Frequenzband ca. 400 - 700nm abdecken
Sichtfeld, Field of View (FOV=
Öffnungswinkel einzelnen Auge
horizontal 170°
vertikal 130°
Kombinierter horizontaler Öffnungswinkel: 200°
Rotationsrate
Auges in Augenhöhle: max 600°/s
Kopf: max 800°/s
Sehschärfe und Empfindlichkeit
Sakkaden
Ruckartige, unwillkürliche Augenbewegungen, die Illusion eines großen, hochaufgelösten Sichtbereich erzugen
Eigenschaften Zentrale Sichtfeld (Fovea)
hohe Sehschärfe
farbempfindlich
optimiert für Tageslicht
Eigenschaften Periphere Sichtfeld
kaum farbempfindlich
empfindliche für schnelle Bewegung
höhere empfindlichkeit bei weniger Licht
Zeitliche Auflösung
Menschen können Einzelbilder als solche bei einer Bildrate von 25-30 Bildern pro Sekunde (Hz) nicht mehr wahrnehmen
Aufbau Ohr & Ablauf Wahrnehmung von Ton
Schall: trifft auf Außenohr (kann Frequenzen im Bereich von 0 Hz bis 22 kHz wahrnehmen)
Mittelohr: weitergeleitet, wo Luftdruckschwankungen das Trommelfell in Vibration versetzt
Gehörknöchelchen: Vibrationen werden verstärkt und an Schnecke weitergeleitet
Innenohr: Bewegung der Flüssigkeit im Inneren der Schnecke wird von Nervenzellen mit feinen Härchen in elektrische Signale umgewandelt, die zum Gehirn geleitet werden

Haptische Wahrnehmung
Nutzung sensorischer und/oder motorischer Aktivität zur Integration von Sinneseindrücken aus Haut, Muskeln, Gelenken und Sehen
Unterscheidung zw.
Taktile Wahrnehmung: Bereich des Fühlens, der sich auf Oberflächensensibilität bezieht → Rezeptoren in Haut
Tiefensensibilität: Wissen über Lage der Körperglieder (Propriozeption) und Spannungszustand von Muskeln und Sehnen (Kinästesie)
Vestibuläre System
System, das für Gleichgewicht, Rotation und Beschleunigungsempfindung zuständig ist
Bestandteile
Bogengänge: Wahrnehmung von Rotation
Statolithen: Registrieren Linearbeschleunigung
Vestibulär-Okular-Reflex
Reflex, der dafür sorgt, dass die Augen bei einer Kopfdrehung reflexhaft in die Gegenrichtung rotieren, um das Bild zu stabilisieren
McGurk-Effekt
Effekt, bei dem die visuelle Wahrnehmung von Lippenbewegungen die auditive Sprachwahrnehmung beeinflusst
Vektion
Illusion einer Eigenbewegung, die entsteht, wenn man in einem stehenden Zug einen anfahrenden Zug auf dem Nachbargleis betrachtet
Bildartige Tiefenwahrnehmung
Tiefeninformationen die sich aus statischen oder bewegten 2D-Bildern per Mustererkennung entnehmen lassen
Verdeckung: Objekt, das andere verdeckt wird näher wahrgenommen
Linearperspektive: Parallele Linen scheinen in der Ferne in einen Fluchtpunkt zu konvergieren
Relative Größe: Werden gleichförmige Objekte in unterschiedlicher Größe wahrgenommen, geht man davon aus, dass kleinere Objekte weiter entfernt sind.
Bekannte Größe: Objekt bekannter Größe kann auch helfen, die Lage eines Objekts unbekannter Größe abzuschätzen
Beleuchtung
Texturgradient: Bei gleichförmigen Texturen erscheint die Textur auf entfernteren Objektteilen dichter und homogener
Höhe relativ zum Horizont: Objekte nahe Horizontlinie erscheinen weiter entfernt
Atmosphärische Perspektive: Objekte in der Ferne weisen einen geringeren Farbkontrast auf und erscheinen bläulich
Bewegungsbasierte Tiefenhinweise
Tiefenhinweise, die aus Bewegung des Betrachters entnommen werden
Deletion/Accretion: Dynamische Verdeckungen und Aufdeckungen bei Bewegung
Bewegungsparallaxe: Nahe Objekte bewegen sich schneller und in Objekte in Ferne bewegen sich in entgegengesetzte Richtung
Okulomotorische Tiefenhinweise
Tiefenhinweise, die auf propriozeptiver Wahrnehmung basieren
Mechanismen:
Akkomodation: Scharfstellen eines einzelnen Auges durch Anpassung der Brechkraft der Linse
Vergenz: Die simultane, gegengerichtete Rotationsbewegung beider Augen, um ein Objekt zu fixieren
Entfernungsbereiche von Tiefenhinweisen
Körperumfeld (bis 2m)
Aktionsumfeld (2-20m)
Fernfeld (ab 20m)
Stereopsis, Stereosehen
Fähigkeit des visuellen Wahrnehmungssystem, aus leicht unterschidlichen 2D Bildern beider Augen Tiefeninformationen zu gewinnen und so 3D Eindruck zu erzeugen
Vergenz
Die simultane, gegengerichtete Rotationsbewegung beider Augen, um ein Objekt zu fixieren
Konvergenz: Pupillen rotieren zueinander (bei näheren Objekten)
Divergenz: Pupillen rotieren voneinander weg (weiter entfernte Objekte)
Horopter
Idealisierter, kreisförmiger Bereich im Raum, der auf korrespndierende Punkte der beiden Netzhäute abgebildet wird
Panumbereich
Bereich um Horopter
Bilder beider Augen können zu einem einzigen Bild fusioniert werden ohne Doppelbilder (Diplopie)
Disparität
Abweichung zwischen Bild des linken und rechten Auges auf Netzhaut
Parallaxe
Abstand zweier zusammengehöriger Bildpunkte für das linke und rechte Auge (auf Display)
Positive Parallaxe (ungekreuzte Disparität): Fusionierte Punkt scheint hinter Displayfläche zu liegen
Null Parallaxe: scheinbare Tiefe = tatsächliche Tiefe, da fusionierter Punkt auf Displayfläche liegt
Negative Parallaxe (gekreuzte Disparität): Fusionierter Punkt scheint vor Displayfläche zu liegen
Dopplereffekt
Effekt der Bewegung relativ zu einer schallquelle auf die wahrgenommene Frequenz
Annährung erhöht Frequenz, Entfernung verringert si