02 Wahrnehmung

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1
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Gründe für Varierung Wahrnehmung Reize von Mensch zu Mensch

  • Individuell

    • Physiologische Ursachen

    • kulturelle Hintergrund oder Prägung

    • Erfahrung und Erlerntes

  • Zeitliche Abweichung

    • Variable wahrnehmungsphysiologische Effekte.

    • Die Erwartungshaltung.

    • Die Konstitution oder den Metabolismus (zum Beispiel Alkoholisierung).

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Distale Reize

Reize die von realen Objekt aus gehen

3
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Proximale Reize

Reize die von menschlichen Sinne empfangen werden

4
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Empfindung

Elementare Reaktionen auf proximale Reize auf niedriger Ebene (z.B. Helligkeitsempfindungen)

5
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Wahrnehmung

Verarbeitung/Filterung/Organisation und Interpretation von Empfindungen, die ein Umgebungsbewusstsein erzeugen

6
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Wahrnehmungsmodell

→ MR-Systeme ersetzen distale Stimuli der realen Welt durch computergenerierte

<p>→ MR-Systeme ersetzen distale Stimuli der realen Welt durch computergenerierte</p>
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Afferenz

Nervenimpulse die von Sinnesorganen zum Zentralnervensystem geleitet werden

  • Reafferenz: Nervenimpulse, die von Körper erzeugt werden (z.B. durch Propriozeption)

  • Exafferenz: Nervenimpulse, die von Umwelt herrühren

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Efferenz

Nervenimpulse die vom Zentralnervensystem zu Effektoren (z.B Muskeln) geleitet werden

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Reafferenzprinzip

Zentralnervensystem errechnet für Efferenz die zu erwartende Afferenz und vergleicht diese nach Ausführung mit den tatsächlichen → um Umweltänderungen zu erkennen

  • Übereinstimmung: Aktivität ist abgeschlossen → vom eigenen Körper aktive Reize werden ausgeblended

  • Unterschiede: Hindeutung auf Änderung der Umwelt → Auslösen weiterer Verarbeitung auf höherer kognitiven Ebene → Aus Umwelt verursachte passive Reize werden wahrgenommen

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Webers Gesetz

Minimal wahrnehmbare Änderungen des Reizes ist proportional zur absoluten Intensität → Reizempfindung ist logarithmisch

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Wahrnehmungsstabilität

Mechanismus, der es ermöglicht eine stabile Wahrnehmung der Umgebung zu haben, indem Sinneseindrücke (un)bewusst gefiltert werden

Wichtige Aspekte

  • Wahrnehmungskonstanz

  • Adaption

  • Aufmerksamkeit

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Wahrnehmungskonstanz

Phänomen, das Eigenschaften von Objekten auch unter wechselnden Umständen als gleichbleibend empfunden werden

  • Größenkonstanz

  • Positionskonstanz

  • Lautstärkekonstanz

  • Formkonstanz

  • Farbkonstanz

  • Helligkeitskonstanz

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Adaption

Anpassung der Wahrnehmung an sich ändernde Reize mit gleichzeitiger Abnahme der Gefühlsintensität

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Aufmerksamkeit

Unbewusste oder bewusste Konzentration der Aufmerksamkeit auf Aspekte der Wahrnehmung

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Salienz

Auffälligkeit von Reizen, die entweder durch Reizeigenschaften (z.B. Farbe) oder Motivation (z.B Hunger) entstehen kann

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Aufbau des Auges

  • Linse: Projiziert einfallende Licht auf Netzhaut

  • Netzhaut: Sehzellen wie Stäbchen (Helligkeitswahrnehmung, 120 mio) und Zapfen (Farbensehen, 6 mio)

  • Fovea: Stelle der Netzhaut mit höhster Dichte an Sehzellen → höhste Abbildungsschärfe

  • Blinde Fleck: Stelle wo Sehnerv aus Auge tritt → keine Sehzellen → Gehirn füllt fehlende Information auf

<ul><li><p><strong>Linse</strong>: Projiziert einfallende Licht auf Netzhaut</p></li><li><p><strong>Netzhaut</strong>: Sehzellen wie Stäbchen (Helligkeitswahrnehmung, 120 mio) und Zapfen (Farbensehen, 6 mio)</p></li><li><p><strong>Fovea</strong>: Stelle der Netzhaut mit höhster Dichte an Sehzellen → höhste Abbildungsschärfe</p></li><li><p><strong>Blinde Fleck</strong>: Stelle wo Sehnerv aus Auge tritt → keine Sehzellen → Gehirn füllt fehlende Information auf</p></li></ul><p></p>
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Helligkeitswahrnehmung

  • hängt von Anzahl der Photonen ab, die pro Zeiteinheit auf Bereich der Netzhaut treffen

  • Reizempfindung ist logarithmisch → Helligkeitsverhältnisse werden wahrgenommen nicht Helligkeit

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Farbwahrnehmung

  • Wahrgenommene Farbe ist Abhängig von Energie der Photonen die auf Netzhaut treffen

  • Zapfen Blau, Grün und Rot

  • Frequenzband ca. 400 - 700nm abdecken

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Sichtfeld, Field of View (FOV=

  • Öffnungswinkel einzelnen Auge

    • horizontal 170°

    • vertikal 130°

  • Kombinierter horizontaler Öffnungswinkel: 200°

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Rotationsrate

  • Auges in Augenhöhle: max 600°/s

  • Kopf: max 800°/s

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Sehschärfe und Empfindlichkeit

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Sakkaden

Ruckartige, unwillkürliche Augenbewegungen, die Illusion eines großen, hochaufgelösten Sichtbereich erzugen

23
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Eigenschaften Zentrale Sichtfeld (Fovea)

  • hohe Sehschärfe

  • farbempfindlich

  • optimiert für Tageslicht

24
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Eigenschaften Periphere Sichtfeld

  • kaum farbempfindlich

  • empfindliche für schnelle Bewegung

  • höhere empfindlichkeit bei weniger Licht

25
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Zeitliche Auflösung

Menschen können Einzelbilder als solche bei einer Bildrate von 25-30 Bildern pro Sekunde (Hz) nicht mehr wahrnehmen

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Aufbau Ohr & Ablauf Wahrnehmung von Ton

  1. Schall: trifft auf Außenohr (kann Frequenzen im Bereich von 0 Hz bis 22 kHz wahrnehmen)

  2. Mittelohr: weitergeleitet, wo Luftdruckschwankungen das Trommelfell in Vibration versetzt

  3. Gehörknöchelchen: Vibrationen werden verstärkt und an Schnecke weitergeleitet

  4. Innenohr: Bewegung der Flüssigkeit im Inneren der Schnecke wird von Nervenzellen mit feinen Härchen in elektrische Signale umgewandelt, die zum Gehirn geleitet werden

<ol><li><p><strong>Schall</strong>: trifft auf Außenohr (kann Frequenzen im Bereich von 0 Hz bis 22 kHz wahrnehmen)</p></li><li><p><strong>Mittelohr</strong>: weitergeleitet, wo Luftdruckschwankungen das Trommelfell in Vibration versetzt</p></li><li><p><strong>Gehörknöchelchen</strong>: Vibrationen werden verstärkt und an Schnecke weitergeleitet</p></li><li><p><strong>Innenohr</strong>: Bewegung der Flüssigkeit im Inneren der Schnecke wird von <span><span>Nervenzellen mit feinen Härchen</span></span> in <span><span>elektrische Signale</span></span> umgewandelt, die zum Gehirn geleitet werden</p></li></ol><p></p>
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Haptische Wahrnehmung

Nutzung sensorischer und/oder motorischer Aktivität zur Integration von Sinneseindrücken aus Haut, Muskeln, Gelenken und Sehen

Unterscheidung zw.

  • Taktile Wahrnehmung: Bereich des Fühlens, der sich auf Oberflächensensibilität bezieht → Rezeptoren in Haut

  • Tiefensensibilität: Wissen über Lage der Körperglieder (Propriozeption) und Spannungszustand von Muskeln und Sehnen (Kinästesie)

28
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Vestibuläre System

System, das für Gleichgewicht, Rotation und Beschleunigungsempfindung zuständig ist

Bestandteile

  • Bogengänge: Wahrnehmung von Rotation

  • Statolithen: Registrieren Linearbeschleunigung

29
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Vestibulär-Okular-Reflex

Reflex, der dafür sorgt, dass die Augen bei einer Kopfdrehung reflexhaft in die Gegenrichtung rotieren, um das Bild zu stabilisieren

30
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McGurk-Effekt

Effekt, bei dem die visuelle Wahrnehmung von Lippenbewegungen die auditive Sprachwahrnehmung beeinflusst

31
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Vektion

Illusion einer Eigenbewegung, die entsteht, wenn man in einem stehenden Zug einen anfahrenden Zug auf dem Nachbargleis betrachtet

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Bildartige Tiefenwahrnehmung

Tiefeninformationen die sich aus statischen oder bewegten 2D-Bildern per Mustererkennung entnehmen lassen

  • Verdeckung: Objekt, das andere verdeckt wird näher wahrgenommen

  • Linearperspektive: Parallele Linen scheinen in der Ferne in einen Fluchtpunkt zu konvergieren

  • Relative Größe: Werden gleichförmige Objekte in unterschiedlicher Größe wahrgenommen, geht man davon aus, dass kleinere Objekte weiter entfernt sind.

  • Bekannte Größe: Objekt bekannter Größe kann auch helfen, die Lage eines Objekts unbekannter Größe abzuschätzen

  • Beleuchtung

  • Texturgradient: Bei gleichförmigen Texturen erscheint die Textur auf entfernteren Objektteilen dichter und homogener

  • Höhe relativ zum Horizont: Objekte nahe Horizontlinie erscheinen weiter entfernt

  • Atmosphärische Perspektive: Objekte in der Ferne weisen einen geringeren Farbkontrast auf und erscheinen bläulich

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Bewegungsbasierte Tiefenhinweise

Tiefenhinweise, die aus Bewegung des Betrachters entnommen werden

  • Deletion/Accretion: Dynamische Verdeckungen und Aufdeckungen bei Bewegung

  • Bewegungsparallaxe: Nahe Objekte bewegen sich schneller und in Objekte in Ferne bewegen sich in entgegengesetzte Richtung

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Okulomotorische Tiefenhinweise

Tiefenhinweise, die auf propriozeptiver Wahrnehmung basieren

Mechanismen:

  • Akkomodation: Scharfstellen eines einzelnen Auges durch Anpassung der Brechkraft der Linse

  • Vergenz: Die simultane, gegengerichtete Rotationsbewegung beider Augen, um ein Objekt zu fixieren

35
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Entfernungsbereiche von Tiefenhinweisen

  • Körperumfeld (bis 2m)

  • Aktionsumfeld (2-20m)

  • Fernfeld (ab 20m)

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Stereopsis, Stereosehen

Fähigkeit des visuellen Wahrnehmungssystem, aus leicht unterschidlichen 2D Bildern beider Augen Tiefeninformationen zu gewinnen und so 3D Eindruck zu erzeugen

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Vergenz

Die simultane, gegengerichtete Rotationsbewegung beider Augen, um ein Objekt zu fixieren

  • Konvergenz: Pupillen rotieren zueinander (bei näheren Objekten)

  • Divergenz: Pupillen rotieren voneinander weg (weiter entfernte Objekte)

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Horopter

Idealisierter, kreisförmiger Bereich im Raum, der auf korrespndierende Punkte der beiden Netzhäute abgebildet wird

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Panumbereich

  • Bereich um Horopter

  • Bilder beider Augen können zu einem einzigen Bild fusioniert werden ohne Doppelbilder (Diplopie)

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Disparität

Abweichung zwischen Bild des linken und rechten Auges auf Netzhaut

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Parallaxe

Abstand zweier zusammengehöriger Bildpunkte für das linke und rechte Auge (auf Display)

  • Positive Parallaxe (ungekreuzte Disparität): Fusionierte Punkt scheint hinter Displayfläche zu liegen

  • Null Parallaxe: scheinbare Tiefe = tatsächliche Tiefe, da fusionierter Punkt auf Displayfläche liegt

  • Negative Parallaxe (gekreuzte Disparität): Fusionierter Punkt scheint vor Displayfläche zu liegen

42
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Dopplereffekt

  • Effekt der Bewegung relativ zu einer schallquelle auf die wahrgenommene Frequenz

  • Annährung erhöht Frequenz, Entfernung verringert si