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Jahr Aufklärung
1720-1800
Weltbild der Aufklärung
Über ein Thema informiert sein und es verstehen.
Unterschiede Barock und Aufklärung
Barock
stark von religiösen Themen geprägt
Fokus auf die Vergänglichkeit (memento mori)
Aufklärung
Betonung von Vernunft und Wissenschaft
Religion verliert an Bedeutung
Streben nach bürgerlichen Freiheiten und Menschenrechten
Gemeinsamkeiten Aufklärung Renaissance
Fokus auf Vernunft
wissenschaftliche Fortschritte
Betonung auf die Wichtigkeit des Individuums
Kritische Haltung ggü. Kirche, Monarchie etc.
Aufklärung ist der Ausweg des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit
Ausweg des Individuums aus dem selbstverschuldeten Unwissen
Das Individuum soll aus der Ist-Situation rauskommen
Ausweg durch Bildung → Individuum muss offen (neue Ansichten entwickeln), aufnahmefähig, gewillt sein
Man muss Bildung wollen um aufgeklärt zu sein
Man muss die eigene Meinung vertreten und eine fundierte Meinung entsteht durch Bildung
Unwissenheit ist selbst verschuldet
→ Das Individuum / der Bürger hat die Pflicht sich Wissen und Bildung anzueignen, um mündig / aufgeklärt zu sein
Was ist eine Fabel?
Tiere haben menschliche Eigenschaften
Tiere als Stereotypen (Der schlaue Fuchs, der dumme Esel etc.)
kurz und einfach geschrieben
Aufklärung: Wieso waren Fabeln beliebt?
Ziel der Aufklärung: Gesellschaft aufklären, Bildung vermitteln, Menschen erziehen
Fabeln: Einfache, spannende, zugängliche Form zur Vermittlung von Moral und Bildung
Dialoge (z.B. Ringparabel in Nathan der Weise): Komplexer, schwerer zu verstehen
Menschenbild der Aufklärung: Viele ohne hohe Bildung, einfache Formen (wie Fabeln) notwendig
Individuum: Zentral, alle Menschen sind gleich
Recht auf Bildung: Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung
Gleichberechtigung: In der Realität nicht immer vollständig umgesetzt
Steckbrief Gotthold Ephraim Lessing
geboren 1729
gestorben 1781
Schriftsteller, Dramatiker, Kritiker, Philosoph
Lessings Bedeutung für das deutsche Theater
Katharsis
moralische Besserung/Reinigung eines Menschen durch Mitleid und Furcht (Furcht davor, in der gleichen Situation zu landen)
→ z.B. durch das Schauen von Tragödien im Theater, Reflexion
Was man im Theater erreichen will (Belehrung)
Bürgerliches Trauerspiel
Aufhebung der Ständeklausel: Identifikation; Erweckung von Mitleid und Furcht nur mit seinesgleichen
→ Bürger sollen in Tragödien spielen; ihre Probleme sollen im Zentrum stehen
Ständeklausel: Adlige Charaktere in Tragödien; damit kann sich das bürgerliche Publikum nicht identifizieren
Einordnung der Ringparabel im Aufbau des klassischen Dramas
Höhepunkt/Wendepunkt
Moralische Aussage der Ringparabel
Gleichwertigkeit der Religionen: die drei Ringe sind gleich und stehen für die einzelnen Religionen
Toleranz: Es gibt keine wahre Religion, sondern nur wie die Menschen sich verhandeln
Ringparabel Zusammenfassung
Ein Vater, der einen wertvollen Ring besitzt, der Liebe von Mitmenschen und Gott verleiht. Da er drei Söhne gleich liebt, lässt er zwei Kopien des Rings anfertigen und verteilt die drei Ringe an seine Söhne, die nun streiten, welcher der echte ist. Ein Richter rät ihnen schliesslich, die Echtheit des Rings nicht durch Behauptungen zu beweisen, sondern durch ihr anständiges Handeln. Dies bedeutet: Die Wahrheit einer Religion zeigt sich nicht durch Ansprüche, sondern durch die guten Taten der Gläubigen.
Jahr Sturm und Drang
1765-1785
Autoren Sturm und Drang
Jung, die politisch sehr engagiert sind, wollen etwas am System ändern. Rebellen.
Sturm und Drang: Naturbegriff
Für Philosophie als Symbol
Naturbegriff als versteckte Harmonie zwischen Geist und Materie: Philosophen wollten sie durch Vernunft und Wissenschaft entdecken
Rousseau widersprach: Gesellschaft sei unnatürlich und unharmonisch, Mensch sollte zur natürlichen Lebensweise zurückkehren und eine Loslösung von übertriebenen Vorschriften finden, die die Entfaltung des Menschen behindern
Sturm und Drang: Genie
Gelehrter Dichter vs. das Genie
Gelehrter Dichter: braucht Regeln um zu Dichten, Bezug auf Tradition, Fokus auf Antike
Genie: Kraft der Natur, Emotionen des Herzens
Dichtung ist nicht etwas, das man lernen kann. Regeln sind ein Hindernis.
Wahre Kunst ist im Einklang mit der Natur
Johann Caspar Lavater: Genie ist ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten
Fähigkeit kommt von Gott, Genie kann man im Gesicht erkennen
Sturm und Drang: Sinn für Geschichte
Herder kritisierte die einseitige Betonung des Verstandes in der Aufklärung. Herder kritisiert den Fortschrittsglauben der Aufklärung (=optimistischer Blick in die Zukunft)
Wichtigkeit von Herz, Gefühlen und Empfindungen.
Jede Kultur, Entwicklungsstufe und Epoche in der Geschichte hat ihren eigenen Wert
Ablehnung höfischer, eleganter Literatur
In der Aufklärung war die Idee, dass der Mensch sich durch Bildung immer weiterentwickelt, besser wird
→ Geschichte verläuft linear, optimistischer Zukunftsglaube
Völker, die sich weniger weiterentwickelt haben (Naturvölker) können uns überlegt sein
Sturm und Drang: bürgerlicher Individualismus
Der Mensch als Individuum angeschaut wird und nicht in der Gemeinschaft betrachtet
Jede Zeit und jedes Volk hat seine Besonderheiten und Eigenwerte (deutscher Philosoph Herder)
Künstler und Schriftsteller betonen ihre Unabhängigkeit und lösen sich von alten Traditionen
Zu dieser Zeit hat das Bürgertum an Bedeutung gewonnen
Individuum wurde nicht nur wirtschaftlich angesehen, sondern auch künstlerisch und literarisch
→ Volk Eigenwert → Kultur Eigenwert → jede Person hat einen Eigenwert
emotionale Literatur, Regeln gegen Eliten → Individuum soll in den Vordergrund
Liebesgeschichte (individuelle Eigenschaften(Schicksale) → nicht alle/s gleich
Unterschiede Aufklärung und Sturm und Drang
Aufklärung:
Betonung auf Vernunft, Rationalität, Wissenschaft
Werke sollten einen aufklären, belehren etc.
Mensch, das durch Bildung und Aufklärung stetig verbessert werden kann
Sturm und Drang:
Betonung Emotionen, Individualität und Natur; rebellierte gegen die strenge Rationalität der Aufklärung
Werke waren emotional, dramatisch, Ausdruck auf Gefühle
Mensch, ein emotionales Wesen, das Kreativität ausübt
Gemeinsamkeiten Aufklärung und Sturm und Drang
Kritische Ansichten ggü. der Politik
Freiheit und Selbstbestimmung war wichtig
Gerechte und bessere Gesellschaft
Merkmale eines Textes des Sturm und Dranges
emotional
naturverbunden
Kritik an Politik
Spontanität
Alltagssprache
Liebe
Inhalt "Die Leiden des jungen Werther"
Brief an Freund:
1) Werther ist in der Natur draussen, an einem Fluss auf einer Wiese.
Schreibt an seinen Freund. Ist überwältigt von Emotionen; von den Eindrücken der Natur
Spricht über die göttliche Grösse und die Schönheit der Welt. Ist vor lauter Glück unfähig künstlerisch glücklich zu sein.
2) Werther kann nicht schlafen, geht raus, es regnet stark, der Fluss tritt über die Ufer (Überschwemmung). Er fantasiert darüber, sich in die Fluten zu stürzen. Suizid zu begehen. Tut dies aber im Endeffekt nicht.
Steckbrief: Friedrich Dürrenmatt
Geburtsdatum: 5. Januar 1921 in Konolfingen, Schweiz
Todesdatum: 14. Dezember 1990 in Neuenburg, Schweiz (Herzversagen)
Beruf: Schriftsteller, Dramatiker, Kunstmaler
Bedeutende Themen: Macht, Gerechtigkeit, Einfluss des Einzelnen, Satire, schwarzer Humor
Kindheit: Wuchs in Konolfingen und Bern auf
Studium: Studierte Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik an der Universität Bern und Zürich
Werke: Der Besuch der alten Dame, Die Physiker
Rahmenerzählung
Eine Geschichte, die eine oder mehrere andere Geschichten umgibt.
Das Versprechen: Ein Vortag in Chur, Fahrt nach Zürich mit Dr. H, Dr. H erzählt die Geschichte von Matthäi
Binnenerzählung
Eine Geschichte, die innerhalb einer anderen Geschichte erzählt wird. Sie ist die "eingebettete" Geschichte, die innerhalb der Rahmenhandlung (Rahmenerzählung) vorkommt.
Das Versprechen: Suche nach dem Mörder von Gritli Moser
Entstehungsgeschichte Krimi
Anfang 19. JH
Bis zu Beginn 19. JH kein Polizeiapparat, keine beweissichere Aufklärung des Verbrechens
Staat mit geringem Rechtsbewusstsein wurde weniger Krimi gelesen
Frankreich, England und USA stammen bedeutende Krimiromane
Ich-Erzähler
Eigene Ereignisse in Ich-Form erzählt
Er-/Sie-Erzähler
Erzählt die Geschichte einer anderen Person
Auktorialer Erzähler
Kennt das Gesamtgeschehen
Sieht in mehrere Personen hinein
Sieht in die Zukunft
Personaler Erzähler
Aus der Figurenperspektive
Sieht nur in eine Person hinein
Beschreibt nur Erlebnisse, Gefühle, Gedanken der Figur
Neutraler Erzähler
Dokumentiert das, was man von aussen sieht
Sieht in keine Personen hinein
Akkumulation
"Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott!" - Reihung von Begriffen zu einem - genannten oder nicht genannten - Oberbegriff
Allegorie
"Gott Amor" für Liebe - Darstellung abstrakter Begriffe durch ein komplexes Bild
Alliteration
"Milch macht müde Männer munter." - Wiederholung der Anfangsbuchstaben bei Wörtern
Antithese
„Der Einsatz war groß, klein war der Gewinn.“ - Gegenüberstellung zwei gegensätzlicher Sachverhalte
Apokope
“Ich lasse den Freund dir als Bürgen, Ihn magst du, entrinn’ ich, erwürgen.” - Auslassen des letzten Buchstabens / der letzten Silben eines Wortes
Diminiutiv
“Wo ist mein Hundchen?” - Verniedlichung. Eigentlich grammatische Form, kann aber als Stilmittel eingesetzt werden
Ellipse
"[Das] Ende [ist] gut, alles [ist] gut!" - Ein Satz ist grammatisch nicht vollständig oder verkürzt
Euphemismus
"Opa ist letzte Nacht friedlich entschlafen." - Beschönigung
Hyperbel
“Ich weinte ein Meer aus Tränen." - starke Übertreibung
Klimax
"Wir erobern die Stadt, das Land und dann die ganze Welt." - Dreigliedrige Steigerung nach Grösse/Wichtigkeit
Metapher
"Ein Herz aus Stein haben." - Ein Wort oder eine Wortgruppe wird aus ihrem ursprünglichen Bedeutungszusammenhang herausgenommen und in einen neuen, bildlichen Zusammenhang gestellt.
Onomatopoesie / Lautmalerei
“Die Katze miaut.” - Wörter werden verwendet, um Geräusche nachzuahmen. Diese Wörter klingen ähnlich wie die Geräusche, die sie beschreiben.
Parallelismus
"Ein Mann schaut ins Wasser. Drei Fische blicken ans Ufer." - Wiederholung gleicher Satzstrukturen in aufeinander folgenden Sätzen
Personifikation
"Die Sonne lacht." - Vermenschlichung
Pleonasmus
"Der nasse Regen" - Inhalt wird mehrfach und auf unterschiedliche Art zum Ausdruck gebracht; unnötigerweise zweifache Beschreibung
Rhetorische Frage
"Wer ist schon perfekt?" - Scheinbare Frage, bei der jeder die Antwort kennt, Sprecher erwartet keine Antwort
Symbol
"Taube" als Symbol des Friedens; "Ring" als Symbol der Treue und Ewigkeit - Sinnbild, das über sich hinaus auf etwas Allgemeines verweist
Vergleich
"Hans ist stark wie ein Löwe." - Direktes Gegenüberstellen zweier oder mehrerer Sachverhalte. Signalwörter: wie, als.
Unterschied Buch und Film
Buch
Erzählzeit: Man braucht länger, um es zu lesen, kann mehr Details in die Handlung einbauen
Genaue Beschreibungen / Schilderungen von Orten oder Personen --> Bild erstellt man selbst
Verwendung von rhetorischen Stilmittel - Spiel mit der Sprache
Gliederung in Kapitel / Akte
Erzähler: Ich-Form, Er-/Sie-Form | Personaler, auktorialer, neutraler Erzähler
Film
Dialoge, Monologe, Stimme aus dem Off --> Gesprochene Sprache/Direkte Rede
Ton: (Hintergrund)geräusche, Musik, Soundeffekte --> Stimmung
Bild: Steht im Vordergrund
Farbgebung: warme, kalte Farbe (Stimmung / Temperatur), schwarz/weiss als Stilelement (z.B. anzeigen von Zeitsprüngen (Oppenheimer)), Farbsättigung
Charakterdarstellung: Mimik
Kameraführung: Perspektive (oben (Vogel), unten (Frosch)), Nähe zur Kamera - Nah, halbnah, weit
Kamerabewegung
Schnitt: Anordnung der Bilder
Verschiedene Arten von Schnitt / Übergangsformen
→ bestimmt Dynamik, Geschwindigkeit, Sequenzierung Erzählung (vgl. Kapitel / Akte)
Stilmittel: Splitscreen, Farbgebung etc.
→ Erzähler fehlt (hier: Schnitt, Kamera, Figuren, teilweise Stimmen aus dem Off)
→ Gedanken / innere Monologe fehlen meist (hier: Handlung, Stimme, Mimik und Gestik, Farbgebung, Musik)
Es geschah am helllichten Tag
Annemarie nennt Matthäi als Onkel
Matthäi macht Matheaufgaben mit Annemarie
Matthäi hat den Täter gesehen - im Buch nicht
Er kauft eine Puppe als Köder
Der Täter wurde gefasst/ermordet von der Polizei - Todesursache anders als im Buch
Schrotts Handeln wird parallel dargestellt und im Buch als Rückblende
keine Rahmenerzählung (zwischen Dr. H und Autor)
The Pledge
Auktorialer Erzähler --> Es wird nicht nur aus der Perspektive einer Person erzählt
Fokus: Matthäi/Jerry
Rückblende: Matthäi verwirrt in einer Tankstelle
Anfangs 2000er in Nevada
Er geht in Rente
Ein Mann mit dem Truck entdeckt Leiche
Der Junge auf dem Schneemobil verständigt Polizei
Entstehung “Es geschah am helllichten Tag”
Geschrieben für einen Filmproduzenten
Thema “Sexualverbrechen an Kindern”
Entstehung “Das Versprechen”
Nicht zufrieden mit dem Drehbuch
Buch als Auflehnung gegen den klassischen Krimi
Im Film dem Stoff nicht gerecht worden
Wollte Zufall und Unsicherheiten des Lebens erwähnen