Literarische Stilmittel und ihre Funktionen (Lyrikanalyse)

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Eine Sammlung von Vokabelkarten zu literarischen Stilmitteln und deren Funktionen.

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53 Terms

1
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Endreim

Der Gleichklang zweier oder mehrerer Verse vom jeweils letzten betonten Vokal des Verses.

2
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Kadenz

Beschreibt, wie ein Vers rhythmisch endet.

3
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Assonanz

Wenn gar keine Konsonantübereinstimmung, sondern nur ein Gleichklang der betonten Vokale vorliegt. (Stilmittel, bei der die Vokale der benachbarten Wörter gleich klingen)

4
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Onomatopöie

Wörter, die den bezeichneten Gegenstand klanglich nachmachen.

5
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Sprecheinheit

Die kleinste Sprecheinheit ist die Silbe.

6
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Alteration

Regelmäßiger Wechsel von Hebungen und Senkungen.

7
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Füllungsfreiheit

Zwei oder mehr Senkungen nacheinander.

8
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Zäsur

Eine Unterbrechung innerhalb eines Verses.

9
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Versifikation

Die Regel der Aussprache der Sätze. (metrische und rhythmische Gestaltung, ordnet Sprache zu Versen und Strophen)

10
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Prosodie

Das rhythmische und melodische Miteinander von Sprache.

11
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Inversion

Umstellung der Satzglieder, die von der sprachlichen Norm abweicht.

12
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Parataktischer Stil

Grammatisch vollständige Hauptsätze.

13
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Hypotaktischer Stil

Hierarchie von Haupt- und Nebensätzen.

14
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Anakoluth

Falsch gebaute Sätze, oft ohne richtige Zeichensetzung.

15
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Zerrissene Syntax

Kein syntaktischer Zusammenhang, oft zur Darstellung von Zerstörung.

16
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Zeilenstil

Übereinstimmung von Vers und Satz, oft durch Satzzeichen.

17
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Enjambement

Ein Satz liegt über das Versende hinaus.

18
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Syntagma

Grammatisch verbundene Wortgruppe.

19
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Kolon

Syntagmen innerhalb eines Verses, dürfen die Grenze des Versendes nicht überschreiten.

20
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Morphologisches Enjambement

Ein Wort wird durch den Vers getrennt.

21
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Anapher

Wiederholung am Versanfang.

22
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Parallelismus

Syntaktisch parallele Sätze, die den gleichen Satzbau haben

23
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Chiasmus

Wörtliche Wiederaufnahme in umgekehrter Reihenfolge. (Kunst ist lang, kurz ist das Leben) - satzglieder werden vertauscht

24
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Epipher

Wiederholung am Versende

25
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Refrain

Wiederholung der Formulierungen oder vollständigen Versen.

26
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Kreisfigur

Refrain am Anfang und Schluss des Gedichts.

27
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Variation

Wiederholung in anderer Formulierung.

28
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Paronomasie

Wortspiel von ähnlich klingenden Wörtern.

29
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Polyptoton

Wiederholung des Wortes in verschiedenen Flexionsformen.

30
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Leitmotiv

Ein Wort oder Gedanke zieht ein Bild als identisches Element, das zentrales Thema symbolisiert

31
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Topos

ein festes Leitmotiv in der Literatur, das über Epochen hinaus geht

32
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Erzählen

Ein kommunikativer Akt, der eine Handlung darstellt.

33
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Faktuale Rede

Authentische Rede (aus der eigenen Persönlichkeit) aus Aussagesätzen, die von einem realen Sprecher geäußert werden.

34
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Fiktionale Rede

Rede aus Aussagesätzen, imaginiert von einem Erfinder.

35
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Bildlichkeit

Einsatz von sprachlicher Mittel, um ein Bild zu erzeugen.

36
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Allegorie

bildhafte Darstellung eines abstrakten Begriffes in Literatur, oft als Personifikation oder Metapher

37
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Metapher

Ein Wort oder Wortverbindung, die in übertragener Bedeutung in einem bestimmten Kontext verwendet wird, um Sachverhalte sichtbarer zu beschreiben

38
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Oxymoron (Metapherform)

Verknüpfung semantisch widersprechender Begriffe. (eine Mehrdeutigkeit aufzuzeigen und Aufmerksamkeit zu erregen)

39
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Synästhesie

Stilmittel, das verschiedene Sinneswahrnehmungen miteinander verknüpft.

40
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Synekdoche

Ein Begriff wird durch einen anderen ersetzt, wobei der Teil für das Ganze steht.

41
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Metonymie

ein Stilmittel, bei dem ein Begriff für einen anderen steht, der mit ihm logisch verknüpft ist

42
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Literatur

Eine Institution, die Kontexte des Textes umfasst.

43
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Epoche

Zeitlicher Abschnitt, der durch gemeinsame Merkmale geordnet wird.

44
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Gattung

Einordnung literarischer Formen nach formalen oder thematischen Kriterien.

45
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Beiseitesprechen

Figur spricht für sich oder unmittelbar zum Publikum

46
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Mauerschau

Figur beobachtet und berichtet Handlung, die ‚hinter der Bühne‘ stattfindet

47
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Botenbericht

Figur berichtet über vergangenes Ereignis

48
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Dramatische Figur

eine künstlich konstruierte, funktionale Größe des Dramas, die nur in seinem Kontext existiert und sich durch die Beziehungen zu anderen Figuren auszeichnet

49
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Figurenensemble (Personal)

Umfasst alle szenisch auftretenden Figuren

50
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Figurenkonstellation

Beziehung der Figuren zueinander: Korrespondenz- und Kontrastrelationen, Held – Gegenspieler…

51
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Figurenkonfiguration

beschreibt, wer wann mit wem gleichzeitig präsent ist, wie lange die Figuren zusammen auftreten

52
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Moderne

theoretisch komplexe Epoche, die durch einen Bruch mit traditionellen Weltbildern, Wahrnehmungs- und Darstellungsformen gekennzeichnet ist. Der Begriff kann weit (als Makroperiode) oder eng (als Mikroperiode um 1900) gefasst werden.

53
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Avantgarde

radikale künstlerische Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, die nicht Kunst und Leben verbinden wollten (Dadaismus, Surrealismus, Futurismus.