Pädagogik (Soziale) Wahrnehmung

0.0(0)
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
Card Sorting

1/10

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Psychology

Study Analytics
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced

No study sessions yet.

11 Terms

1
New cards
Definieren Sie „Wahrnehmung“
Wahrnehmung ist ein Prozess, mit dem wir die Informationen, die von den Sinnessystemen bereitgestellt werden, organisieren und interpretieren.
2
New cards
Was sind nach Goldstein Teilaufgaben von Wahrnehmung?

1. allgemeine Umwelt- und Körperüberwachung (Exploration) mit Beteilgung aller Sinnesorgane
2. Aufnahme von Information im Laufe einer zielgerichteten Handlung bei Dominanz eines Sinnesorgans
3. Räumliche Orientierung und Steuerung der eigenen Fortbewegung
4. Erkennen von Gegenständen und Ereignissen in Abhängigkeit von der Motivation sowie von der Bedeutung für das Handeln
5. Zentrale Aufgabe: Steuerung der sozialen Kommunikation durch entsprechende Erkennungsleistungen (Gesichter, Sprache, Geruch, Gestik, Körperhaltung) der Wahrnehmung
6. Fakultativer Erwerb von weiteren sozialen und arbeitsbezogenen Fertigkeiten als Ergebnis der individuellen und kulturellen Lerngeschichte (Spezialisten, Expertise; kulturelle Unterschiede)
3
New cards
Warum konstruiert unser Gehirn die Bilder, die wir wahrnehmen? Welche Prinzipien (bitte zwei nennen) spielen dabei eine Rolle?
Das Gehirn ergänzt das, was wir sehen zu sinnvollen Einheiten. Das ermöglicht schnellere Reaktionen, da das Gehirn bei der Wahrnehmung mitdenkt.

\-Figur-Grund-Wahrnehmung: Die Tendenz Figuren zu erkennen, vom Hintergrund abzusetzen und verstärkt Konturen wahrzunehmen.

\-Tiefeneindruck: Vorwissen zur Wahrnehmung von Tiefe wird miteinbezogen.
4
New cards
Wie erklären sich optische Täuschungen?
Man sucht nach einer sinnvollen Struktur und einer Bedeutung von dem, was wir sehen. Kommen vor allem durch Seherfahrung vor.
5
New cards
Was versteht man unter dem fundamentalen Attributionsfehler?
Wir ordnen bei anderen (nicht bei uns selbst) das Verhalten eher der Person zu als es durch die Situation zu erklären.
6
New cards
Nennen und erläutern Sie die Dimensionen der Kovariation nach Kelley. Was wird damit erklärt?
* Distinktheit: inwieweit tritt das gezeigte Verhalten in spezifischen Situationen auf
* Konsistenz: inwieweit das in einer Situation gezeigte Verhalten zeitlich stabil ist
* Konsens: wie verhalten sich die anderen sich in der Situation

Es wird erklärt, wie wir aus dem Verhalten auf Persönlichkeitsmerkmale zu schließen.
7
New cards
Erläutern Sie, inwiefern der fundamentale Attributionsfehler kulturabhängig ist.
In kollektivistischen Kulturen ist er geringer ausgeprägt als in individualistischen Kulturen, weil in kollektivistischen Kulturen eher Gemeinsamkeiten zwischen Menschen betont werden als Unterschiede.
8
New cards
Erläutern Sie das Experiment von Asch (1940). Was bedeutet es für situative Einflüsse und den Einfluss von Mehrheiten und konsistenten Minderheiten?
Veruchspersonen wurde gesagt sie sollen eine einheitlich falsche Angabe zu einer Aufgabe machen. Ihnen wurde ein Balken gezeigt und gefragt welcher andere Balken gleich lang wie der erste ist. Sie wählten alle b aus, was falsch war, woraufhin die Mehrheit der echten Versuchspersonen auch diese Möglichkeiten auswählte

Mehrheiten haben also einen schnellen Einfluss auf andere und führen zu Konformität. Konsistente Minderheiten haben jedoch auf längere Zeit gesehen auch diese Wirkung.
9
New cards
Erläutern Sie das Milgram-Experiment.
Das Milgram-Experiment sollte die Gehorsamkeitsbereitschaft untersuchen. Probanden wurden hierzu zu einem ausgedachten Experiment zu „Lernen & Gedächtnis“ eingeladen, wobei angeblich der Zusammenhang von Bestrafung und Lernerfolg untersucht werden sollte. Sie wurden in Lehrer und Schüler eingeteilt, wobei die echten Probanden immer Lehrer waren. Diese sollten 30 Wortpaare vorlesen, die die Schüler wiedergeben sollten. Bei falschen Antworten sollten sie dem Schüler Stromschläge, die immer stärker wurden, verpassen. Hierbei waren die beiden in unterschiedlichen Räumen aber konnten sich hören. Die Stromschläge waren gefälscht und die Reaktionen auf diese gespielt. Wenn der Lehrer aufhören wollte forderte der Versuchsleiter ihn dazu auf weiterzumachen.
10
New cards
Erläutern Sie die „Theorie der kognitiven Dissonanz“ anhand eines Beispiels.
Zwei Gruppen wurde gesagt, dass sie andere Leute davon überzeugen müssen, dass eine langweilige Aufgabe eigentlich spannend ist. Die eine Gruppe hat hierfür 20$ bekommen während die andere nur 1$ bekommen hat. Danach wurden sie gefragt ob die Aufgabe wirklich langweilig war und die erste Gruppe antwortete ja, die zweite sagte jedoch, dass die Aufgabe eigentlich interessant war.

Dies zeigt, dass wir bei einer hohen Dissonanz eine Erklärung unseres Verhaltens aus unserer persönlichen Überzeugung schlussfolgern.
11
New cards
Welche „Grundemotionen“ kennen Sie? Wie werden sie wahrgenommen?
Freude, Trauer, Ekel, Angst, Überraschung, Wut, Verachtung

Spezifische Merkmale werden in der Mimik kulturunabhängig erkannt.