druckvorstufe - klausurthemen

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Klassische Aufgaben - Druckvorstufe

  • Bilderfassung, -Bearbeitung und -Retusche

  • „Reinzeichnung“ mit den Aufgaben „Layout“ (Text, Grafik und Bild auf Druckseiten zusammenfügen) und „Erzeugen der Druckdaten“

  • Druckvorstufe i.d. Druckerei: Druckdaten prüfen und korrigieren, zu Druckbögen zusammenstellen (Ausschießen), Druckformerstellung

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Erweiterte Aufgaben - Druckvorstufe

  • PDF-Druckdaten für den Web-Download vorbereiten

    • Daten gemäß ISO-Standard „PDF/UA“ (UA für Universal Access)

  • PDF-Daten für die Archivierung vorbereiten

    • Daten gemäß ISO Standard „PDF/A“ („A“ für Archivierung)

  • Publikationen als E-Books aufbereiten

    • als “electronic publication” im Format EPUB (offener Standard für E-Books)

  • Daten für die Publikation auf Tablet-PCs und Smart-Phones vorbereiten

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Druckverfahren

  • Hochdruck (klassischer Buchdruck, Spezialfall Flexodruck)

  • Tiefdruck (Illustrations- und Verpackungstiefdruck, Spezialfall Tampondruck)

  • Siebdruck („Durchdruck“)

  • Offsetdruck („Flachdruck“; lipophile* und lipophobe** Stellen)

die wichtigsten Digitaldruckverfahren:

  • elektrofotografischer Druck (Tonerverfahren)

  • Tintenstrahldruck, Inkjet

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Seitenobjekte

Text, Grafik, Bild

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Digitalisierung als Vektoren

Text & Grafik, wenn als Pixel: Vergrößern ergibt unscharfe, pixelige Konturen

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Druckfarben

  • Prozessfarben, Skalenfarben: Offset- und Digitaldruck (Nexpress, Indigo) Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz

  • Schmuckfarben, Sonderfarben (Offset): Pantone-Farben, HKS-Farben

  • Digitaldruck (Inkjet) optional mit zusätzlichen Prozessfarben, d.h. Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz plus bspw. LightCyan, LightMagenta, LightSchwarz, Orange, Grün, Violett

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Druckfarben & Farbauszüge

  • Eine Druckplatte pro Druckfarbe: schwarze Stellen übertragen die jeweilige Druckfarbe.

  • Andere Bezeichnungen: pro Farbe ein sogenannter Farbauszug, ein Farbkanal

  • Weiteres Farbwerk für Sonderfarben; Lackwerk

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Schmuckfarben - Wofür?

  • häufig im Einsatz im Verpackungsdruck, z.B. „Schokoladenbraun“

  • Corporate Design-Farben i.d.R. Pantone- oder HKS-Farbe

  • für besonders hochwertige Drucksachen als Sonderfarbe

  • kräftige, hoch gesättigte Farben lassen sich mit Standardprozessfarben (CMYK) nicht gut wiedergeben

  • Metall- (Gold, Silber) oder andere Effektfarben (z.B. „Iriodin“, d.h. bunte Farben mit Metalleffekt, bzw. Perleffekt) erfordern Sonderfarben, da sie mit CMYK-Farben nicht erzeugt werden können.

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ppi

pixel per inch“ (pixel = “picture elements”, Bilddatenpunkte)

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dpi

dots per inch“ (dots = Gerätepunkte, bspw. Monitor, Scanner, Drucker, Plattenbelichter)

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lpi

lines per inch“ (Druckrasterpunkte pro Inch)

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L/cm

„Linien pro Zentimeter“ (Druckrasterpunkte pro Zentimeter), 60er-Raster entspricht ca. 150 lpi (60 x 2,54 = 152)

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Entstehung der Farbtöne im Druck

  • Farbtöne entstehen durch Aufrastern der Druckfarbe

  • Farbtöne werden durch den sogenannten Tonwert definiert

  • Tonwert: mit Druckfarbe bedeckter Flächenanteil in Prozent

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Begriff “Farbe”

… einen Sinneseindruck,

  • Besser diese Begriffe verwenden: Farbeindruck, Farbwahrnehmung (Englisch: “colour”)

… ein Farbmittel (Englisch: “ink”, “paint”, “coating”):

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Farbsysteme

mit geräteabhängigen Farbwerten; mit geräteunabhängigen Farbwerten

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Geräteabhängige Farbsysteme - RGB

  • Anwendung: Digitalkamera, Monitor, Smart-Phone, Tablet-PC

  • RGB-Grundfarben Red, Green, Blue

  • Bezeichnung eines Farbtons über RGB-Farbwerte

  • Additive Farbmischung: die Grundfarben Rot, Grün & Blau addieren sich zu weißem Licht

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Geräteabhängige Farbsysteme - CMYK

  • Anwendung: Druck

  • CMYK-Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) & Schwarz (Key, Kontrast)

  • Bezeichnung eines Farbtons über CMYK-Farbwerte

  • Subtraktive Farbmischung: die Grundfarben filtern bestimmte Anteile des (weißen) Lichts; bzw. ziehen Anteile des Lichtspektrums ab und die verbleibenden Spektralteile ergeben den sichtbaren

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Geräteabhängige Farbsysteme - Sonderfarben

  • Anwendung: Druck

  • Grundfarben: vom Farbenhersteller druckfertig gemischte Druckfarben; nach Vorgaben der Lizenzgeber (PANTONE, HKS*, …)

  • Bezeichnung eines Farbtons über Farbnummern, Referenz zu gedruckten Farbmustern

  • Subtraktive Farbmischung: die Grundfarben filtern bestimmte Anteile des (weißen) Lichts

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Probleme geräteabhängiger Farbsysteme

Die Farbwerte allein beschreiben den Farbeindruck nicht eindeutig – zusätzliche Angaben zur

Ausgabebedingung nötig: Welche Kamera? Welcher Monitor? Geräteeinstellung: Einstellungen für Helligkeit, Kontrast, …; Druckfarbe: Inkjet-Blau hp, Inkjet-Blau Epson, …; Papier: gestrichen, ungestrichen, weiß oder farbig; Veredelung?

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Herausforderung geräteabhängiger Farbsysteme

  • Wie sehen die Farbwerte eines bestimmten Geräts aus?

  • Wie kann man die Eigenschaften der Geräte bei der (Farb)gestaltung berücksichtigen?

  • Sogenannte Geräte-Farbprofile (ICC-Profile) beschreiben, wie die Farbwerte auf einem bestimmten Gerät aussehen (Drucker, Monitor). bzw. wie die Farben aussehen, die eine Kamera aufgenommen hat.

  • Achtung: Die Profile gelten nur für bestimmte Bedingungen (bspw. bestimmtes Druckverfahren, Papier, Geräteeinstellung)!

  • wird ein Parameter geändert (bspw. anderes Papier), muss ein anderes Profil verwendet werden!

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Geräteunabhängige Farbsysteme

  • CIE-Farbsysteme basieren u.a. auf Farbtests: die Probanden mussten Spektralfarben (Regenbogenfarben) mit drei Projektoren (Rot, Grün, Blau) nachmischen

  • CIE-Farbwerte spiegeln folglich das menschliche Farbempfinden wieder und beschreiben deshalb den Farbeindruck eindeutig.

  • Farbwerte, Farbkoordinaten: CIELAB (andere Schreibweisen: Lab, L*a*b*); alternativ Angabe der Farbkoordinaten LCh bzw. HSB

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Profil zuweisen

  • Farbwerte (RGB, CMYK) bleiben erhalten

  • Farbeindruck verändern!

  • Anwendungen:

    • RGB-Bilder: Farbdarstellung verbessern (kein oder möglicherweise ein unpassendes Profil eingebettet)

    • CMYK-Bilder: Prüfung, ob die Farbwerte für den Druck angepasst werden müssen („Wie sehen dieselben CMYK-Werte beim Druck auf einem anderen Papier aus?“)

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Profil umwandeln

  • Farbwerte verändern!

  • Farbeindruck bestmöglich erhalten

  • Anwendungen:

    • Farbkonvertierung von RGB nach CMYK

    • RGB-Bildarchiv: Farbkonvertierung von RGB-Bildern mit unterschiedlichen (Kamera-)Profilen in Bilder mit einheitlichem „Archiv-Profil“

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Farbmanagement für Text und Grafik – Farben ausgabespezifisch anlegen

  • ICC-Farbmanagement bei Text und Grafik: Sättigungsverlust, unsaubere Konturen und „Schmutzfarben“ nach der CMYK-Wandlung

→ Text und Grafik mit ausgabespezifischen Farbwerten anlegen (CMYK und Sonderfarbe)!

→ Farbkonvertierung von CMYK-Objekten möglichst vermeiden!

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Offene Daten

  • Unter „offenen“ Datenformaten versteht man Datenformate der Programme, mit denen die Dateien erstellt werden (offen für die Bearbeitung)

    • Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint), CorelDRAW, Acobe Creative Suite (CS) und Creative Cloud (CC)

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Bilddatenformate

Druckereien erhalten bisweilen komplette Druckseiten inklusive Text und Grafik als Bilddatei.

  • TIFF (Tagged Image File Format)

  • JPEG (Joint Photographic Expert Group)

  • PSD (PhotoShop Data)

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PostScript und EPS

PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache für die Druckausgabe und Basis des heute gebräuchlichen Formats PDF.

  • PostScript (PS): Dateiformat für die Ausgabe auf Druckern mit einem sogenannten PostScript-Interpreter (RIP; ImageProcessor)

  • EPS (Encapsulated PostScript): PostScript Datei mit einem Vorschaubild, um PostScript-Daten beim Gestalten in Programmen verwenden zu können, die PostScript nicht interpretieren (darstellen) können.

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PDF

Das Portable Document Format (PDF) wurde von Adobe als Nachfolger von PostScript entwickelt

  • Darstellung des Inhalts mittels Gratis-Programm Adobe Reader

  • von Druckereien bevorzugtes Datenformat, da die verwendeten Workflow- und Drucksysteme PDFs sehr effektiv und weitgehend automatisiert verarbeiten können

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PDF/X

  • PDF/X ist ein Standard für die Druckdatenanlieferung

  • „X“ für exchange – (Daten)austausch

  • Internationaler Standard, Normserie ISO 15930

  • Basis ist ein normales Adobe Acrobat PDF

  • Wichtige Zusatzvorgaben: Schriften und Bilder eingebettet, Seitenformat, Information ob PDF überfüllt ist oder nicht, Druckbedingung (bspw. Offset auf gestrichenem Papier) …

  • Sinnvolle Einschränkungen: keine Links, Filme, Kommentare innerhalb des Druckformats, etc.

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Vorteile von PDF/X

  • alles drin: Fonts & Bilder eingebettet; Farben umgewandelt

  • alles klar: Farben, Seitenformate, keine Mehrdeutigkeiten, klare Infos zur Überfüllung

  • alles gut: Produktionssicherheit - nicht beschädigt, nicht verschlüsselt

  • keine Überregulierung: Farben, keine Mindestauflösung für Bilder, Überfüllung

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Überdrucken

32
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Überfüllen

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PDF/X-Familie

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Herausforderung für Digitaldruck: Sonderfarbkonvertierung gelieferter Druckdaten

1. Überdrucken Sonderfarb-Bild mit blauem Hintergrund auf CMYK-Foto der Kamera

2. nach CMYK gewandeltes Bild des blauen Hintergrunds auf dem CMYK-Foto der Kamera

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Sonderfarbe in Prozessfarben konvertieren

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„Störende Farbkanten“

  • Hintergrund mit gelbem Farbverlauf

  • Seitenobjekte mit Transparenzeffekt: Person freigestellt, „Pfeil“-Grafik z.T. durchscheinend

  • Risiko störender Farbunterschiede im gelben Hintergrundverlauf entlang der Kante des Bildrahmens der Person.

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Vorteile von PDFs mit Live-Transparenzen

  • Möglichkeit, im PDF Sonderfarben nach CMYK zu wandeln

  • Keine von der Transparenzreduzierung (Flattening) verursachten Probleme:

    • keine störenden Farbkanten

    • keine weißen Linien in der Monitordarstellung

    • keine in Zeichenwege gewandelte „verfettete Schrift“

  • Text bleibt erhalten (Voraussetzung für barrierefreie Dokumente)

  • Korrekte Darstellung (Monitor, Farbdruck) nicht von Überdruckeneinstellung abhängig …

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Zweistufiger Datencheck

  • automatisierter Datencheck – digitaler Preflight …

    • entscheidet entweder eindeutig, ob die Datei die Anforderungen eines Prüfkriteriums erfüllt oder nicht (z.B. Datei beschädigt?), …

    • oder gibt Warnmeldung bei Eigenschaften, die von Kunde oder Support visuell geprüft werden müssen, um zu entscheiden, ob die Datei unverändert gedruckt werden kann

    • … eine (automatische) Korrektur vor dem Druck erfordern

    • kann auftragspezifische Vorgaben verwenden (Format, ...)

  • visueller Datencheck

    • u.a. auf Basis der Warnmeldungen des digitalen Preflight

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Digitaler PDF-Preflight

Zweck

Ursachen möglicher (Druck-)Produktionsprobleme & Qualitätseinbußen in Druckdaten automatisch zu finden und möglichst zu korrigieren

Methode

  • Ermittlung technischer Eigenschaften der Seitenobjekte, …

  • Vergleich mit den Anforderungen der Druckproduktion, …

  • Protokollieren von Abweichungen als Fehler oder Warnung (bspw. zu niedrige Bildauflösung)

  • optional automatische Korruption (bspw. Farbwandlung RGB → CMYK).

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Digitaler PDF-Preflight – Kategorisierung der Ergebnisse

Fehler, Warnung, Info

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Kontrollmittel zur Überprüfung der Verarbeitung von Druck-PDF-Daten

  • Altona Test Suite 1, Technical Page 1 („Überdruckentestform“)

  • Altona Test Suite 2, Technical Page 2 („Transparenztestform“)

  • PDFX-ready Output-Test V3.0 (PDF/X-4 Verarbeitung)

  • Fogra Image Quality Test Package mit der Testseite „Re-Targeting“ (Auswirkung von Farbumwandlungen zur Druckprozessanpassung und „InkSaving“)

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Aufgaben der Druckvorstufe in der Druckerei

  • Eingangsprüfung und Korrektur gelieferter Druckdaten (Preflight)

  • Über- und Unterfüllungen in den Farbauszügen anlegen (Trapping)

  • Einzelne Seiten auf Druckbögen positionieren (Ausschießen)

  • Farbproof und Formproof für die Druckfreigabe erstellen

  • Druckform erstellen (Offset-Druckplatten)

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Ausschießen

  • Anordnung mehrerer Seiten auf einem oder mehreren Druckbögen

  • müssen so angeordnet werden, dass sie nach

    dem Falzen, Binden und Schneiden in der richtigen

    Reihenfolge erscheinen

  • Positionierung der Elemente für die Druckkontrolle sowie Falz- und Schneide-Marken für die Weiterverarbeitung

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Über- und Unterfüllungen anlegen (Trapping) – Problem

  • Benachbarte Objekte sind mit unterschiedlichen Prozessfarben eingefärbt und berühren sich entlang einer Kontur.

  • Wenn die Prozessfarben nicht passgenau übereinander gedruckt werden (Farbfehlpasser), entstehen unscharfe Konturen oder Blitzer.

  • Farbfehlpasser können nicht gänzlich ausgeschlossen werden (Papierverzug durch Feuchtigkeitsaufnahme, leichte Abweichung der Papierposition in den Druckwerken, …).

45
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Über- und Unterfüllungen anlegen (Trapping) – Lösung

Überfüllen:

  • Hellen Farbauszug entlang der Berührungskontur ausdehnen, um einen Überlappungsbereich zum unveränderten dunkleren Objekt zu schaffen.

Sonderfall Unterfüllen:

  • weißes Objekt auf mehrfarbig aufgebautem dunklen Hintergrund

  • helle Farbauszüge des Hintergrunds von der Kontur zurückziehen und dunklen Farbauszug unverändert lassen.

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Überfüllen – Grundprinzip

  • Überlappungsbereich zwischen einander berührenden Objekten schaffen, die auf verschiedenen Farbauszügen liegen

  • Die Überlappung entsteht durch Verbreitern der Objekte entlang der Berührungslinie. Dadurch entsteht eine Trappingkontur, bzw. Strich entlang der Berührungslinie (Strichstärke = Trapbreite).

  • Um die Form der Objekte möglichst nicht zu ändern …

    • möglichst nur den Farbauszug mit der helleren (unauffälligeren) Farbe ändern, den dunkleren formgebenden Auszug nicht ändern

    • bei gleich hellen Farben beide Auszüge um die Hälfte der Trapbreite ändern

    • Ansätze: objektbasiertes Trapping und Trapping gerenderter Seiten

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Farbproof und Formproof für die Druckfreigabe erstellen

  • Farbproof – Farben ok? Referenz für Farbergebnis

  • Formproof – Druckform ok? Kontrolle von Ausschießen, Anschnitt, …

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Bedeutung von Farbproofs

  • zeigt das Farbergebnis, das bei der technisch korrekten Verarbeitung einer Datei in der Druckausgabe zu erwarten ist.

  • Proofs überprüfen (Farbverbindlichkeit)

    • Ugra/Fogra Medienkeil ausdrucken

    • Farbmessung des Ugra/Fogra Medienkeils

    • Vergleich der Messwerte mit Sollwerten der simulierten Druckbedingung

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Bedeutung von Proofs von der Gestaltung bis zum Druck

  • Überprüfung der Farbgestaltung & der Bildqualität

  • Überprüfung von technischen Aspekten, die sich auf das Farbergebnis (Gestaltung) auswirken (korrekte Verarbeitung von Objekteigenschaften, Verarbeitung von Transparenzobjekten, korrekte Verarbeitung von PDF-Konstrukten)

  • Farbreferenz für den Drucker

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Formproof

  • Ausdruck des ausgeschossenen Druckbogens auf Großformat-Druckern im Maßstab 1:1

Zweck:

  • Kontrolle, ob die Seiten richtig auf dem Druckbogen angeordnet, d.h. »ausgeschossen«, sind

  • Kontrolle, ob randabfallende Seitenelemente groß genug angelegt sind

  • Farben inhaltlich, d.h. nicht farbverbindlich prüfen: Sind alle Elemente richtig eingefärbt?

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Druckform erstellen

Aufgabe:

  • Belichten der ausgeschossenen Druckbögen auf Druckplatten

  • pro Druckfarbe eine Platte, d.h. acht Platten bei 4/4-farbigem Druck

Voraussetzungen:

  • Überprüfen der Plattenbelichtung und -Entwicklung

  • Kalibrieren der Tonwertübertragung in Abstimmung mit den Druckern (Drucktests), damit die Tonwertzunahme im Druck Standardvorgaben erfüllt.

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