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Was ist die Definition von Temperamenteigenschaften?
Temperamenteigenschaften:
Verhaltensstile, die relativ konsistent über verschiedene Situationen hinweg gezeigt werden und die biologisch basiert sind
Biologisch basierte, früh zutage tretende individuelle Disposition (Neigungen oder Bereitschaften bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen) im Hinblick auf Reaktivität und Selbstregulation, beeinflusst durch genetische Faktoren, Reifungsprozesse und Erfahrung (Umwelteinflüsse)
Reaktivität:
Reaktivität wird definiert als Dispositionen in drei ver. Bereichen:
Affekt, Aktivität (motorische Aspekte) und Aufmerksamkeit
→ Alle diese Dinge unterliegen auch einer gewissen Selbstregulation
Das heisst Kinder unterschieden sich wie leicht oder schwer es ihnen fällt affektive, aktivitätsbezogene und aufmerksamkeitsbezogene Verhaltensweise zu regulieren
Selbstregulation:
Prozesse welche die Reaktivität regulieren
Was sind die Einschlusskriterien für Temperamentsmerkmale?
Einschlusskriterien:
Individuelle Unterschiede im normalen Verhalten bei Affekt, Aktivität, Aufmerksamkeit und Wahrnehmungssensitivität
Kinder unterscheiden sich darin wie schwer oder wie leicht es ihnen fällt affektive, aktivitätsbezogene und aufmerksamkeitsbezogene Verhaltensweise und Wahrnehmungssensitivität zu regulieren
Formal beschreibbar durch Intensität, Latenz, Dauer, Schwelle und Erholungszeit von Reaktionen
Intensität: Wie intensiv ist eine Reaktion
Latenz: Wie lange dauert es bis ein Kind eine Reaktion zeigt
Dauer: wie lange hält die Reaktion an
Schwelle: Wie stark muss ein bestimmter Reiz sein, damit eine bestimmte Reaktion erfolgt
Erholungszeit: in dem Moment wo der Reiz verschwindet wie lange dauert es bis ein Kin zu der Aktivität zurückkehrt mit der er vorher beschäftigt war
Temperamentseigenschaften das müssen Dinge sein die man beobachten kann
→ Das heisst mithilfe von bestimmten Messungen wichtige interindividuelle Unterscheide erfassen
Merkmal tritt bereits in den ersten Lebensjahren auf
Ist nicht von der Geburt an zu beobachten → aber relativ früh beobachtbar
Temperamentseigenschaften, sind Eigenschaften die man bei Primaten aber auch bei anderen sozialen Säugetieren beobachten kann
Merkmal ist eng verbunden mit biologischen Mechanismen (unter Umständen allerdings auf komplexe Weise)
Merkmal ist relativ stabil und prädiktiv für konzeptuell zusammenhängende Outcomes
Worum geht es in der New York Longitudinal Study (NYLS) (allgemein)?
Allgemein
Erste Studie die auf einem empirischen quantitativen Weg versucht hat, Informationen über Temperamenteigenschaften zu gewinnen
Hauptautor*innen: Alexander Thomas und Stella Chess
Längsschnittstudie wo Personen vom Säuglingsalter bis in Erwachsenenalter begleitet/untersucht wurden
Zu Beginn der Studie war die Stichprobe 22 Säuglinge im Alter von 3-6 Monate
→ Später wurde die Stichprobe auf 141 Kinder ausgeweitet
In der Studie führten Thomas und Chess Interviews mit den Eltern über deren Kinder und machten Verhaltensbeobachtungen
Die Studie zeigt, dass Temperament des Säuglings das Auftreten von psychischen Problemen bzw. emotionaler Stabilität im Erwachsenenalter vorhersagt
Was sind die Temperamentsdimensionen nach Thomas und Chess (zähle auf)
Anhand der Interviews und Verhaltensbeobachtungen schlugen Chess und Thomas vor dass das es neun Dimensionen gibt bei denen sich Kinder im Temperament unterscheiden
Vorschlag von 9 Temperamentsdimensionen
Aktivitätsniveau
Annäherung vs. Rückzug
Anpassungsfähigkeit
Affekt (Positivität vs. Negativität)
Reaktionsschwelle
Intensität der Reaktion
Ablenkbarkeit
Regelmässigkeit (bzw. Vorhersagbarkeit des Verhaltens)
Aufmerksamkeitsspanne/Ausdauer
Was ist das Typologisches Temperamentsmodell?
Anhand der 9 Temperamentsdimensionen haben die beiden Autoren ein typologisches Modell vorgeschlagen, dass man Kinder in drei Kategorien einteilen kann
Kategorien
Das problemlose/einfache Kind
Das schwierige Kind
Das "langsam auftauende" (slow-to-warm-up) Kind
Wie äussert sich das problemlose/einfache Kind?
Problemlose/einfache Kind (40%)
Sind meistens glücklich und fröhlich
Können sich gut an neuen Situationen anpassen
Haben stabile biologische Rhythmen
→ für Essen, Schlafen und Toilettengang
Reagieren mit Interesse auf neue Reize
Sind leicht zu beruhigen
Ihr Verhalten ist vorhersagbar