PM4: Messen in der Psychologie II: Erfassungsmethoden

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1
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Kriterien für die Wahl einer Erfassungsmethode

  • Inhaltliche Fragestellung:: Theoretischer Rahmen

  • Spezifische Merkmale des Untersuchungsobjekts

  • Personeller zeitlicher und finanzieller Aufwand

  • Art des Verhaltens und Erlebens: Besonderheiten des Merkmals 

  • Qualität der gewonnenen Infomationen 

2
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Möglichkeiten, Erfassungsmethoden zu ordnen

  • Einzel- vs. Gruppenerhebung

  • Analyseeinheit

  • Reaktive vs. nicht-reaktive Erhebungsmethoden

  • Transparente vs. intransparente Erhebungsmethoden

  • Teilnahme vs. Nicht-Teilnahme des Forschenden

  • Typisches vs. maximales Verhalten 

3
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Verhaltensbeobachtung: Was kennzeichnet wissenschaftliche Beobachtung 

  1. Absicht Annahme zu überprüfen

  2. Systematische Selektion bestimmter Aspekte

  3. Beabschitigte Auswertung der erhobenen Daten

  4. Kriterien der Replizierbarkeit und Objektivität

4
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Probleme der Verhaltensbeobachtung

  • Reaktivität: Veränderung des Verhaltens durch Wissen und Beobachtung (Hawthorne Effekt) 

  • Beurteilerfehler: Wahrnehmungsfehler und Erinnerungsfehler

  • Aufwand: Systematische Beobachtung= sehr zeit- und kostenintensiv  

5
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Beispiele von Selbstbericht Formaten

  • Interview

  • Schriftliche Befragung/Fragebogen

  • Ambulatory Assessment

6
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Charakteristika des Selbstbericht

  • Art der Erfassung: mündlich vs. schriftlich

  • Strukturierungsgrad (bzgl. Ablauf/Abfolge):

    • Un-/halbstrukturiert (z.B. Essay, narratives Interview)

    • Vollstrukturiert (alle Fragen un dihre Reihenfolge vorgegeben, z.B. Fragebogen

  • Standardisierungsgrad (bzgl. Antwortmöglichkeiten):

    • Unstandardisiert (offene Antworten)

    • Standardisiert (Vorgabe von Antwortkategorien)

7
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Art des Beurteilers beim Fremdbericht 

Private Beziehung zur Zielperson (z.B. Freunde, Partner, Eltern) 

Professioneller Kontext (z.B. Arbeitskollegen, Vorgesetzter, Lehrer) 

Kurzer Kontakt (Fremde “zero-acquainteinces”) 

8
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Formate des Fremdbericht

Schriftliche Befragung (v. a. Fragebogen)

Mündliche Befragung (Interview)

Selten: Ambulatory Assessment A

9
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Anwendungsfelder im Fremdbericht

Persönlichkeitspsychologie

Entwicklungspsychologie

Klinische Psychologie

Paarforschung

10
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Vorrausetzungen von Selbstbericht 

Personen beobachten sich selbst und erwerben Wissen über sich selbst 

Personen sind fähig und gewillt. dieses Wissen mitzuteilen 

11
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Vorausetzungen von Fremdberichten

Interessierende Merkmale sind beobachtbar

Personen beobachten andere und erwerben Wissen über andere

Personen sind fähig und gewillt , dieses Wissen mitzuteilen

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Vorteile Selbstbericht

Kein Mensch verfügt über eine Person so viele Informationen wie dieser selbst

Grosse Bandbreite potentiell erfassbarer Merkmale

Bestimmte Merkmale sind nur schwer oder nicht über andere Verfahren zu erfassen (z.B. Stimmungen Kognitionen) N

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Nachteile vom Selbstericht 

Verfälschungseinflüsse: 

  • formale Antwortstile 

  • inhaltliche Antwortstile

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Probleme bei Formale Antwortstile

Ja-sage-tendenz (Akquieszenz)

Tendenz zur Mitte (vs. Extremität )

“Muster” (beim Ankreuzen im Fragebogen )

15
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Probleme mit Inhaltliche Antwortstile

  • Fremdtäuschung

  • Selbsttäuschung

    • Soziale Erwünschtheit

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Soziale Erwünschtheit 

Soziale Erwünschtheitsskala

Tendenz von Probanden, die Antworten zu geben, die ein gutes Licht auf sie als Person werfen 

Kann bewusste Fremdtäuschung und unbewusste Selbsttäuschung enthalten 

17
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Umgang mit inhaltlichen Antwortsilen

  • Anonymität

  • Berücksichtigung der diagnostischen Situation

  • Wahl anderer Erfassungsmethoden

  • Soziale -Erwünschtheitsskalen

18
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Nachteile vom Fremdberichten

Beurteilerfehler:

  • Formale und inhaltliche Antwortstile

  • Halo-Effekt

    • MIlde-Härte-Fehler

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Umgang mit Beurteilerfehlern:

  • Mehrere Fremdberichte (aggregation)

  • Beurteilerschulungen

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Wann nutzt man Textanalytische Methoden?

Für unstrukturierte und unstandardisierte schriftliche Befragungen oder Auswertungen von bereits vorhandenen Texten

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Wie lassen sich Ansätze zur Analyse von Texten ordnen?

  • Analyseakteur (manuell vs. computerisiert)

  • Zielsetzung

  • thematische und semantische Analysen

  • Bandbreite

  • Art der kodierten Merkmals

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Leistungen

Ergebnisse von Handlungen, die nach einem Gütermassstb (richtig/falsch, gut/schlecht) bewertet werden können

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Fähigkeiten 

Persönlichkeitseigenschaften, die Leitungen ermöglichen 

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Was messen Leistungstests?

Messen realisierte Leistung bei bestimmten Aufgaben

25
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Wann ist eine Leistung ein Indikator für die Fähigkeit?

die realisierte Leistung ist nur dann ein Indikator für Fähigkeit, wenn Leistungsmotivation (Anstrengung) hoch ist!

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Klassifikation von Leistungstest nach Leistungsbereichen? 

  • Allgemeine Leistungstest (z.B. Konzentrationsfähigkeit)  

  • Intelligenztests und spezielle Fähigkeitstests

  • Wissenstests

  • Eignungstests

  • Entwicklungstests

  • Schultests

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Was kennzeichnet indirekte Erfassungsmethoden? 

Merkmale werden nicht direkt erfragt, sondern indirekt aus dem gezeigten Verhalten (der Performanz) in einer von der diagnostizierenden Person vorgegebenen Situation erschlossen

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Eigenschaften indirekter Erfassungsmethoden

  • Intransperenz: Nicht offensichtlich, welche Informationen des gezeigten Verhaltens ausgewertet werden und welche Bedeutung diese für ForscherIn haben

=> dadurch geringere Verfälschbarkeit

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Arten von indirekten Verfahren

  • Objektiv erfassbare Verhaltensaspekte

  • Reaktionszeitgestützte Verfahren

  • Projektive Verfahren

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Objektiv erfassbare Verhaktensaspekte

Grundprinzip: Erfassen durch Auszählen, Zeit messen, Abwiegen 

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Reaktionszeitgestützte Verfahren

Grundprinzip: Messung der Reaktionszeit bei spezifischen Aufgaben

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Projektive Verfahren

Grundannahme: Mechanismus der Projektion: Übertragung der eigenen tabuisierten Wünsche oder Phantasien auf andere Personen

Vorgehen: Messung von Reaktionen auf mehrdeutige Stimuli zur Erfassung von Personen merkmalen

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Arten von projektiven Verfahren 

  • Verbale Ergänzungsverfahren 

  • Thematische Apperzeptionstests

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Nicht reaktive Verfahren

beruhen auf dem Prinzip der “unaufdringlichen” Messung

=> Personen sind sich nicht dessen bewusst, dass ihr Verhalten für einen wissenschaftlichen Zweck registriert und ausgewertet wird

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Multimethodales Vorgehen

Verschiedene Methoden werden zur Erfassung von Merkmalen bzw. zur Beantwortung einer Fragestellung eingesetzt

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Vorteile der multimethodalen Vorgehens

  1. 1. Jede Erfassungsmethode hat ihre spezifischen Vor-/ Nachteile 

  2. Multimodalität psychologischer Konstrukte 

  3. Analyse der Validität von Erfassungsmethoden möglich 

  4. Divergenz von Methoden als Chance für wissenschaftliche Erkenntnis 

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