LE 2.2 Ausscheidung

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Harnkontinenz Definition

willkürliche Entleerung d. Blase; Fähigkeit, Bedürfnisse zu kommunizieren, um Hilfestellung zu erhalten, wenn Einschränkungen beim selbstständigen Toilettengang bestehen

2
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Harninkontinenz

unwillkürlicher Urinabgang zu ungeeigneter Zeit an ungeeigneten Ort

3
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Wie viele Formen der Harninkontinenz gibt es?

6

4
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Welche Formen der Harninkontinenz gibt es?

funktionelle, Stress-, Drang-, Misch-, Extraurethrale & bei chronischer Harnretention

5
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Was ist die funktionelle Inkontinenz?

  • Unfähigkeit Toilette rechtzeitig zu erreichen (kontinenter Pat.)

  • Störung Kognition/Mobilität → nicht Urogenitaltraktes

6
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Was ist die Stressinkontinenz?

  • abdominale Druckerhöhung → unwillkürlicher Urinverlust

  • durch z.B. körperliche Anstrengung, Husten/Pressen

  • Blasensensibilität & -motorik normal → Störung d. Blasenverschlusses

7
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Wie wird Stressinkontinenz auch genannt?

Belastungsinkontinenz

8
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Was sind die Ursachen einer Stressinkontinenz?

Frauen: Senkung d. Gebärmutter nach Geburten

Männer: häufig zeitlich begrenzte postoperative Erscheinung nach radikaler Prostatektomie

9
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Was ist die Dranginkontinenz?

  • geringe Blasenfüllung → starker, plötzlicher, zwanghafter Harndrang → Enuresis nicht verhindert werden

10
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Was sind Ursachen einer Dranginkontinenz?

  • neurogen → Schädigung d. zentralen Miktionszentrums

  • intermittierende HWI

11
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Was ist die Mischinkontinenz?

  • unfreiwilliger Urinverlust sowohl im Zusammenhang mit Harndrang als auch bei körperlicher Belastung

12
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Was sind die Ursachen einer Mischinkontinenz?

  • Mischung verschiedener Ursachen

  • wie bei Drang- & Stressinkontinenz

13
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Was ist die extraurethrale Inkontinenz?

  • Urin fließt nicht nur über Urethra nach außen ab → zusätzlich über Fisteln in VagIna, Darm oder an Hautoberfläche

14
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Was ist Inkontinenz bei chronischer Harnretention?

  • unvollständige Blasenentleerung mit & ohne unfreiwilligen Urinverlust

  • i.d.R. eher schmerzlos

15
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Was sind Ursachen einer Inkontinenz bei chronischer Harnretention?

  • Abflusshindernis

  • nerval → Schädigung Rückenmarks

  • Arzneimittel (Spasmolytika, Antidepressiva)

16
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Was können geschlechterunabhängige Risikofaktoren für eine Harninkontinenz sein?

  • BMI>25kg/m2

  • rauchen

  • Bewegungsmangel

  • Obstipation

  • ungünstige Flüssigkeit- & Nahrungsaufnahme (Blasenreizung etc.)

  • im Zusammenhang mit Grunderkrankungen wie Herzinsuffizienz

  • neurologische + psychiatrische Erkrankungen

  • Hormonersatztherapie

  • Entwicklungsstörungen

  • langfristige Krankenhausaufenthalte → Abhängigkeit

  • Medikamente wie Diuretika

  • Funktionelle Aspekte wie beeinträchtigte Mobilität

  • Umweltfaktoren

17
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Was können Risikofaktoren für Frauen für eine Harninkontinenz sein?

  • mehrere Geburten

  • hohes Geburtsgewicht d. Kindes

  • genetische Dispositionen

  • frühere Hysterektomien oder Beckenoperationen

  • Operationen + Therapien in gynäkologischer Onkologie

  • Enuresis in Kindheit

  • exzessive sportliche Betätigung

18
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Was können Risikofaktoren für Männer für eine Harninkontinenz sein?

  • Erkrankungen + Operationen an Prostata

19
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Was sind mögliche Anzeichen für eine Harninkontinenz?

  • häufige Toilettengänge

  • verstecken verunreinigter Kleidung

  • unruhiges Verhalten

  • auffälliger Geruch

  • Hautveränderungen im Intimbereich

20
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Was sind typische Symptome einer Harninkontinenz?

  • unwillkürlicher Harnverlust bei körperlicher Betätigung, auch Husten und/oder einhergehend mit Harndrang

  • verzögerter Beginn der Miktion

  • pressen beim Wasserlassen

  • ständiger Harnabgang

  • überaktive Blase: Harndrang mit/ohne Inkontinenz, mit Pollakisurie + Nykturie

  • Dysurie

  • Enuresis + Enuresis nocturna

21
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Was bedeutet Dysurie?

Brennen beim Wasserlassen

22
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Was bedeutet Pollakisurie?

häufiger Harndrang mit Emntleerung nur geringer Urinmengen, Gesamttagesmenge bleibt normal

23
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Was bedeutet Nykturie?

nächtliches Wasserlassen

24
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Welche Auswirkungen auf die Lebensqualität kann eine Harninkontinenz haben?

  • Kontrollverlust → Angst, Scham, Schuldgefühle

  • soziale Isolation/ Vermeidung v. Öffentlichkeit/ Verheimlichung d. Problems

  • Minderung d. Selbstwertgefühls → Passivität, Aggressionen, Depressionen, Suizidgedanken

  • eingeschränkte/unmögliche Ausübung sozialer Rollen

  • Beeinträchtigung d. Sexualität + partnerschaftlichen Beziehung

  • erschwertes Finden v. Partnerschaften

  • zunehmende Belastung informeller Pflegebeziehungen

  • Identitätsprobleme

  • verstärktes Belastungsempfinden

  • Risiko für Hautdefekte

  • Anfälligkeit für HWI

  • Einschränkung d. Flüssigkeitsaufnahme

25
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Wie viele Kontinenzprofile gibt es?

6

26
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Welche Kontinenzprofile gibt es?

Kontinenz, unabhängig erreichte Kontinenz, abhängig erreichte Kontinenz, unabhängig kompensierte Inkontinenz, abhängig kompensierte Inkontinenz, nicht kompensierte Inkontinenz

27
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘Kontinenz’?

  • kein unwillkürlicher Harnverlust

  • keine personelle Hilfe notwendig

  • keine Hilfsmittel

28
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘unabhängig erreichte Kontinenz’?

  • kein unwillkürlicher Harnverlust

  • keine personelle Unterstützung notwendig

  • selbstständige Durchführung kontinenzerhaltender Maßnahmen

29
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Was ist der Unterschied zwischen Kontinenz und unabhängig erreichter Kontinenz?

Personen durch körperliche Lage gehindert, Kontinenz ohne Hilfsmittel zu erreichen

30
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘abhängig erreichte Kontinenz’?

  • kein unwillkürlicher Harnverlust

  • personelle Unterstützung bei Durchführung v. kontinenzerhaltenden Maßnahmen notwendig

31
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘unabhängig kompensierte Inkontinenz’?

  • unwillkürlicher Harnverlust

  • keine personelle Unterstützung bei Versorgung mit Hilfsmitteln → selbstständig

32
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘abhängig kompensierte Inkontinenz’?

  • unwillkürlicher Harnverlust

  • personelle Unterstützung bei Inkontinenzversorgung notwendig

33
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Was sind die Merkmale des Kontinenzprofils ‘nicht kompensierte Inkontinenz’?

  • unwillkürlicher Harnverlust

  • personelle Unterstützung + therapeutische bzw. Versorgungsmaßnahmen werden nicht in Anspruch genommen

34
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Was ist das differenzierte pflegerische Assessment bzgl. Kontinenz?

Miktionsprotokoll

35
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Was umfasst das Miktionsprotokoll?

  • Anzahl + Volumen d. Miktion

  • Häufigkeiten ungewollten Urinverlustes + situative Bedingungen

  • eingeforderter Unterstützungsbedarf/Selbstständigkeit (Kontinenzprofil)

  • Trinkgewohnheiten

  • Hilfsmittel/Trainingsmethoden

36
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Welche Methoden können noch verwendet werden um die Kontinenz einer Person einzuschätzen?

  • Befragung (Schaffen rechtzeitig zur Toilette?)

  • Beobachtung (typ. Anzeichen)

  • Arztinfo → weitere Diagnostik

37
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Wie wird die Wasserbilanz im Körper reguliert?

über 3 Hormone, die an Niere wirken

38
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Welche Hormone sind an der Regulation der Wasserbilanz beteiligt?

ADH, Aldosteron, Natriuretische Peptide z.B. ANP

39
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Wofür ist ADH in der Wasserbilanzregulierung?

erhöht Wasserdurchlässigkeit in Sammelrohren → Wasserrückgewinnung

40
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Wofür ist Aldosteron in der Wasserbilanzregulierung?

Erhöhung d. Resorption v. Salz + Flüssigkeit

41
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Wofür ist ANP in der Wasserbilanzregulierung?

Aldosteronantagonist, fördert Natriumausscheidung → Harnbildung

42
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Was sollte während einer Wasserbilanzierung täglich außerdem beachtet werden?

Körpergewichtsmessung, Spannungszustand d. Haut, Zu- & Abnahme v. Ödemen durch Messung (z.B. Beinumfang)

43
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ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz

Einfuhr = Ausfuhr

44
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positive Flüssigkeitsbilanz

Einfuhr > Ausfuhr

45
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Wann kommt es zu einer positiven Bilanz?

Niereninsuffizienz, dekompensierte Herzinsuffizienz

46
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negative Flüssigkeitsbilanz

Einfuhr < Ausfuhr

47
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Wann kommt es zu einer negativen Bilanz?

Diuretikagabe zur Ödemausschwemmung

48
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Was sind mögliche Fehrlerquellen bei einer Bilanzierung?

  • mangelhafte Mitarbeit

  • fehlerhaftes Volumen d. Gefäße

  • Inkontinenz

  • starkes Schwitzen

  • fehlende Berücksichtigung v. Flüssigkeitsverlusten durch Fieber, Sonden, Drainagen

49
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Wo erfolgt die Urinbildung?

Nephron

50
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Was sind Nephrone?

Nierenkörperchen + Harnkanälchen

51
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Was ist die Aufgabe von Nephrone?

Bildung Primärharn oder Glomerulusfiltrat

52
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Was passiert mit dem Primärharn im Tubulusapparat?

durch Resorptionsvorgänge stark konzentriert + durch Sekretionsvorgänge mit Stoffwechselendprodukten angereichert

53
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Was ist die Henle-Schleife?

geraden Teile v. proximalem + distalem Tubulus + dünner intermediäre Tubulus

54
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Was fällt alles unter die ableitenden Harnwege?

Nierenkelche, Ureter, Harnblase, Urethra, innerer + äußerer Harnröhrenschließmuskel

55
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Wodurch wird der Urin im Nierenbecken in die Harnleiter abtransportiert?

glatte Muskelfasern in der Wand

56
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Wie funktioniert die Harnblasenentleerung?

willkürliche Auslösung → reflektorischer Ablauf

57
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Was sind Aufgaben der Nieren?

  • Ausscheidung v. Stoffwechselendprodukten (v.a. harnpflichtige Substanzen)

  • Ausscheidung v. Fremdsubstanzen wie Medikamente + Umweltgifte

  • Regulation d. Elektrolythaushaltes/ Elektrolytkonzentration

  • Konstanthaltung Wassergehaltes + osmotischen Drucks

  • Aufrechterhaltung d. Säure-Basen-Gleichgewichtes (v.a. pH-Wert)

  • Bildung (hormonähnlichen) Enzyms Renin (beeinflusst Elektrolythaushalt + RR)

  • Produktion Hormones Erytthtropoetin (stimuliert Blutbildung)

  • Umwandlung Vitamin-D-Vorstufe in wirksames Vitamin-D-Hormon

58
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Welche sind die harnpflichtigen Substanzen?

Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure

59
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Was ist ein Diuretika?

Arzneimittel, bewirkt vermehrte Harnausscheidung

60
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Was sind Indikationen für eine Diuretikatherapie?

  • akute/chronische Ödeme

  • arterielle Hypertonie

  • Herzinsuffizienz

  • forcierte Diurese bei Intoxikation + akutem Nierenversagen

  • Niereninsuffizienz

  • Aszites infolge Leberzirrhose

61
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Wie ist das Prinzip eines Diuretikas?

  • greifen an unterschiedlichen Orten d. Tubulussystems + Sammelrohren an

  • verhindern v.a. Rückresorption v. NaCl + Wasser oder binden Wasser im Tubulussystem

62
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Welche Nebenwirkungen kann ein Diuretika haben?

  • erhöhter Flüssigkeitsverlust mit RR-Abfall (bis zum Kreislaufkollaps)

  • erhöhte Thrombosegefahr

  • Elektrolytverschiebungen

63
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Welche Elektrolytverschiebungen sind durch Diuretika möglich?

  • Hypokaliämie

  • Hypomagnesiämie mit Wadenkrämpfen, Gichtanfällen bei Schleifendiuretika

  • Hyperkaliämie (bei kaliumsparenden Diuretika)

64
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Wann müssen Diuretika verwendet werden?

  • Ödembildung

  • Hypertonie

  • Beeinträchtigung d. Herz-Kreislauf-Systems

  • Oligurie bzw. Anurie

  • Beeinträchtigung d. Atmung

65
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Was sind Anzeichen einer zu hohen Dosierung von Diuretika?

  • Polyurie

  • Polydipsie

  • Dehydratation

  • allgemeine Schwäche

  • Müdigkeit

  • stehende Hautfalten

  • trockene Mundschleimhaut

  • Obstipation

  • Kopfschmerzen

  • Krampfanfälle

  • Herzrhythmusstörungen

  • EKG-Veränderungen

  • Elektrolytentgleisungen

  • erhöhte Blutzuckerwerte

66
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Was sind Anzeichen einer zu niedrigen Dosierung von Diuretika?

  • nachlassende Wirkung (anhaltende Oligurie/Anurie)

  • anhaltende Beschwerden durch Grunderkrankung

67
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Welche Wirkstoffgruppen von Diuretika gibt es?

Schleifendiuretika, Thiazid-Diuretika, kaliumsparende Diuretika, Aldosterin-Antagonisten, Osmodiuretika

68
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Was ist der Wirkungsort des Schleifendiuretikas?

Henle-Schleife

69
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Was ist die Wirkungsweise des Schleifendiuretikas?

hemmen Rückresorption v. Natrium ins Blutsystem, Natrium + somit Wasser verbleibt im Tubulus (Osmose)

70
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Was sind die Indikationen für ein Schleifendiuretika?

(akute) Ödeme

71
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Was ist der Wirkungsort des Thiazid-Diuretikas?

früher, distaler Tubulus

72
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Was ist die Wirkungsweise des Thiazid-Diuretikas?

hemmen Natriumrückresorption

73
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Was sind die Indikationen für ein Thiazid-Diuretika?

Herzinsuffizienz, Hypertonie, Ödeme, Diabetes insipidus renalis

74
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Was ist der Wirkungsort des kaliumsparenden Diuretikas?

Spätdistaler Tibulus + Sammelrohr

75
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Wie ist die Wirkungsweise von kaliumsparenden Diuretikas?

Hemmen Natriumkanänle → vermehrte Natrium- & Wasserausscheidung (Osmose)

76
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Was sind die Indikationen für ein kaliumsparendes Diuretika?

Herzinsuffizienz, Hypertonie, Präparat zur Kombinationstherapie mit Schleifendiuretika/Thiazide

77
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Was ist der Wirkungsort von Aldosteron-Antagonisten?

Spätdistaler Tubulus

78
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Wie ist die Wirkungsweise von Aldosteron-Antagonisten?

Blockierung v. Aldosteron → weniger Natrium + Wasser rückresorbiert

79
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Was sind die Indikationen für ein Aldosteron-Antagonist?

Primärer Hyperaldosteronismus, Ödeme mit sekundärem Hyperaldosteronismus, Herzinsuffizienz

80
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Was ist der Wirkungsort von Osmodiuretika?

Proximaler Tubulus

81
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Wie ist die Wirkungsweise von Osmodiuretika?

Sog. Zuckerallkohole, welche in Niere frei filtriert werden + haben starke osmotische Wirkung

82
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Was sind die Indikationen für ein Osmodiuretika?

Hirnödeme, drohendes Nierenversagen, forcierte Diurese

83
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Wann wird eine forcierte Diurese durchgeführt?

Bei Vergiftungen

84
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Was sind die Pflegeinterventionen bei einer Diuretikatherapie?

  • Kontrolle: RR, HF, Gewicht, evtl. Einfuhr/Ausfuhr

  • Thromboseprophylaxe

  • Beobachtung auf Zeichen für Exsikkose

  • Beobachten Auf Elektrolytverschiebungen

  • Obstipationsprophylaxe

  • Richtigen Zeitpunkt d. Gabe beachten

85
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Warum muss bei einer Diuretikatherapie eine Thromboseprophylaxe durch geführt werden?

Erhöhung der Blutviskosität & Hämokonzentration

86
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Auf welche Anzeichen für eine Exsikkose muss man achten?

Haut, Kreislaufbeschwerden

87
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Welche Dehydratationsform liegt bei einer Exsikkose durch Diuretika vor?

hypoton

88
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Was sind Symptome einer Elektrolytverschiebung?

Wadenkrämpfe, Herzrhythmusstörungen

89
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Weshalb muss bei einer Diuretiktherapie eine Obstipationsprophylaxe durchgeführt werden?

veränderter Flüssigkeitshaushalt

90
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Weshalb ist der richtige Zeitpunkt für die Diuretikagabe wichtig?

max. therapeutische Wirkung erzielen + Lebensqualität d. Pat. nicht durch Nykturie einschränken

91
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Definition Dehydratation

Unterwässerung, “Volumendefizit”

92
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wodurch entsteht eine Dehydratation?

vermindertes Flüssigkeitsangebot, erhöhte Verluste durch Schwitzen/Diarrhoe

93
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Wer sind die Risikogruppen einer Dehydratation?

Kinder, alte Menschen

94
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Was sind Warnhinweise einer Dehydratation?

  • trockene Schleimhäute

  • Stehende Hautfalten

  • Schwäche, Kreislaufbeschwerden mit Kollapsneigung

  • wenig Urin mit starker Konzentration

95
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Was sind die Warnhinweise einer Dehydratation bei Säuglingen?

Orientierung an letzter Gewichtsmessung + damit Einschätzung einer Gewichtsabnahme + somit ob zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen wurde

96
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Welche Formen der Dehydratation gibt es?

isoton, hyperton, hypoton

97
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Ursache isotone Dehydratation

Gleichmäßiger Verlust von Wasser + Salz (Blutverlust, Emesis, Diarrhoe)

98
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Wie verhält sich das Flüssigkeitsvolumen bei einer isotonen Dehydratation?

Sinkt im Extrazellularraum, kein Ausströmen v. Flüssigkeit → intrazellulares Flüssigkeitsvolumen verändert nicht

99
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Was sind die Interventionen bei einer isotonen Dehydratation?

0,9% NaCl, Vollelektrolytlösung

100
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Ursachen hypertone Dehydratation

Folgen v. fehlender Flüssigkeitszifuhr → Wasserverlust > Salzverlust

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