1/29
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Demografischer Wandel
Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur hinsichtlich Alter, Geschlecht und Anzahl der Menschen.
Drei Faktoren der Bevölkerungsstruktur
Geburten (generatives Verhalten), Lebensdauer (Lebenserwartung) und Migration (Zu- und Abwanderung).
Historischer Geburtenrückgang
Ein seit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert anhaltender Trend in fast allen Industrienationen.
Baby-Boom (ca. 1955–1965)
Eine Phase stark steigender Geburtenzahlen in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Pillenknick
Der drastische Geburtenrückgang ab Mitte der 1960er durch die Antibabypille und den gesellschaftlichen Wertewandel.
Geburtenrate in der DDR
Lag deutlich über der westdeutschen Rate, brach aber nach der Wende 1989/90 schlagartig ein.
Generationenvertrag (Umlageverfahren)
Das Rentenprinzip, bei dem die arbeitende Bevölkerung die Renten der aktuellen Ruheständler direkt finanziert.
Rentnerschwemme / Rentnerberge
Metaphern für die massive Zunahme von Rentnern im Vergleich zu Beitragszahlern.
Krieg der Generationen / Verteilungskämpfe
Mögliche Konflikte zwischen Jung und Alt aufgrund der ungerechten finanziellen Belastung der jüngeren Genera
Anstieg der Lebenserwartung (Ursachen)
Medizinischer Fortschritt, verbesserte Hygiene, bessere Gesundheitsversorgung und allgemeiner Wohlstand.
Lebenserwartung Frauen vs. Männer
Frauen ca. 83,4 Jahre, Männer ca. 78,4 Jahre (Frauen leben länger durch gesünderen Lebensstil).
Persönliche Gründe für Geburtenrückgang
Lange Ausbildungszeiten, fehlender Partner, hoher Lebensstandard und Emanzipation der Frau.
Politische Gründe für Geburtenrückgang
Unzureichende staatliche Leistungen (Kindergeld) und fehlende Kinderbetreuungsangebote (Kitas).
Gesellschaftliche Gründe für Geburtenrückgang
Hohe Kosten für Bildung, zu kleine Wohnungen, geringes Einkommen und Angst vor Arbeitslosigkeit.
Medizinische Gründe für Geburtenrückgang
Moderne Empfängnisverhütung und das Hinauszögern des Kinderwunsches bis ins hohe Alter.
Folgen für das Rentensystem
Früher versorgten 100 Erwerbstätige 32 Rentner; bis 2050 wird sich diese Last voraussichtlich verдоppelн.
Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Das Angebot an Arbeitskräften verringert sich deutlich; Belegschaften in Unternehmen werden älter.
Bedeutung der Migration
Zuwanderung beeinflusst maßgeblich die Altersstruktur und ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung.
Gastarbeiter-Migration (1950er)
Angeworbene Arbeitskräfte aus Südeuropa, die zum westdeutschen Wirtschaftswunder beitrugen.
Ost-West-Wanderung (nach 1990)
Massive Abwanderung von ca. 2,6 Mio. Menschen aus Ostdeutschland in den Westen nach dem Ende der DDR.
Flüchtlingsmigration (seit 2015)
Einwanderung von Hunderttausenden Menschen aus dem Nahen Osten als neue gesellschaftliche Herausforderung.
Kritik an demografischen Prognosen
Prognosen sind nur Modelle; unvorhersehbare Ereignisse (Kriege, Erfindungen) können die Struktur schlagartig ändern.
Chancen des demografischen Wandels
Längere gesunde Lebensspannen, neue Wirtschaftspotenziale (Silver Economy) und neue Wohnmodelle im Alter.
Politische Reaktionsmaßnahmen
Rentenreformen, Anhebung des Rentenalters, Elterngeld und kontrollierte Zuwanderung.
Reproduktionsniveau
Die Geburtenrate von ca. 2,1 Kindern pro Frau, die für eine stabile Bevölkerungszahl nötig wäre.
Altenquotient
Das Verhältnis der Personen im Rentenalter zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.
Pflegenotstand (Folge)
Steigende Anzahl an Pflegebedürftigen durch höhere Lebenserwartung belastet das Gesundheitssystem.
Herausforderung Infrastruktur
In schrumpfenden Gebieten drohen "verödete Landschaften" und der Rückzug öffentlicher Dienste.
Kontrollierte Zuwanderung (Zuwanderungsgesetz)
Politische Strategie, um Fachkräfte anzuziehen und die Überalterung der Nation zu kompensieren.
Schrumpfende Gesellschaft
Zustand, wenn die Sterberate dauerhaft höher ist als die Geburtenrate und Migration dies nicht ausgleicht.