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-Sozialisationsinstanzen, Entwicklungsaufgaben (Klaus Hurrelman), Äußere/Innere Realität, Produktive Realitätsverarbeitung
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Sozialisationsinstanzen
Sozialisationsinstanzen sind Einflüsse auf die Entwicklung, es gibt, Primäre (Eltern, Familie, für Normen/Werte und Sprache), Sekundäre (Freunde, Schule, Vereine, für Sozialisieren in Gruppen und Integration in eine Gesellschaft) und Tertiäre (Beruf, Medien, für Anpassung und Rollenbilder)
Entwicklungsaufgaben nach Klaus Hurrelman
Entwicklungsaufgaben sind Aufgaben die laut Hurrelman notwendig sind für eine stabile Persönlichkeit, dazu gehört, 1.Qualifizieren (Schule/Beruf, Lernen von Selbstdisziplin z.B. Schulabschluss schaffen, Berufswahl treffen), 2.Binden (Aufbau stabiler Beziehungen zu anderen z.B. Freundschaften, Liebesbeziehungen), 3.Konsumieren (Entwicklung eines eigenen Lebensstils z.B. Style, Musik, Hobbys), 4.Partizipieren (Entwicklung eigener Werte, Meinungen, gesellschaftliche Verantwortung z.B. Moralische Haltung, Politische Meinung bilden)
Alle 4 zusammen: Bilden eine stabile Persönlichkeit (Ich-Identität), man entwickelt ein stabiles Selbstbild, Selbstvertrauen und ist fähig eigene Entscheidungen zu treffen
Äußere- und Innere Realität
Äußere Realität: Alles von außen (Umwelt), wie Familie, Freunde, Schule, Medien, Freizeit, Gesellschaft
Innere Realität: Alles was in einem Selbst liegt, wie Psyche, Körperliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Bedürfnisse
Zusammenspiel der beiden ergibt: Identität
Produktive Realitätsverarbeitung
-Jugendliche sind nicht passiv, sondern verarbeiten aktiv ihr Leben
-Sie gestalten aktiv mit und haben Einfluss auf ihre eigene Entwicklung
Ziel: Aufbau einer Ich-Identität
Dazu gibt es 5 Thesen (Prozesse die jeder Jugendliche macht, aber unterschiedlich meistert) :
1.These Produktive Verarbeitung: Entwicklung durch eigenes Handeln, Setzen sich mit sich und der Umwelt auseinander
2.These Zusammenspiel von innerer/äußerer Realität: Beide müssen im Gleichgewicht stehen, beide müssen zusammen passen, jeder verarbeitet auf seine eigene Weise
3.These Individuelle Entwicklung: Jugendliche müssen bestimmte Aufgaben bewältigen (Beruf finden, Werte entwickeln,…), diese entstehen aus: persönlichen Voraussetzungen und gesellschaftlichen Erwartungen, jeder entwickelt sich anders (es gibt keinen festen/vorgeschriebene Weg)
4.These Identitätsentwicklung: Ziel: Eine stabile Ich-Identität, d.h. eigene Werte entwickeln, sich selbst verstehen (Wer bin ich?, Wofür stehe ich?)
5.These Gelingen oder Misslingen: Gelingen: stabile Persönlichkeit, Misslingen: Probleme/Krisen (Unsicherheit, problematisches Verhalten), kann gut oder schief gehen, hängt davon ab wie gut man mit der Umwelt und sich selbst klarkommt