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Ausgangsituation und sowas
Oslo-I-Abkommen
- Akteure: Israel, PLO, USA (= Vermittler)
- Methodik: geheime Gespräche zw. Israel und PLO
- Inhalte:
- Gegenseitige Anerkennung von Israel und PLO
- Prinzip „Land für Frieden" —> schrittweise Abzug israelischer Truppen aus den 1967 besetzten Gebieten
- Errichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) —> Selbstverwaltung
- Durchführung freier, direkter, allgemeiner Wahlen im Westjordanland u. Gazastreifen
—> 2000: Scheitern eines Friedensabkommens
Gründe für das Scheitern des Osloer Abkommens
- wichtigste Streitfragen, u.a. Status Jerusalems, Flüchtlinge, jüdische Siedlungen, Grenzen aufgeschoben auf sog. Endstatusverhandlungen
- keine Begrenzung der israelischen Siedlungsaktivität
- extremes Machtungleichgewicht zw. Israel und Palästinenser, keine Schiedsinstanz (!)
- Fehlende Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten
- Radikale Kräfte auf beiden Seiten:
a) Selbstmordanschläge der Hamas in Israel, Negierung des Existenzrechts Israels, Ablehnung der Friedensprozesses
—> Zunehmender Machtgewinn der Hamas
b) 1995: Ermordung des friedensbereiten Israelischen MP Rabin durch einen israelischen extremisten
- Regierungswechsel in Israel: Netanjahu (ab 1996)
—> Verzögerung des Truppenabzugs, Fortsetzung des Siedlungsbaus
- Zweite Intifada (2000 - 2005)
„Roadmap" (2003)
Folien Frau Kosmol?
Problematik von „Roadmap"
- Vorschlag von außen, d.h. Konfliktparteien nicht verhandelt
- Fehlende Verbindlichkeit —> reine Absichtserklärung
- Kein Durchsetzungsmechanismus des Quartetts bei Verstößen
- Palästinenser: Andauernde Gewalt —> mangelnde Autorität der PA im Westjordanland und Gazastreifen
- Israel: kein Stopp des Siedlungsbaus, seit 2002 Bau der Sperranlage zum Westjordanland, kein Rückzug aus allen besetzten Gebieten
- 2005: Abzug Israels aus dem Gazstreifen
- 2006: Hams gewinnt palästinensische Parlamentswahlen
—> Bürgerkrieg zwischen Hamas und Fatah
Grundsätzliche Probleme bei der Lösungsfindung
Jerusalem als wichtiger Ort für alle beteiligten Religionen
—> jeder hat Anspruch auf ideellen Wert
In der Geschichte wurde Jerusalem sowohl von Arabern, als auch von Juden gewaltsam erobert —> kein rechtmäßiger „Besitz"
jüdische Eigentumsurkunde über Israel aus der Bibel, also quasi selbstgeschrieben !Gefahr: Glaubenskrieg
Palästinenser mit Ahnen und langjähriger Vorgeschichte in Jerusalem
Palästinensische und israelische Erwartungen an eine Lösung
Palästina:
- Ende der Besatzung
- Palästinenserstaat
Israel:
- Sicherheit für Israelis im Kernland und im Westjordanland
Annahmen Palästinas und daraus resultierender Konflikt mit Israel
- Siedlungsstopp
- Truppenabzug
—> Siedlungen als Faustpfand/Druckmittel
—>Gewalt als Antwort
—> kein Truppenabzug
Gegner eines Kompromisser der Parteinen
Hamas
„From the river to the sea"
—> Terror
<—>
National-religiöse Siedler
„Auserwähltes Volk" als rechtmäßige Besitzer
—> Landnahme
Zusammenfassendes Fazit der größten Probleme
- mangelnde Kompromissfähigkeit auf beiden Seiten
—> Vorschläge werden nicht angenommen sondern unterwandert
—> Eskalation, Gewalt
- Israel mit Machtkonzentration
—> Staaten die hinter Israel stehen sorgen für unausgeglichenes Kräfteverhältnis
—> Siedlungsgebiete als Faustpfand (aufgrund von Misstrauen)
—> keine Bereitschaft zu Zweistaatenlösung
—> Anspruch auf ganzes Land von beiden Seiten