MBA Sustainability Management

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Was ist der Brundtland-Bericht?

Der Brundtland-Bericht (offiziell: „Unsere gemeinsame Zukunft“, englisch Our Common Future) ist ein zentraler Bericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1987, der das Konzept der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) geprägt und international bekannt gemacht hat:

„..die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“

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Was ist das Konzept der planetaren Grenzen und welche Grenzen gibt es?

Die planetaren Grenzen (planetary boundaries) sind ein wissenschaftliches Konzept, das beschreibt, welche Belastungen die Erde aushalten kann, ohne dass ihre ökologischen Systeme kippen.

Planetare Grenzen zeigen uns auf, wie wir die Erde nutzen können, ohne sie permanent zu schädigen. Sie geben an, wie viel wir von ihr nehmen/verschmutzen dürfen, um als Menschen weiterhin gut darauf leben zu können. Überschreiten wir diese Grenzen, wird es für Menschen schwierig darauf zu leben. Stell dir die Ökosysteme und Kreisläufe der Erde so vor wie die Systeme und Kreisläufe im menschlichen Körper: Wer leicht erhöhten Blutdruck hat, wird nicht sofort einen Herzinfarkt bekommen. Doch irgendwann überschreitet der Blutdruck eine Grenze, bei dem er langfristig nicht gesund ist – dann werden ernste Herzprobleme gleich viel wahrscheinlicher. Kommen andere Gesundheitsprobleme wie ein hoher Cholesterinspiegel oder Übergewicht dazu, wird ein Herzinfarkt noch viel wahrscheinlicher.

Bei den planetaren Grenzen ist es ähnlich: Sobald eine überschritten wird, muss sich die Menschheit auf nicht rückgängig zu machende Veränderungen in ihrer Umwelt einstellen – die wiederum den gesamten Planeten anfälliger für Schäden machen. Das führt dazu, dass andere planetare Grenzen schneller überschritten werden. Also so, wie uns eine Krankheit meist anfälliger für einige andere macht.

Diese irreversiblen Veränderungen in der Umwelt nennt man auch Kipp-Punkte. Lies hier mehr darüber:

Nr.

Bereich

Beschreibung

Status (Stand 2023)

1

Klimawandel

Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre – beeinflusst Temperatur, Wettersysteme usw.

🔴 Überschritten

2

Biodiversitätsverlust (Verlust biologischer Vielfalt)

Artensterben, Zerstörung von Lebensräumen, Verlust genetischer Vielfalt

🔴 Überschritten

3

Landnutzungsänderung

Abholzung, Urbanisierung, landwirtschaftliche Ausdehnung

🔴 Überschritten

4

Biogeochemische Kreisläufe (Stickstoff und Phosphor)

Überdüngung, Abwässer → Eutrophierung von Gewässern

🔴 Überschritten

5

Süßwassernutzung

Entnahme von Oberflächen- und Grundwasser

🟠 Teilweise überschritten

6

Versauerung der Ozeane

Aufnahme von CO₂ → sinkender pH-Wert im Meer → Bedrohung für Korallen & Plankton

🟡 Noch im sicheren Bereich, aber kritisch

7

Atmosphärische Aerosole

Feinstaub, Ruß, Partikel → beeinflussen Klima & Gesundheit

Unsicher / regional unterschiedlich

8

Chemische Verschmutzung (Neue Substanzen)

Plastik, Pestizide, Schwermetalle, PFAS usw.

🔴 Überschritten

9

Ozonabbau in der Stratosphäre

Schädigung der Ozonschicht durch FCKW

🟢 Wieder im sicheren Bereich (Dank internationaler Maßnahmen wie dem Montreal-Protokoll)

3
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Was gehört zu den “nicht regenerativen Ressourcen” und was sind sie?ber

Nicht regenerative Ressourcen sind natürliche Vorräte, die sich über Millionen Jahre gebildet haben und bei Nutzung erschöpft werden, weil ihre Neubildung sehr lange dauert oder gar nicht möglich ist. Dazu gehören:

Fossile Energieträger

Erdöl, Erdgas, Kohle, Torf

Entstanden aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren über Millionen Jahre; bei Verbrennung entstehen CO₂-Emissionen

Mineralische Rohstoffe

Eisen, Kupfer, Gold, Aluminium, Uran

Werden durch geologische Prozesse gebildet; sind endlich und schwer zu ersetzen

Radioaktive Stoffe

Uran, Thorium

Werden für Kernenergie genutzt; Vorkommen sind begrenzt, Entsorgung problematisch

4
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Was sind regenerative Ressourcen?

Regenerative Ressourcen erneuern sich laufend, weshalb die Nutzung eine geringere Umweltbelastung zur Folge hat. Dazu gehören:
Sonne, Wind, Wasser, Biomasse (Gülle, Küchenreste, Bioabfälle, Bakterien)

5
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GHG (Greenhouse Gas Protocol)

Das Greenhouse Gas Protocol ist der weltweit am häufigsten genutzte Standard zur Messung, Berichterstattung und Verwaltung von Treibhausgasemissionen für Unternehmen, Regierungen und Organisationen.

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Was versteht man unter “Scopes”?

Geltungsbereiche bei der Berechnung der unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen. Der Begriff Scopes entstammt dem Greenhouse Gas Protocol. Es geht darum THG-Emissionen als indirekt oder direkt zu klassifizieren. Direkte THG-Emissionen sind nach dem Greenhouse Gas Protocol Emissionen aus Quellen, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle des zu bilanzierenden Unternehmens befinden. Indirekte THG-Emissionen sind Emissionen, die eine Folge der Aktivität des Unternehmens sind, aber an der Quelle entstehen, die sich im Besitz oder in der Kontrolle eines anderen Unternehmens befinden.

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Scope 1

umfasst alle direkten THG-Emissionen, die direkt von Unternehmen verantwortet werden oder kontrolliert werden. Das sind Emissionen, die z.B. am Standort des Unternehmens entstehen (Erdgas, Brennstoffe, Kühlmittel, Heizkessel und Öfen) und auch Emissionen des eigenen Fuhrparks.

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Scope 2

das sind indirekte THG-Emissionen, die aus eingekaufter Energie (Strom, Wasserdampf, Fernwärme- oder -kälte) entstehen. Indirekt weil diese ausserhalb der eigenen Systemgrenzen von Unternehmen erzeugt werden.

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Scope 3

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Was sind die SDG’s? Wie viele gibt es?

Es gibt 17 Sustainable Development Goals, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Die 17 Ziele enthalten 169 Unterziele und 304 Indikatoren.

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Nenne mir die 17 SDG’s

  1. Keine Armut: Armut in allen ihren Formen und überall beenden.

  2. Kein Hunger: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft fördern.

  3. Gesundheit & Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten.

  4. Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung sicherstellen.

  5. Geschlechtergleichheit: Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung aller Frauen und Mädchen.

  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung gewährleisten.

  7. Bezahlbare & saubere Energie: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie sichern.

  8. Menschenwürdige Arbeit & Wirtschaftswachstum: Produktives Beschäftigungswachstum und menschenwürdige Arbeit fördern.

  9. Industrie, Innovation & Infrastruktur: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen und nachhaltige Industrialisierung fördern.

  10. Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten verringern.

  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

  12. Nachhaltiger Konsum und Produktion: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.

  13. Massnahmen zum Klimaschutz: Sofortige Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

  14. Leben unter Wasser: Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig nutzen und schützen.

  15. Leben an Land: Landökosysteme schützen, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen und Biodiversität erhalten.

  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern, Rechtsstaatlichkeit sichern.

  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Globale Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung stärken und umsetzen.

Die SDGs sollen bis 2030 erreicht werden und gelten als Leitplan für eine nachhaltige Zukunft.

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Was ist “CSRD”?

Die CSRD ist die Corporate Sustainability Reporting Directive, die am 5. Januar 2023 von der EU verabschiedet wird. Diese Richtlinie musste danach in nationales Recht eingebettet werden. Früher waren es folgende Kriterien:

  • 250 MA

  • Bilanzsumme 25 Mio. EUR

  • Nettoumsatz 50 Mio. EUR

Das Omnibuspaket hat diese Zahlen verändert. Das Herzstück der CSRD ist die doppelte Wesentlichkeitsanalyse - d.h.:
insinde-out-perspektive: Wie wirkt das Unternehmen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft?

outside-in-perspektive: Wie wirken sich Umwelt- und Gesellschaftsthemen auf das Unternehmen aus?

So sollen für das Unternehmen wesentliche Themen eruiert werden. Meist sollten das ca. 10-12 Themen sein - nicht zu viele, da man sich ansonsten verzettelt. Die ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sind eig. die Anleitung, wie die CSRD zu erfüllen sind - sprich neuen, verbindlichen Standards, nach denen Unternehmen in der EU (und teilweise auch in der Schweiz, wenn sie EU-bezogene Geschäfte haben) ihre Nachhaltigkeitsberichte erstellen müssen.

13
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Was sind Vorteile der CSRD, Herausforderungen?

Vorteile: Vermeidung von Greenwashing, Transparenz auch für Investoren, breite Öffentlichkeit, Firma sollte sich auch tatsächlich mit dem Thema auseinandersetzen und sich verbessern, wodurch es auch Wettbewerbsvorteile erlangen kann (keine Alibi-Übung)

Herausforderungen:

  • wenig Knowhow vorhanden

  • viele Ressourcen werden benötigt (zeitlich, finanziell, personal, etc.)

  • Daten sind nicht vorhanden

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Nachhaltigkeitsberichterstattung

wichtig: Einbindung von Stakeholdern

  • bringt Wertschätzung

  • kann wertvollen Input generieren

  • sie sollten Bericht schliesslich lesen

  • evtl. anhand von Macht-Interesse-Matrix (wie viel Macht haben sie, wie viel Interesse)

  • Stakeholdermatrix: NIE veröffentlichen!!! weil drin steht, welcher Stakeholder wichtig ist 

  • desto kleiner die Zielgruppe, desto persönlicher angehen (z. B. 3 wichtige Sponsoren)

15
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Was ist die UN genau?

United Nations: Ist eine internationale Organisation, in der fast alle Staaten der Welt zusammenarbeiten und die nach dem zweiten Weltkrieg (1945) gegründet wurde und 193 Staaten hat, der Hauptsitz ist in New York. Die wichtigsten Ziele der UN sind:
- Weltfrieden & Sicherheit
- Menschenrechte schützen
- internationale Zusammnenarbeit
- Völkerrecht stärken

wichtige Unterorganisationen:
- UNICEF - Kinderhilfe
- WHO - Weltgesundheitsorganisation
- UNHCR - Flüchtlingshilfe
- UNESCO - Bildung, Kultur, Wissenschaft

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Was versteht man genau unter Biodiversität?

Unter Biodiversität wird die Vielfalt des Lebens auf der Erde verstanden.Dazu zählen drei Ebenen: die Vielfalt der Lebensräume (Wälder, Meere), die Vielfalt der Arten (Pflanzen, Tiere, Pilze) und die genetische Vielfalt innerhalb einer Art.

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Sustainable Development Goals (SDG) - 17 UN Goals

Die SDGs mit ihren Unterzielen und Indikatoren können für ein Unternehmen eine gute Hilfestellung leisten, wenn es darum geht, nachhaltiger zu werden. Man kann schauen, welche SDGs und Unterziele für das eigene Unternehmen relevant sind und wie man diese erreichen kann. Macht bei der Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie Sinn.

<p>Die SDGs mit ihren Unterzielen und Indikatoren können für ein Unternehmen eine gute Hilfestellung leisten, wenn es darum geht, nachhaltiger zu werden. Man kann schauen, welche SDGs und Unterziele für das eigene Unternehmen relevant sind und wie man diese erreichen kann. Macht bei der Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie Sinn. </p><p></p><p></p>
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Wie erstelle ich eine Nachhaltigkeitsstrategie?

  • was sind die gravierendsten Umweltbelastungen, für die mein Unternehmen verantwortlich ist? - dafür sind Daten wichtig

  • eine Auseinandersetzung mit den SDGs kann sehr sinnvoll sein - vor allem mit den Unterzielen

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Agenda 2030

2015 wurden die 17 SDG’s von 193 UN Mitgliedstaaten verabschiedet. Es geht darum, eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 umzusetzen. Das Pariser Klimaabkommen (auch 2015 von der UN verabschiedet) ist ein rechtlich verbindlicher Rahmen, der darauf abzielt die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten, wenn möglich unter 1,5°. Das Pariser Klimaabkommen ist somit eigentlich nur ein Teil der 17 UN SDGs (Ziel Nr. 13 = Massnahmen zum Klimaschutz).

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IPCC

Weltklimarat: Der IPCC macht selbst keine Forschung, bringt aber alle 6-7 Jahre einen Bericht heraus, der aus tausenden Klimastudien hervorgeht und aufzeigt, was passiert, warum und welche Optionen es gibt. Er bewertet den aktuellen Stand der Klimaforschung.
Von ihm stammt z.B. auch die Empfehlung, dass bis 2050 die globalen CO2-Emissionen auf netto null sinken sollten.

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Was heisst netto-null genau?

netto null heisst nicht, dass es keine THG mehr gibt. Aber es heisst, dass THG massiv reduziert werden müssen und die unvermeidbaren komplett entfernt werden müssen (z.B. Aufforstung, technische Entfernung aus der Luft). Netto-Null bis 2050 ist Ziel des EU Green Deals.

Also wir stossen zwar noch etwas aus, aber nicht mehr als von der Natur oder Technik wieder kompensiert werden kann.

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Ich möchte einen Vergleich ziehen: Ich habe ein Auto und nehme an, dass dieses sowohl mit Strom, Benzin oder Diesel laufen könnte. Wie kann ich nun ausrechnen, was das teuerste ist und was am meisten THG-Emissionen verursacht?

Berechnen wir das nun für 100 km:

Diesel: Verbrauch pro 100km x Preis pro Liter (Diesel: 5.5 L/100 km, 1.80 CHF/L → 5.5×1.80 = 9.90 CHF/100 km)

Benzin: Verbrauch pro 100km x Preis pro Liter (Benzin: 6.5 L/100 km, 1.95 CHF/L → 6.5×1.95 = 12.68 CHF/100 km)

Strom: Verbrauch pro 100km x Preis pro kWh (Strom: 18 kWh/100 km, 0.30 CHF/kWh → 18×0.30 = 5.40 CHF/100 km


nun zu den THG-Emissionen:
siehe bild

<p>Berechnen wir das nun für 100 km: <br><br><strong>Diesel: </strong>Verbrauch pro 100km x Preis pro Liter (Diesel: 5.5 L/100 km, 1.80 CHF/L → 5.5×1.80 = <strong>9.90 CHF/100 km)</strong> <br><br><strong>Benzin: </strong>Verbrauch pro 100km x Preis pro Liter (Benzin: 6.5 L/100 km, 1.95 CHF/L → 6.5×1.95 = <strong>12.68 CHF/100 km)</strong><br><br><strong>Strom: </strong>Verbrauch pro 100km x Preis pro kWh (Strom: 18 kWh/100 km, 0.30 CHF/kWh → 18×0.30 = <strong>5.40 CHF/100 km</strong><br><br><br><strong>nun zu den THG-Emissionen: </strong><br>siehe bild</p><p></p>
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wie wird eig. in der schweiz der strompreis berechnet?

Der Strompreis in der Schweiz entsteht aus mehreren Bausteinen, die zusammen deine Rechnung ergeben. Kurz gesagt:
👉 Nicht nur der Strom selbst ist teuer – auch Netz, Abgaben und Steuern zählen stark mit.


https://energie.ch/content/images/2023/12/image-1.pnghttps://cdn.statcdn.com/Statistic/1275000/1278749-blank-355.pnghttps://www.invisia.ch/wp-content/uploads/strompreis-schweiz-kwh-2024-1-1024x658.jpg

🔌 Die 4 Hauptbestandteile des Strompreises 1⃣ Energiepreis (Strom selbst)

Das ist der Preis für die tatsächlich gelieferte elektrische Energie.

  • Entsteht durch:

    • Produktion (Wasserkraft, Kernenergie, Solar, Import)

    • Einkauf am Strommarkt

  • Abhängig von:

    • Angebot & Nachfrage

    • Wetter (Wasserstände, Sonne)

    • Gas- & Strompreisen im Ausland (EU-Markt)

  • Wird festgelegt durch:

    • Deinen lokalen Stromversorger

👉 ca. 30–40 % des Endpreises


2⃣ Netznutzung (Transport & Infrastruktur) 🏗

Kosten für:

  • Stromleitungen

  • Umspannwerke

  • Unterhalt & Ausbau

  • Betriebssicherheit

Wichtig:

  • Die Netze sind regionale Monopole

  • Preise werden staatlich reguliert

Zuständig:

  • ElCom
    (Eidgenössische Elektrizitätskommission)

👉 ca. 30–40 %


3⃣ Abgaben & Umlagen 🌱

Politisch festgelegte Zuschläge, z. B.:

  • KEV / Netzzuschlag
    Förderung erneuerbarer Energien

  • Abgaben an Gemeinden & Kantone

  • Konzessionsabgaben

👉 ca. 15–20 %


4⃣ Mehrwertsteuer (MWST) 🧾

  • Aktuell 8,1 %

  • Wird auf alles erhoben

👉 ca. 5–8 %


📊 Typische Aufteilung (Haushalt)

Bestandteil

Anteil

Energie

~35 %

Netz

~35 %

Abgaben

~20 %

MWST

~10 %

(je nach Gemeinde & Anbieter unterschiedlich)


🌍 Warum schwankt der Strompreis so stark?

  • Internationale Strompreise (EU-Markt)

  • Wasserkraft-Jahr (viel/wenig Regen)

  • Gaspreise (v. a. im Winter)

  • Politische Entscheide (Förderungen, Netzausbau)

Die Schweiz ist stark mit dem europäischen Strommarkt verbunden, auch ohne formelles Stromabkommen.


🏠 Warum zahlt jeder Haushalt etwas anderes?

  • Unterschiedliche:

    • Gemeinden

    • Netzbetreiber

    • Stromprodukte (Standard, Ökostrom)

  • Jeder lokale Versorger reicht seine Kosten direkt an die Kundschaft weiter


🧠 Wichtig zu wissen

  • Haushalte können den Netzpreis nicht wählen

  • Teilweise kann man:

    • Stromprodukt (z. B. Wasserkraft vs. Mix) wählen

    • Anbieter wechseln (nur begrenzt, Markt teilweise liberalisiert)


🧩 Kurzfassung

Der Strompreis in der Schweiz entsteht aus Marktpreisen + regulierten Netzkosten + politischen Abgaben + Steuern.

Wenn du willst, erkläre ich dir auch:

  • warum Industrie oft weniger zahlt

  • 🧾 warum Preise zeitverzögert steigen

  • 🔌 wie sich Solarstrom vom eigenen Dach auswirkt

Sag einfach.

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Kyoto-Protokoll

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Corresponding Adjustments (Zertifikate Klimaschutz)

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CO2 Bepreisung (intern)

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