MBA Sustainability Management

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Was ist der Brundtland-Bericht?

Der Brundtland-Bericht (offiziell: „Unsere gemeinsame Zukunft“, englisch Our Common Future) ist ein zentraler Bericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1987, der das Konzept der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) geprägt und international bekannt gemacht hat:

„..die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“

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Was ist das Konzept der planetaren Grenzen und welche Grenzen gibt es?

Die planetaren Grenzen (planetary boundaries) sind ein wissenschaftliches Konzept, das beschreibt, welche Belastungen die Erde aushalten kann, ohne dass ihre ökologischen Systeme kippen.

Nr.

Bereich

Beschreibung

Status (Stand 2023)

1

Klimawandel

Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre – beeinflusst Temperatur, Wettersysteme usw.

🔴 Überschritten

2

Biodiversitätsverlust (Verlust biologischer Vielfalt)

Artensterben, Zerstörung von Lebensräumen, Verlust genetischer Vielfalt

🔴 Überschritten

3

Landnutzungsänderung

Abholzung, Urbanisierung, landwirtschaftliche Ausdehnung

🔴 Überschritten

4

Biogeochemische Kreisläufe (Stickstoff und Phosphor)

Überdüngung, Abwässer → Eutrophierung von Gewässern

🔴 Überschritten

5

Süßwassernutzung

Entnahme von Oberflächen- und Grundwasser

🟠 Teilweise überschritten

6

Versauerung der Ozeane

Aufnahme von CO₂ → sinkender pH-Wert im Meer → Bedrohung für Korallen & Plankton

🟡 Noch im sicheren Bereich, aber kritisch

7

Atmosphärische Aerosole

Feinstaub, Ruß, Partikel → beeinflussen Klima & Gesundheit

Unsicher / regional unterschiedlich

8

Chemische Verschmutzung (Neue Substanzen)

Plastik, Pestizide, Schwermetalle, PFAS usw.

🔴 Überschritten

9

Ozonabbau in der Stratosphäre

Schädigung der Ozonschicht durch FCKW

🟢 Wieder im sicheren Bereich (Dank internationaler Maßnahmen wie dem Montreal-Protokoll)

3
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Was gehört zu den “nicht regenerativen Ressourcen” und was sind sie?

Nicht regenerative Ressourcen sind natürliche Vorräte, die sich über Millionen Jahre gebildet haben und bei Nutzung erschöpft werden, weil ihre Neubildung sehr lange dauert oder gar nicht möglich ist. Dazu gehören:

Fossile Energieträger

Erdöl, Erdgas, Kohle, Torf

Entstanden aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren über Millionen Jahre; bei Verbrennung entstehen CO₂-Emissionen

Mineralische Rohstoffe

Eisen, Kupfer, Gold, Aluminium, Uran

Werden durch geologische Prozesse gebildet; sind endlich und schwer zu ersetzen

Radioaktive Stoffe

Uran, Thorium

Werden für Kernenergie genutzt; Vorkommen sind begrenzt, Entsorgung problematisch

4
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Was sind regenerative Ressourcen?

Regenerative Ressourcen erneuern sich laufend, weshalb die Nutzung eine geringere Umweltbelastung zur Folge hat. Dazu gehören:
Sonne, Wind, Wasser, Biomasse (Gülle, Küchenreste, Bioabfälle, Bakterien)

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GHG (Greenhouse Gas Protocol)

Das Greenhouse Gas Protocol ist der weltweit am häufigsten genutzte Standard zur Messung, Berichterstattung und Verwaltung von Treibhausgasemissionen für Unternehmen, Regierungen und Organisationen.

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Was versteht man unter “Scopes”?

Geltungsbereiche bei der Berechnung der unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen. Der Begriff Scopes entstammt dem Greenhouse Gas Protocol. Es geht darum THG-Emissionen als indirekt oder direkt zu klassifizieren. Direkte THG-Emissionen sind nach dem Greenhouse Gas Protocol Emissionen aus Quellen, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle des zu bilanzierenden Unternehmens befinden. Indirekte THG-Emissionen sind Emissionen, die eine Folge der Aktivität des Unternehmens sind, aber an der Quelle entstehen, die sich im Besitz oder in der Kontrolle eines anderen Unternehmens befinden.

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Scope 1

umfasst alle direkten THG-Emissionen, die direkt von Unternehmen verantwortet werden oder kontrolliert werden. Das sind Emissionen, die z.B. am Standort des Unternehmens entstehen (Erdgas, Brennstoffe, Kühlmittel, Heizkessel und Öfen) und auch Emissionen des eigenen Fuhrparks.

8
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Scope 2

das sind indirekte THG-Emissionen, die aus eingekaufter Energie (Strom, Wasserdampf, Fernwärme- oder -kälte) entstehen. Indirekt weil diese ausserhalb der eigenen Systemgrenzen von Unternehmen erzeugt werden.

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Scope 3

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Was sind die SDG’s? Wie viele gibt es?

Es gibt 17 Sustainable Development Goals, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Die 17 Ziele enthalten 169 Unterziele und 304 Indikatoren.

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Nenne mir die 17 SDG’s

  1. Keine Armut: Armut in allen ihren Formen und überall beenden.

  2. Kein Hunger: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft fördern.

  3. Gesundheit & Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten.

  4. Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung sicherstellen.

  5. Geschlechtergleichheit: Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung aller Frauen und Mädchen.

  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung gewährleisten.

  7. Bezahlbare & saubere Energie: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie sichern.

  8. Menschenwürdige Arbeit & Wirtschaftswachstum: Produktives Beschäftigungswachstum und menschenwürdige Arbeit fördern.

  9. Industrie, Innovation & Infrastruktur: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen und nachhaltige Industrialisierung fördern.

  10. Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten verringern.

  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

  12. Nachhaltiger Konsum und Produktion: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.

  13. Massnahmen zum Klimaschutz: Sofortige Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

  14. Leben unter Wasser: Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig nutzen und schützen.

  15. Leben an Land: Landökosysteme schützen, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen und Biodiversität erhalten.

  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern, Rechtsstaatlichkeit sichern.

  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Globale Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung stärken und umsetzen.

Die SDGs sollen bis 2030 erreicht werden und gelten als Leitplan für eine nachhaltige Zukunft.

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Was ist “CSRD”?

Die CSRD ist die Corporate Sustainability Reporting Directive, die am 5. Januar 2023 von der EU verabschiedet wird. Diese Richtlinie musste danach in nationales Recht eingebettet werden. Früher waren es folgende Kriterien:

  • 250 MA

  • Bilanzsumme 25 Mio. EUR

  • Nettoumsatz 50 Mio. EUR

Das Omnibuspaket hat diese Zahlen verändert. Das Herzstück der CSRD ist die doppelte Wesentlichkeitsanalyse - d.h.:
insinde-out-perspektive: Wie wirkt das Unternehmen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft?

outside-in-perspektive: Wie wirken sich Umwelt- und Gesellschaftsthemen auf das Unternehmen aus?

So sollen für das Unternehmen wesentliche Themen eruiert werden. Meist sollten das ca. 10-12 Themen sein - nicht zu viele, da man sich ansonsten verzettelt. Die ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sind eig. die Anleitung, wie die CSRD zu erfüllen sind - sprich neuen, verbindlichen Standards, nach denen Unternehmen in der EU (und teilweise auch in der Schweiz, wenn sie EU-bezogene Geschäfte haben) ihre Nachhaltigkeitsberichte erstellen müssen.

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Was sind Vorteile der CSRD, Herausforderungen?

Vorteile: Vermeidung von Greenwashing, Transparenz auch für Investoren, breite Öffentlichkeit, Firma sollte sich auch tatsächlich mit dem Thema auseinandersetzen und sich verbessern, wodurch es auch Wettbewerbsvorteile erlangen kann (keine Alibi-Übung)

Herausforderungen:

  • wenig Knowhow vorhanden

  • viele Ressourcen werden benötigt (zeitlich, finanziell, personal, etc.)

  • Daten sind nicht vorhanden

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Nachhaltigkeitsberichterstattung

wichtig: Einbindung von Stakeholdern

  • bringt Wertschätzung

  • kann wertvollen Input generieren

  • sie sollten Bericht schliesslich lesen

  • evtl. anhand von Macht-Interesse-Matrix (wie viel Macht haben sie, wie viel Interesse)

  • Stakeholdermatrix: NIE veröffentlichen!!! weil drin steht, welcher Stakeholder wichtig ist 

  • desto kleiner die Zielgruppe, desto persönlicher angehen (z. B. 3 wichtige Sponsoren)

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Was ist die UN genau?

United Nations: Ist eine internationale Organisation, in der fast alle Staaten der Welt zusammenarbeiten und die nach dem zweiten Weltkrieg (1945) gegründet wurde und 193 Staaten hat, der Hauptsitz ist in New York. Die wichtigsten Ziele der UN sind:
- Weltfrieden & Sicherheit
- Menschenrechte schützen
- internationale Zusammnenarbeit
- Völkerrecht stärken

wichtige Unterorganisationen:
- UNICEF - Kinderhilfe
- WHO - Weltgesundheitsorganisation
- UNHCR - Flüchtlingshilfe
- UNESCO - Bildung, Kultur, Wissenschaft

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