Kommunikationspsychologie und Interkulturelle Kommunikation

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Diese Flashcard-Sammlung deckt die wesentlichen Fachbegriffe der Kommunikationspsychologie ab, einschließlich des Vier-Seiten-Modells von Schulz von Thun, der Konzepte der Transaktionsanalyse (Ich-Zustände, Transaktionen, Strokes) sowie der interkulturellen Dimensionen nach Hofstede.

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24 Terms

1
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Vier-Seiten-Modell (Schulz von Thun)

Ein Modell, das beschreibt, dass jede Nachricht vier Ebenen enthält: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell.

2
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Sachinhalt

Die Ebene einer Nachricht, die rein sachliche Informationen, Daten und Fakten über den Zustand von Dingen vermittelt.

3
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Selbstoffenbarung

Informationen, die der Sender bewusst oder unbewusst über seine Persönlichkeit, Gefühle oder seinen Zustand preisgibt (Ich-Botschaft).

4
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Beziehungsseite

Drückt aus, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält, oft vermittelt durch Tonfall und nonverbale Signale.

5
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Appell

Der Versuch des Senders, den Empfänger zu beeinflussen oder zu einer bestimmten Handlung, Unterlassung, Denkweise oder einem Gefühl zu veranlassen.

6
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Feedback

Die Rückmeldung des Empfängers an den Sender darüber, wie die Nachricht entschlüsselt wurde und welche Wirkung sie erzielt hat.

7
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Werte- und Entwicklungsquadrat

Ein Modell von Schulz von Thun, das besagt, dass jeder Wert eine konstruktive Wirkung nur in Balance mit einer 'Schwesterntugend' entfaltet.

8
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Entwertete Übertreibung

Der Zustand, in dem ein positiver Wert ohne das Regulativ seines Gegenwerts ins Negative abgleitet (z.B. Sparsamkeit wird zu Geiz).

9
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Eltern-Ich

Ein Ich-Zustand in der Transaktionsanalyse, der ungeprüft übernommene Regeln, Befehle und Verhaltensweisen von Eltern oder Bezugspersonen speichert.

10
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Erwachsenen-Ich

Der Ich-Zustand, in dem Informationen aktiv beschafft, sachlich ausgewertet und bewusste, eigenständige Entscheidungen getroffen werden.

11
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Kindheits-Ich

Speichert die inneren Reaktionen und Gefühle eines Kindes (oft bis zum Alter von 55 bis 66 Jahren) auf äußere Ereignisse.

12
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Komplementäre Transaktion

Eine Kommunikation, bei der die Reaktion des Empfängers genau den Erwartungen des Senders entspricht und die Interaktionspfeile parallel verlaufen.

13
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Gekreuzte Transaktion

Eine Störung der Kommunikation, bei der der Empfänger aus einem anderen Ich-Zustand reagiert als dem, der vom Sender angesprochen wurde.

14
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Verdeckte Transaktion

Ein Vorgang, bei dem eine offene verbale Nachricht gesendet wird, während gleichzeitig eine versteckte nonverbale Botschaft an einen anderen Ich-Zustand geht.

15
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Strokes

Einheiten der Anerkennung oder Zuwendung ('Streicheleinheiten'), die für das psychische Überleben notwendig sind und positiv, negativ, bedingt oder unbedingt sein können.

16
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Ich bin o.k. – Du bist o.k.

Die konstruktive Lebensgrundhaltung, bei der man sich selbst als kompetent und den anderen als gleichwertig ansieht.

17
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Ethnozentrismus

Die Tendenz, die eigene Kultur als den Mittelpunkt und die allgemeingültige Norm anzusehen und andere Kulturen daran zu messen.

18
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Kulturstandards

Die kulturspezifischen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster, die von einer Mehrheit in einer Gesellschaft als normal und richtig angesehen werden.

19
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Machtdistanz

Eine Kulturdimension nach Hofstede, die beschreibt, wie sehr eine ungleiche Machtverteilung in einer Gesellschaft akzeptiert und erwartet wird.

20
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Individualismus vs. Kollektivismus

Eine Dimension, die misst, ob die Interessen des Einzelnen oder das Wir-Gefühl und das Gruppeninteresse im Vordergrund stehen.

21
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Maskulinität vs. Feminität

Beschreibt, ob eine Gesellschaft eher nach Erfolg, Leistung und Wettbewerb (maskulin) oder nach Lebensqualität, Fürsorge und Kooperation (feminin) strebt.

22
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Unsicherheitsvermeidung

Das Ausmaß, in dem Mitglieder einer Kultur unvorhersehbare Situationen als bedrohlich empfinden und versuchen, diese durch Regeln abzusichern.

23
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Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung

Beschreibt den Planungshorizont einer Kultur, wobei Werte wie Sparsamkeit und Beharrlichkeit für eine langfristige Ausrichtung stehen.

24
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Obelix-Verzerrung

Ein Phänomen, bei dem fremdes kulturelles Verhalten als seltsam oder unlogisch abgetan wird ('Die spinnen, die Römer'), was interkulturelle Verständigung behindert.