1/28
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Grundannahmen
Systemisch“ bezieht sich auf ein Menschenbild,
das das Verhalten von Elementen nicht aus ihrem
endogenen „So-Sein“, sondern aus ihren
Beziehungen zu anderen Elementen zu erklären
versucht.
Die Systemische Familientherapie versteht die
Probleme des Einzelnen in Zusammenhang mit
seinen sozialen Beziehungen und seiner
aktuellen Lebenssituation.
Sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf die
Interaktionen im sozialen „System“, wie z. B.
Familie oder Partnerschaft und geht von den
dort vorhandenen Fähigkeiten und Stärken aus
störungen
„Chronifizierung wird als Ergebnis einer aktiven,
wenngleich meist nicht bewussten
Gemeinschaftsleistung angesehen, nicht als
Ergebnis eines in der Person liegenden Defizits.
Eine psychische Störung kann als eine
spezifische Form selbstorganisierender Ordnung
angesehen werden, die eine Person gemeinsam
mit ihren Bezugspersonen durch Interaktion
kontinuierlich aufrechterhält“
Schweitzer & Schlippe 2007, S. 30; vgl. auch Kriz
1999)
o ist es aus systemischer Sicht ist es
interessant zu erfahren, wie es einem
Familiensystem gelingt, ein Problem durch
kontinuierliche, aufeinander bezogene
Aktivitäten immer wieder neu zu erzeugen, als
nach der Ursache des Problems zu fragen“
Schweitzer & Schlippe 2007, S. 30
Familientherapie
l Familien muss als Ganzes betrachtet
werden
l Daher auch Veränderung im Ganzen nötig
l Beteiligung aller wichtig um Prozesse zu
verändern
l Alle müssen Veränderungen verstehen
und akzeptieren
schule ft
chulen der Familientherapie
• Systemischer Ansatz
– Die strukturelle-strategische Familientherapie
– Die wachstums- u. erlebnisorientierte Familientherapie
• Die psychoanalytisch orientierte Familientherapie
• Die Klientenzentrierte Familientherapie
strukturelle-strategische FT
Hauptprotagonisten: S. Minuchin und J. Haley.
• Symptome werden als Nebenprodukte von
strukturellen Problemen innerhalb der Kernfamilie
(Guerin u. Chabot 1997) verstanden
• Konzentration auf die aktuellen
Familieninteraktionen, aus denen Informationen
über die Struktur der Familie abgeleitet werden.
• Besonderen Wert legt Minuchin auf die Grenzen
familiärer Subsysteme und deren Herstellung und
Erhaltung sowie auf eine klare Regelung der
Hierarchie, bei der die elterliche Verantwortung und
Entscheidungskompetenz das System sichert.
strukturelle-strategische FT
• Die Strukturelle Familientherapie ist ein Zweig der
systemischen Familientherapie. Familientherapie
betrachtet die Familie als ein System, bestehend aus
den Eltern (Vater und Mutter) und den in der Familie
lebenden Kindern und den Wechselwirkungen
zwischen den Beteiligten. Besondere Bedeutung in
der strukturellen Familientherapie haben Strukturen
(Generationen, also z. B. Eltern und Kinder) und
Grenzen (z. B. zwischen den Generationen).
Hauptsächlicher Vertreter der strukturellen
Familientherapie ist Salvador Minuchin.
Der „identifizierte Patient“
• Meist bezeichnet die Familie eines ihrer
Mitglieder als „das Problem“. Dessen
Symptom hat aber häufig eine bedeutende
und stabilisierende Funktion im
Beziehungsgefüge der Familie und wird
deswegen von dieser gezielt unterstützt und
aufrechterhalten. Würde es wegfallen, dann
könnte die dahinter liegende Problematik
aufbrechen.
trukturen und Grenzen
• Die Eltern bilden als Paar ein wichtiges Struktur-Element.
Gemeinsam haben sie die Erziehung ihrer Kinder zu
leisten. Dazu müssen sie sich über die Ziele und ein
gemeinsames Vorgehen einigen. Eltern bzw. Kinder bilden
im Familiensystem je ein Subsystem. Zwischen den
Subsystemen müssen klare Grenzen geschaffen und
beachtet werden. Grenzen zwischen Generationen dürfen
nicht verwischt werden. Grenzen lassen sich in der
Verteilung der Rollen und Aufgaben und in der
Kommunikation direkt beobachten. In der Therapie lassen
sie sich durch Kommunikation und Übungen verändern
und formen, d. h. die Familie wird neu „strukturiert“.
Ziel
• Innerhalb der Familie müssen Strukturen und
Grenzen beachtet werden. Wenn Grenzen und
Hierarchien unklar gehandhabt werden, gilt
es diese in der Therapie wiederherzustellen.
Wachstums-erlebnisorientierte FT
gilt als einer der großen historischen Schule.
Die Hauptvertreterin dieses Ansatzes ist
Virginia Satir.
• Die Entwicklung und Steigerung von
individuellem und familiärem Selbstwert, die
Kommunikationsmodelle in der Familie und
die gegenseitige Wertschätzung und
Kongruenz waren dabei wichtige Faktoren.
utter der Familientherapie
Psychische Probleme von
Klienten werden innerhalb der
Familientherapie nicht isoliert
gesehen, sondern das
Verhalten aller
Familienmitglieder wird in die
Betrachtung mit einbezoge
Die systemische Familientherapie von Virginia Satir ist
eine integrative, erlebnis- und entwicklungsorientierte
Familientherapie.
• Ihr Therapieansatz ist „integrativ“, das meint
ganzheitlich und berücksichtigt den Menschen ebenso
wie die systemischen Zusammenhänge.
• Satir arbeitet experimentell „erlebnisorientiert“, man
könnte auch sagen: „erfahrungsorientiert“.
• Obwohl ihr gedankliche Erkenntnis sehr wichtig ist,
geht ihr Modell über den rein kognitiven
Therapieansatz weit hinaus, denn die „Erfahrung“
spielt bei ihr eine besondere Rolle
Ihr entwicklungs- oder wachstumsorientierter
Therapieansatz wird zur „humanistischen
Psychologie“ gezählt.
• Das von ihr über Jahre hin entwickelte
„Wachstumsmodell“ basiert auf humanistischer
Philosophie, die jedoch von ihr akzentuiert und wie
kaum in einem anderen Therapiemodell ausgearbeitet
wurde.
• Mit ihrem „Modell des menschlichen Wachstums“
wollte sie mehr als das System Familie verändern, sie
wollte das menschliche Zusammenleben auch in
übergeordneten Systemen verändern
Virginia Satirs Anliegen war es, Menschen ihre
Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihr
"Grundpotential" nutzen konnten, und
Wachstum und Frieden zu fördern.
• „Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das
ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen,
gehört, verstanden und berührt zu werden. Das
größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den
anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu
berühren. Wenn dies geschieht, entsteht
Beziehung“
omöostase
• Das Konzept der Familienhomöostase besagt,
dass das Handeln der Familie darauf zielt, ein
Gleichgewicht der Beziehungen zu erreichen.
• Die Mitglieder helfen offen oder verdeckt, dieses
Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Die sich
wiederholenden, zirkulären, voraussagbaren
Kommunikationsmuster der Familie offenbaren
dieses Gleichgewicht.
• Sobald die Familienhomöostase gefährdet ist,
mobilisieren Mitglieder besondere Kräfte, um sie
zu halt
vier kommunikationsmuster nach satir
atir beschreibt vier „universell“ zu beobachtende
„Kommunikationsmuster“ mit denen Menschen vor
allem auf die Bedrohung, bzw. Minderung ihres
Selbstwertes reagieren.
• Diese vier Muster nennt Satir
• „placating“ (beschwichtigen oder versöhnlich
stimmen),
• „blaming“ (anklagen oder beschuldigen)
• „being super-reasonable / computing“ (übertrieben
vernünftigsein bzw. rationalisieren) und
• „being irrelevant / distancing“ (irrelevant Reagieren,
bzw. ablenken).
Stressmuster
• Zu diesen Mustern neigen Menschen immer
dann, wenn sie unter Druck geraten und in
Anspannung sind, darum werden sie auch al
„Stressmuster“ bezeichnet:
• Beschwichtigen
• Anklagen
• Rationalisieren
• Ablenken
beschwichtigen
er/die „Beschwichtiger(in)“ will vermeiden, dass der
andere ärgerlich oder wütend wird. Darum nimmt
er/sie eine rücksichtsvolle, einschmeichelnde Haltung
ein.
• vermeidet die Konfrontation, stellt eigene Bedürfnisse
zurück.
• versucht zu gefallen und fordert kaum etwas für sich
selbst.
• sagt eher ja, obwohl sie/er nein sagen will, er macht
sich oft klein und nimmt die Schuld (oder Last) auf
sich, um den andern zu beruhigen, zu beschwichtigen
oder ihm zu gefallen
anklagen
nklagen
• Der/die „Ankläger(in)“ beschuldigt und tadelt oft
andere.
• will vermeiden, dass andere ihn/sie angreifen,
kritisieren und in Frage stellen.
• Darum kommt er/sie anderen zuvor und ist selbst
fordernd und eher ablehnend.
• will „stark“ sein, darum weiß er/sie es besser,
sucht und findet die Fehler der andern und klagt
an.
• Damit will er/sie erreichen, dass andere ihn/sie
akzeptieren
rationalisieren
er/die „Rationalisierer(in)“ wirkt vernünftig.
• Gefühle kann er/sie kaum zulassen.
• Kommt mit logischen und sachlichen Argumenten und
tut so, also ob er/sie alles im Griff habe, so geht er/sie
auch mit Bedrohungen um.
• Mit logischen Argumenten und Ansprachen, versucht
er/sie sich zu behaupten.
• will beweisen, dass ihm/ihr der andere nichts anhaben
kann.
• Durch ein Streben nach rationaler Überlegenheit soll
der Selbstwert gesichert, bzw. erhöht werden
ablenken
Ablenken hat den Sinn, eine Bedrohung zu ignorieren,
als sei sie nicht vorhanden.
• Der/die „Ablenker(in)“ weicht aus. Die für ihn/sie
heiklen Themen spricht er/sie nicht an,
• wechselt geschickt das Thema, notfalls schweigt er/sie
und bricht das Gespräch ab.
• Durch Ablenkung und irrelevante Reaktionen versucht
er/sie sich zu schützen.
• Bei gleichzeitiger Sehnsucht nach Beziehung besteht
eine Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen.
• Ziel der Ablenkung ist es, den Bedrohungen, Anklagen
und Forderungen zu entgehen
08.12.25
17
Selbstwert und Kommunikation
In Satirs Konzept stehen Selbstwert und die
Art, wie Menschen miteinander
kommunizieren und interagieren in einem
direkten Zusammenhang.
• Für Satir stellt sich das Verhältnis von
Selbstwert und Kommunikation als ein sich
wechselseitig beeinflussender Prozess dar.
Zirkularität
In dieser Zirkularität von niedrigem Selbstwert und
schlechtem oft misslingendem Verstehen, perpetuiert sich
niedriger Selbstwert (die Art, sich selbst zu sehen: ich kann
nichts, ich bin nichts) mit der Art der Kommunikation (zu
beschwichtigen, anzuklagen, etc.).
• Die therapeutische Notwendigkeit besteht in
Selbstwertstärkenden Interventionen:
• „Weil der Selbstwert der einzelnen Familienmitglieder das
Familiensystem so grundlegend beeinflusst, ist der
Hauptfaktor der Satirschen Methode die Unterstützung
der einzelnen Familienmitglieder bei der Steigerung
ihres Selbstwertes
familienaufstellungen
Durch Gespräche, "Familienaufstellungen" und eine
Vielzahl kreativer Methoden kann dabei erreicht
werden, allmählich die inneren Prozesse der Familie
zu verstehen. Verborgene Strukturen und Bindungen
werden erfahrbar. Das Geflecht der Beziehungen wird
Stück für Stück entwirrt, so dass Verstrickungen
gelöst werden können.
• Die Systemische Familientherapie geht davon aus,
dass bei den Mitgliedern einer Familie und in der
Familie als Ganzes »Selbstheilungskräfte« vorhanden
sind, die in der Therapie mobilisiert werden können.
Somit wird es der Familie möglich, einen Großteil
ihrer Probleme ohne beständige therapeutische
Unterstützung zu lösen

Familienskluptur
Die Familienskulptur ist eine von Virginia Satir entwickelte Technik
in der Familientherapie.
• Klienten entwickeln dabei ein systemisches Verständnis über sich
selbst, die Beziehungen zu anderen Menschen und über ihre
Familienkonstellation.
• Beziehungen und Verhalten von Familienmitgliedern zueinander
werden symbolisch dargestellt.
• Die „Familienskulpturen“ sind als Familienrekonstruktion in
Bestandteil der Ausbildung von Familientherapeuten.
• Indem man seine Herkunftsfamilie stellt, werden unsichtbare
Bindungen und "festgefahrene" Kommunikationsabläufe sichtbar.
Beziehungskonflikte und krankmachende Bindungen können
erkannt und gelöst werden.
Phasen satir
Satir beschreibt sechs Phasen des therapeutischen
Veränderungsprozesses:
• 1. „Status quo: Innerhalb des faktischen Zustandes der Person oder des
Systems tritt die Notwendigkeit einer Veränderung oder das Bedürfnis
nach einer solchen zutage
• 2. Einführung eines fremden Elements: Das System oder das Individuum
artikuliert einer anderen Person – einem Freund, einem Therapeuten ... –
gegenüber das Bedürfnis nach Veränderung.
• 3. Chaos: Das System oder das Individuum fängt an, sich von einem
Status quo in einen Zustand des Ungleichgewichts hineinzubewegen.
• 4. Integration: Neue Lernerfahrungen werden integriert, und ein neuer
Seinszustand entwickelt sich.
• 5. Übung: Der neue Zustand wird stabilisiert, indem die neuen
Lernerfahrungen geübt werden.
• 6. Neuer Status quo: Der neue Status quo repräsentiert einen
funktionelleren Seinszustand
Psychodynamische Familientherapie
Familiendynamik: Bewusstes und unbewusstes
Zusammenspiel innerhalb der familiären
Beziehungen
• Wahrnehmung und Reflexion der Übertragung
und Gegenübertragung
• Berücksichtigung der Abwehr und des
Widerstandes
• Beziehungen stehen im Fokus
Dieser Ansatz ist ein historisch-biographischer
• Im Mittelpunkt steht die Aufarbeitung der
Familiengeschichte und der Beziehungen über
Generationen im Mittelpunkt hinweg.
• Man spricht von Mehrgenerationenperspektive
• Das Aufdecken und Durcharbeiten langfristiger
Familien-Konflikte führt zu einer kontinuierlichen
und schrittweise Veränderung der Beziehungen
innerhalb der Familie
Ab 1960 fand die Familienperspektive in die
Behandlung von neurotischen Störungen und
Beziehungsstrukturen, aber auch von
Psychosen, Delinquenz, Sucht und sozialen
Randgruppen Eingang.
• Ihr Wegbereiter waren Horst-Eberhard Richter
in Gießen, Hans Strotzka in Wien und Jürg
Willi in Zürich.
pdynamische Ansätze FT
Rollentheorie und Konzept der
Familienneurose von H. E. Richter:
Die Rolle in der Familie ist keine Eigenschaft der
Person sondern eine Zuschreibung oder
Erwartungen an die Person
• Dieser Vorgang ist ein unbewusster Zuschreibungs-
und Erzwingungsvorgang
Pathologische Rollenzuschreibung ist dann vorhanden:
l wenn unbewusste Erwartungen an den Inhaber einer
Position gerichtet werden
l die Befolgung der Rollenvorschrift mit subtilen
Mittel „erzwungen“ wird
Kind als Subsitut für ein Elternteil
l Kind als Substitut für einen Partner
l Kind als Abbild
l Kind als Ideal-Selbst
l Kind als Sündenbock
Typen der charakterneurotischen Familien:
– Typ Sanatorium: Angstneurotische Familien in
denen Differenzen verleugnet werden
– Typ Festung: Paranoide Familien, in denen
Aggression nach außen projiziert wird
– Typ Theater: Hysterische Familien, in denen Leere
durch Dramatik gefüllt wird.
Symptomneurotische Dynamiken
• Eltern, Kind und Neurose
– Das Kind als schwächstes Glied wird zum
Symptomträger der Familie (symptomneurotische
Familien)
• Delegation
– Unbewusste Aufträge der Eltern an ihre Kinder, oft
über mehrere Generationen (Mehrgenerationen-
Perspektive)
• Kollusion
– Unbewusstes Zusammenspiel von Partnern, um
Ängste und Schuldgefühle zu bewältigen
Geht davon aus, dass Kinder als schwächstes
Glied im System eingesetzt werden, um
narzisstische Selbst-Anteile anderer Mitglieder
des Systems zu stabilisieren, strukturelle
Defizite zu substituieren, daran scheitern und
schließlich Symptome entwickeln können.
• Unterscheidung zwischen symptom-
neurotischen und charakterneurotischen Paaren
und Familien
• Delegationsmodell von H. Stierling
• Mehrgenerationsperspektive von E. und U.
Sperling

as Menschenbild der
Klientenzentrierten Psychotherapie
Das Menschenbild der
Klientenzentrierten Psychotherapie
• Carl R. Rogers (Begründer)
• Positives Menschenbild
• Natur des Menschen ist positiv, sozial u.
vorwärtsgerichte
klient*innenzentrierte ft: Gaylin
Gaylin: Hält sich eng an Roger´s Persönlichkeits-
u. Therapiekonzept
Erweiterung bzw. Modifizierung um zwei
wesentliche Grundannahmen:
• Familienaktualisierungstendenz: Teil der Selbstaktualisierungstendenz
- „…weil die Familie ein so ursprünglicher Teil dessen ist wer
wir sind – wie wir uns im Verhältnis zu anderen sehen „
- -menschlicher Antrieb, unser biologisches Schicksal zu
erfüllen (Fortpflanzung u. Erhaltung der Art)
• Interpersonale Inkongruenz:
phasenklzentr ft
Notwendigkeit eines
psychologischen Kontaktes
Der Zustand des Pa:enten ist
durch Inkongruenz gekennzeichnet
Die Kongruenz des Therapeuten
Empathie durch Therapeut*in
bedingungsfreie positive beachtung
Annahme/Wahrnehmung des empathischen
Verstehens/bedingungsfreie positive
Beachtung von seiten der Patienten/Klienten
Diagnostik klientenzentrierte ft
Fragebogentest
• Projektive Test (Familientiere)
• Metaphorisch-visuelle Verfahren
(Familiensystemtest)
• Figurentechnik
Diagnostik: Quelle: direkte Beobachtung der Interaktionen zwischen den
Familienmitgliedern
• Aussagen der Betroffenen zu ihrem aktuellen
Beziehungserleben
• Beobachtung und Analyse der Interaktionen zwischen
den Familienmitgliedern und dem Therapeuten
(Übertragung und Gegenübertragung)
• Rekonstruktion erlebter und gemeinsam geschaffener
Familiengeschichte
• Informationen über die objektive materielle und
soziale Lebenslage der Familie
Visuell-metaphorische Techniken
Genogramm
• Familienskulptur
– Dienen dazu wichtige Familiendaten bildlich
darzustellen und sind sowohl
– Diagnostische Hilfsmittel
– Interventionen
Genogramm
ist eine grafische Darstellung der
Familienstruktur. Es sieht ähnlich wie ein
Familienstammbaum aus, enthält aber
andere Daten.
• Entwickelt von Murray Bowen und dient der
Visualisierung wichtiger Familienereignisse
und -daten.
• Zu einem vollständigen Genogramm gehören die
folgenden Daten zu allen Familienangehörigen
über mind. 3 Generationen (Reich et al. 1996)
• 1. Namen, Alter/Geburtsdatum, Berufe,
kultureller und religiöser Hintergrund
• 2. Beginn von Partnerschaften,
Eheschließungen, Trennungen/Scheidungen.
• 3. schwere Krankheiten, Pflegeabhängigkeit,
Todesdaten und –ursachen sowie
• 4. Wohnorte, Umzüge und weiter bedeutsame
Lebensereignisse/Veränderungen
Reihenfolge in der vertikalen Achse (= Generationen)
– – Beginne mit Dir selbst, nahe am unteren Rand. Zwischen dem
Blattrand und Dir dann gegebenenfalls die Kinder
– – Dann oberhalb von Dir Deine Eltern, neben Dir Deine Geschwister
in der Reihenfolge des Alters
– – Über den Eltern, dann die Grosseltern, Geschwister der Eltern
– – Falls Information vorhanden: Urgrosseltern, Geschwister der
Grosseltern, usw.
• Reihenfolge in der horizontale Achse (= Zeitliche Reihenfolge)
– – Die Reihenfolge muss korrekt sein, das ist aus systemischer Sicht
sehr wichtig (Prinzip der Ordnung)
– – Innerhalb der gleichen Geschwister-Reihe immer von links nach
rechts: Erstes Kind ganz links, jüngstes rechts (Abtreibungen,
Aborte, Totgeburten nicht vergessen
Emotionale Beziehungen
• Empfehlung: Zu Gunsten der
Übersichtlichkeit nur dort anwenden, wo dies
ausgeprägt zutrifft

Familienskulptur
st eine metaphorisch-gestalterische Technik,
die durch Peggy Papp und Virginia Satir in den
USA bekannt wurde.
• Ein Familienmitglied wird aufgefordert, die
eigene Familie wie ein Bildhauer räumlich so
darzustellen, dass sich eine subjektiv zum
gegenwärtigen Zeitpunkt stimmige
Abbildung der emotionalen Beziehungen der
Familienmitglieder ergibt
ind dabei entweder Menschen (andere
Familienmitglieder und der Klient selbst oder
andere Gruppenmitglieder: = lebende
Skulptur)
• Oder aber Ersatzfiguren (z. B. Spiel-,
Playmobil- oder Szenotestfiguren: = figure
placement techniques“
l In Form eines Pantomimischen Bildes
stellt ein Familienmitglied bestimmte
familiäre Beziehungen und Haltungen
Beim Stellen einer Skulptur kann auf
unterschiedliche Modalitäten geachtet werden:
• durch den räumlichen Abstand wird dargestellt,
wie nah bzw. wie distanziert sich die
Familienmitglieder fühlen.
• durch die Größe, jenseits der physiologischen
Größe, kann dargestellt werden, wer sich in der
Familie oben bzw. unten fühlt, wer wieviel
Macht, viel oder wenig Einfluss hat
Beim Stellen einer Skulptur kann auf
unterschiedliche Modalitäten geachtet
werden:
• durch Mimik, Gestik, Handbewegung,
Kopgewegung etc., kann differenzierter
dargestellt werden, wie sich die einzelnen
Familienmitglieder zu einem ganz
bestimmten Zeitpunkt in der Familie fühlen
• Beim Stellen einer Skulptur kann auf
unterschiedliche Modalitäten geachtet werden:
• Bei der „lebenden Skulptur“ wird auch das
Erleben der anderen Personen in den familiären
Rollen erfragt.
• Das kann dem „Aufsteller“ manchmal ganz neue
Impulse geben.
• Die Skulptur kann mit der von anderen
Familienangehörigen oder einem Idealbild
verglichen werden. (Arnold et al. 1996)
Die Skulptur bietet eine Möglichkeit die
Komplexität des Familiensystems, die Gefühle
und Gedanken in einer Familie wie durch ein
Brennglas komprimiert darzustellen.
• Vorteil dieser Methode ist ein Zugang zur
Beziehungsstruktur des Paares oder der Familie,
der direkter als die gesprochene Sprache ist
• Rationalisierende Abwehrphänomene werden
unterlaufen.
Familienrekonstruktion
Virginia Satir nannte später ihre Arbeit
"Familienrekonstruktion" und nützte vor
allem die Rollenspielmethoden aus dem
Psychodrama und Elemente aus der
Gestalttherapi
Refraiming
Die Umdeutung ist einer der zentralen
systemischen Ideen überhaupt. Beim
Reframing wird dem Geschehenen oder
Erlebten ein anderer Sinn gegeben, indem es
in einen anderen Kontext gestellt wird. Durch
die Umdeutung wird ein Verhalten oder
Symptom, in seiner positiven Bedeutung für
die Klienten beschrieben und so eine neue
Sichtweise eingeführt.
Reflecting Team
Beim Reflecting Team gibt es 2 Subgruppen:
– zum einen das therapeutische System, bestehend
aus der Familie und dem Therapeuten,
– daneben das beobachtende System, das
Reflecting Team.
– Es besteht aus zwei bis vier Teammitglieder, die
entweder hinter einer Einwegscheibe in einem
anderen Raum sitzen, oder im gleichen Raum
etwas distanziert vom Therapiesystem.
Systemische
Psychotherapie
Ziel der Systemischen Therapie ist es,
symptomfördernde familiäre Interaktionen und
Strukturen, dysfunktionale Lösungsversuche und
starre/einschränkende Familienerzählungen
infrage zu stellen und die Entwicklung neuer,
gesundheitsfördernder Interaktionen,
Lösungsversuche und Erzählungen anzugehen.