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Kristalliner Aufbau von Metallen: Arten, Fehler
Basis für charakteristische Eigenschaften von Metallen: z.B. Leitfähigkeit und Verformbarkeit
Metallatome im festen Zustand in einem regelmäßigen Gebilde, Raumgittern, angeordnet
Arten von Kristallstrukturen (beinflussbar bei Herstellung und Legierung durch Variation der Abkühlgeschwindigkeit):
kubisch-raumzentriertes Gitter → Ferrit
kubisch-flächenzentriertes Gitter → Austenit
hexagonales Gitter
Gitterfehler durch Fremdatome (Legierungen) oder bestimmte Behandlungen → für mechanische Eigenschaften von besonderer Bedeutung

Einteilung der Metalle
Eisen-Werkstoffe
Stähle (z.B. Baustahl)
Eisen-Gusswerkstoffe (z.B. Gusseisen)
Nichteisen-Metalle
Schwermetalle (z.B. Kupfer, Zink, Blei)
Leichtmetalle (z.B. Aluminium, Magnesium, Titan)
Eisen und Stahl: Wichtigkeit von Eisen, Kohlenstoffgehalt
Eisen ist das wichtigste Metall
reines Eisen zu weich für industrielle Verwendung
wichtigstes Legierungselement für Eisen: Kohlenstoff
bei Kohlenstoffgehalt unter 2,06% → Stahl
über 2,06% → Gusseisen
→ je höher der Kohlenstoffanteil, desto spröder und weniger bearbeitbar wird das Metall!!
Was passiert mit steigendem Kohlenstoffgehalt bei Eisen?
Festigkeit nimmt zu
Verformbarkeit und Schweißeignung nehmen ab
Schmelzpunkt nimmt ab
Eisen-Kohlenstoff-Gefügephase: Ferrit und Austenit
Ferrit:
α-Eisen
kubisch raumzentriertes Gitter
weich und verformbar
hohe Zähigkeit auch bei tiefen Temperaturen
Austenit:
γ-Eisen
kubisch flächenzentriertes Gitter
korrosionsbeständig
höhere Festigkeit und Härte
verminderte Verformbarkeit

Herstellung von Stahl: Frischen, wichtigste Verfahren, Nachbehandlung
Frischen: Einblasen von Sauerstoff um Kohlenstoff und andere Verschmutzungen aus Roheisen zu entfernen
Verfahren:
Linz-Donawitz-Verfahren (LD) → Sauerstofffrischverfahren
reiner Sauerstoff wird unter hohem Druck über wassergekühlte Lanze in das flüssige Roheisen eingeblasen
Elektrostahlverfahren
in Lichtbogenöfen wird leitfähiges Material auf bis zu 3500°C erhitzt
vorwiegend zur Herstellung von Edelstählen (teuer)
Nachbehandlung:
Reduzierung von nach dem Schmelzprozess weiter im Stahl gelösten gasförmigen Stoffen
Gase, wie z.B. Wasserstoff und Stickstoff, verschlechtern nämlich die Werkstoffeigenschaften
Verfahren z.B. Desoxidation, entgasung

Formgebung von Stahl
Stahlguss
Stahlguss in fertige Form
Blockguss
Stranggussverfahren
in Walzwerken
Naturharter Stahl vs Kaltverformter Stahl
Naturhart:
warmverformt
ausgeprägte Streckgrenze → bei gleichbleibender Spannung verändert sich die Verformung
verhältnismäßig hohe Bruchdehnung
i.A. schweißbar und härtbar
z.B. Baustahl
Kaltverformt:
werden unter Rekristallisationstemperatur verformt
keine ausgeprägte Streckgrenze
z.B. Bewehrungsstahl

Definitionen: Glühen, Abschrecken, Härten, Anlassen, Nitrieren
Glühen: Spannungsabbau und Verfeinerung des Gefüges
Abschrecken: Erwärmen und schnelles Abkühlen → Härtung
Anlassen: Erwärmung nach dem Abschrecken → Oberflächenhärte wird beibehalten, Werkstoff wird zäher
Nitrieren: Glühen in stickstoffhaltiger Atmosphäre → Härtung des Randbereichs
Recycling von metallischen Werkstoffen
→ trotz geringerem Energieverbrauch kaum in Verwendung
Edelstahl
besonders reiner Stahl mit sehr geringem Anteil an z.B. Phosphor und Schwefel
ab ca. 10,5% Chromgehalt rostfrei
Nickel, Molybdän und Titan erhöhen Beständigkeit
Gusseisen
Stahl-Kohlenstofflegierung mit C-Gehalten über 2,06%
Aluminium
kommt in Erdkruste häufig vor, ist jedoch stark an andere Elemente gebunden und braucht daher viel Energie für Produktion von Primäraluminium
elektrischer Leiter
hohe Festigkeitswerte als Legierung
korrosionsbeständig
durch geringe Dichte (1/3 von Stahl) interessant für leichte Bauteile
Kupfer
weich & leicht zu bearbeiten
hohe elektrische und Wärmeleitfähigkeit
korrosionsbeständig
Blei
rel. leicht → leicht bearbeitbar
hohe Dichte
v.A. in Autoindustrie, Strahlenschutz und Munition
für Mensch und Umwelt giftig
Quecksilber
bei Normbedingungen in flüssiger Form
Quecksilberdämpfe sehr giftig
nur noch in z.B. Thermometern, Barometern verwendet
Welcher Versuch ist wesentlich für die Bestimmung der Festigkeit und Verformung des Stahls?
→ einachsiger Zugversuch
Probekörper wird mit einem Anfangsquerschnitt und Kraft gleichmäßig beansprucht und gedehnt
Darstellung in einem Spannungs-Dehnungs-Diagramm

Kennzahlen Baustahl S235: Rohdichte, E-Modul, Wärmeausdehnungskoeffizient, Streckgrenze…

Brandverhalten von Stahl
hohe Wärmeleitfähigkeit → Streckgrenze halbiert sich bei etwa 600°C → Festigkeit nimmt ab
Stahlbauwerke müssen vor Brandeinwirkung besonders geschützt werden (z.B. Brandschutzanstrich)
Definition Korrosion und Arten, Korrosionsschutz
→ Angriff und Zerstörung metallischer Werkstoffe durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit Umgebung
Arten:
Flächenkorrosion: gleichmäßiger, flächiger Abtrag, v.A. bei nicht legierten Baustählen
Lochfraßkorrosion: chloridhaltige Medien; bei nichtrostenden, vergüteten und hochlegierten Stählen
Spannungsrisskorrosion: Zusammenwirken von elektrochemischer Korrosion und Zugbelastung
Kontaktkorrosion: Kontakt von untersch. Werkstoffen → unedleres Metall wird aufgelöst
Korrosionsschutz:
Auswahl geeigneter Werkstoffe
Spannungsspitzen meiden, möglichst glatte Oberflächen, Wasseransammlungen vermeiden
chemische Oberflächenbehandlung
metallische Überzüge (Verzinken)