Thema 3: Gedächtnis und Lernen

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte aus der Vorlesung über Gedächtnis und Lernen ab, einschließlich der verschiedenen Formen der Konditionierung, des Modelllernens nach Bandura und des Aufbaus des menschlichen Gedächtnisses.

Last updated 7:32 PM on 6/29/26
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27 Terms

1
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Modelllernen

Ein von Albert Bandura geprägtes Konzept, bei dem Menschen soziales Verhalten durch Beobachtung und Imitation eines Modells lernen.

2
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Identifikation

Ein Prozess beim Modelllernen, bei dem sich der Lernende mit einer anderen Person gleichsetzt.

3
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Internalisierung

Das Verinnerlichen von beobachteten Verhaltensweisen, Erwartungen, Werten, Normen und Rollen.

4
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Chamäleon-Effekt

Die unbewusste Nachahmung von Verhaltensweisen des Gegenübers, wie beispielweise Lachen, Gähnen oder Körperhaltungen.

5
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Lernphase (Modelllernen)

Besteht aus zwei kognitiven Prozessen: Aufmerksamkeit gegenüber dem Modell und das Speichern des Verhaltens im Gedächtnis.

6
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Ausführungsphase (Modelllernen)

Besteht aus der motorischen Reproduktion des Verhaltens und der Motivation, das Verhalten tatsächlich nachzuahmen.

7
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Instrumentelle Konditionierung

Erlernen von Verhalten durch Versuch und Irrtum (Thorndike), wobei das Verhalten als Instrument dient, um ein Ziel zu erreichen.

8
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Effektgesetz (Law of Effect)

Das Prinzip von Thorndike, wonach Verhaltensweisen mit angenehmen Konsequenzen häufiger und solche mit unangenehmen Konsequenzen seltener auftreten.

9
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Operante Konditionierung

Lernform nach Skinner, bei der die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens durch verstärkende oder bestrafende Konsequenzen verändert wird.

10
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Positive Verstärkung

Hinzufügen eines angenehmen Reizes (z. B. Lob oder Belohnung), um die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens zu erhöhen.

11
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Negative Verstärkung

Entfernen oder Vermeiden eines unangenehmen Reizes (z. B. Abschalten eines Warntons), um ein Verhalten zu verstärken.

12
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Positive Bestrafung

Hinzufügen eines unangenehmen Reizes (z. B. Schimpfen oder ein Strafzettel), um ein Verhalten seltener werden zu lassen.

13
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Negative Bestrafung

Entfernen eines angenehmen Reizes (z. B. Taschengeldentzug), um ein Verhalten abzuschwächen.

14
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Behaviorismus

Theorie, die Lernen als Reiz-Reaktions-Kette erklärt und innere psychische Vorgänge als nicht beobachtbare Black Box betrachtet.

15
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Kognitive Theorie

Ansatz, der Lernen als Resultat interner geistiger Prozesse und Informationsverarbeitung im Kopf definiert.

16
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Signallernen (Klassische Konditionierung)

Das Koppeln eines ursprünglich neutralen Reizes mit einem natürlichen Reiz, sodass der neutrale Reiz allein eine Reaktion auslöst (Pawlow).

17
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Vergessenskurve

Von Hermann Ebbinghaus entwickelt; zeigt, dass nach 20Minuten20\,\text{Minuten} bereits mehr als 40%40\,\% und nach 1Tag1\,\text{Tag} etwa 70%70\,\% des Stoffs vergessen sind.

18
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Ersparnismethode

Erkenntnis von Ebbinghaus, dass das erneute Lernen eines Inhalts weniger Zeit erfordert, da vorhandene Gedächtnisspuren den Prozess beschleunigen.

19
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Positiver Transfer

Wenn vorhandenes Vorwissen das Erlernen einer neuen Aufgabe oder eines neuen Inhalts erleichtert.

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Negativer Transfer

Einfluss von Vorwissen oder störenden Gefühlen, der das Lernen neuer Informationen erschwert (Gedächtnishemmung).

21
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False-Memory Syndrom

Eine Form der Gedächtnistäuschung, bei der tatsächliche Erlebnisse kreativ und fehlerhaft rekonstruiert werden.

22
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Transienz (Vergänglichkeit)

Erlöschen von Gedächtnisinhalten durch Schwächung von Nervenverbindungen bei Nichtgebrauch.

23
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Ultrakurzzeitgedächtnis

Auch sensorisches Gedächtnis genannt; speichert Reize für höchstens ein paar Sekunden (echoisch für auditiv, ikonisch für visuell).

24
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Kurzzeitgedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis, in dem Informationen für circa 20Sekunden20\,\text{Sekunden} verbleiben, bevor sie gelöscht oder ins Langzeitgedächtnis übertragen werden.

25
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Explizites Gedächtnis

Teil des Langzeitgedächtnisses für bewusst abrufbare Informationen; unterteilt in episodisches (Erlebnisse) und semantisches (Fakten) Gedächtnis.

26
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Implizites Gedächtnis

Umspannt unbewusstes Wissen, wie das prozedurale Gedächtnis (Fähigkeiten wie Radfahren) und das perzeptuelle Gedächtnis (Mustererkennung).

27
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Enkodierung

Die erste Phase des Gedächtnisses, in der Reize verarbeitet und mit bestehenden Inhalten verknüpft werden.