1/23
Diese Flashcards decken die wichtigsten Fachbegriffe, Definitionen und physiologischen Zusammenhänge zum Thema Adipositas, Hormonregulation und moderne Therapieansätze basierend auf dem Vorlesungsskript ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Prävalenz von Übergewicht in DE (Erwachsene)
Laut Transcript sind 67% der Männer und 53% der Frauen übergewichtig (BMI≥25kg/m2).
Prävalenz von Adipositas in DE (Erwachsene)
Etwa ein Viertel der Erwachsenen ist adipös (BMI≥30kg/m2), wobei die Verteilung bei Männern 23% und bei Frauen 24% liegt.
Adipositas (Definition nach S3-Leitlinie)
Eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts, die mit gesundheitlichen Risiken einhergeht.
Anthropometrische Komponente (EASO-Konzept)
Die Diagnose erfolgt bei einem BMI≥30kg/m2 oder einem BMI≥25kg/m2 in Kombination mit einer Waist-to-Height-Ratio (WtHR) >0,5.
Tofi
Akronym für „thin outside fat inside“; beschreibt Personen, die äußerlich schlank sind, aber eine Verfettung der Magermasse bzw. innere Verfettung aufweisen.
Adipositas-Paradox
Das Phänomen, dass übergewichtige Menschen teilweise eine gleiche oder niedrigere Mortalität als Normalgewichtige aufweisen; dies wird oft durch eine höhere Muskelmasse erklärt.
Fettfreie Masse (FFM)
Umfasst die Muskulatur, Knochen, Organe und das Körperwasser.
Sarkopenie
Der Verlust von Muskelmasse, der im Alter einen wesentlichen Risikofaktor darstellt.
Sarkopenische Adipositas
Eine gefährliche Kombination aus hoher Fettmasse und gleichzeitig niedriger Muskelmasse.
Myokine
Hormone mit endokriner Funktion, die vom Skelettmuskel (dem größten metabolisch aktiven Gewebe) produziert werden.
Leptin
Ein im Fettgewebe produziertes Sättigungshormon, das dem Gehirn (Hypothalamus) ausreichende Energiereserven signalisiert und den Hunger senkt.
Leptinresistenz
Zustand bei adipösen Personen, bei dem trotz hoher Leptinspiegel das Gehirn weniger auf das Sättigungssignal reagiert.
Ghrelin
Ein im Magen gebildetes Hungerhormon, das den Appetit vor dem Essen ansteigen lässt.
Obesogenic Environment
Eine „adipogene Umwelt“, die durch Faktoren wie hohe Verfügbarkeit von billigen Kalorien, aggressive Werbung und große Portionen Überernährung begünstigt.
Food Craving
Ein massives, unbezwingbares Verlangen nach schmackhafter Nahrung, das heute teilweise zu den Verhaltenssüchten gezählt wird.
T3 (Trijodthyronin)
Einer der wichtigsten Regulatoren des Grundumsatzes; sinkt bei Gewichtsverlust ab, was den Energieverbrauch reduziert.
Energiedichte für Gewichtsabnahme
Es wird meist empfohlen, die durchschnittliche Energiedichte der Ernährung unter etwa 1,5kcal/g zu halten.
Ultra-Processed Foods (UPF)
Hochverarbeitete Lebensmittel (NOVA 4), die durch hohe Energiedichte, weiche Textur und oft geringe Nährstoffdichte eine höhere Kalorienaufnahme fördern.
Protein Leverage Hypothesis
Die Theorie, dass Menschen so lange essen, bis ihr Proteinbedarf gedeckt ist; ein niedriger Proteinanteil in UPF kann daher zu Überessen führen.
Skimpflation
Qualitätsverschlechterung eines Produkts durch den Ersatz hochwertiger Rohstoffe durch günstigere Zutaten (wie Wasser oder Aromen) bei gleichem Preis.
Energy Flux Konzept
Unterscheidung zwischen Low Flux (wenig Bewegung/niedrige Zufuhr) und High Flux (viel Bewegung/höhere Zufuhr), wobei High Flux eine bessere Appetitkontrolle ermöglicht.
Retatrutid
Ein GIP/GLP-1/Glucagon-Rezeptor-Agonist, der als Peptid-basierter Multi-Agonist zur medikamentösen Gewichtsreduktion eingesetzt wird.
MEAL-Strategie
Ein Akronym für die Ernährung unter GLP-1-Therapie: Muscle Maintenance (Protein/Krafttraining), Energy Balance (kein Hungerfasten), Avoid Side Effects, Liquid Intake.
REAP-S
Rapid Eating Assessment for Participants; ein validiertes Screening-Tool zur Beurteilung des Ernährungsverhaltens.