Übergewicht und Adipositas: Prävalenz, Diagnose und Therapie

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Diese Flashcards decken die wichtigsten Fachbegriffe, Definitionen und physiologischen Zusammenhänge zum Thema Adipositas, Hormonregulation und moderne Therapieansätze basierend auf dem Vorlesungsskript ab.

Last updated 8:29 AM on 8/7/26
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1
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Prävalenz von Übergewicht in DE (Erwachsene)

Laut Transcript sind 67%67\,\% der Männer und 53%53\,\% der Frauen übergewichtig (BMI25kg/m2BMI \ge 25\,kg/m^2).

2
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Prävalenz von Adipositas in DE (Erwachsene)

Etwa ein Viertel der Erwachsenen ist adipös (BMI30kg/m2BMI \ge 30\,kg/m^2), wobei die Verteilung bei Männern 23%23\,\% und bei Frauen 24%24\,\% liegt.

3
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Adipositas (Definition nach S3-Leitlinie)

Eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts, die mit gesundheitlichen Risiken einhergeht.

4
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Anthropometrische Komponente (EASO-Konzept)

Die Diagnose erfolgt bei einem BMI30kg/m2BMI \ge 30\,kg/m^2 oder einem BMI25kg/m2BMI \ge 25\,kg/m^2 in Kombination mit einer Waist-to-Height-Ratio (WtHR) >0,5> 0,5.

5
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Tofi

Akronym für „thin outside fat inside“; beschreibt Personen, die äußerlich schlank sind, aber eine Verfettung der Magermasse bzw. innere Verfettung aufweisen.

6
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Adipositas-Paradox

Das Phänomen, dass übergewichtige Menschen teilweise eine gleiche oder niedrigere Mortalität als Normalgewichtige aufweisen; dies wird oft durch eine höhere Muskelmasse erklärt.

7
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Fettfreie Masse (FFM)

Umfasst die Muskulatur, Knochen, Organe und das Körperwasser.

8
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Sarkopenie

Der Verlust von Muskelmasse, der im Alter einen wesentlichen Risikofaktor darstellt.

9
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Sarkopenische Adipositas

Eine gefährliche Kombination aus hoher Fettmasse und gleichzeitig niedriger Muskelmasse.

10
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Myokine

Hormone mit endokriner Funktion, die vom Skelettmuskel (dem größten metabolisch aktiven Gewebe) produziert werden.

11
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Leptin

Ein im Fettgewebe produziertes Sättigungshormon, das dem Gehirn (Hypothalamus) ausreichende Energiereserven signalisiert und den Hunger senkt.

12
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Leptinresistenz

Zustand bei adipösen Personen, bei dem trotz hoher Leptinspiegel das Gehirn weniger auf das Sättigungssignal reagiert.

13
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Ghrelin

Ein im Magen gebildetes Hungerhormon, das den Appetit vor dem Essen ansteigen lässt.

14
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Obesogenic Environment

Eine „adipogene Umwelt“, die durch Faktoren wie hohe Verfügbarkeit von billigen Kalorien, aggressive Werbung und große Portionen Überernährung begünstigt.

15
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Food Craving

Ein massives, unbezwingbares Verlangen nach schmackhafter Nahrung, das heute teilweise zu den Verhaltenssüchten gezählt wird.

16
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T3 (Trijodthyronin)

Einer der wichtigsten Regulatoren des Grundumsatzes; sinkt bei Gewichtsverlust ab, was den Energieverbrauch reduziert.

17
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Energiedichte für Gewichtsabnahme

Es wird meist empfohlen, die durchschnittliche Energiedichte der Ernährung unter etwa 1,5kcal/g1,5\,kcal/g zu halten.

18
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Ultra-Processed Foods (UPF)

Hochverarbeitete Lebensmittel (NOVA 4), die durch hohe Energiedichte, weiche Textur und oft geringe Nährstoffdichte eine höhere Kalorienaufnahme fördern.

19
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Protein Leverage Hypothesis

Die Theorie, dass Menschen so lange essen, bis ihr Proteinbedarf gedeckt ist; ein niedriger Proteinanteil in UPF kann daher zu Überessen führen.

20
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Skimpflation

Qualitätsverschlechterung eines Produkts durch den Ersatz hochwertiger Rohstoffe durch günstigere Zutaten (wie Wasser oder Aromen) bei gleichem Preis.

21
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Energy Flux Konzept

Unterscheidung zwischen Low Flux (wenig Bewegung/niedrige Zufuhr) und High Flux (viel Bewegung/höhere Zufuhr), wobei High Flux eine bessere Appetitkontrolle ermöglicht.

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Retatrutid

Ein GIP/GLP-1/Glucagon-Rezeptor-Agonist, der als Peptid-basierter Multi-Agonist zur medikamentösen Gewichtsreduktion eingesetzt wird.

23
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MEAL-Strategie

Ein Akronym für die Ernährung unter GLP-1-Therapie: Muscle Maintenance (Protein/Krafttraining), Energy Balance (kein Hungerfasten), Avoid Side Effects, Liquid Intake.

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REAP-S

Rapid Eating Assessment for Participants; ein validiertes Screening-Tool zur Beurteilung des Ernährungsverhaltens.