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Flashcards zum ersten Kapitel der Marketing-Vorlesung von Prof. Dr. habil. Maximilian Frieẞ an der Hochschule Neu-Ulm, deckend Definitionen, Konsumentenverhalten, Markenführung und Marktkonzepte.
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Marketing (Sparling 1906)
Kommerzielle Prozesse, die sich mit der Verteilung von Rohstoffen und dem Fertigausstoß der Fabrik befassen, um diesen Gütern durch Austausch einen zusätzlichen Wert zu verleihen.
Marketing (Meffert 1974)
Die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten zur dauerhaften Befriedigung der Kundenbedürfnisse.
Marketing (Kotler und Keller 2021)
Ein gesellschaftlicher Prozess, durch den Individuen und Gruppen das erhalten, was sie benötigen und wünschen, indem sie Produkte und Dienstleistungen von Wert kreieren, anbieten und frei austauschen.
Marketing (American Marketing Association - AMA)
Die Tätigkeit, die Gesamtheit der Institutionen und Prozesse zur Schaffung, Kommunikation, Bereitstellung und zum Austausch von Angeboten, die einen Wert für Kunden, Partner und die Gesellschaft insgesamt haben.
Duales Führungskonzept des Marketings
Marketing fungiert sowohl als Leitbild des Managements (marktorientierte Unternehmensführung) als auch als eine gleichberechtigte Unternehmensfunktion.
Gratifikationsprinzip
Das Prinzip, nach dem Kunden nur dann kaufen, wenn sie aus der Transaktion einen persönlichen Nutzen ziehen.
Netto-Nutzen
Das Ergebnis aus dem Brutto-Nutzen abzüglich der Kosten und Mühen (Preis+Zeit+Aufwand); die Kaufentscheidung fällt nur bei einem positiven Wert.
Beziehungsorientierung
Ein moderner Marketingansatz, der sich auf langfristige Kundenbeziehungen konzentriert, da die Neugewinnung von Kunden laut Forbes (2022) um den Faktor 5 bis 7 teurer ist als das Halten bestehender Kunden.
Customer Lifetime Value (CLV)
Ein Maß für die Profitabilität eines Kunden, das über den gesamten Beziehungszyklus hinweg betrachtet wird.
Wertorientierung im Marketing
Die Ausrichtung der Marketingaktivitäten an den finanziellen Unternehmenszielen (Umsatz, Gewinn, Rendite), da der Kundenstamm die zentrale Quelle der Gewinnerzielung ist.
Homo Oeconomicus
Ein ökonomisches Idealmodell eines Akteurs, der rein logisch denkt, ein perfektes Gedächtnis besitzt, keine Emotionen zeigt und stets die für ihn vorteilhafteste Option wählt.
Marke (Brand)
Ein Name, Begriff, Design, Symbol oder Merkmal, das die Waren oder Dienstleistungen eines Anbieters kennzeichnet und von der Konkurrenz unterscheidet.
360-Grad-Branding
Ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Marken vielfältige Vorteile für verschiedene Stakeholder wie Kunden, Mitarbeiter, Hersteller und Aktionäre bieten.
Markenidentität
Die raum-zeitlich gleichartige Ausprägung aller markenwesensprägenden Merkmale einer Marke aus Sicht des Anbieters (z. B. BMW: Freude, Dynamisch, Sportlich).
Framing-Effekt
Ein psychologisches Phänomen, bei dem Produkte aufgrund ihres Hintergrunds oder der assoziierten Marke unterschiedlich wahrgenommen werden (z. B. höherer Preis für identischen Kaffee in einer Mini-Pause-Atmosphäre).
Markenwert (Brand Equity)
Der zusätzliche Wert, den eine Marke einem Produkt verleiht, messbar durch die Reaktion der Verbraucher im Vergleich zu einem markenfreien Produkt bei identischen Eigenschaften.
Brand Equity Modell (Aaker 1991)
Ein Modell, das den Markenwert aus den Komponenten Awareness (Bewusstsein), Qualität (vermutete Funktionalität), Loyalität und Image zusammensetzt.
Makroumwelt
Die äußeren Rahmenbedingungen eines Marktes, dazu gehören die ökologische, ökonomische, technologische, soziokulturelle, politisch-rechtliche und digitale Umwelt.
Mikroumwelt
Die unmittelbare Unternehmensumgebung, bestehend aus Absatzmärkten (Kunden), Wettbewerbern, dem Staat, Medien, Öffentlichkeit und Beschaffungsmärkten (Lieferanten).
Marktpotenzial
Die theoretisch maximal mögliche Absatzmenge oder der maximale Umsatz eines Marktes.
Marktvolumen
Die tatsächlich realisierte Absatzmenge oder der reale Umsatz aller Anbieter in einem Markt während eines bestimmten Zeitraums.
Marktanteil
Der prozentuale Anteil eines Unternehmens am gesamten Marktvolumen.
Universal Set
Die Gesamtheit aller theoretisch am Markt verfügbaren Produktalternativen für einen Kunden.
Retrieval Set
Der Teil des Marktangebots, der einem Konsumenten bei einem Bedürfnis aus dem Gedächtnis heraus einfällt.
Consideration Set
Die engere Auswahl an Alternativen, die ein Konsument für eine Kaufentscheidung tatsächlich in Erwägung zieht.
Showroomer
Ein Kunde, der sich offline (im Laden) informiert, den Kauf jedoch online durchführt.
Webroomer
Ein Kunde, der sich online über Produkte informiert und Preise vergleicht, den Kauf jedoch offline im Geschäft abschließt.