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Aspekte der wissenschaftlichen Psychologie und Wahrnehmung
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Psychologie
Bedeutet ’die Lehre von der Seele’; der heutige Forschungsgegenstand ist das Erleben und Verhalten eines Individuums.
Hindsight-Bias
Bezeichnet die Verzerrung der Erinnerung durch nachträgliche Einsicht, wobei Einzelergebnisse undifferenziert verallgemeinert werden.
Introspektion
Die Methode der Selbstbeobachtung, mit der das nicht direkt beobachtbare Erleben erforscht werden kann.
Objektivität
Ein Forschungsprinzip, bei dem mehrere unabhängige Versuche zum gleichen Schluss führen.
Validität
Ein Prinzip, das angibt, ob ein Testverfahren wirklich das misst, was es zu messen vorgibt.
Reliabilität
Ein Prinzip, das besagt, dass ein Test unter gleichen Bedingungen reproduziert werden kann.
Behavioristisches Modell
Ein Modell (Pavlov, Thorndike, Skinner), das sich nur mit objektiv messbarem, beobachtbarem Verhalten befasst und den Menschen als durch Umweltbedingungen determiniert sieht.
Kognitives Modell
Ein Modell (Piaget), das die Enkodierung, Speicherung und Verarbeitung von Informationen untersuch; der Mensch wird als einsichtiges, aktiv handelndes Wesen betrachtet.
Biopsychologisches Modell
Ein Ansatz (Roth), der Erleben und Verhalten durch die Funktionsweise des Gehirns, des Nervensystems, der Gene und Hormone erklärt.
Tiefenpsychologisches Modell
Ein Modell (Adler, Freud, Jung), das besagt, dass der Mensch von starken seelischen Kräften und unbewussten Konflikten aus der Kindheit angetrieben wird.
Humanistisches Modell
Ein Modell (Bühler, Fromm, Rogers, Frankl, Maslow), das Selbstentfaltung als oberstes Ziel sieht und den Menschen als frei, verantwortlich und von Grund auf gut betrachtet.
Radikaler Konstruktivismus
Die Ansicht, dass wir die Wirklichkeit nicht so wahrnehmen, wie sie tatsächlich ist, sondern dass das Gehirn Realität lediglich konstruiert.
Intrapersonelle Prozesse
Psychische Vorgänge, die innerhalb des Individuums selbst stattfinden.
Interpersonelle Prozesse
Psychische Vorgänge, die sich zwischen verschiedenen Individuen in der sozialen Interaktion abspielen.
Reizschwelle
Drückt die geringste und höchste Reizintensität und -qualität aus, die nötig ist, um einen Reiz wahrnehmen zu können.
Unterschiedsschwelle
Kennzeichnet den geringsten physikalischen Unterschied zwischen 2 Reizen, der nötig ist, um eine Differenz zu erkennen.
Weber’sches Gesetz
Besagt, dass die Unterschiedsschwelle mit der Intensität des Reizes zunimmt.
Sensorische Adaption
Die Abnahme der Empfindlichkeit bei einem gleichbleibenden Reiz, wie z.B. bei kaltem Wasser oder einem schlechten Geruch.
Cocktailparty-Effekt
Ein Beispiel für selektive Aufmerksamkeit, bei der bestimmte Reize aus einer Vielzahl von Umgebungsgeräuschen herausgefiltert werden.
Gestaltgesetze
Regeln wie das Gesetz der Ähnlichkeit, der Nähe, der Geschlossenheit und der Kontinuität, nach denen Reize zu Einheiten organisiert werden.
Wahrnehmungskonstanzen
Fähigkeit, Objekte trotz Veränderungen (z.B. Perspektive, Entfernung, Beleuchtung) als gleichbleibend in Form, Größe und Farbe wahrzunehmen.