Bildung, Erziehung und Sozialisation: Entwicklungsstufen, Persönlichkeit und Emotionen

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Diese Flashcards decken die Kernbegriffe der Vorlesung zu moralischer Entwicklung (Piaget/Kohlberg), Persönlichkeitsmodellen (Big Five/PEN) und der Emotionspsychologie sowie deren pädagogische Implikationen ab.

Last updated 11:46 AM on 7/27/26
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23 Terms

1
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Heteronome Moral

Ein Stadium der moralischen Entwicklung nach Piaget, das durch moralischen Realismus und die Orientierung an vorgegebenen Autoritäten gekennzeichnet ist.

2
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Autonome Moral

Ein fortgeschrittenes Stadium der Moralentwicklung nach Piaget, in dem Individuen moralische Regeln selbstbestimmt und reflektiert beurteilen.

3
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Heinz-Dilemma

Ein klassisches moralisches Problem zur Untersuchung der Moralentwicklung, bei dem abgewogen werden muss, ob das Stehlen eines lebensnotwendigen Medikaments (20.000Dollar20.000\,Dollar) ethisch vertretbar ist.

4
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Präkonventionelle Ebene

Die erste Ebene des Kohlberg-Modells, auf der moralisches Handeln durch blinden Gehorsam gegenüber Vorschriften oder instrumentellen Austausch motiviert ist.

5
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Postkonventionelle Ebene

Die höchste Ebene des Kohlberg-Modells, auf der moralische Urteile an universellen ethischen Prinzipien und dem Recht auf Leben orientiert sind.

6
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Temperament

Zeitstabile Persondispositionen, die oft als angeboren gelten und unwillkürliche, emotionale Prozesse umfassen.

7
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Big Five (Fünf-Faktoren-Modell)

Das aktuell vorherrschende Paradigma der Persönlichkeitsforschung, bestehend aus den Dimensionen Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (O-C-E-A-N).

8
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Sedimenthypothese

Die Annahme des lexikalischen Ansatzes, nach der sich alle wichtigen Persönlichkeitseigenschaften in der Sprache niedergeschlagen haben.

9
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Neurotizismus

Eine Persönlichkeitsdimension, die durch emotionale Labilität, Ängstlichkeit und Reizbarkeit gekennzeichnet ist.

10
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PEN-Modell

Ein von Hans Jürgen Eysenck entwickeltes biologisches Modell, das die drei Dimensionen Psychotizismus, Extraversion und Neurotizismus unterscheidet.

11
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Maturitätsprinzip

Das Prinzip, nach dem sich Persönlichkeitsmerkmale über die Lebensspanne hinweg tendenziell in Richtung höherer emotionaler Reife entwickeln.

12
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Anpassungsgüte (Goodness of Fit)

Das pädagogische Konzept, das die Übereinstimmung zwischen dem Temperament des Kindes und den Anforderungen bzw. Erwartungen der Umwelt beschreibt.

13
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Affekt

Eine spontane, kurzfristige und besonders intensive Gemütserregung, die häufig mit einem Verlust der Handlungskontrolle einhergeht.

14
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Stimmung

Ein emotionaler Zustand von geringerer Intensität, aber längerer Dauer im Vergleich zu einer Emotion.

15
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Basisemotionen

Evolutionsbiologisch bedingte Ur-Emotionen nach Plutchik, darunter Furcht, Ärger, Überraschung, Traurigkeit, Freude, Vertrauen, Ekel und Erwartung.

16
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Zwei-Faktoren-Theorie (Schachter)

Eine Emotionstheorie, nach der eine Emotion aus der Kombination von unspezifischer physiologischer Erregung und einer situationsbezogenen kognitiven Interpretation besteht (Emotion=physiologischeErregung+KognitionEmotion = physiologische\,Erregung + Kognition).

17
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Emotionales Schema

Eine psychische Struktur mit fest integrierten Variablen, die auf spezifische Kontextbedingungen reagiert und subjektive Gefühle sowie physiologische Erregung erzeugt.

18
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Emotional Literacy

Emotionale Alphabetisierung; die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, zu verstehen und sprachlich adäquat auszudrücken.

19
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Desomatisierung

Der Reifungsprozess, bei dem körperliche Reaktionsweisen auf Emotionen abnehmen und durch bewusstes, sprachlich mitteilbares Verhalten ersetzt werden.

20
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Sensitizer

Angstsensible Personen, die ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf bedrohliche Reize und potenzielle Gefahren für das Selbstwertgefühl lenken.

21
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Represser

Verdränger, die ihre Aufmerksamkeit von stressauslösenden Informationen abziehen und negative Gefühle tendenziell verleugnen.

22
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Pruning

Ein neurologischer Prozess während der Pubertät, bei dem ungenutzte Synapsen im Gehirn abgebaut werden, was kurzzeitig die Fähigkeit zur Emotionserkennung beeinträchtigen kann.

23
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Lubo aus dem All

Ein pädagogisches Präventionsprogramm zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Vorschul- und Grundschulalter.