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Diese Flashcards decken die Kernbegriffe der Vorlesung zu moralischer Entwicklung (Piaget/Kohlberg), Persönlichkeitsmodellen (Big Five/PEN) und der Emotionspsychologie sowie deren pädagogische Implikationen ab.
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Heteronome Moral
Ein Stadium der moralischen Entwicklung nach Piaget, das durch moralischen Realismus und die Orientierung an vorgegebenen Autoritäten gekennzeichnet ist.
Autonome Moral
Ein fortgeschrittenes Stadium der Moralentwicklung nach Piaget, in dem Individuen moralische Regeln selbstbestimmt und reflektiert beurteilen.
Heinz-Dilemma
Ein klassisches moralisches Problem zur Untersuchung der Moralentwicklung, bei dem abgewogen werden muss, ob das Stehlen eines lebensnotwendigen Medikaments (20.000Dollar) ethisch vertretbar ist.
Präkonventionelle Ebene
Die erste Ebene des Kohlberg-Modells, auf der moralisches Handeln durch blinden Gehorsam gegenüber Vorschriften oder instrumentellen Austausch motiviert ist.
Postkonventionelle Ebene
Die höchste Ebene des Kohlberg-Modells, auf der moralische Urteile an universellen ethischen Prinzipien und dem Recht auf Leben orientiert sind.
Temperament
Zeitstabile Persondispositionen, die oft als angeboren gelten und unwillkürliche, emotionale Prozesse umfassen.
Big Five (Fünf-Faktoren-Modell)
Das aktuell vorherrschende Paradigma der Persönlichkeitsforschung, bestehend aus den Dimensionen Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (O-C-E-A-N).
Sedimenthypothese
Die Annahme des lexikalischen Ansatzes, nach der sich alle wichtigen Persönlichkeitseigenschaften in der Sprache niedergeschlagen haben.
Neurotizismus
Eine Persönlichkeitsdimension, die durch emotionale Labilität, Ängstlichkeit und Reizbarkeit gekennzeichnet ist.
PEN-Modell
Ein von Hans Jürgen Eysenck entwickeltes biologisches Modell, das die drei Dimensionen Psychotizismus, Extraversion und Neurotizismus unterscheidet.
Maturitätsprinzip
Das Prinzip, nach dem sich Persönlichkeitsmerkmale über die Lebensspanne hinweg tendenziell in Richtung höherer emotionaler Reife entwickeln.
Anpassungsgüte (Goodness of Fit)
Das pädagogische Konzept, das die Übereinstimmung zwischen dem Temperament des Kindes und den Anforderungen bzw. Erwartungen der Umwelt beschreibt.
Affekt
Eine spontane, kurzfristige und besonders intensive Gemütserregung, die häufig mit einem Verlust der Handlungskontrolle einhergeht.
Stimmung
Ein emotionaler Zustand von geringerer Intensität, aber längerer Dauer im Vergleich zu einer Emotion.
Basisemotionen
Evolutionsbiologisch bedingte Ur-Emotionen nach Plutchik, darunter Furcht, Ärger, Überraschung, Traurigkeit, Freude, Vertrauen, Ekel und Erwartung.
Zwei-Faktoren-Theorie (Schachter)
Eine Emotionstheorie, nach der eine Emotion aus der Kombination von unspezifischer physiologischer Erregung und einer situationsbezogenen kognitiven Interpretation besteht (Emotion=physiologischeErregung+Kognition).
Emotionales Schema
Eine psychische Struktur mit fest integrierten Variablen, die auf spezifische Kontextbedingungen reagiert und subjektive Gefühle sowie physiologische Erregung erzeugt.
Emotional Literacy
Emotionale Alphabetisierung; die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, zu verstehen und sprachlich adäquat auszudrücken.
Desomatisierung
Der Reifungsprozess, bei dem körperliche Reaktionsweisen auf Emotionen abnehmen und durch bewusstes, sprachlich mitteilbares Verhalten ersetzt werden.
Sensitizer
Angstsensible Personen, die ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf bedrohliche Reize und potenzielle Gefahren für das Selbstwertgefühl lenken.
Represser
Verdränger, die ihre Aufmerksamkeit von stressauslösenden Informationen abziehen und negative Gefühle tendenziell verleugnen.
Pruning
Ein neurologischer Prozess während der Pubertät, bei dem ungenutzte Synapsen im Gehirn abgebaut werden, was kurzzeitig die Fähigkeit zur Emotionserkennung beeinträchtigen kann.
Lubo aus dem All
Ein pädagogisches Präventionsprogramm zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Vorschul- und Grundschulalter.