Grundlagen in Finance: Zeitwert des Geldes, Kapitalbudgetierung und Risiko-Rendite

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Vokabel-Flashcards zu den Kernbegriffen der Vorlesung Corporate Finance von Prof. Dr. Andrej Gill, einschließlich Zeitwert des Geldes, Anleihen, Aktien, Investitionsrechnung, Portfoliotheorie und Optionen.

Last updated 10:00 AM on 7/9/26
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37 Terms

1
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Losgrößentransformation

Volkswirtschaftliche Funktion einer Bank, die durch die Verknüpfung vieler kleiner Einlagenbeträge die Vergabe großer Kredite ermöglicht.

2
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Fristentransformation

Volkswirtschaftliche Funktion einer Bank, die kurzfristige Spareinlagen in langfristige Kreditvergaben umwandelt.

3
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Risikotransformation

Volkswirtschaftliche Funktion einer Bank, die das Ausfallrisiko einzelner Kredite durch Diversifikation in ihrem Portfolio mindert.

4
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Future Value (Zukunftswert)

Der zukünftige Wert eines Betrags nach tt Jahren bei einem Zinssatz von rr pro Jahr, berechnet durch FVt=(1+r)tFV_t = (1 + r)^t.

5
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Present Value (Barwert)

Der heutige Wert einer zukünftigen Zahlung in tt Jahren bei einem Zinssatz von rr pro Jahr, berechnet durch PV0=(1+r)tPV_0 = (1 + r)^{-t}.

6
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Diskontfaktor

Der Wert, mit dem eine zukünftige Zahlung multipliziert wird, um ihren heutigen Wert (Barwert) zu bestimmen: (1+r)t(1 + r)^{-t}.

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Zinseszins

Zinsen, die nicht nur auf das ursprünglich eingesetzte Kapital, sondern auch auf bereits angefallene Zinsen früherer Jahre gezahlt werden.

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Annuität

Ein fester Zahlungsstrom über eine festgelegte Zeitperiode, wobei die Zahlungen meist am Ende jeder Periode erfolgen.

9
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Zinsstrukturkurve

Die Verbindung zwischen Spot-Zinssätzen und ihren jeweiligen Laufzeiten, die den Marktzins für risikolose Zahlungen beschreibt.

10
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Spot-Zinssatz

Die annualisierte Rendite am Markt zur Bewertung einmaliger, risikoloser Zahlungen zu einem spezifischen Zeitpunkt tt.

11
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Nullkuponanleihe (Zerobond)

Ein Rentenmarktpapier, das während der Laufzeit keine Kuponzahlungen leistet und am Ende einen Nennwert (meist 11\,€) zahlt.

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Marktkapitalisierung

Der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktienanteile eines Unternehmens, berechnet als P0×Anzahl der AktienP_0 \times \text{Anzahl der Aktien}.

13
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Dividendenrendite

Der Teil der Aktienrendite, der aus den gezahlten Dividenden stammt, berechnet als Dt+1Pt\frac{D_{t+1}}{P_t}.

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Gordons Wachstumsmodell

Ein Bewertungsmodell für Aktien mit unendlicher Laufzeit und konstantem Dividendenwachstum gg, berechnet als P0=D1rgP_0 = \frac{D_1}{r - g}.

15
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Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das Verhältnis zwischen dem aktuellen Aktienpreis und dem erwarteten Gewinn pro Aktie im kommenden Jahr.

16
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Kapitalwert (Net Present Value - NPV)

Die Summe der Barwerte aller zukünftigen Cash-Flows einer Investition abzüglich der Anschaffungskosten: NPV=n=0TCFt×(1+r)tNPV = \sum_{n=0}^T CF_t \times (1 + r)^{-t}.

17
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Opportunitätskosten

Die erwarteten Gewinne einer entgangenen, vergleichbaren Investition am Kapitalmarkt, die den richtigen Diskontfaktor für ein Projekt bestimmen.

18
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Internal Rate of Return (IRR)

Der interne Zinsfuß, bei dem der Kapitalwert (NPV) einer Investition exakt Null ergibt.

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Erwartungswert einer Zufallsvariable (E(D)E(D))

Der Mittelwert der Realisationen bei unendlicher Wiederholung eines Zufallsexperiments, berechnet als E[D]=j=1npj×djE[D] = \sum_{j=1}^n p_j \times d_j.

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Varianz (Var[D]Var[D])

Ein Maß für das Risiko, definiert als Mittelwert der quadrierten Abweichungen zwischen Realisation und Erwartungswert: Var[D]=j=1n(djE[D])2pjVar[D] = \sum_{j=1}^n (d_j - E[D])^2 p_j.

21
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Standardabweichung (Sdv[D]Sdv[D])

Die Quadratwurzel aus der Varianz, die als gängiges Maß für das Risiko einer Investition in der Praxis verwendet wird: Sdv[D]=Var[D]Sdv[D] = \sqrt{Var[D]}.

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Risikoprämie (ω\omega)

Die Kompensation für das übernommene Risiko, berechnet als Differenz zwischen der versprochenen Rendite rpr_p und dem risikolosen Zinssatz rfr_f.

23
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Diversifikation

Die Verringerung des Gesamtrisikos eines Portfolios durch die Kombination verschiedener Investitionen mit unvollkommener Korrelation.

24
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Systematisches Risiko

Ein marktweites Risiko (z.B. Inflation, Zinsen), das viele Aktien gleichzeitig betrifft und nicht durch Diversifikation eliminiert werden kann.

25
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Unsystematisches Risiko

Ein unternehmensspezifisches Risiko (z.B. F&E-Ergebnisse), das durch Diversifikation vollständig innerhalb eines Portfolios beseitigt werden kann.

26
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Efficient Frontier (Effizienzlinie)

Die Menge der bestmöglichen Portfolios, die bei einem bestimmten Risiko die höchste Rendite bzw. bei einer Rendite das geringste Risiko bieten.

27
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Kovarianz (Cov(rA,rB)Cov(r_A, r_B))

Ein statistisches Maß für den linearen Zusammenhang zwischen den Renditen zweier Wertpapiere AA und BB.

28
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Beta (ϑ\vartheta)

Ein Maß für das systematische Risiko einer Anlage im Vergleich zum Gesamtmarkt; es misst, wie stark ein Asset mit dem Marktportfolio mitschwingt.

29
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Capital Asset Pricing Model (CAPM)

Modell zur Bestimmung der erwarteten Rendite einer riskanten Anlage: E(ri)=rF+[E(rM)rF]×ϑiE(r_i) = r_F + [E(r_M) - r_F] \times \vartheta_i.

30
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Security Market Line (SML)

Die grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen der erwarteten Rendite und dem Beta eines Projekts im CAPM.

31
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Law of One Price (Gesetz des einheitlichen Preises)

Grundsatz, dass Finanzkontrakte mit identischer Pay-off-Struktur zum gleichen Zeitpunkt an jedem Ort den gleichen Preis haben müssen.

32
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Call-Option

Das Recht (aber nicht die Pflicht), ein Wertpapier zu einem festgelegten Preis (Strike Price) zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen.

33
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Put-Option

Das Recht (aber nicht die Pflicht), ein Wertpapier zu einem festgelegten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen.

34
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Put-Call-Parität

Der Preiszusammenhang zwischen einem europäischen Call und Put desselben Basiswerts: C0P0=S0K(1+r)TC_0 - P_0 = S_0 - \frac{K}{(1+r)^T}.

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Arbitrage

Das Erzielen eines risikolosen Gewinns durch Ausnutzung von Preisunterschieden für das gleiche Gut auf verschiedenen Märkten.

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Mittelstarke Markteffizienz

Form der Markteffizienz, bei der sich jegliche öffentlich zugängliche Information bereits in den heutigen Aktienpreisen widerspiegelt.

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Moral Hazard

Ein Anreizproblem, bei dem ein Agent (z.B. Manager) aufgrund unterschiedlicher Interessen nicht im besten Sinne des Prinzipals (z.B. Besitzer) handelt.