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360-Grad-feedback
Beinhaltet Einschätzungen insbesondere über Verhaltensweisen aus unterschiedlichen Perspektiven (Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Kunden)
Beurteilungsaspekte z.B. Arbeitsergebnisse, Führungsverhalten, Umgang mit Kunden, spezifische Kompetenzen
Vorgesetzte kriegen selten Feedback
Charakteristisch:
Einholen subjektiver Einschätzungen und Eindrücke bezogen auf eine „Fokusperson“
Multiperspektivität
Keine Monobeurteilung
Ablauf
(1) Einholen anonymisierter Einschätzungen
(2) Auswertung durch Experten
(3) Rückmeldung an Fokusperson
(4) ggf. Aufheben der Anonymität
(5) ggf. differenziertes Feedback-Gespräch
(6) ggf. Modifikationen des Anreizsystems, Personalentwicklung
Kritik
Multiperspektivität kann zu differenzierter Beurteilung führen
hoher Aufwand bei unklarem Nutzen
Konfliktanfälligkeit
Anonymität fraglich
Konsequenzen für Fokusperson fraglich
Grenzen, Probleme und Fehlerquellen der Beurteilung
situative Störfaktoren
bewusste Verfälschungen
Vorurteile über Personen oder Gruppen
Maßstabsanwendung
Tendenz zur Mitte
Strenge- oder Mildefehler
Reueeffekt
Beurteiler macht sich selbst zum Maßstab
Wahrnehmungsverzerrungen
Überlagerungseffekt (HALO-Effekt)
zeitliche Verzerrungen
intensivere Beobachtung ausgewählter Mitarbeiter
begrenzte Informationsverabeitungskapazität des Menschen