Evolution und Sexualdimorphismus beim Dreistachligen Stichling

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Vokabel-Lernkarten zum Thema Evolution, Merkmale, Fortpflanzungsverhalten und Trade-off der Balzfärbung beim Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus).

Last updated 6:02 AM on 9/17/26
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1
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Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)

Ein 484\text{--}8\,cm kleiner, anpassungsfähiger Fisch der nördlichen Hemisphäre mit drei freistehenden Rückenstacheln und seitlich abgeflachtem Körper.

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Hemisphäre

Erdhälfte; beschreibt das geografische Verbreitungsgebiet des Dreistachligen Stichlings in den nördlichen Regionen.

3
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Brackwasser

Ein Gemisch aus Süsswasser und Salzwasser an Küsten, welches vom Stichling neben Süssgewässern besiedelt werden kann.

4
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Anadrom

Eigenschaft von Fischpopulationen, die im Meerwasser leben, aber zur Fortpflanzung und Eiablage ins Süsswasser wandern.

5
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Katadrom

Gegenteil von anadrom; Fische, die im Süsswasser leben und zur Fortpflanzung ins Salzwasser wandern.

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Tarnfärbung (des Stichlings)

Grünlich-oliver bis bräunlicher Rücken und silbrig-weisser Bauch ausserhalb der Laichzeit als Unterwasser-Tarnung gegen Fressfeinde von oben und unten.

7
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Balzfärbung (des Männchens)

Intensiv blau leuchtende Augen sowie eine kräftige rote Färbung an Kehle und Bauch während der Laichzeit im Frühling.

8
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Nieren-Sekret

Ein klebriges, vom Männchen selbst in der Niere produziertes Sekret, mit dem es sein tunnelförmiges Nest aus Pflanzenmaterial zusammenhält.

9
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Zickzacktanz

Ein vom Stichling-Männchen ausgeführter Balztanz, mit dem es ein laichbereites Weibchen zum gebauten Nest führt.

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Brutpflege (beim Stichling)

Alleinige Aufgabe des Männchens: Bewachen des Nests, Zufächeln von frischem, sauerstoffreichem Wasser mit den Brustflossen und Schutz der Jungfische.

11
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Freilandstudie von Bakker & Mundwiler (1994)

In Behavioral Ecology veröffentlichte Untersuchung, die mittels Fotografie belegte, dass Männchen mit kräftigerer Rotfärbung mehr Eier in ihren Nestern haben.

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Trade-off (Kompromiss)

Ein evolutionärer Kompromiss, bei dem ein Merkmal (wie die rote Balzfärbung) das eigene Überleben durch höhere Fressfeind-Auffälligkeit senkt, aber den Fortpflanzungserfolg und die Parasitenresistenz der Nachkommen erhöht.

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Fressfeinde des Stichlings

Grössere Raubfische (Hecht, Forelle, Barsch), räuberische Insektenlarven (z. B. Libellenlarven für Jungfische) und fischfressende Vögel (Reiher, Eisvogel).

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<p>Geschlechtsdimorphismus zur Laichzeit (Abb. 1)</p>

Geschlechtsdimorphismus zur Laichzeit (Abb. 1)

Erscheinungsbild der Stichlinge zur Laichzeit: Das Weibchen (oben) bleibt unscheinbarer gefärbt mit runderem Körperbau; das Männchen (unten) zeigt leuchtend blaue Augen und eine rote Kehle/Bauch.

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<p>Rotfärbung vs. Eieranzahl im Nest (Feldexperiment)</p>

Rotfärbung vs. Eieranzahl im Nest (Feldexperiment)

Diagramm und Datentabelle, die demonstrieren, dass Stichling-Männchen mit höherer Intensität der Rotfärbung (Skala 1–10) im Durchschnitt mehr Eier im Nest haben.

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<p>Experiment zum Fortpflanzungserfolg und Neuinfektionen (Abb. 2)</p>

Experiment zum Fortpflanzungserfolg und Neuinfektionen (Abb. 2)

Untersuchung, die zeigt, dass Nachkommen von Stichling-Vätern mit geringer roter Balzfärbung prozentual mehr Neuinfektionen (Krankheitsfälle) aufweisen als Nachkommen hoch gefärbter Väter.