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Vokabel-Lernkarten zum Thema Evolution, Merkmale, Fortpflanzungsverhalten und Trade-off der Balzfärbung beim Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus).
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Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)
Ein 4–8\,cm kleiner, anpassungsfähiger Fisch der nördlichen Hemisphäre mit drei freistehenden Rückenstacheln und seitlich abgeflachtem Körper.
Hemisphäre
Erdhälfte; beschreibt das geografische Verbreitungsgebiet des Dreistachligen Stichlings in den nördlichen Regionen.
Brackwasser
Ein Gemisch aus Süsswasser und Salzwasser an Küsten, welches vom Stichling neben Süssgewässern besiedelt werden kann.
Anadrom
Eigenschaft von Fischpopulationen, die im Meerwasser leben, aber zur Fortpflanzung und Eiablage ins Süsswasser wandern.
Katadrom
Gegenteil von anadrom; Fische, die im Süsswasser leben und zur Fortpflanzung ins Salzwasser wandern.
Tarnfärbung (des Stichlings)
Grünlich-oliver bis bräunlicher Rücken und silbrig-weisser Bauch ausserhalb der Laichzeit als Unterwasser-Tarnung gegen Fressfeinde von oben und unten.
Balzfärbung (des Männchens)
Intensiv blau leuchtende Augen sowie eine kräftige rote Färbung an Kehle und Bauch während der Laichzeit im Frühling.
Nieren-Sekret
Ein klebriges, vom Männchen selbst in der Niere produziertes Sekret, mit dem es sein tunnelförmiges Nest aus Pflanzenmaterial zusammenhält.
Zickzacktanz
Ein vom Stichling-Männchen ausgeführter Balztanz, mit dem es ein laichbereites Weibchen zum gebauten Nest führt.
Brutpflege (beim Stichling)
Alleinige Aufgabe des Männchens: Bewachen des Nests, Zufächeln von frischem, sauerstoffreichem Wasser mit den Brustflossen und Schutz der Jungfische.
Freilandstudie von Bakker & Mundwiler (1994)
In Behavioral Ecology veröffentlichte Untersuchung, die mittels Fotografie belegte, dass Männchen mit kräftigerer Rotfärbung mehr Eier in ihren Nestern haben.
Trade-off (Kompromiss)
Ein evolutionärer Kompromiss, bei dem ein Merkmal (wie die rote Balzfärbung) das eigene Überleben durch höhere Fressfeind-Auffälligkeit senkt, aber den Fortpflanzungserfolg und die Parasitenresistenz der Nachkommen erhöht.
Fressfeinde des Stichlings
Grössere Raubfische (Hecht, Forelle, Barsch), räuberische Insektenlarven (z. B. Libellenlarven für Jungfische) und fischfressende Vögel (Reiher, Eisvogel).

Geschlechtsdimorphismus zur Laichzeit (Abb. 1)
Erscheinungsbild der Stichlinge zur Laichzeit: Das Weibchen (oben) bleibt unscheinbarer gefärbt mit runderem Körperbau; das Männchen (unten) zeigt leuchtend blaue Augen und eine rote Kehle/Bauch.

Rotfärbung vs. Eieranzahl im Nest (Feldexperiment)
Diagramm und Datentabelle, die demonstrieren, dass Stichling-Männchen mit höherer Intensität der Rotfärbung (Skala 1–10) im Durchschnitt mehr Eier im Nest haben.

Experiment zum Fortpflanzungserfolg und Neuinfektionen (Abb. 2)
Untersuchung, die zeigt, dass Nachkommen von Stichling-Vätern mit geringer roter Balzfärbung prozentual mehr Neuinfektionen (Krankheitsfälle) aufweisen als Nachkommen hoch gefärbter Väter.