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Vokabelkarten zur Wiederholung der wichtigsten Begriffe aus der Vorlesung "Allgemeine Myologie".
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Allgemeine Myologie
Teilgebiet der Anatomie, das Aufbau, Funktion und Hilfseinrichtungen der Muskeln untersucht.
Skelettmuskulatur
Willkürlich steuerbare, quergestreifte Muskulatur des Bewegungsapparats; stark durchblutet.
Glatte Muskulatur
Unwillkürlich arbeitende Muskulatur ohne Querstreifung, z. B. in Eingeweiden und Gefäßen.
Herzmuskulatur
Spezielle, unwillkürliche quergestreifte Muskulatur des Herzens mit eigenem Erregungsleitungssystem.
Mys
Griechisches Wort für Muskel; Namensgeber der Myologie.
Musculus
Lateinisches Wort für Muskel.
Caput
Muskelkopf; proximaler, meist passiver Ursprungsteil eines Muskels.
Venter
Muskelbauch; kontraktiler Mittelteil des Muskels.
Cauda
Muskelschwanz; distale Endsehne eines Muskels.
Ursprung (Origo)
Meist unbewegliche Befestigungsstelle eines Muskels (Punktum fixum).
Ansatz (Insertio)
Bewegliche Befestigungsstelle eines Muskels (Punktum mobile).
Punktum fixum
Relativ unbeweglicher Muskelansatzpunkt während der Kontraktion.
Punktum mobile
Beweglicher Muskelansatzpunkt während der Kontraktion.
Muskelfaser
Einzelne Muskelzelle der Skelettmuskulatur; vom Endomysium umhüllt.
Endomysium
Lockeres Bindegewebe um jede Muskelfaser („innere Muskelhülle“).
Primärbündel (Myon)
Funktionseinheit aus 10–50 Muskelfasern; von Perimysium internum umgeben.
Perimysium internum
Bindegewebe, das Primärbündel umhüllt.
Sekundärbündel
Zusammenschluss mehrerer Primärbündel; von Perimysium externum umgeben.
Perimysium externum
Bindegewebe, das Sekundärbündel umschließt.
Epimysium
Äußere Bindegewebsschicht, die den gesamten Muskel umgibt.
Muskelfaszie
Straffes Bindegewebe, das den Muskel wie ein Strumpf umhüllt.
Sehne (Tendo)
Kollagenes Bindegewebe zur Kraftübertragung zwischen Muskel und Knochen; hoher Zugwiderstand, geringe Durchblutung.
Aponeurose
Flächenhafte, breitgefächerte Sehne aus parallel angeordneten Kollagenfasern.
Endotendineum
Bindegewebe um einzelne Sehnenfasern innerhalb eines Primärbündels.
Peritendineum internum
Bindegewebe um Sehnen-Primärbündel.
Peritendineum externum
Bindegewebe um Sehnen-Sekundärbündel.
Epitendineum
Äußere Bindegewebsschicht einer Sehne.
Junctio myotendinea
Übergangszone zwischen Muskel und Sehne, in der Kollagenfasern mit Muskelbindegewebe verzahnen.
Junctio osteotendinea
Übergang zwischen Sehne und Knochen; Sehnenfasern verankern sich als Sharpey-Fasern im Knochen.
Sharpey-Fasern
Kollagene Fasern, die Sehnen oder Bänder fest im Knochen verankern.
Gefiederter Muskel
Muskel, dessen Fasern schräg zur Sehne verlaufen; erhöht Hubkraft.
M. unipennatus
Einfach gefiederter Muskel; Fasern liegen auf einer Sehnenseite.
M. bipennatus
Zweifach gefiederter Muskel mit zentraler Binnensehne.
M. multipennatus
Vielfach gefiederter Muskel mit mehreren Sehnenspiegeln.
Fiederungswinkel
Winkel zwischen Muskelfaserverlauf und Sehnenrichtung.
Anatomischer Querschnitt
Schnittfläche senkrecht zur Längsachse des Muskelbauchs.
Physiologischer Querschnitt
Schnittfläche senkrecht zum Faserverlauf; Maß für maximale Kraft.
M. fusiformis
Spindelförmiger Muskel mit dickem Bauch und spitzen Enden.
M. planus
Flacher, breitflächiger Muskel mit parallelen Fasern.
M. biceps
Zweiköpfiger Muskel mit zwei Ursprungssehnen.
M. triceps
Dreiköpfiger Muskel mit drei Ursprüngen.
M. quadriceps
Vierköpfiger Muskel mit vier Ursprungssehnen.
M. digastricus
Zweibäuchiger Muskel mit Zwischensehne.
M. orbicularis
Ringförmiger Muskel, der Öffnungen schließt.
M. sphincter
Schnür- bzw. Schließmuskel zum Verengen einer Körperöffnung.
Extensor
Streckmuskel, öffnet ein Gelenk.
Flexor
Beugemuskel, beugt ein Gelenk.
Adductor
Einwärtszieher, führt Gliedmaße zur Körpermitte.
Abductor
Auswärtszieher, bewegt Gliedmaße von der Körpermitte weg.
Pronator
Einwärtsdreher von Hand oder Fuß.
Supinator
Auswärtsdreher von Hand oder Fuß.
Hubhöhe
Verkürzungsstrecke eines Muskels (ca. 30–60 % der Faserlänge).
Hubkraft
Von einem Muskel entwickeltes Gewicht; abhängig vom physiologischen Querschnitt.
Agonist
Hauptmuskel, der eine Bewegung ausführt.
Antagonist
Muskel, der die entgegengesetzte Bewegung zum Agonisten bewirkt.
Motorische Einheit
Ein Motoneuron und alle von ihm innervierten Muskelfasern.
Alles-oder-Nichts-Gesetz
Muskelfaser kontrahiert auf einen Reiz maximal oder gar nicht.
Muskelspindel
Sensorisches Dehnungsorgan im Muskel zur Längenmessung.
Sehnenspindel
Golgi-Sehnenorgan; registriert Zugspannung in der Sehne.
Hypertrophie
Zunahme der Muskelmasse durch Verdickung der Fasern infolge Trainings.
Muskelatrophie
Abnahme der Muskelmasse bei fehlender Belastung oder Innervation.
Fascia superficialis
Dünne, oberflächliche Körperfaszie unter der Haut.
Fascia profunda
Kräftige, tiefe Faszie, die Muskellogen umschließt.
Fascia interna
Innere Rumpffaszie, kleidet Körperhöhle von innen aus.
Hypomochlion
Umlenkendes Widerlager (z. B. Sesambein) zur Änderung der Sehnenzugrichtung.
Bursa synovialis
Mit Synovia gefüllter Schleimbeutel zur Druckverteilung zwischen bewegten Strukturen.
Vagina synovialis tendineum
Sehnenscheide; doppelte Serosahülle um Sehnen als Gleitlager.
Tendovaginitis
Entzündung einer Sehnenscheide durch Überbeanspruchung.
Sesambein
Kleiner Knochen in einer Sehne zur Verbesserung der Gleiteigenschaften (z. B. Patella).
Retinaculum tendineum
Band, das Sehnen an Gelenkflächen fixiert und als Hypomochlion wirkt.
Intersectiones tendineae
Zwischensehnen innerhalb eines Muskels zur Kraftübertragung und Hubkrafterhöhung.
Motoneuron
Nervenzelle, deren Axon Muskelfasern innerviert und Kontraktionen auslöst.