Soziale Wahrnehmung und Attribution

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Diese Flashcards decken die zentralen Konzepte der Vorlesung über soziale Wahrnehmung und Attribution ab, einschließlich der Theorien von Heider, Kelley, Jones & Davis sowie Weiner und gängiger Attributionsverzerrungen.

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26 Terms

1
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Soziale Wahrnehmung

Der Prozess des Sammelns und Interpretierens von Informationen über Merkmale oder Eigenschaften einer anderen Person.

2
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Implizite Persönlichkeitstheorien

Vorstellungen von Betrachtenden darüber, wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale innerhalb einer Person organisiert sind.

3
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Konfigurationsmodell

Ein von Asch (1946) geprägter Ansatz, der annimmt, dass Betrachtende aktiv tiefergehende Bedeutungen aus einzelnen Informationen über andere Menschen konstruieren.

4
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Self-fulfilling prophecy

Ein Prozess (Snyder, 1984), bei dem sich eine Person gemäß dem Verhalten oder den Erwartungen eines Gegenübers in eine soziale Situation einbringt.

5
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Wärme und Kompetenz

Zwei fundamentale, universale Dimensionen der sozialen Wahrnehmung. Wärme prüft die Absichten (Freund oder Feind), Kompetenz die Fähigkeit, diese umzusetzen.

6
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Primacy of warmth judgments

Das Prinzip, wonach Urteile über Wärme für die soziale Wahrnehmung wichtiger sind als Urteile über Kompetenz.

7
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Zentrales Persönlichkeitsmerkmal

Ein Merkmal (wie 'warm' oder 'kalt'), das einen starken Einfluss auf den Gesamteindruck einer Person ausübt, im Gegensatz zu peripheren Merkmalen.

8
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Kausalattribution

Der Prozess, durch den Menschen zu Schlussfolgerungen über die Ursachen eines beobachteten Verhaltens gelangen.

9
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Temporoparietaler Übergang (TPJ)

Eine spezielle Hirnregion am Übergang von Temporal- und Parietallappen, die vermutlich Bewegungsmuster erkennt, welche intentionales Verhalten implizieren.

10
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Theory of correspondent inference

Theorie von Jones und Davis (1965), wonach Beobachtende unter bestimmten Umständen aus einem absichtlichen Verhalten auf korrespondierende Absichten und Dispositionen schließen.

11
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Analyse nicht gemeinsamer Auswirkungen (non-common effects)

Ein Prozess, bei dem Menschen auf Absichten schließen, indem sie analysieren, welche Auswirkungen die gewählte Handlung von nicht gewählten Alternativen unterscheiden.

12
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Korrespondenzverzerrung (correspondence bias)

Die Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schließen, selbst wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war (auch fundamentaler Attributionsfehler).

13
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Kovariationstheorie

Theorie von Kelley (1967), die besagt, dass Beobachtende kausale Schlüsse ziehen, indem sie prüfen, ob ein Effekt mit einer Person, einer Entität oder dem Kontext kovariiert.

14
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Distinktheit

Information darüber, ob sich das Verhalten einer Person unter ähnlichen Umständen über unterschiedliche Objekte (Entitäten) hinweg unterscheidet.

15
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Konsistenz

Information darüber, ob das Verhalten einer Person gegenüber einer Entität in verschiedenen Situationen oder zu verschiedenen Zeitpunkten gleich bleibt.

16
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Konsensus

Information darüber, ob sich unterschiedliche handelnde Personen gegenüber derselben Entität gleich verhalten.

17
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Kausale Schemata

Wissensstrukturen, die Attributionen steuern, wenn keine vollständigen Kovariationsinformationen vorliegen (z. B. Abwertungs- oder Aufwertungsprinzip).

18
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Abwertungsprinzip (Discounting Principle)

Die Annahme, dass ein potenzieller Kausalfaktor weniger Einfluss ausübt, wenn bereits ein anderer plausibler Faktor vorhanden ist, der den Effekt erklärt.

19
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Aufwertungsprinzip (Augmenting Principle)

Die Annahme, dass ein Kausalfaktor besonders stark sein muss, wenn ein Effekt trotz des Vorhandenseins eines hemmenden Faktors eintritt.

20
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Attributionsdimensionen nach Weiner

Ein Modell zur Erklärung von Erfolg und Misserfolg anhand von Lokation (internal/external), Stabilität (stabil/instabil) und Kontrollierbarkeit.

21
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Fixed mindset (statische Theorie)

Die Attribution von Erfolg auf internale, stabile und unkontrollierbare Faktoren, was zu geringerer Motivation für Weiterentwicklung führt.

22
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Growth mindset (inkrementelle Theorie)

Die Sichtweise, dass Fähigkeiten variabel und kontrollierbar sind, was die Motivation zur Verbesserung stärkt.

23
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Deprogene Attributionen

Attributionsmuster bei Misserfolg, die depressionfördernd wirken: internal, stabil und global.

24
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Actor-observer difference

Die allgemeine Neigung, das eigene Verhalten eher mit der Situation, das Verhalten anderer jedoch eher mit deren Dispositionen zu erklären.

25
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False consensus bias

Die systematische Verzerrung, bei der man annimmt, dass andere Personen die eigenen persönlichen Einstellungen und Überzeugungen teilen.

26
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Selbstwertdienliche Attributionsverzerrungen (self-serving biases)

Motivierte Verzerrungen, die dazu dienen, den eigenen Selbstwert zu schützen oder zu erhöhen (z. B. Erfolg internal und Misserfolg external attribuieren).