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Diese Flashcards decken die zentralen Konzepte der Vorlesung über soziale Wahrnehmung und Attribution ab, einschließlich der Theorien von Heider, Kelley, Jones & Davis sowie Weiner und gängiger Attributionsverzerrungen.
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Soziale Wahrnehmung
Der Prozess des Sammelns und Interpretierens von Informationen über Merkmale oder Eigenschaften einer anderen Person.
Implizite Persönlichkeitstheorien
Vorstellungen von Betrachtenden darüber, wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale innerhalb einer Person organisiert sind.
Konfigurationsmodell
Ein von Asch (1946) geprägter Ansatz, der annimmt, dass Betrachtende aktiv tiefergehende Bedeutungen aus einzelnen Informationen über andere Menschen konstruieren.
Self-fulfilling prophecy
Ein Prozess (Snyder, 1984), bei dem sich eine Person gemäß dem Verhalten oder den Erwartungen eines Gegenübers in eine soziale Situation einbringt.
Wärme und Kompetenz
Zwei fundamentale, universale Dimensionen der sozialen Wahrnehmung. Wärme prüft die Absichten (Freund oder Feind), Kompetenz die Fähigkeit, diese umzusetzen.
Primacy of warmth judgments
Das Prinzip, wonach Urteile über Wärme für die soziale Wahrnehmung wichtiger sind als Urteile über Kompetenz.
Zentrales Persönlichkeitsmerkmal
Ein Merkmal (wie 'warm' oder 'kalt'), das einen starken Einfluss auf den Gesamteindruck einer Person ausübt, im Gegensatz zu peripheren Merkmalen.
Kausalattribution
Der Prozess, durch den Menschen zu Schlussfolgerungen über die Ursachen eines beobachteten Verhaltens gelangen.
Temporoparietaler Übergang (TPJ)
Eine spezielle Hirnregion am Übergang von Temporal- und Parietallappen, die vermutlich Bewegungsmuster erkennt, welche intentionales Verhalten implizieren.
Theory of correspondent inference
Theorie von Jones und Davis (1965), wonach Beobachtende unter bestimmten Umständen aus einem absichtlichen Verhalten auf korrespondierende Absichten und Dispositionen schließen.
Analyse nicht gemeinsamer Auswirkungen (non-common effects)
Ein Prozess, bei dem Menschen auf Absichten schließen, indem sie analysieren, welche Auswirkungen die gewählte Handlung von nicht gewählten Alternativen unterscheiden.
Korrespondenzverzerrung (correspondence bias)
Die Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schließen, selbst wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war (auch fundamentaler Attributionsfehler).
Kovariationstheorie
Theorie von Kelley (1967), die besagt, dass Beobachtende kausale Schlüsse ziehen, indem sie prüfen, ob ein Effekt mit einer Person, einer Entität oder dem Kontext kovariiert.
Distinktheit
Information darüber, ob sich das Verhalten einer Person unter ähnlichen Umständen über unterschiedliche Objekte (Entitäten) hinweg unterscheidet.
Konsistenz
Information darüber, ob das Verhalten einer Person gegenüber einer Entität in verschiedenen Situationen oder zu verschiedenen Zeitpunkten gleich bleibt.
Konsensus
Information darüber, ob sich unterschiedliche handelnde Personen gegenüber derselben Entität gleich verhalten.
Kausale Schemata
Wissensstrukturen, die Attributionen steuern, wenn keine vollständigen Kovariationsinformationen vorliegen (z. B. Abwertungs- oder Aufwertungsprinzip).
Abwertungsprinzip (Discounting Principle)
Die Annahme, dass ein potenzieller Kausalfaktor weniger Einfluss ausübt, wenn bereits ein anderer plausibler Faktor vorhanden ist, der den Effekt erklärt.
Aufwertungsprinzip (Augmenting Principle)
Die Annahme, dass ein Kausalfaktor besonders stark sein muss, wenn ein Effekt trotz des Vorhandenseins eines hemmenden Faktors eintritt.
Attributionsdimensionen nach Weiner
Ein Modell zur Erklärung von Erfolg und Misserfolg anhand von Lokation (internal/external), Stabilität (stabil/instabil) und Kontrollierbarkeit.
Fixed mindset (statische Theorie)
Die Attribution von Erfolg auf internale, stabile und unkontrollierbare Faktoren, was zu geringerer Motivation für Weiterentwicklung führt.
Growth mindset (inkrementelle Theorie)
Die Sichtweise, dass Fähigkeiten variabel und kontrollierbar sind, was die Motivation zur Verbesserung stärkt.
Deprogene Attributionen
Attributionsmuster bei Misserfolg, die depressionfördernd wirken: internal, stabil und global.
Actor-observer difference
Die allgemeine Neigung, das eigene Verhalten eher mit der Situation, das Verhalten anderer jedoch eher mit deren Dispositionen zu erklären.
False consensus bias
Die systematische Verzerrung, bei der man annimmt, dass andere Personen die eigenen persönlichen Einstellungen und Überzeugungen teilen.
Selbstwertdienliche Attributionsverzerrungen (self-serving biases)
Motivierte Verzerrungen, die dazu dienen, den eigenen Selbstwert zu schützen oder zu erhöhen (z. B. Erfolg internal und Misserfolg external attribuieren).