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Welchen Standard sollte man in Bezug auf die Gefahr einer Dysbalance nutzen?
Den Standard vom College of Nurses of Ontario
Was sagt das Distanzzonen-Modell nach Hall?
Intime Zone: ca 40 cm
Persönliche Zone: 0,5-1,2 m
Soziale Zone: 1,2-3,6 m
Öffentliche Zone: ab 3,6 m
Wie unterscheidet Samy Malcho die Territorialzonen?
Die erste Territorialzone ist der eigene Körper
Die zweite Territorialzone ist zum Schutz des eigenen Körpers - etwa eine Armlänge Abstand.
Die dritte Territorialzone ist die Zone, den wir, unsere Familie oder eine Gruppe besetzen (Ein Haus, eine Wohnung, ein Dorf)
Die vierte Territorialzone sichert unseren Unterhalt (Landwirtschaftliche Nutzfläche, Stadt, Firma)
Was bedeutet emotionale Nähe?
Tiefe und Intensität von Beziehungen
Wie stark lassen wir andere an uns heran und wie viel offenbaren wir von uns selbst? Emotionale Nähe entsteht durch Vertrauen, Offenheit und Intimität.
Was bedeutet soziale Distanz?
Beziehung und soziales Verhältnis
Wie verbunden fühlen wir uns mit anderen? Die Art des Verhältnisses – ob Familie, Freunde, Kollegen oder Bekannte – bestimmt die soziale Distanz und eigene Dynamik.
Für welche geographische Lage gelten die Distanzzonen nach Hall vor allem?
Für den mitteleuropäischen Raum.
Was bedeutet Nähe und Distanz in der Pflege?
Pflege verbindet körperliche Intimität, emotionale Empathie und soziale Professionalität. Die Herausforderung besteht darin, notwendige physische und emotionale Nähe mit professioneller Distanz zu balancieren.
Welche Funktion hat Nähe und Distanz in der Pflege?
Funktion von Nähe: Nähe schafft Vertrauen, Geborgenheit und Empathie. Sie stärkt das Wohlbefinden der Klienten, verbessert den Informationszugang und ermöglicht eine qualitativ hochwertige Pflegebeziehung.
Funktion von Distanz: Distanz schützt vor psychischer Belastung, Überidentifikation und Grenzüberschreitungen. Sie ermöglicht die Abgrenzung von unangemessenen Bedürfnissen und bewahrt die professionelle Rolle.
Konsequenzen für die Pflege: Gute Pflege erfordert die richtige Balance aus Nähe und Distanz als ständigen Aushandlungsprozess. Ziel ist eine professionelle Beziehung, die persönliche Nähe zulässt, ohne den nötigen Selbstschutz zu gefährden.
Wie wahrt man die Intimsphäre und zeigt Respekt?
Einwilligung & Ankündigung: Vor Zimmerbetritt anklopfen, Pflege Handlungen vorher erklären und um Erlaubnis fragen.
Körperschutz: Intimbereiche stets abdecken und sichtbare Zonen minimieren.
Grenzen achten: Individuelles Nähe- und Distanzbedürfnis erkennen und respektieren.
Diese Maßnahmen bewahren die Würde des Klienten und stärken das Vertrauen.
Was ist distanzloses Verhalten in der Pflege?
Sprachlich: Ungefragtes Duzen, Kindersprache, Verniedlichungen oder Bezeichnungen wie „Oma/Opa“.
Verhalten: Ungefragtes Durchsuchen von Schränken, übergriffiges Ausfragen und Einmischen in Privates.
Körperlich: Unangemessene Umarmungen sowie jegliche sexuelle Belästigung.
Was bedeutet Nähe und Distanz?
Als soziale Wesen brauchen wir Nähe und Geborgenheit, verlangen aber ebenso nach Unabhängigkeit und Freiheit. Dieses Nähe- und Distanzbedürfnis ist rein individuell und nicht messbar. Wird die persönliche Grenze überschritten, reagieren Menschen automatisch mit Abwehr, Verschlossenheit oder Verweigerung.
Was ist die Definition von Ekel?
Übelkeit erregendes Gefühl des Widerwillens vor etwas, das als extrem unangenehm empfunden wird.
Was ist die Definition von Scham?
Gefühl, sich eine Blöße gegeben zu haben, verbunden mit einem quälenden Gefühl von Entwertung oder Entehrung. Beschämung und Verlegenheit sind mildere Formen von Scham.
Womit wird man in Bezug auf Ekel täglich in der Pflege konfrontiert?
Mit großen, übel riechenden Wunden, Fäkalien, Sekreten, Verstümmelungen usw.
Welche Strategien gibt es in Umgang mit Ekel?
Vermeidung oder Reduktion von ekelerregenden Situationen durch prophylaktische Maßnahmen (z.B. bei Dekubitus)
Größtmöglicher Schutz im Umgang mit ekelerregenden Substanzen oder Situationen (Handschuhe, Schutzkleidung etc.)
Abwehr von Ekelgefühlen durch Perspektivenwechsel: (Fokus anders setzen)
Auszeit nach ekelerregenden Tätigkeiten
Welche Grundsätze gibt es zum Umgang mit Scham?
Bewusstes Wahrnehmen fremder und eigener Scham
Sich bewusst werden über das Eindringen in die Intimsphäre der Patienten
Das Eindringen in die Intimsphäre kommunizieren
Schutzmaßnahmen beachten
Intimsphäre des Patienten achten
Privatbereiche des Patienten achten und nicht ungefragt in sie eindringen
Ressourcen des Patienten nutzen