1/30
Vokabel-Lernkarten zu den Grundlagen der sportlichen Leistungsfähigkeit, den Komponenten der Kondition und Koordination, Belastungsnormativen sowie funktionellen und morphologischen Anpassungen.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Sportliche Leistungsfähigkeit
Die komplexe Fähigkeit zur Erbringung einer bestimmten sportlichen Leistung auf einem spezifischen Niveau, beruhend auf dem Zusammenwirken verschiedener Leistungskomponenten.

Strukturmodell der sportlichen Leistungsfähigkeit (Weineck 2004 a)
Ein Systemmodell, das die Komponenten Kondition, Technik, taktisch-kognitive, psychische, soziale und koordinative Fähigkeiten sowie veranlagungsbedingte Faktoren und deren Wechselwirkungen abbildet.

Schema personeninterner Bedingungen sportlicher Leistungen (Weineck 2004 a)
Ein Modell zur Differenzierung zwischen direkten personeninternen Leistungsbedingungen (z. B. Kondition, Technik, Taktik) und indirekten personeninternen Bedingungen (Systeme, Organe und Gewebe).
Anforderungsprofil
Die Gesamtheit aller sportartenspezifischen physischen, psychischen und kognitiven Voraussetzungen, aus denen konkrete Trainingsziele (Grob- und Feinziele) abgeleitet werden.
Ausdauer
Die psychische und physische Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei länger dauernden Belastungen sowie die Fähigkeit zur schnellen Regeneration.
Kurzzeitausdauer
Ausdauerleistung bei einer Belastungsdauer von 35Sekunden bis 2Minuten.
Mittelzeitausdauer
Ausdauerleistung bei einer Belastungsdauer von 2Minuten bis 10Minuten.
Langzeitausdauer
Ausdauerleistung bei einer Belastungsdauer von mehr als 10Minuten.
Aerobe Energiegewinnung
Stoffwechselweg zur Energiegewinnung unter Nutzung von Sauerstoff mit hoher Kapazität, aber niedriger Energieflussrate.
Anaerobe Energiegewinnung
Stoffwechselweg zur Energiegewinnung ohne Sauerstoffverbrauch mit geringer Kapazität und hoher Energieflussrate (unterteilt in alaktazid und laktazid).
Frequenzschnelligkeit
Die Fähigkeit, zyklische Bewegungen bei geringen äußeren Widerständen mit höchster Geschwindigkeit auszuführen.
Aktionsschnelligkeit
Die Fähigkeit, azyklische Bewegungen bei geringen äußeren Widerständen mit höchster Geschwindigkeit auszuführen.
Einfachreaktion
Die schnelle Ausführung einer festgelegten Bewegung als Antwort auf ein eindeutiges Startsignal (z. B. Start beim 100m-Sprint).
Wahlreaktion
Die schnelle Auswahl und Ausführung einer angemessenen Bewegung aus mehreren Handlungsmöglichkeiten in einer variablen Spielsituation.
Intramuskuläre Koordination
Das synchrone Zusammenspiel der Muskelfasern innerhalb eines einzelnen Muskels für eine schnelle und maximale Kraftentfaltung.
Intermuskuläre Koordination
Das abgestimmte Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen bei einem zielgerichteten Bewegungsablauf.
Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
Koordinative Fähigkeit zur Erreichung einer hohen Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen basierend auf der genauen Muskel- und Bewegungswahrnehmung (z. B. Ballgefühl).
Orientierungsfähigkeit
Koordinative Fähigkeit zur Bestimmung und Anpassung der Körperposition und -bewegung in Raum und Zeit bezogen auf ein Aktionsfeld oder ein bewegtes Objekt.
Kopplungsfähigkeit
Koordinative Fähigkeit, Teilkörperbewegungen bezüglich eines bestimmten Handlungsziels räumlich, zeitlich und dynamisch zweckmäßig miteinander zu verbinden.
Rhythmisierungsfähigkeit
Koordinative Fähigkeit, einen von außen vorgegebenen oder verinnerlichten Rhythmus zu erfassen und in der eigenen Bewegung umzusetzen.
Gleichgewichtsfähigkeit
Koordinative Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten oder diesen während bzw. nach umfangreichen Körperverlagerungen wiederherzustellen.
Adaption
Funktionelle und/oder morphologische (organische, strukturelle) Anpassung des menschlichen Organismus bzw. seiner Teilsysteme als Reaktion auf gezielte sportliche Belastungsreize.
Funktionelle Anpassung
Akute physiologische Reaktionen des Körpers auf eine Belastung (z. B. Anstieg der Herzfrequenz, der Atemfrequenz und des Blutdrucks).
Morphologische Anpassung
Langfristige strukturelle und organische Veränderungen des Körpers durch wiederkehrende Trainingsreize (z. B. linksventrikuläre Hypertrophie, Muskelhypertrophie, Zunahme der Knochendichte).

Funktionelle vs. Morphologische Anpassungen
Gegenüberstellung der akuten Reaktionen (z. B. Herzfrequenzanstieg) und langfristigen organischen Veränderungen (z. B. Herzwandhypertrophie, Kapillarisierung, Zunahme der Knochendichte) bei sportlicher Belastung.
(Reiz-)Intensität
Belastungskomponente, die die Stärke oder den Anstrengungsgrad eines einzelnen Trainingsreizes angibt.
(Reiz-)Dauer
Belastungskomponente, die die zeitliche Einwirkdauer eines einzelnen Trainingsreizes oder die Wiederholungszahl beschreibt.
(Reiz-)Dichte
Belastungskomponente, die das zeitliche Verhältnis von Belastungs- und Erholungsphasen im Training regelt.
(Reiz-)Umfang
Belastungskomponente, die die Gesamtmenge aller in einer Trainingseinheit gesetzten Reize umfasst.
(Reiz-)Komplexität
Belastungskomponente, die den Schweregrad und den kognitiv-koordinativen Anspruch einer Bewegungshandlung festlegt.
Russ Cook
Ein 27-jähriger britischer Ultraläufer, der Afrika in 337Tagen über 16.000km vom Kap Agulhas bis zum Kap Ben Sakka laufend durchquerte und dabei gut 700.000Euro an Spenden sammelte.