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Bedürfnisse
kennzeichnen ein generelles Mangelempfinden
Motiv
zeitlich relativ überdauernde, inhaltlich spezifische psychische Disposition
wird unter gegebenen Bedingungen aktiviert und dient als Antrieb einer Handlung
Aktivierung der Motive
aus der Person selbst oder von außen
intrinsische Motivation resultiert aus der Tätigkeit
extrinsische Motivation kommt durch Anreize zustande, die außerhalb der Tätigkeit liegen (z.B. Kollegen, Vorgesetzte, Entgelt)
beinhalten Inhalt und Wirkung individueller Bedürfnisse
Verhalten wird auf Bedürfnisse zurückgeführt
Theorien liefern eine Zusammenstellung von Bedürfnissen oder Bedürfnisgruppen
Beispiele
(a) Bedürfnispyramide Maslow
(b) Zwei-Faktoren-Theorie Herzbergs
(c) McClellands Theorie der gelernten Bedürfnisse
(a) Bedürfnispyramide Maslow
physiologische Bedürfnisse
Sicherheitsbedürfnisse
soziale Bedürfnisse
Ich-Bedürfnisse
Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung
(b) Zwei-Faktoren-Theorie Herzbergs
Hygienefaktoren/Frustratoren (z.B. Unternehmenspolitik, Kollegen, Vorgesetzte, Gehalt)
Motivatoren (z.B. Leistungserfolg, Anerkennung, Arbeitsinhalte, Aufstiegsmöglichkeiten)
(c) McClellands Theorie der gelernten Bedürfnisse
Leistungsmotiv
Machtmotiv
Affiliationsmotiv
Prozesstheorien der Motivation
erklären, wie Motivation formal und losgelöst von konkreten Bedürfnissen entsteht (Motivationsprozesse)
Grundmodell moderner Prozesstheorien: Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie (VIE) Vrooms
Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie (VIE-Theorie) der Führung (Vroom)
psychologisch fundierte ökonomische Entscheidungstheorie
Grundannahme: Menschen wählen Verhaltensweisen, die ihren Nutzen maximieren
Motivation ist nicht nur eine Frage angeborener oder erlernter Motive, sondern auch durch die relative Bedeutung der Motive für die individuelle Zielerreichung bestimmt
Anstrengungsbereitschaft von Menschen hängt ab von:
Valenz = Wertigkeit eines Endziels: Darin kommt die Gewichtung aktueller Motive zum Ausdruck
Instrumentalität = geschätzte Realisierbarkeit des Endziels; dabei werden die zur Verfügung stehenden Mittel (Ergebnis erster Ebene) berücksichtigt
Erwartung = Einschätzung, ob durch eine Handlung das Endziel zu realisieren ist; dafür muss die Wahrscheinlichkeit dafür ermittelt werden, inwiefern eine Handlung zum Ergebnis erster Ebene führt; Einschätzung ist geprägt durch Erfahrungen und Einstellungen
Anstrengungsbereitschaft ist das Produkt aus Valenz, Erwartung und Instrumentalität

Wahl einer Handlungsalternative
Eine Person, die verschiedene Handlungsmöglichkeiten mit jeweils ungewissem Ausgang und unterschiedlichen Konsequenzen hat, wählt diejenige Alternative, bei der das Produkt aus V x I x E am höchsten ist.
Ein außerordentlich attraktives Resultat, das aber nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintritt, wird deshalb zu Gunsten eines weniger vorteilhaften Ergebnisses aufgegeben, das mit höherer Sicherheit zu realisieren ist