❤️ Einstellungen und Einstellungsveränderung (6)

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Flashcards zu Grundlagen der Sozialpsychologie über Einstellungen, deren Struktur, Verhaltensvorhersagemodelle, Persuasionstheorien und kognitive Dissonanz.

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17 Terms

1
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Was ist eine Einstellung?

Eine Einstellung ist eine psychische Tendenz, die dadurch zum Ausdruck kommt, dass man ein bestimmtes Objekt mit einem gewissen Grad an Abneigung oder Zuneigung bewertet.

→ sie beeinflussen wie wir die Welt wahrnehmen und uns Verhalten

→ unterscheidet sich in der Valenz (Wertigkeit positiv/negativ) und Stärke

2
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Eindimensionale Sichtweise von Einstellungen

Ansicht, dass Einstellungen als positiv oder negativ entlang eines Kontinuums abgespeichert sind

→ wobei Einstellungsambivalenz nicht zulässig ist

Beispiel: Ich mag Schokolade

<p>Ansicht, dass Einstellungen als positiv oder negativ entlang eines Kontinuums abgespeichert sind</p><p>→  wobei Einstellungsambivalenz nicht zulässig ist</p><p>Beispiel: Ich mag Schokolade</p>
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Zweidimensionale Sichtweise von Einstellungen

Ansicht, dass positive und negative Bewertungen getrennt abgespeichert werden, wodurch Einstellungsambivalenz zulässig ist.

<p>Ansicht, dass positive und negative Bewertungen getrennt abgespeichert werden, wodurch Einstellungsambivalenz zulässig ist.</p><p></p>
4
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Erkläre die Theorie des geplanten Verhaltens!

Die Theorie erklärt, dass Verhalten vor allem durch die Verhaltensintention bestimmt wird.
Diese Intention entsteht durch drei Faktoren:

  • Einstellung zum Verhalten (finde ich es gut oder schlecht?)

  • subjektive Norm (was denken andere darüber?)

  • wahrgenommene Verhaltenskontrolle (traue ich mir das Verhalten zu?) → Selbstwirksamkeit

Je positiver diese drei Faktoren sind, desto wahrscheinlicher wird das Verhalten gezeigt.

Die Theorie erweitert die ältere „Theorie des überlegten Handelns“ um einen wichtigen Punkt:
👉 wahrgenommene Verhaltenskontrolle

5
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Erkläre das Informationsverarbeitungsmodell der Persuasion → Ein-Prozess-Theorie

Hier besteht die Annahme, dass die persuasive Wirkung einer Botschaft das Ergebnis von mindestens fünf Schritten ist:

Aufmerksamkeit, Verstehen, Akzeptieren, Beibehalten und Verhalten basiert

Aufmerksamkeit: man sieht eine Werbung

Verstehen: Person versteht Argumente der Werbung

Akzeptieren: muss Botschaft überzeugend/glaubwürdig finden

Beibehalten: erinnert sich später noch dran

Verhalten: Person kauft das Produkt

→ So funktioniert Persuasion

6
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Erkläre das Ein-Prozess-Theorie Modell der kognitiven Reaktionen

Das ist eine Ein-Prozess-Theorie, nach der nicht die Argumente, sondern die eigenen Gedanken der Person (kognitive Reaktionen) eine Einstellungsänderung bewirken.

Persuasive Botschaft → Kognitive Reaktion → Einstellungsänderung

Starke Argumente führen eher zu vorwiegend zustimmenden Gedanken → Veränderung

Schwache Argumente führen eher zu vorwiegend ablehnenden Gedanken → keine Veränderung

7
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Was ist das Elaboration-Likelihood-Modell?

Das ist eine Zwei-Prozess-Theorie, die zwischen der zentralen Route (systematische Verarbeitung) und der peripheren Route (heuristische Verarbeitung) differenziert.

8
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Erkläre die Zentrale Route des Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)!

Verarbeitungsweg bei hoher Motivation und Kapazität, bei dem starke Argumente vorwiegend positive Gedanken und eine stabile Einstellungsänderung bewirken. Schwache Argumente hingegen bewirken vorwiegend negative Gedanken und führen zu eher keinen Veränderung

→ Hier prüft man die Argumente logisch!

Laptopkauf: Akku, Speicher, Preis, Leistung, Bewertung → man prüft die Fakten

9
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Erkläre die periphere Route des ELM!

Verarbeitungsweg bei geringer Motivation oder Kapazität, bei dem heuristische Hinweisreize (z. B.einfache Faustregeln oder Eindrücke) zu einer instabilen Einstellungsänderung führen.

→ Einstellungen entstehen hier also nicht durch logische Überzeugung SONDERN durch einfache Heuristiken oder spontane Eindrücke und sind deshalb oft weniger stabil und leichter veränderbar.

Hier achtet die Person nicht wirklich auf die Argumente, sondern auf äußere Hinweise (= periphere Reize).

Zum Beispiel:

  • Ist die Person attraktiv?

  • Spricht sie selbstbewusst?

  • Haben viele Leute das Produkt?

10
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Kann Werbung Menschen tatsächlich manipulieren?

Werbung kann Menschen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen bzw. manipulieren, besonders durch subliminale Reize (unbewusste Botschaften).
Die Studie zeigte, dass Personen häufiger Lipton Ice wählten, wenn sie zuvor unbewusst mit der Marke geprimt wurden – vor allem, wenn sie durstig waren.
→ Der Effekt ist also möglich, aber abhängig von Bedürfnissen, Gewohnheiten und Stimmung der Person.

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Beschreibe die Theorie der kognitiven Dissonanz

Wenn Gedanken/Einstellungen nicht mit dem Verhalten zusammenpassen = innerer Spannungszustand

→ Die Annahme, dass kognitive Dissonanz ein aversiver Zustand ist, der Menschen dazu motiviert, Unstimmigkeiten zwischen Einstellungen, Überzeugungen oder Verhalten zu reduzieren.

Aversiv = Unangenehmes Gefühl, das der Mensch reduzieren möchte

→ Reduzieren durch Verhaltens- oder Einstellungsänderung

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Was sind die fünf Theorien zur Dissonanzreduktion?

  1. Addition konsonanter Kognitionen → Hinzugügen von Argumenten, die die ursprünglichen Gedanken stützen bzw der eigenen Empfindung entsprechen

  2. Subtraktion dissonanter Kognitionen → Vermeidung (Iignorieren) von Informationen

  3. Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen → Hervorheben von positiven Bereichen, die unabhängig von der erlebten Dissonanz sind

  4. Erhöhung der Wichtigkeit konsonanter Kognitionen → Betonung der Vorzüge

  5. Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen → Trivialisierung

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Addition konsonanter Kognitionen

Argumente suchen, die das Verhalten rechtfertigen

→ Rauchen entspannt mich

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Subtraktion dissonanter Kognitionen

Widersprüchliche Informationen vermeiden/ignorieren

→ Raucher schaut keine Dokus über Lungenkrebs

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Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen

Fokus auf andere positive Bereiche legen

→ Ich rauche, aber dafür mache ich viel Sport

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Erhöhung der Wichtigkeit kosnonanter Kognitionen

Passende Gedanken besonders betonen

→ Rauchen hilft mir besonders bei Stress

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Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen

Problem herunterspielen “Trivialisierung”

→ so schlimm ist Rauchen nicht, irgendwas ist immer ungesund