Allgemeine Psychologie 2 (Emotionen)

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Eingangszitat: "In dem Bestreben, das Verhalten der Menschen zu verstehen, wurde vielfach versucht, die Emotionen außen vor zu lassen, aber vergeblich. Verhalten und Geist, ob bewusst oder nicht, aber auch das Gehirn, das sie hervorbringt, geben ihre Geheimnisse nicht preis, wenn wir die Emotionen (und die vielen Phänomene, die sich hinter diesem Namen verbergen) nicht berücksichtigen und gebührend würdigen." (Damasio, 2011)

  • betont zentrale Bedeutung von Emotionen für psychologische Forschung durch Verweis auf zwei wesentliche Punkte:


  • unter Einfluss Behaviorismus untersuchte Psychologie nur von außen unmittelbar beobachtbare Prozesse und schloss (allein Selbstbeobachtung zugängliches) inneres Erleben aus

  • Bedeutsamkeit innerer Prozesse für psychologische Forschung, ohne die Erleben und Verhalten von Menschen nicht wirklich verstanden werden kann


2
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Einführung in die Emotionspsychologie:

Alltagsbeispiel: Weg von Party nach Hause; dunkel, kalt, leere Straßen, unheimlich; Erinnerungen an Überfälle und Raub in Gegend; mulmiges Gefühl bei schnell näherkommenden Schritten; stockender Atem bei Antippen; bei vertrautem Gesicht/Stimme Entspannung

Fragen: Zusammenhänge von Körperempfindungen und emotionalem Erleben und Vorgänge im Körper; Entstehung Vielzahl unterschiedlicher bekannter Emotionen und ihr Einfluss auf Erleben und Verhalten; Effekte von Emotionen auf Selbst- und Umweltwahrnehmung

  • (bei der Definition von Emotion ist nach Sokolowski…

  • Definition von Emotion nach Zimbardo, Johnson und McCann (2015)

  • Motivation


  • … Festlegung allgemeingültiger Definition ebenso schwierig wie Bestimmung Anzahl und Komponenten)

  • spezielle Klasse von Motiven, die uns dabei helfen, unsere Aufmerksamkeit auf wichtige (gewöhnlich äußere) Situationen zu richten und darauf zu reagieren sowie anderen unsere Absichten mitzuteilen;

    • spezielle Art von Motivation: nach außen gerichtet; führt wie diese zu einer Steigerung der Erregung, verknüpft persönlich bedeutsame Menschen, Objekte und Ereignisse mit Werten bzw. Gefühlen und hat Annäherungs-/Vermeidungsreaktion zur Folge

  • Anreize, die einen Menschen zu zielgerichtetem Verhalten antreiben


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<ul><li><p>Hauptkomponenten von Emotionen: </p></li></ul><ul><li><p><strong>Fünf Emotionskomponenten am Beispiel Prüfungsangst von Sokolowski: </strong><em>(siehe Abb. Skript)</em></p></li><li><p>Annahme</p></li></ul><p></p>
  • Hauptkomponenten von Emotionen:

  • Fünf Emotionskomponenten am Beispiel Prüfungsangst von Sokolowski: (siehe Abb. Skript)

  • Annahme


  • Anzahl variiert je nachdem wie eng/weit einzelne Komponenten gefasst werden; breiter Konsens über inhaltlichen Aspekt


  1. Kognitive Komponente, z.B. Befürchtung des Versagens und möglicher Konsequenzen

  2. Physiologische Komponente, z.B. trockener Mund, Herzklopfen

  3. Behaviorale Komponente, z.B. Verhalten wirkt insgesamt angespannt und schreckhaft, kann sich  z.B. durch Zittern/Stottern zeigen

  4. Expressive Komponente, z.B. gepresste Stimme, weit geöffnete Augen; Unterpunkt von behavioral; expressiv meint Verhalten, das etwas ausdrücken will

  1. Subjektive Komponente, z.B. hohe Erregung und Anspannung, Mischung von Lust- und Unlustempfinden

  • treten nicht immer alle gleichzeitig und in unterschiedlicher Ausprägung auf, sind aber Selbst- und Fremdbeobachtung zugänglich und messbar (z.B. Pulsschlag, Atmung)


4
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  • Strukturmodell des Affekts: durch Struktur auch…

  • entwickelt von

  • Skalen


  • … Circumplex-Modell (kreisförmig und zweidimensional angeordnete Diagramme)

  • Feldman Barrett und Russel: forderten in drei Studien Teilnehmer auf, mittels verschiedener Skalen ihre aktuelle emotionale Gefühlslage einzuschätzen (Aussage "ich bin glücklich" auf fünfstufiger Skala von "stimme stark zu" bis "stimme überhaupt nicht zu", 1998)

  • in der Psychologie Messinstrumente, mit welchen Studienteilnehmende befragt werden


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<ul><li><p>Ergebnisse Studien</p></li><li><p>Zweidimensionales Strukturmodell affektiver Zustände beschreibt…<em> (siehe Abb. Skript)</em></p></li><li><p><em>(z.B. Schlaf)</em></p></li></ul><p></p>
  • Ergebnisse Studien

  • Zweidimensionales Strukturmodell affektiver Zustände beschreibt… (siehe Abb. Skript)

  • (z.B. Schlaf)


  • Valenz ist unabhängig von Aktivierung; positiver Affekt und negativer Affekt sowie Aktivierung und Deaktivierung stellen Endpunkte zweier entgegengesetzter Pole dar

  • … affektive Zustände auf zwei Dimensionen: Valenz (Wertigkeit) einer emotionalen Erfahrung als angenehm v. unangenehm und Ausprägung des Aktivierungszustandes zwischen aktiviert vs. deaktiviert

  • (als Zustand absoluter Deaktivierung am unteren Pol Aktivierungsskala, neutrale Valenz)


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<p><strong>Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener emotionaler Zustände:</strong></p><ul><li><p>Emotion und Affekt:<em> (nach Schmidt-Atzert et al.)</em></p></li><li><p><strong>Unterscheidung von Affekten, Stimmungen und Emotionen: </strong><em>(Sokolowski)</em></p></li><li><p>(deutscher Begriff Affekt)</p></li></ul><p></p>

Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener emotionaler Zustände:

  • Emotion und Affekt: (nach Schmidt-Atzert et al.)

  • Unterscheidung von Affekten, Stimmungen und Emotionen: (Sokolowski)

  • (deutscher Begriff Affekt)


  • keine allgemeingültige wissenschaftliche Definition durch insbesondere im englischen Sprachraum oft synonymen Gebrauch

  • anhand erkennbarer Ursache, möglichen Kognitionen, Intensität und Dauer emotionaler Zustand und Notwendigkeit einer Verhaltensantwort

  • (spielt in aktueller Emotionsforschung keine bedeutende Rolle)


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  • Stimmungen nach Schmidt-Atzert et al.: (2014)

  • Emotion vs. Gefühl: nach Damasio… (2011)

  • Emotionen

  • Gefühle


  • eine Art "Dauertönung des Erlebens", z.B. wird Parkplatz geklaut kann es spontan Ärger als Emotion auslösen, durch Summierung vieler solcher Einzelergebnisse kann ärgerliche Stimmung entstehen ohne genaue erkennbare Ursache

  • … sind beide Komponenten Prozesse eines gemeinsamen Kreislaufs, aber unterscheidbar:

  • (aus neurobiologischer Perspektive) komplexe, größtenteils automatisch ablaufende, von Evolution gestaltete Programme für Handlungen (erfolgen größtenteils automatisiert, daher i.d.R. körperlich unbewusste Reaktionen, die durch bestimmte Reize ausgelöst werden können)

  • bewusste Wahrnehmung und Interpretation dieser Emotionen durch Gehirn; Ergebnis bewusster Auseinandersetzung mit körperlichen Zuständen, für die Emotionen als Auslöser fungieren


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Art und Anzahl von Emotionen:

  • Review von Ortony und Turner (1990)

  • Annahme Watson (1919)

  • aus dieser Perspektive betrachtet…


  • fanden 3-11 Basisemotionen in zwischen 1930-1987 veröffentlichten Studien (abhängig von Einschlusskriterien auf dem sie basierten, je nach theoretischem Hintergrund Autor)

  • Basisemotionen werden nicht erlernt, sondern gehen mit bestimmten physiologischen Reaktionen einher und sind mit diesen fest verdrahtet oder "hardwired";

  • … sind bestimmte Emotionen Teil des biologischen Erbes einer Spezies und bei allen Mitgliedern dieser Spezies zu finden


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  • Neurokulturelle Emotionstheorie Paul Ekman: (2010)

  • ursprünglich sechs unterschiedliche Emotionen: Differenzierung von…


  • differenzierte in interkulturellen Studien des Gesichtsausdruck von Personen zwischen sieben unterschiedlichen universalen, kulturübergreifend von allen Menschen korrekt interpretierbaren Emotionen (Zorn, Angst, Trauer, Ekel, Verachtung, Überraschung und Freude)

  • … Ekel und Verachtung: Verachtung wird stets nur Menschen/menschlichem Handlen entgegengebracht, nicht Geschmack, Gerüchen oder Berührungen


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<p><strong>Das Rad der Emotionen nach Robert Plutchik:</strong> <em>(von Ekman abweichender theoretischer Hintergrund) (siehe Abb.)</em></p><ul><li><p>primäre Emotionen</p></li><li><p>sekundäre Emotionen</p></li></ul><p></p>

Das Rad der Emotionen nach Robert Plutchik: (von Ekman abweichender theoretischer Hintergrund) (siehe Abb.)

  • primäre Emotionen

  • sekundäre Emotionen


  • (insgesamt 8) Freude, Akzeptanz, Furcht, Überraschung, Traurigkeit, Ekel, Wut, Erwartung; im inneren Kreis

  • im äußeren Kreis; durch Kombination von benachbarten Emotionen gebildet, z.B. Optimismus entsteht aus einer Mischung von Erwartung und Freude


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Emotionen und Gehirn: (motivationale und adaptive Funktion von Emotionen)

(schon am Beispiel der Anzahl von Emotionen wurde deutlich: verschiedene psychologische Ansätze unterscheiden sich durch dem jeweiligen theoretischen Hintergrund entsprechende Sichtweise, mit der sie Emotionen betrachten und erforschen; spiegeln durch chronologische Reihenfolge neben wissenschaftlicher Entwicklung jeweiligen Zeitgeist)

Evolutionsbiologische Ansätze:

  • Begründer

  • Prinzip "zweckmäßig assoziierten Gewohnheiten"

  • Ausdrucksverhalten bei möglichem Angriff

  • Basale Verhaltensmuster: (laut Merten)


  • Charles Darwin (hinterfragte Sinn des Ausdrucks von Gemütsbewegungen; stellte dazu Prinzipien auf)

  • Ausdrucksverhalten entstand aus ursprünglich anderer, nicht emotionaler Funktion, z.B. Zusammenziehen Augenbrauen und -lider war ursprünglich bewusst und diente besserer Sicht, über die Zeit entwickelte sich daraus neue Funktion, indem Verhalten (mittlerweile unbewusst) gezeigt wird, wenn jemand über etwas nachdenkt

  • dient dazu, emotionale Signale auszusenden, um bei Bedrohung Handlungsbereitschaft zu signalisieren (deuten eine Handlung vorwegnehmend an und weisen so Gegenüber darauf hin, bei Angriff ist mit Gegenangriff zu rechnen), (Zähnefletschen und Knurren Hund, gepaart mit entsprechender Körperhaltung signalisiert Kampfbereitschaft, soll Gegner warnen, er könne zubeißen)

  • in unterschiedlichen evolutionsbiologischen Theorien als Grundlage für Emotionen betrachtet; Funktion: Handlungstendenzen auszuwählen und initiieren, die Bedürfnisse des Organismus berücksichtigen, mit Anforderungen der Umwelt abgleichen und daran anpassen


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Funktionen von Emotionen:

  • Emotionen (Funktion)

  • (wichtiges und immer noch aktuelles) Prinzip Darwins

  • ultimate Ursachen


  • adaptive (sich anpassende) Funktion Bezug auf das Verhalten und äußere Erscheinungsbild;

  • Emotionen müssen Selektionsvorteil mit sich bringen; durch natürliche Auswahl (Selektion) werden bevorzugt Merkmale weitervererbt, die Anpassung von Individuen an jeweilige Umwelt verbessern und so Überleben und Fortpflanzung sichern

  • beschreiben biologischen Sinn oder Zweck eines Verhaltens


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  • Annahme aktueller Psychologie was anlage-/umweltbedingt ist: (laut Myers)

  • wichtiger (evolutionsbiologischer) Zweck Emotionen: (laut Mertens)

  • organismische Funktion

  • wichtige kommunikative Funktion in Gruppen


  • es gibt eine Wechselwirkung zwischen Genen und Erfahrungen in je speziellen Umwelten; "Umwelt arbeitet mit dem, was durch Anlage vorgegeben ist"

  • ermöglichen flexible und schnelle Reaktionen von Individuen auf sich verändernde Umweltbedingungen, z.B. Aufreißen Augen bei Überraschung verbessert Sicht und erfüllt damit organismische Funktion

  • Steigerung individueller Fitness, ausgerichtet nicht nach außen auf Kommunikation-, sondern auf  individuellen Überlebens- und Fortpflanzungserfolg

  • wenn durch emotionales Ausdrucksverhalten eines Mitglieds Handlungen/-stendenzen in einer Gemeinschaft angeregt und miteinander synchronisiert werden, z.B. beim Fluchtverhalten


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  • emotionales Ausdrucksverhalten:

  • Mehrwert für Individuum


  • Signalfunktion für Gegenüber (erklärt im Kontext Prinzip assoziierter Gewohnheiten);

  • mit aggressiven Handlungen nicht tätlich auseinandersetzen müssen (dabei Verletzungen riskieren); durch Wahrnehmung eigenen emotionalen Ausdrucksverhaltens von Wut und damit nur Ankündigung (folglich Verhinderung) aggressiver Handlungsabsicht, erhält es Informationen über sich selbst und wie es sich in ähnlichen Situationen erfolgreich verhalten kann


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Methoden Darwins zur Überprüfung Annahmen über emotionales Ausdrucksverhalten:

  • Beobachtung

  • Dekodierungsstudien

  • Untersuchung von Personen fremden Kulturkreises

  • die Untersuchungen…


  • "Geisteskranker" (wegen leidenschaftlichen und unkontrollierten Ausbrüche) und Kinder (ungehemmtes Verhalten)

  • Versuchspersonen schätzten anhand Gesichtsausdrucks fotografierter Person ihre gezeigte Emotion ein

  • ob sie in der Lage waren, Emotionen von Europäern zu erkennen, obwohl sie nur wenig Kontakt zu diesen hatten; zur Beantwortung, ob mimischer Ausdruck von Menschen kulturübergreifend ist

  • … bestätigten seine Hypothese, mimischer Ausdruck von Emotionen ist kulturabhängig und wird kulturübergreifend verstanden (Universalitätshypothese mimischen Ausdrucks)


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Universalitätshypothese mimischen Ausdrucks:

  • Studie von Ekman und Friesen: (1971)

  • Basisemotionen

  • Ergebnis


  • untersuchten 180 Erwachsene und 130 Kindern eines Stammes in Neuguinea mit bisher keinem/nur wenig Kontakt zu Westeuropäern, um Beeinflussung Untersuchungsergebnis durch Lernerfahrungen auszuschließen

  • sechs (Glück, Traurigsein, Wut, Überraschung, Ekel und Angst) in früheren Untersuchungen in westeuropäischen Ländern problemlos unterschieden; Beschreibungen (je ein Satz) von Einheimischen vorgelesen und dazu Fotos päsentiert (eins bildete beschriebene Emotion ab, zwei nicht damit übereinstimmende)

  • Universalitätsannahme bei meisten getesteten Emotionen bestätigt; keine Unterschiede Geschlecht/Kinder-Erwachsene beim Erkennen unterschiedlicher Emotionen; neuguineische Erwachsene konnten nur zu 28% zwischen Angst und Überraschung differenzieren (Erklärung Ekman und Friesen: Angst in neuguineischen Kultur eher ungewöhnlich und deshalb mit Überraschung assoziiert)


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Kulturelle Unterschiede beim Emotionsausdruck: (von Studien belegt)

  • kulturspezifische Darstellungsregeln

  • kollektivistische Kultur

  • z.B.


  • (display rules) schreiben als normative Regeln vor, welcher Ausdruck, in welcher Situation, gegenüber welchen Personen gezeigt werden sollte; in lebenslangem Lernprozess erworben, können universalen Emotionsausdruck beeinflussen und verändern

  • zentral sind (Ziele) Gemeinschaft und Gruppenzusammenhalt, an denen sich eigenes Verhalten und persönliche Identität ausrichten; emotionale Darstellungsregeln (Schlüsselrolle) sind durch Harmonie und Kooperation aufrechtzuerhalten

  • Japan: Neigung, negative Emotionen in Anwesenheit ranghöherer Person/vor Mitgliedern eigener Gruppe zu unterdrücken; intensive Beziehungen zu Außenstehenden in der Regel weniger bedeutsam


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  • Individualistische Kultur

  • z.B.

  • Kulturelle Unterschiede im Verhalten


  • zentral sind individuelle statt kollektive Ziele; persönliche Identität vorwiegend anhand persönlicher Eigenschaften statt Gruppenmerkmale definiert; Tendenz individuellen Kontakt zu priorisieren

  • USA: eher Wert darauf gelegt, fremden Personen positive statt negative Emotionen vermitteln;

  • als Anpassungsstrategien zu verstehen, auf die Individuen insbesondere in unklaren Situationen zurückgreifen können


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  • Emotionaler Stimmausdruck:

  • als Beleg interpretierbar

  • interkulturelle Studien

  • Verhaltensanalysen mit Tieren


  • Sprachunabhängigkeit emotionalen Stimmausdrucks (wichtige Funktion Stimme bei Übermittlung v. Emotionen)

  • Studien mit Schauspielern, die Probanden unterschiedliche Emotionen über sinnlose Sätze mitteilten (Beeinflussung durch verbalen Inhalt ausschließen); konnten Emotionen zu 50% korrekt zuordnen (oberhalb zu erwartender Ratewahrscheinlichkeit)

  • liefern Beweise, dass emotionaler Stimmausdruck über kulturelle und sprachliche Barrieren erhalten bleibt

  • bei unterschiedlichen Arten äußert sich Dominanz, Ärger und Aggression in Form von lauten und scharfen Tönen; Angst und Hilflosigkeit durch hohe und dünne Töne


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  • Kritik Scherer

  • Justin und Laukka bestätigen Feststellung und bemängeln

  • Aktuelle Studie von Juslin et al.: (2018)

  • Ergebnis



  • vergleichsweise geringe Fortschritte bei Untersuchung objektiver Merkmalen des emotionalen und stimmlichen Ausdrucks und fehlende Vergleichsstudien zwischen verschiedenen Sprachen

  • Vielzahl von Studien konzentrieren sich nur auf wenige akustische Hinweisreize; dringender ergänzender Forschungsbedarf zur Beschreibung gesamten Spektrums relevanter Reize

  • untersuchte emotionalen Stimmausdruck darauf, ob Emotion besser erkannt wird, wenn sie von Schauspielern dargestellt oder spontan von Laien ausgedrückt wird;

  • maßgeblich ist Intenstität stimmlichen Ausdrucks - je intensiver, desto einfacher konnten Emotionen unterschieden und erkannt werden (sowohl beim spontanen als auch dargestellten stimmlichen Emotionsausdruck)


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Behavioristische und lerntheoretische Ansätze zur Emotionsentstehung und ihr spezifischer Beitrag zur Erklärung bestimmter psychischer Störungen:

  • behaviorale Ansätze

  • "Väter der Lernforschung"

  • amerikanischer Behaviorismus

  • unter Einfluss Behaviorismus (nach Brandstätter et al., 2018)


  • Behavioristen lehnen Introspektion (Selbstbeobachtung war eine in Anfängen Psychologie anerkannte wissenschaftliche Methode) und so Untersuchung von Emotionen als unwissenschaftlich ab und fokussieren sich nur auf beobachtbares Verhalten

  • Thorndike und Pawlow; kein besonderer Beitrag zur Klärung des Begriffs Emotion

  • prägte ab Beginn 1920er-Jahre bis 1960 neben Freuds Persönlichkeitstheorie Psychologie; zentrale Vertreter sind John B. Watson und Burrhus F. Skinner

  • kam emotionspsychologische Forschung in Amerika zum Stillstand


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  • nach Watson: (1919)

  • seine Formulierung von Emotionen

  • Reaktionsmuster



  • aus behavioristischer Perspektive sind verbindliche Definitionen in Emotionspsychologie nicht möglich

  • (hilfreich um im Kontext emotionaler Gruppe von Reaktionen Fakten zu ordnen) angeborene Reaktionsmuster, die zu tiefgreifenden Veränderungen im gesamten Körper-, aber insbesondere innerer Organe und des Drüsensystems führen ("emotion is an hereditary "pattern-reaction" involving profound changes of the bodily mechanism as a whole, but particularly of the visceral and glandular systems")

  • jedes Mal, wenn gleicher auslösender Reiz präsentiert wird, erfolgen die einzelnen Details der Reaktion in ungefähr gleicher Reihenfolge sowie mit gewisser Kontinuität


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  • Formen menschlicher Reaktionen nach Watson:

  • Annahme

  • Schlussfolgerungen

  • untersuchte bei Studie auch (im Sinne klassischen Konditionierens)


  • Emotionen und Instinkte sind angeboren; Gewohnheiten erworben

  • ursprünglich emotionale Reaktionen werden sehr schnell vollständig von sie zunächst hervorrufenden Reizen getrennt; getrennte Betrachtung angeborener und erworbener Reaktionsformen kaum möglich (durch Organisationsprozesse werden ursprünglich gezeigte instinktive und positive Reaktionstendenzen Kind im Erwachsenenalter von organisierten Gewohnheiten überlagert)

  • (nach Beobachtungen an Kindern während erster Lebensmonate) Angst, Wut und Liebe gehören als ursprüngliche und grundlegende emotionale Reaktionen zur menschlichen Natur (z.B. Angst: durch laute Geräusche/plötzliches Verlassenwerden hervorgerufen; führe beim Kind zu Reaktionen wie Luftholen/Schreien, bei älteren Kindern Flucht/Verstecken)

  • welche Situationen Wut und Liebe zuverlässig hervorbrachten und worin Reaktionen der Kinder bestanden


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  • phylogenetisch bedeutsame Reize

  • Preparedness: (von Seligmann geprägter Begriff)

  • Annahmen Preparedness-Theorie Seligmann (1971)


  • am besten geeignet, emotionale Reaktionen auszulösen und verfügen daher im Vergleich zu anderen Reizen über erhöhte Prepotency

  • größere Bereitschaft, derartige Reize bevorzugt mit anderen Reizen zu verknüpfen

  • phobisches Vermeidungsverhalten weist hohen Grad an Preparedness auf; verfügt über begrenztes Set möglicher Objekte, meist in nur einem Durchgang erworben (Single-Trial-Learning); diese Art Verhalten basiert nicht auf kognitiven Lernprozessen und weist hohe Löschungsresistenz auf


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  • Ansicht von Mowrer:

  • Ängste (nach Mowrer)

  • Personen können irrationale Ängste empfinden

  • Analyse der Gründe


  • alle Erfahrungen müssen individuell gesammelt werden;

  • basierend auf Lernerfahrungen (ohne Preparedness) entwickelt; erlernte Reaktionen auf in Vergangenheit mit Verletzung/Angst konditionierte Reize; angepasstes Verhalten mit biologischem Nutzen (bereitet Individuen auf mögliche traumatische Ereignisse vor; Vorwegnehmen ihres Eintretens ermöglicht Vorbereitung/Flucht, um schädigende Effekte zu verringern)

  • stimmen nicht mit Ausmaß objektiver Bedrohung überein; ersichtlich daraus, dass Personen Angst in nicht bedrohlichen Situationen zeigen und umgekehrt keine Angst in Situationen zeigen, in denen diese angemessen wäre

  • resultierte in Erkenntnissen unterschiedlicher Phänomene, z.B. Aberglaube und Psychoneurosen


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  • Zwei-Faktoren-Modell der Angst: (nach Brandstätter et al., 2018) von

  • Annahme

  • Instrumentelle Konditionierung

  • Furcht

  • regte weitere Forschung an


  • Mowrer und Miller, 1950er

  • bei Konditionierung von Furcht finden sowohl Prozesse der klassischen als auch instrumentellen Konditionierung statt

  • ein Verhalten wird mit daraus folgenden Konsequenzen assoziiert; Verhalten, dass positive (Belohnung)/negative Konsequenzen hatte wird vermehrt gezeigt/vermieden

  • klassisch konditioniert durch Assoziation eines negativen Ereignisses/Stimulus mit einem neutralen Ereignis/Stimulus; anschließendes Flucht-/Vermeidungsverhalten instrumentell konditioniert (durch negative Verstärkung wird ein negativ wahrgenommener Zustand beendet)

  • Beitrag zur Entwicklung Konfrontationstherapie (betroffene Personen angstbesetzten Reiz aussetzen ohne Möglichkeit Situation zu entfliehen und ihn zu vermeiden; können daraus lernen, dass befürchtete Konsequenzen ausbleiben)


27
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Drei "klassische" Emotionstheorien: (mit unterschiedlichen Perspektiven und Schwerpunkten)

  • Psychophysiologische Emotionstheorie nach James und Lange: entstand

  • (Psychophysiologie)

  • Hypothese

  • Kritik


  • in 1880ern

  • (Teildisziplin Psychologie; Zusammenhänge psychisches Geschehen und zugehöriger körperlicher Vorgänge)

  • körperliche Reaktionen wie Weinen, Zittern, Schlagen sind nicht Wirkung, sondern Ursache von Emotionen (wir sind traurig, weil wir weinen/fürchten uns, weil wir zittern); körperliche Veränderungen für emotionales Erleben notwendig und hinreichend

  • zentrale Rolle körperlicher Reaktionen; Bewertungsprozesse unberücksichtigt (lange vor ersten Bewertungstheorien zwischen Reiz und Reaktion vermutet)


28
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  • Kritik von Cannon an psychophysiologischer Emotionstheorie:

  • z.B. Hunde in Tierexperimenten

  • regte zahlreiche Forschungsaktivitäten an: Studien bestätigten, dass…

  • nach Brandstätter et al.


  • jede starke Ausprägung v. Erregung (unabhängig ob Angst, Trauer, Freude oder Ekel) kann im zentralen Nervensystem bestimmten Schwellenwert überschreiten und Funktionen vom Sympathikus aktivierter Organe stören ("we do not feel sorry because we cry, as James contended, but we cry because when we are sorry or overjoyed (...) when any of these diverse emotional states is present - there are nervous discharges by sympathetic channels")

  • zeigten auch charakteristisches Ausdrucksverhalten der Angst, Wut oder Freude, wenn nach Durchtrennung wichtiger Nerven keine Informationen aus Eingeweiden mehr weitergeleitet werden konnten

  • … körperliche Prozesse emotionales Erleben beeinflussen, aber Notwendigkeit körperlicher Prozesse für emotionales Erleben wurde bislang nicht vollständig bestätigt

  • Reaktionen vegetatives Nervensystems und Weiterleitung von Informationen an zentrales Nervensystem (ZNS) erfolgt eher langsam; spricht gegen diesen Weg der Reizweiterleitung


29
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  • Die Cannon-Bard-Theorie:

  • Cannon

  • Bard


  • körperliche Reaktionen sind nicht maßgeblich für Emotionsgeschehen verantwortlich, Annahmen:

  • Gehirn vermittelt zwischen Reiz und Reaktion (Reize werden in verschiedenen Hirnzentren verarbeitet, wobei emotionaler Ausdruck sowie Gefühle entstehen)

  • (zentrale Annahme) zwei voneinander unabhängige Effekte emotionaler Reiz: über sympathisches Nervensystem vermittelte körperliche Erregung; in Großhirnrinde entstehendes emotionales Erleben (z.B. bei Verliebtsein: auslösender Reiz (Anblick geliebter Mensch) gleichzeitig weitergeleitet zu sympathischen NS (führt zu Anstieg Herzschlag) und Großhirnrinde (zerebraler Kortex; bewirkt Empfindung von Liebe)


30
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  • vegetatives Nervensystem

  • zentrales Nervensystem

  • Sympathikus

  • Parasympathikus


  • ("Eingeweidennervensystem") gegenüber dem ZNS autonomes Nervensystem; besteht aus Sympathikus und Parasympathikus

  • aus Gehirn und Rückenmark bestehender Teil des Gesamtnervensystems

  • zum Parasympathikus entgegengesetzt wirkender Teil peripheren Nervensystems; versetzt Körper in angespannte Grundhaltung (ergotrop),

  • sorgt als Gegenspieler Sympathikus für entspannte Grundhaltung Körper; fördert z.B. Verdauung, Sexualfunktionen


31
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  • Annahme Theorie von Schachter und Singer: (1962)

drei zentrale Thesen:

  • 1. hat Individuum keine unmittelbare Erklärung für bestimmten Status physiologischer Erregung

  • 2. hat Individuum für physiologische Erregung passende Erklärung gefunden

  • 3. stehen in Situation die gleichen kognitiven Faktoren zur Verfügung


  • (auf Grundlage ihrer experimentellen Studien) Erleben von Emotionen basiert auf der physiologischen Erregung und dazu passender kognitiver Bewertung

  • 1. etikettiert und beschreibt es ihn aufgrund aktuell zur Verfügung stehender Gedanken; abhängig von jeweiliger Stärke in bestimmter Situation gegebener kognitiver Faktoren kann gleicher Status physiologischer Erregung unterschiedlich etikettiert werden (mit Freude, Zorn, Eifersucht)

  • 2. kein Anlass weitere alternative, in Situation möglicherweise ebenfalls zur Verfügung stehende Erklärungen zu suchen

  • 3. reagiert Individuum nur in dem Ausmaß emotional oder beschreibt seine Gefühle als Emotionen, in dem es Status seiner physiologischen Erregung wahrnimmt (z.B. Person, der grundsätzlich bewusst ist, großer Gefahr ausgesetzt zu sein, kann durch Drogeneinnahme nicht mehr ihre physiologische Erregung wahrnehmen und empfindet daher keine Angst)


32
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Bedeutung der drei Theorien für die aktuelle Forschung: (nach Myers)

  • Cannon-Bard-Theorie

  • Theorie von Schachter und Singer

  • nach Myers


  • breiter wissenschaftlicher Konsens, dass Emotionen eine körperliche und kognitive Komponente beinhalten

  • (derselbe psychologische Erregungszustand kann zu vollkommen unterschiedlichen Empfindungen führen, abhängig von jeweiliger persönlicher Interpretation) konnte in zahlreichen Studien bestätigt werden

  • "physiologische Erregung treibt Emotionen an, Kognition weist ihnen die Richtung"


33
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Neurowissenschaftliche Aspekte der emotionalen Reizverarbeitung: (aktuelle neurowissenschaftliche Sicht der Emotionsverarbeitung)

  • emotionale Reize

  • angeborene Bewertungsmechanismen

  • instrumentelle Reaktionen


  • können durch Aktivierung von Bewertungsmechanismen emotionale Reaktionen hervorrufen auf zwei grundlegende Pfaden: (nach LeDoux) phylogenetisch verankerte und auf Basis von individuellen Erfahrungen erlernte Bewertungen

  • alle Organismen verfügen über sie, um Überleben zu sichern; von bestimmten Reizen aktiviert (z.B. signalisieren potenzielle Sexualpartner, Schmerzen oder giftiges Essen), führen zu unmittelbaren, artspezifischen automatischen Reaktionen, auf die oftmals instrumentelle Aktionen folgen

  • können neben Lernen durch Versuch und Irrtum auf kognitiven Überlegungen/spontanen Entscheidungen/vergangenen Lernprozessen basieren


34
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  • Beispiel für erlernte aversive instrumentelle Reaktion

  • Freeze-Reaktion (Freezing)

  • Tendenzen können… (laut LeCoux)

  • positive instrumentelle Reaktionen


  • Vermeidungsverhalten; erste automatisierte Reaktion führt zum Freezing, gefolgt von Tendenzen, Situationen zu entfliehen/solche Situationen zukünftig zu vermeiden

  • Zustand der Wachsamkeit; einhergehend mit erhöhter Erregung und Aktionstendenz des Stoppens, Schauens und Hörens; mit Angst assoziiert

  • … pathologische (krankhafte) Formen annehmen, z.B. Personen mit Panikstörung verlassen Haus nicht mehr, um sich vor potenzieller Gefährdung zu schützen

  • Aufsuchen von Reizen und Situationen, die positives Erleben versprechen; ebenso wichtig


35
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<p><strong>Zwei grundlegende Pfade emotionaler Reizverarbeitung:</strong><em> (siehe Abb. Skript am Beispiel eines Angstreizes und -reaktion)</em></p><ul><li><p>direkter emotionaler Pfad</p></li><li><p>indirekter emotionaler Pfad</p></li><li><p>so lässt sich erklären</p></li></ul><p></p>

Zwei grundlegende Pfade emotionaler Reizverarbeitung: (siehe Abb. Skript am Beispiel eines Angstreizes und -reaktion)

  • direkter emotionaler Pfad

  • indirekter emotionaler Pfad

  • so lässt sich erklären


  • (blaue Linie) unbewusste und unmittelbare Reizübertragung über Thalamus direkt zur Amygdala; bewirkt z.B. Kampf- oder Fluchtverhalten

  • (schwarze Linie) sensorische Informationen weitergeleitet über Thalamus in Kortex (sensorisch, präfrontal), dort zunächst bewertet und etikettiert, anschließend an Amygdala gesendete emotionale Botschaft führt zu bewusster Wahrnehmung von Situation und Gefühl

  • möglich gleichzeitig Furcht (z.B. vor Spinne) zu empfinden und gleichzeitig zu wissen, diese Angst ist unbegründet


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  • Unbewusste Verarbeitung Emotionen: zahlreiche emotionale Reaktionen… (nach Myers)

  • subliminale Reize

  • Prime

  • Mere-Exposure Effekt (nach Zajonc)


  • treten ohne bewusste Wahrnehmung und Bewertung auf

  • unter absoluter Schwelle bewusster Wahrnehmung (nicht bewusst wahrgenommen); erreichen dennoch visuellen Kortex, wo sie als Prime Wahrnehmung, Reaktion und Denken beeinflussen, z.B. aufblitzende Bilder oder Worte

  • Vorreiz, der oftmals unbewusst Wahrnehmung beeinflusst und empfänglicher macht

  • Phänomen, dass allein wiederholte Darbietung Stimulus ausreicht, um Präferenz für diesen Reiz zu erhöhen (auch wenn er nur subliminal wahrgenommen wurde)


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Mere-Exposure Effekt:

  • in mehreren Versuchen zeigten sich besonders starke Effekte…

  • einfacher und gleichzeitig effektiver Lernprozess (Zajonc)

  • aversiv


  • … unter Bedingung, Reize nur subliminal wahrnehmen zu können (gegenüber wenn sich Versuchspersonen wiederholter Darbietung Reize bewusst waren); belegt in zahlreichen Studien in verschiedenen Kontexten für unterschiedliche Stimuli sowie bei Menschen und Tieren

  • um individuelles Verhalten an Umwelt anzupassen und affektive Verhaltenstendenzen zu entwickeln; bei wiederholter Darbietung eines Reizes mit/ohne aversive Konsequenzen lernt Individuum mit relativ geringem Energieaufwand einzuschätzen, ob und welche Objekte/Situationen in unmittelbarer sozial. Umgebung sicher sind (und welche nicht)    

  • Eigenschaft eines Reizes (Situation oder Ereignisses), die Ablehnung oder Ekel hervorruft


38
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  • wie erschiedene Studien belegen können mithilfe von Priming-Techniken

  • Methode zur Herbeiführung emotionaler Zustände:

  • Forscher Chiew und Braver zeigten (2011)


  • emotionsspezifische Effekte in Bezug auf Kognitionen, Gefühle und Verhalten der Probanden bewirkt (evoziert) werden

  • Verwendung von Bildern (weit verbreitet, akzeptiert, erfordert keine Täuschung und leicht standardisiert);

  • wahrgenommene Schmerzintensität kann durch zuvor präsentierte Bilder, die menschlichen Schmerz zeigten, moduliert werden; zuvor durch Bilder geprimte Probanden nahmen Schmerz intensiver wahr


39
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Bottom-up und Top-down-Prozesse bei der Verarbeitung von Emotionen:

  • bei Entstehung von Emotionen sind meist … beteiligt (siehe vorherige Abschnitte)

  • Top-down-Prozesse

  • Bottom-up-Prozesse


  • bewusste und unbewusste Prozesse beteiligt; entstehen durch Interaktion von Bottom-up- und Top-down-Prozessen bei der Wahrnehmung und Interpretation von emotionalen Reizen

  • ("von oben nach unten") Wahrnehmungsprozesse, in welchen z.B. vergangene Erfahrungen, Erwartungen und Motive die Wahrnehmung und Interpretation aktueller Reize beeinflussen

  • ("von unten nach oben") sensorische Informationen aus der Umgebung werden in höhere Gehinrzentren weitergeleitet, wo sie verarbeitet und klassifiziert werden; betrifft (laut Myers) vor allem komplexere Gefühle wie Liebe und Hass


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  • Zusammenfassend: (Zimbardo, Johnson und McCann, 2015) beide Systeme…

  • schnelles und unbewusstes Reaktionssystem:

  • implizites Gedächtnis

  • bewusste Emotionverarbeitung:

  • explizites Gedächtnis


  • … nutzen unterschiedliche Schaltkreise (siehe Abb. "zwei grundlegende Pfade emotionaler Reizverarbeitung")

  • soll vor potenziellen Gefahren warnen und schützen; für phylogenetisch bedeutsame Reize empfänglich, einfach zu konditionieren, mit impliziten Gedächtnis verbunden, vergisst nur langsam

  • Abruf impliziter Gedächtnisinhalte ist unabhängig von einer bewussten Erinnerung; erfolgt daher mühelos

  • über weiteres, vergleichsweise langsames und bewusstes Systems; mit expliziten Gedächtnis verbunden

  • explizite Gedächtnisinhalte sind Fakten und Erfahrungen, auf die bewusst zugegriffen und die deklariert werden können; Abruf Informationen bedarf bewusster Anstrengung, um diese durch Gedächtnisprozesse wiederherzustellen


41
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<p><strong>Neurophysiologische Grundlagen der Emotionsverarbeitung: </strong><em>(zentrale, bei Emotionsvearbeitung beteiligte neuronale Strukturen)&nbsp;</em></p><ul><li><p>neural</p></li><li><p><strong>das limbische System:</strong></p></li><li><p>Funktionen</p></li><li><p>bei zentralen Strukturen <em>(laut Schandry; Übersicht Informationen zu Theorien)</em></p></li><li><p>aktuelle Literatur<em> (siehe Abb. limbisches System)</em></p></li></ul><p></p>

Neurophysiologische Grundlagen der Emotionsverarbeitung: (zentrale, bei Emotionsvearbeitung beteiligte neuronale Strukturen) 

  • neural

  • das limbische System:

  • Funktionen

  • bei zentralen Strukturen (laut Schandry; Übersicht Informationen zu Theorien)

  • aktuelle Literatur (siehe Abb. limbisches System)


  • (von griech. neuron = Sehne, Nerv) E neural, einen/mehrere Nerven (Nerv)/das Nervensystem betreffend, vom Nervensystem ausgehend, durch Nerven bedingt)

  • zentrale Rolle der Bestandteile in Emotionsverarbeitung

  • (allgemein: fight, flight, consume, reproduce) beteiligt an emotionalen, Gedächtnis- und Lernprozessen, vermittelnde Funktion zwischen emotionalen Zuständen, Gedächtnisprozessen und motiviertem Verhalten; Regulation wichtiger physiologischer Funktionen (z.B. Körpertemperatur, Blutdruck und Blutzuckerspiegel)

  • Uneinigkeit welche Strukturen zum limbischen System gehören durch bis ins 19. Jh. zurückreichende Theorien, die abhängig vom jeweiligen Modell  unterschiedliche Strukturen postulieren

  • häufig Hippocampus, Amygdala und Hypothalamus


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  • Beleg für Bedeutung limbisches System für…

  • Klüver-Bucy-Syndrom:

  • verändertes Verhalten

  • visuelle Agnosie

  • weitere Studien erkannten…


  • … emotionales Ausdrucks-, Sozialverhalten und Steuerung und Verarbeitung von Emotionen lieferten Läsionsexperimente Klüver und Bucy Ende 1930er (entfernten Affen Temporallappen; damit Amygdala u. Hippocampus)

  • Phänomen, bei dem aus Wildnis stammende Affen, die in Gefangenschaft ängstliches/teilweise auch aggressives Verhalten zeigten, nach Operation keine derartigen emotionalen Impulse mehr aufwiesen;

  • starke Tendenz, essbare sowie nicht essbare Objekte mit Mund zu untersuchen, beachteten und reagierten auf sämtliche visuelle Reize, übermäßiges Sexual- und Paarungsverhalten, bei einigen fiel visuelle Agnosie auf

  • Schädigungen des Hinterhauptslappens/Schläfenlappens des Großhirns können zu Unfähigkeit führen, Objekte zu erkennen (ohne blind zu sein)

  • … Belohnungszentren im limbischen System, die durch Ausschüttung bestimmter Botenstoffe in der Lage sind, angenehme Gefühle zu erzeugen


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  • Hippocampus:

  • Funktion Netzwerk

  • Schädigung Hippocampus

  • linker Hippocampus

  • rechten Hippocampus


  • größte Struktur limbischen Systems; im Temporallappen, der gemeinsam mit Frontallappen ein Netzwerk bildet (Temporallappen: seitlicher Teil des Großhirns, einer der vier Hirnlappen)

  • explizite Gedächtnisinhalten (Fakten und Ereignisse) verarbeiten und nachhaltig speichern (Funktion Hippocampus wie Speichern-Taste Computer für explizite Erinnerungen); Erinnerungen an Gerüche, Gefühle, Geräusche und Orte, die mit bestimmter Episode verbunden sind, werden für kurze Zeit zwischengespeichert, um später an einem anderen Ort dauerhaft gespeichert zu werden

  • neue Fähigkeiten können zwar erlernt, jedoch nicht erinnert werden, z.B. Versuchspersonen mit Schädigung Hippocampus fehlten konkrete Erinnerung an traurigen/lustigen Film, fühlten sich aber anschließend für gewisse Zeit traurig/fröhlich

  • verbale Informationen erinnern (trotz Schädigung einer Hälfte noch Zugang zu Erinnerung anderer Hälfte)

  • Erinnerungen an Orte oder visuelle Strukturen


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  • Amygdala

  • Funktion

  • Amygdalaläsion:

  • nach Amygdalaläsion nicht mehr möglich (laut Schandry)

  • Studien mit phobischen Patienten belegten

  • weitere Studien zeigten


  • (Amygdalae oder Mandelkerne) liegt paarweise vor; auf rechter und linker Seite Temporallappens (Schläfenlappens), der Hör- und Sprachzentrum enthält; bewertet Sinneswahrnehmungen, löst ggf. "Alarm" aus

  • wichtig bei Emotionskontrolle u. Ausbildung emotionaler Gedächtnisinhalten; beteiligt an Wahrnehmung emot. Signale

  • (Entfernung beider Mandelkerne) reduzierte Ängstlichkeit und Aggressivität gegenüber Artgenossen (verändertes Sozialverhalten infolge Klüver-Bucy-Syndroms);

  • Konditionierung von Furcht durch zentrale Stellung innerhalb bei Furchtkonditionierung normalerweise aktiviertem Netzwerk

  • mittels fMRT-Aufnahmen erhöhte Aktivierung Amygdala bei Angst

  • gilt allgemein für negative affektive Zustände


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  • Hypothalamus

  • Funktionen

  • endokrines System


  • eine der kleinsten Gehirnstrukturen; besteht aus kleinen Neuronenbündeln; reguliert verschiedene physiologische Prozesse wie Körpertemperatur, sexuelle Erregung und Bedürfnis nach Nahrung und Flüssigkeit

  • Erhalt inneren Gleichgewichts (Homöostase) (bewirkt z.B. Zusammenziehen von Blutgefäßen/Zittern zur Erhöhung niedriger Körpertemperatur); reguliert endokrines System; zentrale Rolle bei körperlicher Stressreaktion

  • Hormone produzierendes Netz von Drüsen, welches die Hormone ins Blut ausschüttet


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Weitere für Emotionen wichtige Strukturen und Prozesse: (neben Strukturen des limbischen Systems)

Präfrontaler Kortex:

  • Lateralisierung

  • Lateralisierung v. Emotionen

  • EEG

  • verschiedenen Strukturen präfrontaler Kortex (laut Schandry)

  • Läsion orbitofrontalen Kortex


  • Spezialisierung beider Großhirnhälften auf spezifische Reize, z.B. positive und negative Emotionen

  • festgestellt beim Vergleich EEG von Versuchspersonen mit und ohne Schädigung rechter/linker präfrontaler Kortex; linker präfrontaler Kortex ist verknüpft mit positiven und freudigen Emotionen; rechter präfrontaler Kortex wird eher durch Wahrnehmung negativer Funktionen (z.B. Angst) aktiviert

  • Elektroenzephalogramm; zeichnet elektrische Aktivitäten des Gehirns auf

  • zentrale Aufgabe bei Umsetzung von Emotionen in Handlungspläne und dienen dazu, Konsequenzen emotionalen Verhaltens vorherzusehen

  • belegt wichtige Funktion Struktur bei Emotionsregulation; zeigt sich in rücksichtslosem und unzuverlässigem Verhalten, da Patienten Konsequenzen emotionalen Handelns (eigenes u. ihrer Mitmenschen) nicht mehr einschätzen können


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  • vegetatives Nervensystem:

  • Aristoteles

  • zwei zentrale Aufgaben

  • parasympathische und sympathische Anteile


  • (auch autonomes/viszerales NS) enthält neben Darmnervensystem auch sympathische und parasympathische Anteile

  • bei Emotionen ist stets auch Körper auf gewisse Art und Weise beteiligt (Phänomen seither zentral in Emotionsforschung; tritt auch im Alltag auf (z.B. "etw. lastet jm. schwer auf den Schultern"))

  • versorgt innere Organe, Gefäße und Drüsen mit Nervenimpulsen und bewirkt Körperzustand der Homöostase (für Gewährleistung optimaler Arbeit Organsysteme muss chemische Zusammensetzung der Körpersubstanzen stetig reguliert und ausbalanciert werden; ermöglicht durch entsprechende Rückmeldeschleifen (informieren an Regulationszentren des ZNS über periphere Vorgänge, um ihnen ein Eingreifen zu ermöglichen))

  • wirken als Gegenspieler, dienen aber gemeinsam Ziel der Homöostase: Sympathikus wirkt physisch aktivierend und ist häufig bei überraschenden oder aversiven Emotionen aktiv; Parasympathikus dient Regeneration des Körpers und ist meist mit angenehmen Emotionen verbunden


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  • Neurotransmitter:

  • Nervenzelle

Strukturen einer Nervenzelle: (siehe Abb.)

  • Soma

  • Dendriten


  • besitzen als chemische Botenstoffe Funktion neuronaler Informationsübermittlung

  • (Neuron) sendet über Dendriten aufgenommenes Signal durch sein Axon an axonale Endigung bzw. den Endknöpfchen, an welchen Neurotransmitter freigesetzt werden, um andere Neuronen zu stimulieren; erzeugen (laut Myers) ähnlich wie Batterien durch chemische Prozesse Elektrizität, indem elektrisch geladene Atome (Ionen) ausgetauscht werden

  • Hauptversorungszentrum des Neurons

  • verzweigte Nervenfasern; empfangen Botschaften von anderen Zellen; außerhalb des Zellkörpers (Soma)


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<ul><li><p>Axon</p></li></ul><ul><li><p>Axonendigung</p></li></ul><ul><li><p>Myelinscheide</p></li></ul><ul><li><p>Ranvier-Schnürringe</p></li></ul><p></p>
  • Axon

  • Axonendigung

  • Myelinscheide

  • Ranvier-Schnürringe


  • aus Zellkörper (Soma) Nervenzelle entspringende Fasern eines Neurons, leitet Nervenimpulse vom Soma zur axonalen Endigungen/Informationen vom Zellkörper zu anderen Neuronen, Drüsen oder Muskeln

  • Verbindung zu anderen Neuronen

  • Schicht aus Fettgewebe, die manche Axone überzieht, beschleunigt Signalübertragung (Impulsweiterleitung)

  • Lücken (Einschnürungen) zwischen aufeinanderfolgenden Segmenten der Myelinschicht, wo Membran des Axons frei liegt; Nervenimpulse springen dabei von einem Ranvier-Schnürring zum nächsten


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<ul><li><p>Ruhepotenzial</p></li></ul><ul><li><p>Alles-oder-nichts-Gesetz</p></li></ul><ul><li><p>Reizweiterleitung zwischen Nervenzellen (Neuronen) <em>(siehe Abb.)</em></p></li></ul><ul><li><p>Präsynaptisches Neuron</p></li></ul><ul><li><p>Postsynaptisches Neuron</p></li></ul><ul><li><p>Reuptake</p></li></ul><p></p>
  • Ruhepotenzial

  • Alles-oder-nichts-Gesetz

  • Reizweiterleitung zwischen Nervenzellen (Neuronen) (siehe Abb.)

  • Präsynaptisches Neuron

  • Postsynaptisches Neuron

  • Reuptake


  • Zustand, den Neuronen in Ruhe aufweisen

  • Größe Aktionspotenzials ist jenseits Schwellenwerts nicht von steigender Intensität Stimulation abhängig (Zelle feuert oder sie feuert nicht); übersteigen von Nervenzelle empfangene Signale gewissen Schwellenwert, leitet sie elektrischen Impuls (Aktionspotenzial) entlang des Axons weiter

  • nicht direkt, sondern über Verbindungsstelle, die Synapse

  • Nervenzellen, die Neurotransmitter in synaptischen Spalt abgeben; Ausschüttung wird ausgelöst, sobald Aktionspotenzial runde, axonale Endigung erreicht

  • Nervenzellen, deren Rezeptoren passende Neurotransmitter (aus dem synaptischen Spalt) aufnehmen (spezifische Neurotransmitter passen (wie Schlüssel) zu bestimmten Rezeptoren (Schloss))

  • Endigung präsynaptisches Neuron nimmt überschüssige Neurotransmitter im synaptischen Spalt wieder auf


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<ul><li><p>Wirkungsweise von Arzneimitteln wie Prozac/Fluctin</p></li></ul><ul><li><p>neuere Studien hinterfragen zunehmend</p></li></ul><p>Wesentliche am emotionalen Geschehen beteiligte Neurotransmitter: <em>(siehe Tabelle)</em></p>
  • Wirkungsweise von Arzneimitteln wie Prozac/Fluctin

  • neuere Studien hinterfragen zunehmend

Wesentliche am emotionalen Geschehen beteiligte Neurotransmitter: (siehe Tabelle)

  • zur medikamentösen Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt; selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (selective serotonin reuptake inhibitors; kurz SSRIs; können synaptische Aktivität beim Abbau von Serotonin verlangsamen); bewirken durch Blockierung normaler Wiederaufnahme von Serotonin einen Überschuss in Synapse; erzielt Stimmungsverbesserung

  • Serotonin-Hypothese; auch Einfluss von Neurotransmittern wie Dopamin, Glutamat und Noradrenalin auf Entstehung von Depressionen rückt in Forschungsfokus


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  • Mangel/Überversorgung an Neurotransmittern:

  • Alzheimer

  • Schizophrenie

  • Morbus Parkinson


  • kann durch wesentliche Rolle bei zahlreichen körperlichen und psychischen Funktionen zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, wie:

  • Demenzform, betrifft meist Personen höheren Alters; vergesslicher und orientierungsloser durch zunehmenden Abbau von Hirngewebe

  • psychische Krankheit; kennzeichnend ist Verlust der "Einheit von Erleben, Denken, Wahrnehmung, Ausdruck, Wollen und Identität"

  • neurologische Erkrankung; fortschreitendes Absterben Nervenzellen in speziellen Dopamin bildenden Hirnregionen; führt zu Muskelstarre, Zittern und mangelnder Stabilität der Körperhaltung


53
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  • Drogen (laut Myers)

  • Endorphine

  • bei Drogenmissbrauch

  • bei Drogenentzug


  • können ebenfalls Reizweiterleitung beeinflussen, indem sie diese anregen oder hemmen z.B. Morphium (stimmungsaufhellende und schmerzlindernde Wirkung)

  • (von "endogen" (im Körperinneren entstanden) und "Morphin") Neurotransmitter mit morphinähnlicher Wirkung

  • dauerhaft hohe von außen zugeführte Dosen eines Opiats können bewirken, dass Körper eigene Produktion von Endorphinen einstellt

  • stehen in diesem Fall keine Opiate mehr zur Verfügung, was körperliche Begleiterscheinungen erklärt


54
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  • Hormone:

  • endokrines System (nach Gerrig, Zimbardo)

  • Hypophyse

  • Schnittstellenposition Hypothalamus


  • beeinflussen emotionales Erleben und Verhalten; Aufrechterhaltung alltäglicher Funktionen (z.B. Regulation Blutzuckerspiegel);  in bestimmten Lebensabschnitten von besonderer Bedeutung, da sie Wachstum und Ausprägung primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale beeinflussen

  • Netzwerk von Drüsen; für Regulation bedeutender Funktionen maßgebliches System, eng mit ZNS verbunden; stellt Hormone als chemische Botenstoffe her und gibt sie in Blutbahn ab; reagiert dabei auf deren Konzentration in Blut oder auf Anregung durch andere Hormone/Nervenimpulse

  • (Hirnanhangsdrüse) Drüse im mittleren Teil Gehirns; zentrale Position im endokrinen System; produziert unterschiedliche Arten Hormone, die alle andere Drüsen beeinflussen, indem sie Freisetzung bestimmter Hormone anregen/ bremsen; stellt ein für Wachstum bedeutsames Hormon her

  • vermittelt zwischen ZNS und endokrinen System; spezifische Zellen Hypothalamus erhalten Signale anderer Zellen wie den Befehl, bestimmte Hormone an Hypophyse zu senden


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Auswirkungen von Emotionen: (Wirkung/Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften (Dispositionen) auf das emotionale Verhalten; Beeinflussung und Regulierung von Emotionen durch kognitive Strategien)

  • Dispositionen

  • Menschen unterscheiden sich laut Sokolowski: (2013)

  • Fähigkeit zur exakten Beschreibung von Emotionen

  • Fähigkeit, Emotionen zu verbalisieren


  • überdauernde Personenmerkmale (engl. traits), durch die sich Personen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit unterscheiden, mit der sie ein bestimmtes Verhalten zeigen

  • in Fähigkeit, eigenen emotionalen Zustand erkennen und benennen zu können und in der Anzahl ihnen dabei zur Verfügung stehender Wörter

  • zentrale Bedingung zur Kontrolle und Regulation von Emotionen

  • scheint bei Frauen ausgeprägter als bei Männern zu sein


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Erleben und Ausdruck positiver Emotionen:

  • positive Emotionen: (nach Krohne und Tausch (2014) gibt es zahlreiche Belege für…)

  • Extraversion:

  • untergliedert in


  • führen zum Erleben positiver Affekte und hängen mit Reihe von Persönlichkeitseigenschaften zusammen, die Eysenck unter Persönlichkeitstyp Extraversion zusammenfasst

  • zeichnet sich aus durch Geselligkeit, Sorglosigkeit, Affektivität, Dominanz, Lebhaftigkeit, ... durch seine Orientierung nach außen


a) Extraversion als Geselligkeit, Lebhaftigkeit und Aktivität,

b) Impulsivität, die mit Sorglosigkeit und Ungestümsein einhergeht,

c) Sensation Seeking als ein Bedürfnis, stimuliert zu werden


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  • wesentliches Merkmal von Extraversion

  • ausschlaggebend gemäß Eysencks Theorie ist

  • idealer Zustand des Wohlbefindens

  • Introvertierte Personen


  • Personen erleben in sozialen Situation häufig positive Gefühle, benötigen (verglichen mit introvertierten Menschen) höheres Maß an Stimulation von außen, um sich wohl zu fühlen; suchen daher verstärkt aktiv soziale Kontakte, Aufregung, …;

  • richtiges Maß an Stimulation, da zu wenig ebenso wie zu viel Stimulation zu negativen Gefühlen führt

  • (Hedonic Tone/hedonischer Tonus) auf einem mittleren Niveau erreicht;

  • benötigen ein geringeres Maß an Stimulation als extravertierte, um positiven Gefühlszustand zu erreichen


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<ul><li><p>Zusammenhang zwischen Erregungsniveau, Extraversion/Introversion, Stimulationsniveau und Hedonic Ton<em> (siehe Abb.)</em></p></li><li><p>Kurvenverläufe</p></li><li><p>Sensation Seeking</p></li></ul><p></p>
  • Zusammenhang zwischen Erregungsniveau, Extraversion/Introversion, Stimulationsniveau und Hedonic Ton (siehe Abb.)

  • Kurvenverläufe

  • Sensation Seeking


  • zwei umgekehrt U-förmige Parabeln mit unterschiedlichen Stimulationsbedürfnisse von introvertierten und extravertierten Menschen

  • Stimulation im Bereich Indifferenzschwelle (entsprechend neutralem Niveau) als neutral erlebt; zunehmende Stimulation bei steigendem Kurvenverlauf führt zu positiven Gefühlen; Scheitelpunkt/Maximum ist Zustand optimalen Wohlbefindens (optimaler Hedonic Tone); kehrt bei zusätzlicher Stimulation um und führen zu negativem Gefühlszustand

  • Merkmal Extraversion; beschreibt Bedürfnis nach Erlebnissen und Abenteuern; Suche nach stetig neuen Sensatioen, z.B. aufregende und gefährliche Sportarten (wie Freeclimbing) erzeugen optimales Erregungsniveau; repetitive Tätigkeiten schnell Langeweile


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  • Impulsivität (laut Krohne)

  • funktional impulsive Personen

  • dysfunktional impulsive Personen


  • unzureichende Kontrolle Verhalten; reden und handeln meist unüberlegt; neigen zu risikoreichen Verhalten; nicht in der Lage, aus oftmals negativen Konsequenzen Verhalten zu lernen; unterteilt in funktionale und dysfunktionale Form:

  • Aufmerksamkeit wechselt sehr schnell von einem Reiz zum anderen, häufig in Situationen, in denen dies auch erforderlich und somit angemessen ist (im Gegensatz zu dysfunktional impulsiven Personen)

  • unzureichende Impulskontrolle ist zentrales Merkmale vieler (auch klinisch relevanter) Verhaltensstörungen, z.B. bei Borderline-Persönlichkeitsstörung, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und aggressiven Verhaltensproblemen


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Erleben und Ausdruck negativer Emotionen:

  • negative Affektivität

  • Studien belegen

  • z.B. Studie von Nolen-Hoeksma et al. (1999)


  • Veranlagung von Personen, relativ häufig einen Zustand negativen Angespanntseins zu erleben; durch Angst, Nervosität und Gefühl der Gereiztheit gekennzeichnet; kann auch von Gefühlen der Betrübtheit und Traurigkeit bis hin zu einer Depression begleitet sein

  • bei Frauen kommen Panikstörungen und Depressionen häufiger vor; Männer zeigen vermehrt Wut sowie allgemein Anzeichen von körperlicher Erregung

  • telefonische Befragung von 1.100 Studienteilnehmenden zu depressiven Symptomen und möglichen chronischen Belastungen; Frauen waren häufiger als Männer von depressiven Symptomen betroffen und gaben häufiger  an, zum Grübeln zu neigen, nicht nur diesen chronischen Belastungen ausgesetzt zu sein und geringe Kontrolle über ihr Leben zu haben


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  • Befunde entsprechen Konzept erlernter Hilfslosigkeit von Seligmann (1972)

  • Grübeln führt (nach Gerrig/Zimbardo)

  • Angst und Ängstlichkeit: unzählige Veröffentlichungen zum Themenbereich beziehen sich je nach Forschungsinteresse

  • Untersuchungen von Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal zeigten


  • bei Personen kann infolge von Lernerfahrungen Eindruck entstehen, keine Kontrolle über eigenes Leben zu haben; kann neben Hilflosigkeit auch Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Wertlosigkeit bewirken

  • sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu einer Fokussierung der Aufmerksamkeit auf negative Stimmungen und Ereignisse, was häufigere sowie intensivere negative Gefühle hervorrufen kann (möglicherweise sind statt Geschlechtsunterschieden stärkere negative Belastungen und entsprechende Lebenserfahrungen von Frauen verantwortlich)

  • sowohl auf ein zeitüberdauerndes Persönlichkeitsmerkmal als auch einen aktuellen emotionalen Zustand

  • besteht aus kognitiver Komponente d. Besorgnis, emotionaler Komponente der Wahrnehmung autonomer Erregung (z.B. Schwitzen, Erröten) und mangelndem Selbstvertrauen


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  • Neigung ängstlicher Personen

  • trotz Neigung ängstlicher Personen

  • bereichsspezifische Ängstlichkeit


  • erkennen in übermäßig vielen Situationen angstauslösende Hinweisreize

  • nicht alle Situationen werden von allen Personen als gleichermaßen angstauslösend empfunden, sondern können sich auf spezifische Bereiche beziehen;

  • kann gegenüber bestimmten Situationstypen bestehen: körperlich bedrohliche Situationen, z.B. medizinische Eingriffe und selbstwertbedrohlichen Situationen, z.B. Prüfungsangst/soziale Ängstlichkeit als spezielle Form Bewertungsangst in sozialen Interaktionen


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Ärger:

  • Typ-A-Persönlichkeit

  • anschließende Studien bestätigten mehrfach

  • andere Folgestudien widerlegten These und postitulierten

(Übersicht Forschungsaktivitäten z.B. Matthews und Haynes, 1986)


  • (bezeichnet von Kardiologen Friedman u. Rosenmann) ehrgeizig, gehetzt, ungeduldig, leicht erregbar, neigt zu Wut und Aggressionen; stellten deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko bei männlichen Personen Persönlichkeitstyps gegenüber gelassen und entspannt reagierenden Teilnehmern (Typ B) fest

  • Typ-A-Persönlichkeit ist wesentlicher Risikofaktor für arbeitende US-Bürger mittleren Alters, trotz Berücksichtigung weiterer Risikofaktoren wie Blutdruck, Alter, Cholesterin und Rauchen

  • bestimmte Verhaltensweisen Typ-A-Persönlichkeit können Risiko koronarer Herzerkrankungen erhöhen, z.B. Feindseligkeit oder psychophysiologische Mechanismen (bei Stress aktiviert; regten zahlreiche Forschungsaktivitäten in diesem Bereich an


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  • aktuelle Forschung (laut Krohne und Tausch, 2014)

  • Typ-D-Persönlichkeit

  • Personen unterscheiden sich in


  • Typ-A-Verhaltensmuster weniger im Vordergrund, geriet aber nie ganz aus Blickfeld; gegenwärtige Wiederbelebung durch Diskussion um Typ-D-Persönlichkeit

  • (distressed personality) Unterdrücken von Gefühlen in sozialen Beziehungen und hohe negative Affektivität;

    • dispositionelle Neigung, mit Aggression zu reagieren: kognitive Komponente bezieht sich auf feindselige Einstellungen der Personen; emotionale Grundlage Aggression ist Ärger und kann sich in körperlichen, kognitiven und Verhaltensreaktionen zeigen

  • Tendenz, Ärger offen zu zeigen oder zu unterdrücken und gegen eigene Person zu richten, was Risiko einer Herzerkrankung steigert


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  • Emotionsregulation

  • nach Brandstätter et al. (2018) bewegen eine Reihe von Gründen Personen dazu, ihre Emotionen zu regulieren


  • Persönlichkeitsmerkmale haben bedeutsamen Einfluss, wie stark Menschen ihre Emotionen regulieren und spontanen Impulse kontrollieren können

  • hedonistische Motive (z.B. Vermeidung eines persönlichen negativen affektiven Zustands) und folgende soziale Motive:

a) (im Sinnes des) Impression Managements: möchten wir bei anderen guten Eindruck hinterlassen

b) prosoziale Motive: handlungsleitend, wenn wir Gefühle anderer nicht verletzen wollen

c) Verhalten anderer beeinflussen: z.B. Zuwendung erhalten, wenn wir weinen


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Prozessmodell der Emotionsregulation von Gross:

  • Definition Emotionsregulation (nach Gross)

  • drei zentrale Aspekte Emotionsregulation


  • Prozess, mit dem Art, Zeitpunkt und Ausdruck der Emotion beeinflusst werden kann ("emotion regulation refers to the process by which we influence which emotions we have, when we have them, and how we experience and express them")


  1. für die meisten meint Emotionsregulation nur Herabregulierung negativer affektiver Zustände, besteht aber in Steigerung, Verminderung und Aufrechterhaltung positiver und negativer Emotionen

  2. kann bewusst/ohne bewusste Wahrnehmung erfolgen

  3. grundsätzlich weder positiv noch negativ zu interpretieren, z.B. gleiche Regulationsstrategie führt bei Ärzten zu erfolgreichen Operationen und reduziert Stress von Peinigern (infolge möglichen Mitleids mit Opfer)


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Strategien der Emotionsregulation nach Gross: (2002)

  • Annahme Prozess-Modell

  • antezedenzfokussierte Strategien:

  • setzen an…

  • ermöglicht


  • Zeitpunkt, zu dem Personen Strategien der Emotionsregulation einsetzen, führt zu unterschiedlichen affektiven, kognitiven und sozialen Konsequenzen

  • (antecendent-focused strategies) eingesetzt zu sehr frühem Zeitpunkt Emotionsregulationsprozess (quasi im Vorfeld), an dem emotionale Reaktionstendenzen noch nicht vollständig aktiviert wurden und Verhalten und körperliche Begleiterscheinungen veränderten;

  • … Ursachen/Auslösern Emotion an; frühe Strategien entscheiden, ob und in welchem Umfang noch nicht vollständig aktivierte emotionale Reaktionstendenzen ausgelöst werden (verändern Verhalten und körperliche Begleiterscheinungen)

  • Situation individuell beeinflussen und nach subjektivem Empfinden angenehmer gestalten (z.B. in peinlicher Situation Anlass Peinlichkeit ansprechen, aufklären);

    • zu Prozessbeginn entscheiden, welche Situationen/Kontakte gesucht/vermieden werden

    • Aufmerksamkeit auf angenehmen Situationsaspekt lenken (der Emotionen positiv beeinflusst und ablenkt) und Möglichkeit, Situation neu zu bewerten, z.B. statt Schmerzen im Anschluss an Operationen Aussicht auf bessere Beweglichkeit fokussieren


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  • reaktionsfokussierte Strategien

  • Vergleich Regulationsformen (bezogen auf zu erwartende affektive, kognitive und soziale Konsequenzen)

  • spätere Unterdrückung emotionaler Reaktionstendenzen

  • günstig


  • zu späteren Zeitpunkt des Emotionsregulationsprozesses eingesetzt, an dem emotionale Reaktionstendenzen bereits ausgelöst wurden; auf deren Unterdrückung ausgerichtet

  • alle im Vorfeld Reaktion eingesetzten Strategien, die zu Neubewertung Situation führen, gegenüber späterer Unterdrückung emotionaler Reaktionstendenzen vorzuziehen

  • vermindert positive Emotionen deutlich, negative Emotionen nur gering; vermehrte sympathische Aktivierung belastet Herzkreislaufsystem

  • möglichst breite Auswahl an regulatorischen Strategien; abhängig von jeweiliger Situation flexibel einsetzbar


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Brandstätter et al. (2018) betonen Zusammenhang zwischen positiver Neubewertung und Resilienz:

  • psychologische Resilienz

  • Neigung resilienter Personen

  • positive Neubewertung Situation

  • Mediator

  • kardiovaskulär


  • Fähigkeit, sich von kritischen Lebensereignissen relativ leicht zu erholen, flexibel auf wechselnden Anforderungen einer stressinduzierenden Situation zu reagieren und sich trotz widriger Lebensumstände positiv zu entwickeln

  • nehmen in widrigen und stressvollen Situationen auch positive Aspekte wahr

  • bei Personen, die diese Strategie nutzen, normalisieren sich kardiovaskulären Werte relativ zügig, sie dient also als Mediator

  • (Mediatorvariable) Faktor der Person/sozialer Umwelt, welcher Zusammenhang zwischen zwei anderen Faktoren vermittelt/herstellt (hier: vermittelt zwischen stressvollen Ereignis und zügiger Normalisierung kardiovaskulärer Werte)

  • bezieht sich auf Herz-Kreislauf-System (versorgt Körper durch Bluttransport zu den unterschiedlichen Organen ebenfalls mit Sauerstoff, Energie, Hormonen, ...)


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<ul><li><p><strong>Klassifizierungsschema affektregulierender Strategien:</strong> <em>(siehe Tabelle)</em></p></li><li><p>anschließend klassifiziert </p></li><li><p>unterschieden wurden</p></li></ul><p></p>
  • Klassifizierungsschema affektregulierender Strategien: (siehe Tabelle)

  • anschließend klassifiziert

  • unterschieden wurden


  • Parkinson und Totterdell (1999) ermittelten auf Grundlage eigener und fremder Studien 162 unterschiedliche bewusste Strategien von Personen, um negative Affekte zu regulieren;

  • von 24 Teilnehmer hinsichtlich erkennbarer Unterscheidungsmermale; integriert in (im Vorfeld entwickeltes) Modell

  • verhaltensbezogene und kognitive Strategien; jeweils auf Aktivität und Problemlösung ausgerichtet oder durch Rückzug und Ablenkung geprägt


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Kognitive Effekte: (Einfluss von Emotionen auf Kognition, zunächst: Bewertung eigener Person und auf soziale Umwelt)

  • Wirkung von Emotionen auf das Denken

  • z.B. Trauer (laut Damasio)

  • z.B. Freude



  • weitreichender Einfluss, indem sie Selbst- und Fremdwahrnehmung und Art und Weise, mit der bestimmte Situationen gedeutet und erinnert werden, beeinflussen

  • verlangsamt Denken; bewirkt als negatives Gefühl, dass Erinnerung von negativen Gedanken gefördert wird und  Person in Situation verharrt

  • ruft positive Gedanken hervor; verbessert Kreativität und Denkleistung


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Stimmungskongruente und -inkongruente Informationen:

  • nach Bower (1991) neigen Personen dazu…

  • Emotionen beeinflussen

  • verzerren so Wahrnehmung

  • Fehlattributionen


  • … Situationen und Aktivitäten zu suchen, die aktueller/allgemeiner Gefühlslage entsprechen und geeignet scheinen, diese aufrechtzuerhalten

  • Wahrnehmung in bestimmter Situation; Einstellungen/Urteile ggü. Fremden und Bekannten; eigene Person

  • stimmungskongruente Aspekte (vollkommen übereinstimmend mit aktueller Stimmung/Gefühlslage) verstärkt registriert und erinnert; stimmungsinkongruente Informationen eher ausgeblendet; kann zu Fehlattributionen führen

  • Personen werden aufgrund vorangehender Stimmungslage ihnen nicht entsprechende Eigenschaften zugeschrieben:

    • glückliche Personen neigen dazu, Bekannte wohlwollend und freundlich zu beurteilen; ärgerliche Personen tendieren verstärkt zu überkritischen Urteilen; bei gemischten Botschaften wird bei gehobener Stimmung eher auf positiven Anteil Botschaft reagiert und bei gedrückter Stimmung negativer Anteil fokussiert


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  • Theorie der semantischen Netzwerke von Bower: (1981)

  • semantisches Netzwerk

  • Annahme Modell

  • Abrufen von Informationen


  • zur Erklärung des Einflusses von Emotionen auf kognitive Prozesse

  • Modellvorstellung, Gedächtnisinhalte (z.B. Bedeutung Wörter/Konzepten) seien in Form eines Netzwerks organisiert

  • jede Emotion entspricht einem speziellen Knoten innerhalb Gedächtnis mit dazugehörigen Netzwerk (besteht aus dazugehörigen Ausdrucksverhalten, persönlichen Bewertungen und Erinnerungen an mit Ereignis assoziierten Begebenheiten)

  • fällt leichter, wenn Umstände ähnlich sind wie die, unter denen Informationen eingespeichert wurden


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<p><strong>Ausschnitt des semantischen Netzwerks einer spezifischen Emotion: </strong><em>(Siehe Abb.) </em></p><ul><li><p>entgegengesetzt zeigende Pfeile </p></li><li><p>Aktivierung einer bestimmten Emotion</p></li><li><p>gleichzeitige Aktivierung zweier, sich nicht gegenseitig unterdrückender Emotionen</p></li></ul><p></p>

Ausschnitt des semantischen Netzwerks einer spezifischen Emotion: (Siehe Abb.)

  • entgegengesetzt zeigende Pfeile

  • Aktivierung einer bestimmten Emotion

  • gleichzeitige Aktivierung zweier, sich nicht gegenseitig unterdrückender Emotionen


  • weisen auf wechselseitige Aktivierung Knoten hin

  • (z.B. Ärger) und zugehörigen Netzwerks unterdrückt Aktivierung einer anderen Emotion (z.B. Freude); führt zur Ausbreitung Aktivierung auf weitere Gedächtnisstrukturen, mit denen sie verbunden ist

  • führt zu einer Vermischung beider Emotionen, z.B. gemeinsames Auftreten von Überraschung und Traurigkeit resultiert in einem Gefühl der Enttäuschung


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Art des Einflusses von Emotionen auf Entscheidungs- und Planungsverhalten:

  • belegen (laut Damasio)

  • z.B.

  • verändertes Verhalten

  • Ursache


  • Fälle von Patienten mit Verletzung Frontallappen

  • Unfall Bahnarbeiter Phineas Gage 1848 (25 Jahre): stopfte Sprengstoff in Eisenstange, diese explodierte unkontrolliert, durchdrang linke Wange, Schädel und Gehirn und trat wieder aus; überlebte, nach weniger als zwei Monaten vom behandelnden Arzt als genesen erklärt

  • (davor ausgeglichen, umsichtig) launenhaft, respektlos, ungeduldig, konnte Emotionen nicht mehr kontrollieren oder Pläne für seine Zukunft entwickeln und traf selbstschädigende Entscheidungen

  • erst in 1990ern mit Computersimulationen herausgefunden; Verletzung linken Frontallappens verantwortlich für Verlust der Fähigkeit, zu planen und Entscheidungen zu treffen


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Gesundheitseffekte: (Einfluss von Emotionen auf persönliche Wahrnehmung und Beurteilung eigener Gesundheit)

Kognitive Mechanismen der Symptomwahrnehmung:

  • Personen in trauriger Stimmung (laut Salovey et al. (1991) von Studien belegt)

  • erster kognitiver Mechanismus

  • zweiter kognitiver Mechanismus

  • es gibt Hinweise auf


  • berichten von höherer Anzahl körperlicher Symptomen (als glückliche Menschen); halten sich für unfähig zu Verhaltensweisen, die Krankheit erträglicher erscheinen lassen und Symptome reduzieren; nehmen vermehrt an, anfällig für zukünftige Krankheiten wie Herzleiden/Krebs zu sein; durch unterschiedliche Mechanismen erklärt

  • mit höherer Wahrscheinlichkeit erinnern traurige Menschen Erfahrungen, die mit Krankheit verbunden sind (wie oben: stimmungskongruente Erinnerungen werden mit höherer Wahrscheinlichkeit abgerufen); beeinflussen Urteil über aktuellen Gesundheitszustand entsprechend negativ

  • verstärkte Neigung trauriger Personen, Wahrnehmung auf sich selbst statt auf äußere Umwelt zu richten; nehmen innere Symptome und Ereignisse intensiver wahr, weniger durch Umweltreize abgelenkt

  • Zusammenhänge zwischen erlebter Traurigkeit und erhöhter Krankheitsanfälligkeit infolge von Veränderungen immunologischer Abwehr


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Zusammenhang zwischen Stress und Gesundheit: (Stress als Prozess, der körperliche und psychische Gesundheit nachhaltig beeinflussen kann)

  • Befragung nach guten Vorsätzen für das neue Jahr

Die Stressreaktion:

  • (Stress war bereits zu Zeiten von…)

  • Stress nach Walter Cannon: (US-amerikanischer Physiologe)

  • in physiologischer Hinsicht (laut Cannon)

  • um phylogenetischen Nutzen…


  • von 3.529 Personen in Deutschland 2019 gaben 62% Stress abbauen/vermeiden an; Punkt wie bereits im Vorjahr auf Platz 1 guter Vorsätze (Stress scheint allgegenwärtiges Thema zu sein, welches Großteil Bevölkerung unmittelbar betrifft)

  • … Hippokrates von medizinischem Interesse)

  • (1920er) überaus komplexe psychische und physiologische Reaktion;

  • starke emotionale Reaktionen und Schmerzen steigern Ausschüttung von Adrenalin, was zu bestimmten körperlichen Veränderungen wie verbesserter Durchbluttung Skelettmuskulatur und schnellerer Blutgerinnung führt

  • … dieser unwillkürlicher körperlicher Reaktionsmuster zu ermitteln nahm er unmittelbaren Zusammenhang zwischen Wut und Instinkt zu kämpfen und anzugreifen (engl. fight) sowie zwischen Angst und Fluchtinstinkt (engl. flight) an


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  • Definition Stress von Selye

  • Generelles Anpassungssyndrom (General Adaption Syndrome)

  • basiert auf drei Stadien


  • allgemeine physiologische Anpassungsreaktion auf Stressoren (belastende äußere Bedingungen und Situationen, z.B. Lärm oder Kälte)

  • (allgemeines Adaptions-/Anpassungsysndrom) Modell von Mediziner Hans Selye; durch Stressoren ausgelöstes Reaktionsmuster


A) Alarmreaktion: besteht aus einem kurzen anfänglichen Schock, darauf folgt:

B) Widerstandsphase: in der Kräfte zur Bewältigung mobilisiert werden

C) Erschöpfungsstadium: in dem Widerstandskraft bei fortdauernden Belastungen sinkt und Krankheitsanfälligkeit steigt


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  • physiologische Prozesse, die nach Aktivierung des biologischen Stressprogramms zur Aktivierung und Bereitstellung von Energie dienen


a) Aktivierung und Durchblutung des Gehirns

b) Erweiterung Bronchien, Atembeschleunigung

c) erhöhte Muskelspannung, verbesserte Reflexe

d) erhöhter Blutdruck, schnellerer Herzschlag

e) Schwitzen

f) Energiebereitstellung (Blutzucker, Fett)

g) erhöhte Gerinnungsfähigkeit des Blutes

h) Hemmung Verdauungstätigkeit und Energiespeicherung

i) verminderte Durchblutung Genitalien, Libidohemmung

j) reduzierter Speichelfluss, trockener Mund

k) kurzfristig erhöhte Schmerztoleranz

l) kurzfristig erhöhte Immunkompetenz

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  • physiologische Stressreaktion

dabei vermitteln zwei verschiedene Systeme: (nach Kaluza, 2015)

  • a)

  • bestimmte Reize

  • b)


  • soll Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten, indem dazu notwendigen Systeme angeregt und regenerative und reproduktive Körperfunktionen gebremst werden

  • Sympathikus-Nebennierenmark-Achse: überträgt Signale als akute Reaktion auf Stress sehr schnell über elektrische Impulse

  • (z.B. Wut) steigern Ausschüttung von Adrenalin (siehe Cannon): führt zur Erhöhung von Puls, Blutdruck und Blutzuckerspiegel und verbesserter Durchblutung von Gehirn, Musklulatur und Herz

  • Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse: bei anhaltenden Belastungen aktiviert; bewirkt erheblich langsamere  Signalübertragung (als akute Stressreaktion) über Hormonabgaben ins Blut;


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  • Vorgang bei b)

  • Rückkopplungsmechanismus

  • nicht gesundheitsschädlich


  • im Hypothalamus freigesetzte Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) regt auf Blutweg Hirnanhangdrüse zur Freisetzung adrenokortikotropher Hormone (ACTH) an, welche erhöhte Ausschüttung von Glukokortikoiden (Cortisol) in Nebennierenrinde und so vermehrte Bereitstellung von Energie bewirken

  • Glukokortikoid-Konzentration im Blut werden an Hypothalamus und Hypophyse gemeldet und so weitere Freisetzung von CRF und ACTH gehemmt, damit hormonelle Stressreaktion nicht zu stark ausfällt

  • kurzfristige Aktivierungen im Wechsel mit Entspannungsphasen; können sich positiv auf Leistung und Motivation auswirken


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Vier relevante Aspekte für gesundheitsschädliche Wirkung körperlicher Stressreaktion nach Kaluza: (2015)

  • bereitgestellte Fett- und Zuckerreserven

  • chronifizierte Stressreaktionen im Stadium der Erschöpfung

  • vermehrte Cortisolausschüttung

  • Risikoverhaltensweisen


  • in Steinzeit durch Kampf/Flucht verbraucht; in heutiger Arbeitswelt keine angemessene Antwort auf belastende Reaktionen (werden nicht vollständig abgebaut und können in Kombination mit erhöhter Blutgerinnung zu Gefäßverengungen und Gefäßverschluss führen)

  • durch kontinuierlich aufrechterhaltene Anspannung kann Körper nicht mehr (auch ohne akute Belastung) ursprünglichen Ruhezustand erreichen und sich kaum noch erholen

  • schwächt auf Dauer immunologische Abwehr und Gedächtnisleistung und erhöht  Infektionsanfälligkeit

  • (wie Rauchen, ungesunde Ernährung oder Alkoholkonsum) eingesetzt als Bewältigungsversuche; führen aber längerfristig zu Erhöhung Erkrankungsrisikos und verringerter Belastbarkeit und Widerstandskraft


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Das transaktionale Stressmodell nach Lazarus:

  • Feststellung bei Forschungstätigkeit als Psychologe

  • um individuelle Unterschiede zu berücksichtigen

  • kognitive Bewertung Situation nach Lazarus und Folkman (1984) (siehe Abb.)

  • 1.


  • (1950er) nicht alle Personen reagieren gleichermaßen auf ein potenziell stressauslösendes Ereignis (bei bestimmten Aufgaben empfanden manche Studienteilnehmer großen-, andere eher geringen Stress, welcher sogar zu einer Leistungssteigerung führte)

  • erweiterten Selyes Perspektive um persönliche kognitive Bewertung (cognitive appraisal) des stressvollen Ereignisses und der Person zur Bewältigung Herausforderung zur Verfügung stehende Strategien (Coping-Strategien: Maßnahmen mit dem Ziel, Stress zu reduzieren)

  • erfolgt nach Wahrnehmung des Umweltreizes von Person (und Selektion durch Wahrnehmungsfilter) in drei Schritten

  • 1. primäre Bewertung der Situation: Einschätzung Stressor als positiv, irrelevant oder stressbezogen (Bedrohung/Herausforderung)


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  • Ereignis als stressrelevant eingeschätzt

  • 2.

  • beide Prozesse (Kaluza, 2015)

  • Ressourcen


  • anhand eigener Bedürfnisse wird beurteilt, ob bereits Schädigung/Verlust als Folge eintrat (z.B. Verletzung), Bedrohung vorliegt (z.B. anstehende Operation; Befürchtung Prüfung nicht bestanden zu haben) oder ob es sich um eine Herausforderung handelt (z.B. Chance, Situation erfolgreich bewältigen zu können)

  • 2. sekundäre Bewertung: Analyse verfügbarer Ressourcen/subjektive Einschätzung persönlicher Fähigkeiten und Möglichkeiten, Situation bewältigen zu können

  • können sich überlappen und gegenseitig beeinflussen (z.B. Einschätzung sekundärer Bewertung, einer Aufgabe gewachsen zu sein, verhindert primäre Einschätzung Aufgabe als bedrohlich)

  • meint bei Stressbewältigung innere (z.B. besondere Fähigkeiten, Optimismus) und äußere Faktoren (z.B. soziale Unterstützung, finanzielle Mittel), die erfolgreiche Bewältigung belastender Situation ermöglichen


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<ul><li><p>3. </p></li><li><p>Veränderung persönlicher Wahrnehmung</p></li></ul><p></p>
  • 3.

  • Veränderung persönlicher Wahrnehmung


  • 3. Neubewertung der Situation/Belastung: (engl. reappraisal) durch Auseinandersetzung mit belastender Situation und neuen Informationen

  • indem durch Neuinterpretation der Situation Stress entweder reduziert wird (Belastung erweist sich nicht so stark wie ursprünglich erwartet) oder zunimmt (Situation scheint bedrohlicher als zunächst angenommen)


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  • weitere Faktoren mit Einfluss auf Stressprozess

  • Emotionen werden hervorgerufen

  • als besonders gesundheitsrelevant erwiesen sich

  • Unterscheidung von Coping-Strategien nach Drexler und Schulze: (2012)


  • zeitliche Nähe, Dauer, Kontrollierbarkeit, Vorhersagbarkeit und Art des Stressors (physisch, sozial, selbstwertbezogen)

  • nicht nur durch außergewöhnliche Ereignisse (z.B. Hochzeit, Geburt, Jobwechsel), auch in gewöhnlichen Alltagssituationen, durch Gedanken und Tätigkeiten

  • nicht außergewöhnliche/kritische Lebensereignisse, sondern Daily Hassles (anhaltende alltägliche Unannehmlichkeiten/Alltagsprobleme z.B. nervige Nachbarn, Stau, Gewichtsprobleme)

  • problemzentriert (setzen direkt am Problem und dessen Veränderung an, z.B. Kompetenzerweiterung, aktive Auseinandersetzung mit Stressor) und emotionsbezogen (angewandt, wenn direkte Veränderung Stressors nicht möglich erscheint, z.B. Entspannung, Ablenkung)


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Entwicklung von Emotionen: (im Kindes- und Jugendalter aus entwicklungspsychologische Perspektive)

  • Emotionsentwicklung

  • Funktionalistische Perspektive auf Emotionen:

  • Ablauf psychischer Prozess


  • Kind lernt dabei u.a. Zusammenhänge zwischen bestimmten Emotionen und sozialen Situationen herzustellen

  • (Fokus auf Funktion von Emotionen) kulturell überformte psychische Prozesse, die für eine motivbezogene Regulation von Handlungen sorgen;


a) eine Emotion wird ausgelöst, wenn ein bestimmter situativer Reiz als subjektiv bedeutsam für Befriedigung persönlichen Bedürfnisses/zur Verfolgung eines bestimmten Motivs bewertet wird, was...

b) auch persönliche Handlungsbereitschaft verändert und...

c) zu bestimmten Handlungskonsequenzen führt


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Von der interpersonalen zur intrapersonalen Handlungsregulation:

  • Neugeborene

  • Eltern

  • ab zweitem Monat

  • interpersonaler Regulationsprozess


  • angeborenes emotionales, noch unreifes und ungerichtetes Ausdrucksverhalten (z.B. Schreien); bei Regulation Emotionen auf Unterstützung Eltern angewiesen

  • passende, intuitive Fähigkeiten mit vermutlich phylogenetischer Basis; können Emotionsausdruck Säugling bzgl. zugrunde liegendem Motiv (z.B. Kummer, allein zu sein) interpretieren und angemessen reagieren (z.B. Trösten, Zuwendung zeigen)

  • können Emotionen in weniger belastenden Situationen regulieren und sich selbst beruhigen (durch Blick abwenden/an Fingern saugen); in stärker belastenden Situationen auf Hilfe Eltern angewiesen

  • (zwischen Personen ablaufender Prozess) in fortlaufender Interaktion zwischen Säugling und Eltern, in der Eltern Emotionen Kind angemessen deuten, durch differenzierte Ausdruckszeichen spiegeln und (Motiv Kind entsprechend) unmittelbar handeln


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  • interpersonaler Regulationsprozess bewirkt

  • Im Kleinkind- und Vorschulalter

  • Ende Entwicklungsprozess


  • Vorläuferemotionen (Distress, Wohlbehagen, Interesse, Erschrecken und Ekel) entwickeln sich zu voll funktionsfähigen und motivdienlichen Emotionen; im Laufe der ersten drei Jahre erwerben Kleinkinder und Säuglinge vielfältiges Repertoire unterschiedlicher Emotionen und lernen, Motive zunehmend differenzierter mittels erlernter emotionsspezifischer Ausdruckszeichen an Eltern zu übermitteln

  • Kind verfestigt unter Anleitung Eltern zunehmend Fähigkeit, sich selbst zu regulieren (intrapersonale Emotionsregulation (innerhalb einer Person ablaufender Prozess)), Motiven entsprechend gezielt zu handeln und verfeinert Ausdrucksfähigkeit; so nicht länger bei sämtlichen Emotionen auf Unterstützung Eltern angewiesen

  • im Schulalter ist Kind fähig, sich selbst unter eigener Anleitung zu regulieren


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Entwicklung von Emotionen: von Angst, Ärger, Wut und selbstbewussten Emotionen aus entwicklungspsychologischer Perspektive (basiert vorrangig auf Ausführungen von Lohaus et al. (2010), ergänzend Bezug auf Holodynski/Oerter (2018))

  • Freude:

  • Ausdruck von Freude bei Neugeborenen

  • zwischen sechster und zehnter Woche

  • mit zwei Monaten

  • zwischen sieben bis acht Monaten

  • ein- bis zweijährige Kinder


  • in angenehmen und vertrauten Situationen erlebt; positive Wirkung auf soziale Interaktion; motiviert, Tätigkeiten fortzusetzen

  • erfolgt zunächst reflexhaft und nicht auf bestimmte Personen bezogen; fördert aber soziale Beziehung und Bindung an Bezugspersonen

  • bevorzugen menschliche Gesichter, die sie anlächeln (soziales Lächeln)

  • beginnen, Verständnis für Zusammenhang zwischen ihren Handlungen und daraus resultierenden Konsequenzen zu entwickeln; erleben Freude über ihre Urheberschaft

  • beschränken ihr Lächeln auf vertraute Personen

  • freuen sich (durch Freude mit eigener Handlung etwas bewirken zu können), wenn sie andere zum Lachen bringen können


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  • Angst:

  • bei Säuglingen bis sieben Monaten

  • sieben bis spätestens zwölf Monaten

  • ab einem Jahr

  • zwei- bis vierjährige Kinder

  • fünf bis sieben Jahren

  • ab achtem Lebensjahr


  • bei Bedrohung/Gefahr erlebt; führt zu Flucht- und Vermeidungsverhalten; signalisiert Gegenüber Unterwerfung/Bedürfnis nach Unterstützung

  • nur schwer von anderen negativen Zuständen zu unterscheiden

  • beginnen zu "fremdeln" (zeigen Angst gegenüber fremden Personen, suchen zunehmend Nähe Bindungspersonen und reagieren mit Trennungsangst, wenn diese weggeht)

  • beziehen bei Bewertung einer Situation affektive Informationen anderer ein, die ihre Angstreaktion beeinflussen (z.B. Gesichtsausdruck Mutter)

  • entwickeln Vorstellungsvermögen; halten auf ihrer Fantasie basierende Objekte für real (z.B. zeigen nachts Angst und weinen, weil sie ein Gespenst unter Bett vermuten)

  • Ängste beziehen sich auf konkrete Gefahren (z.B. Unfälle, Verletzungen)

  • Ängste ähneln stärker denen von Erwachsenen


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  • Ärger:

  • mit zunehmender Fähigkeit, Handlungen zu kontrollieren

  • Zweijährige

  • ab dritten Lebensjahr

  • ab Mitte zweiten Lebensjahrs

  • ab Vorschulalter


  • empfunden wenn Individuum gehindert wird, ein bestimmtes Ziel zu erreichen; motiviert, Hindernisse zu beseitigen und Gegenüber vor möglichem Angriff zu warnen

  • nimmt auch Wut Kleinkind zu, wenn diese eingeschränkt wird (z.B. Eltern wollen unaufgefordert Hilfe leisten)

  • wachsendes Repertoire aggressiver Verhaltensweisen (Schlagen, Stoßen, Beißen), verbaler Ausdruck von Ärger

  • offene Wutausbrüche nehmen kontinuierlich ab; zurückzuführen auf erweiterte Selbstregulationsfähigkeit und Entwicklung selbstbewusster Emotionen (Scham, Schuld, Verlegenheit, Eifersucht und Stolz)

  • entwickeln zunehmend ein objektives Selbstbewusstsein (nehmen sich als getrennt von anderen wahr; sich bewusst, von anderen beobachtet und bewertet zu werden);

    • Voraussetzung für Erleben selbstbewusster Emotionen (entwickeln sich verglichen mit Angst/Freude relativ spät, wenn Kleinkinder beginnen, sich als getrennt von anderen wahrzunehmen)

    • Kinder Entwicklungsstadium: erkennen sich im Spiegel, reden von sich selbst als "Ich"/verweisen mit Namen auf sich selbst

  • in der Lage, anderen ein Gefühl vorzuspielen und Emotionsausdruck nur vorzutäuschen, um bestimmtes Ziel zu erreichen, und sich an kulturellen Normen und Darbietungsregeln (display rules) zu orientieren


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Erklärungsansätze:

  • Konzept der Bindung:

  • Annahme

Bindungsverhalten und Bindung:

  • Bindungstheorie John Bowlbys:

  • Fürsorgesystem Eltern

  • dazu gehören weitere Verhaltensweisen wie


  • insbesondere im Zusammenhang mit Stressforschung vermehrt diskutiert, wichtige Rolle bei Emotionsregulation

  • viele intuitive Verhaltensweisen von Eltern und Kindern besitzen eine phylogenetische Grundlage, die Überleben Säuglings sichern sollen und in Form aufeinander abgestimmter Verhaltensprogramme auftreten

  • Bindungssystem Kind soll Nähe und Sicherheit durch Bezugspersonen garantieren, indem Bindungsverhaltensweisen (z.B. Lächeln) eingesetzt werden, um Fürsorgeverhalten Eltern zu aktivieren

  • auf Fürsorgeverhalten (z.B. Streicheln, Summen, ...) ausgerichtet, um Bedürfnissen Säugling entsprechen zu können (intuitives Elternprogramm)

  • Einhaltung angemessener Reaktionszeit, um Säugling Herstellung eines kausalen Zusammenhangs zwischen seinem Verhalten und Reaktion Eltern zu ermöglichen


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Unterschied zwischen Bindungsverhalten und Bindung: (nach Lohaus et al.)

  • Bindungsverhalten

  • Bindung

  • zwischen eineinhalb und zwei Jahren


  • bezieht sich auf Verhaltensweisen des Kindes, um die Nähe der Bezugspersonen zu sichern; sehr früh entwickelt, jedoch zunächst nicht auf bestimmte Personen ausgerichtet

  • (an bestimmte Personen) bezieht sich auf emotionales Band zwischen Kind und Bezugspersonen; entwickelt sich durch zunehmende Vertrautheit in der Interaktion zwischen Kind und seinen Bezugspersonen, resultiert darin, dass Kinder zwischen sechs Monaten und zwei Jahren normalerweise weinen, wenn Bezugsperson weggeht, und mit Anspannung auf fremde Personen reagieren

  • zunehmend in der Lage, sich von Bezugsperson zu trennen, um stattdessen Umwelt zu erkunden; Entwicklung inneres Arbeitsmodell (repräsentiert bisherige Bindungserfahrungen, weshalb permanente Anwesenheit Eltern nicht mehr zwingend erforderlich ist; beeinflusst als grundlegendes Schema lebenslang Erwartungen an zukünftige soziale Beziehungen)


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Auswirkungen sicherer Bindung:

  • sicher gebundene Kinder (im Vergleich zu unsicher gebundenen Kindern)

  • Bedeutung Reaktionen Bezugspersonen (Cierpka, 2015)

  • positive Interaktionen zwischen Kind und Eltern


  • zeigen ausgeprägteres Erkundungsverhalten, was sich positiv auf kognitive Entwicklung auswirken kann; im Schulalter weniger ängstlich und beliebter und stärkere Neigung, sich bei Bedarf soziale Unterstützung zu suchen; können eigene Gefühle aufgrund Erfahrung, sich bei Problemen auf Bezugsperson verlassen zu können, besser regulieren

  • feinfühlige und zuverlässige Reaktionen können Kind Stabilität und Sicherheit bieten

  • fördern positive Beziehung und eine sichere Bindung (wichtiger Schutzfaktor ggü. psychiatrischen Störungen)


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  • Auswirkungen unsicherer Bindung

  • Feststellung Artz René Spitz (1960ern)

  • stressreiche und traumatische Erlebnisse in Kindheit:

  • bei in Kindheit misshandelten Personen


  • wird frühes Bindungsbedürfnis Kind nicht angemessen befriedigt, kann Stressverarbeitungssystem nicht ausreifen, wodurch Anfälligkeit für physische und psychosoziale Belastungen deutlich steigt

  • Waisenkinder, die zwar versorgt wurden, aber keine liebevolle Zuwendung erhielten, waren krankheitsanfälliger und wiesen erhöhtes Risiko auf, zu versterben; stärkere emotionale Zuwendung bei vor 6. Lebensmonat adoptierten rumänischen Waisenkindern (ggü. im Heim verbliebenen) führte zu einem ausgeprägteren Gehirnwachstum und verbesserter Entwicklung sozial-emotionaler und kognitiver Fähigkeiten

  • (wie Gewalterfahrungen, Vernachlässigungen oder Verlust von Bezugspersonen) erhöhen Risiko für physische Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Störungen wie Depressionen, Persönlichkeits- und Angststörungen

  • wurde geringere Anzahl Glukokortikoid-Rezeptoren und dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel nachgewiesen, wodurch hormonelle Stressreaktion verstärkt und verlängert wird


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  • starker und dauerhafter Stress (nach Myers, 2014)

  • Oxytozin

  • vermutlich zurückzuführen auf Freisetzung von Oxytozin


  • kann (natürlichen) Alterungsprozess beschleunigen/vorzeitig auslösen, indem DNA-Endstücke an Chromosomen (Telomere) frühzeitig kürzer werden (Zellen mit zu kurzen Telomeren teilen sich nicht mehr u. sterben ab)

  • ("Bindungs- oder Kuschelhormon"), in hoher Konzentration z.B. im Blut stillender Mütter nachgewiesen, aber auch durch Kuscheln und Massagen freigesetzt

  • positive soziale Beziehungen zu anderen Personen sozialen Umfelds und spätere Bindungen können ausgleichend wirken und Stresshormone messbar reduzieren


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  • durch Oxytozin wird bei Stressreaktion

  • weitere stressreduzierende Reaktion: (laut Taylor et al., 2000)

  • biochemische Wirkung basiert

  • Alternative zur


  • sowohl Zeitpunkt der Stressreaktion verzögert als auch deren Stärke und Dauer beeinflusst

  • Tendand-Befriend-Reaktion (Phänomen, bei dem oftmals infolge von Katastrophen Hilfsbereitschaft steigt, Unterstützung angeboten wird (tend) und Zusammenschlüsse mit anderen Personen entstehen (befriend), um ebenfalls Hilfe zu erhalten); vorzugsweise von Frauen angewandt

  • vermutlich auf Mischungs aus Oxytozin, weiblichen Geschlechtshormonen und Endorphinen

  • (von beiden Geschlechtern angewandten) Fight-or-Flight-Reaktion


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Anwendungsbeispiel: (präventive Maßnahme zur Förderung frühkindlicher Bindungserfahrungen von Säuglingen; demonstriert Umsetzung des komplexen Zusammenhangs von frühkindlicher Bindung und Gesundheit bzw. Krankheit im Rahmen der Gesundheitsförderung)

(möglichst früh in Geschehen einzugreifen und belastete Familien mittels präventiver Maßnahmen zu unterstützen scheint angesichts weitreichender Folgen frühkindlicher unsicherer Bindungserfahrungen für weitere Entwicklung Kind ratsam und notwendig)   

  • Aktionsprogramm "Frühe Hilfen und soziale Frühwarnsysteme"

  • Gründe (laut NZFH, 2019)

  • Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)

  • bundesweit entstanden 2006


  • 2006 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) initiiert; beauftragte Einrichtung NZFH zur frühestmöglichen Unterstützung signifikant belasteter Familien

  • breite gesellschaftliche Diskussion um besseren Schutz von Kindern 2006 durch bekannt gewordene Fälle extremer Kindesmisshandlung; steigende Kosten Kinder- und Jugendhilfe; Zunahme chronischer und psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

  • Kompetenzzentrum mit Aufgabe, präventive Maßnahmen zum Kindeswohl zu fördern; seit 2012 mit Inkrafttreten des Kinderschutzgesetzes gesetzlich verankert;

  • insgesamt zehn wissenschaftlich begleitete Modellprojekte


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  • Beispiel Modellprojekt:

  • Grundlage

  • vermittelt und fördert

  • Begleitung/Zusammenarbeit (weitere Details bei Renner und Heimeshoff)


  • Projekt "Wiege Brandenburg": begleitet durch zahlreiche Risikofaktoren belastete werdende Eltern bereits vor Geburt, um sie auf Elternschaft vorzubereiten und unterstützt in ersten beiden Lebensjahren Kind, eine positive Beziehung aufzubauen

  • Interventionsprogramm STEEPTM (Steps Towards Effective and Enyoable Parenting); basiert auf bindungstheoretischen Annahmen; in USA seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt

  • Aufbau sicherer Bindungserfahrungen und einfühlsames Erziehungsverhalten von risikobelasteten Eltern mithilfe unterschiedlicher Maßnahmen, z.B. Einzel-, Gruppenberatungen, Videoaufnahmen Interaktionen Eltern

  • von Fachhochschule Potsdam wissenschaftlich begleitet; Einbindung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen regionalen Kooperationspartnern wie Jugend- und Gesundheitsämtern, Kinderärzten, Hebammen, Beratungsstellen, ...