PaP 1 Vorlesung Flashcards: Psychoanalyse

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Umfassende Vokabel-Flashcards zur ersten Einheit der PaP 1 Vorlesung über die Grundlagen, Geschichte und Modelle der Psychoanalyse.

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50 Terms

1
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Ein Verfahren zur Untersuchung sonst kaum zugänglicher seelischer Vorgänge, eine Behandlungsmethode neurotischer Störungen und eine wissenschaftliche Disziplin.

Psychoanalyse

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Das Unbewusste

Der zentrale Bereich der Psyche, in dem verdrängte Wünsche, Konflikte und Triebe liegen, die das menschliche Verhalten maßgeblich steuern.

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Falsifizierbarkeit

Kriterium von Karl Popper, wonach wissenschaftliche Theorien widerlegbar sein müssen; er kritisierte die Psychoanalyse als unwissenschaftlich, da sie dies nicht sei.

4
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Wirksamkeit (Klaus Grawe)

Kritikpunkt, dass psychoanalytische Annahmen empirisch belegt sein müssen (evidenzbasiertevidenzbasiert), wobei Grawe viele Annahmen als nicht bewiesen ansah.

5
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Sigismund Schlomo Freud

Der ursprüngliche Name von Sigmund Freud, der am 6. Mai 18566.\text{ Mai } 1856 in Freiberg, Mähren, geboren wurde.

6
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Theodor Meynert

Bekannter Psychiatrie-Lehrer und Hirnforscher, bei dem Freud im AKH Wien als Sekundararzt arbeitete.

7
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Jean-Martin Charcot

Neurologe in Paris, der Hysterie untersuchte und Freud zeigte, dass körperliche Symptome psychische Ursachen haben können.

8
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Hysterie

Eine rätselhafte Krankheit mit körperlichen Symptomen wie Lähmungen ohne organischen Befund, die laut Charcot durch psychische Ursachen entstehen.

9
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Bertha Pappenheim (AnnaO.Anna O.)

Die erste psychoanalytische Patientin, die von Joseph Breuer mit der Redekur behandelt wurde.

10
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Talking Cure (RedekurRedekur)

Ein von AnnaO.Anna O. geprägter Begriff für das Aussprechen belastender Ereignisse zur Minderung psychischer Symptome.

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Kathartische Methode

Ein Vorläufer der Psychoanalyse, bei dem eingeklemmte Affekte durch emotionales Wiedererleben unter Hypnose gelöst werden.

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Eingeklemmter Affekt

Verdrängte Emotionen, die mit traumatischen Erlebnissen verbunden sind und im Unterbewusstsein Krankheitssymptome auslösen.

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Studien über Hysterie

Das im Jahr 18951895 von Freud und Joseph Breuer veröffentlichte Werk, das Psychopathologie als Folge von Lebensgeschichten beschreibt.

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Traumdeutung

Von Freud als viaregiavia regia (Ko¨nigswegKönigsweg) zum Unbewussten bezeichnete Methode zur Analyse verdrängter Wünsche.

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Erste Topik

Freuds erstes Modell der Psyche (19001900), das in die Bereiche Bewusst, Vorbewusst und Unbewusst unterteilt ist.

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Vorbewusst (VbwVbw)

Psychische Inhalte, die im Moment nicht präsent sind, aber jederzeit leicht ins Bewusstsein gerufen werden können.

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Zensur

Ein Kontrollmechanismus an der Schwelle zwischen Unbewusstem und Vorbewusstem, der unerwünschte Impulse abwehrt.

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Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

Ein Werk von 19051905, in dem Freud die kindliche Sexualität und die psychosexuelle Entwicklung beschreibt.

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Polymorph-perverse kindliche Sexualität

Die These, dass Kinder Lust aus verschiedenen Körperzonen (MundMund, HautHaut, AfterAfter) erfahren, ohne Fixierung auf Fortpflanzung.

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Psychologische Mittwochsgesellschaft

Der erste organisierte psychoanalytische Kreis, der sich ab 19021902 in Freuds Wohnung traf.

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Strukturmodell (ZweiteTopikZweite Topik)

Das Instanzenmodell der Psyche ab 19231923, bestehend aus EsEs, IchIch und U¨berIchÜber-Ich.

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Das Es

Die komplett unbewusste Instanz, die nach dem Lustprinzip handelt und angeborene Triebe repräsentiert.

23
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Das Ich

Die vermittelnde Instanz, die nach dem Realitätsprinzip arbeitet und zwischen EsEs, U¨berIchÜber-Ich und der Außenwelt ausgleicht.

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Das Über-Ich

Die moralische Instanz, die durch die Internalisierung elterlicher Gebote und Verbote als Gewissen fungiert.

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Todestrieb (DestruktionstriebDestruktionstrieb)

Ein in 19201920 eingeführtes Konzept einer Kraft, die nach Aggression, Zerstörung und dem anorganischen Zustand strebt.

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Eros (LebenstriebLebenstrieb)

Die Kraft, die Sexualität und Selbserhaltung vereint und auf Bindung und den Erhalt des Lebens abzielt.

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Narzissmus

Die Besetzung des eigenen Ichs mit Libido (IchLibidoIch-Libido), anstatt die Energie auf äußere Objekte zu richten.

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Primärprozess

Die unbewusste Denkweise, die zeitlos und unlogisch ist und Mechanismen wie Verschiebung und Verdichtung nutzt.

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Sekundärprozess

Die logische und rationale Denkweise des Bewusstseins, die dem Realitätsprinzip folgt.

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Abwehrmechanismen

Unbewusste psychische Strategien, um unerträgliche Gefühle oder Konflikte erträglich zu machen (z.B.Verdra¨ngungz.B. Verdrängung).

31
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Verdrängung

Ein Abwehrmechanismus, bei dem unangenehme Gedanken aktiv ins Unbewusste verschoben werden.

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Sublimierung

Der reifste Abwehrmechanismus, bei dem Triebenergie in sozial akzeptierte oder konstruktive Leistungen transformiert wird.

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Spaltung

Ein unreifer Abwehrmechanismus, bei dem Objekte in nur gutgut oder nur bo¨seböse getrennt werden (typischbeiBorderlinetypisch bei Borderline).

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Projektive Identifizierung

Ein Prozess, bei dem unerträgliche Selbstanteile in eine andere Person projiziert werden, um diese zu kontrollieren.

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Oralen Phase

Die erste Entwicklungsphase (ca.01,5 Jahreca. 0-1,5\text{ Jahre}), in der die Lustquelle im Mundraum liegt (SaugenSaugen, SchluckenSchlucken).

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Analen Phase

Die Phase vom 2.4. Jahr2.-4.\text{ Jahr}, in der Kontrolle über das Ausscheiden Lust bereitet und Machtansprüche entstehen.

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Ödipuskomplex

Die phallische Entwicklungsphase (3.6. Jahr3.-6.\text{ Jahr}), in der das Kind Bindung an ein Elternteil sucht und mit dem anderen rivalisiert.

38
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Objektbeziehungstheorie

Ein Paradigma, das die inneren Repräsentanzen von Beziehungserfahrungen als zentral für die Persönlichkeitsentwicklung ansieht.

39
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Paranoid-schizoide Position (PSPS)

Ein von Melanie Klein beschriebener Zustand früher Spaltung und Verfolgungsängsten gegenüber Teilobjekten.

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Depressive Position (DD)

Die Entwicklungsphase, in der das Kind lernt, Objekte als Ganze wahrzunehmen und Schuldgefühle sowie Sorge entwickelt.

41
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Separation-Individuation

Der Prozess nach Margaret Mahler, bei dem sich das Kind psychisch von der Mutter löst und eine eigene Identität entwickelt.

42
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Bindungstheorie

Von John Bowlby begründetes Modell, das die biologische Notwendigkeit enger emotionaler Bindungen betont.

43
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Fremde Situation

Ein Experiment von Mary Ainsworth zur Klassifizierung kindlicher Bindungsmuster (sichersicher, vermeidendvermeidend, ambivalentambivalent, desorganisiertdesorganisiert).

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Mentalisierung

Die Fähigkeit von Peter Fonagy, das eigene Verhalten und das anderer durch innere Zustände wie Gefühle oder Wünsche zu verstehen.

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Setting

Der äußere Rahmen der Therapie, der durch feste Vereinbarungen zu ZeitZeit, GeldGeld und FrequenzFrequenz Sicherheit bietet.

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Freie Assoziation

Die Grundregel der Psychoanalyse, bei der der Patient alles aussprechen soll, was ihm ohne Filter durch den Kopf geht.

47
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Übertragung

Der Prozess, bei dem der Patient unbewusste Beziehungsmuster aus der Vergangenheit auf den Analytiker wiederholt.

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Gegenübertragung

Die bewusste oder unbewusste emotionale Reaktion des Analytikers auf die Übertragung des Patienten.

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Reverie

Das träumerische Ahnungsvermögen des Analytikers, um die rohen Gefühle des Patienten emotional aufzunehmen und zu verstehen.

50
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Junktim von Forschen und Heilen

Freuds Konzept der untrennbaren Verknüpfung von wissenschaftlicher Untersuchung des Unbewussten und therapeutischer Behandlung.