1/15
Diese Flashcards decken die Definitionen von Emotionen auf drei Ebenen, die zentralen Emotionstheorien (James-Lange, Zwei-Faktoren), Basisemotionen nach Ekman sowie die Rolle von Emotionen in der psychologischen Forschung ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Emotionen (Drei-Komponenten-Modell)
Ein Zusammenspiel von Veränderungen im Erleben (kognitive Ebene), Veränderungen im Verhalten (motorische Ebene) und Veränderungen der körperlichen Erregung (physiologische Ebene).
Kognitive Ebene (Erleben)
Beinhaltet die Veränderung der Aufmerksamkeit, die Bewertung und Interpretation von Ereignissen, das subjektive "Gefühl" sowie die Beanspruchung kognitiver Ressourcen.
Motorische Ebene (Verhalten)
Umfasst das offene Verhalten und den emotionalen Ausdruck, wie z. B. Weinen, Lächeln, Angstausrufe sowie Handlungen wie Flucht oder Kampf.
Physiologische Ebene (Körperliche Erregung)
Beinhaltet körperliche Reaktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, Schweißdrüsenaktivität, hormonelle Tätigkeit sowie Magen-Darm-Aktivität.
Basisemotionen (nach Ekman)
Primäre Emotionen (z. B. Ärger, Freude, Trauer, Furcht), die als Grundlage für alle emotionalen Empfindungen dienen und deren Vermischung zu sekundären Emotionen führt.
Sekundäre Emotionen
Emotionale Zustände, die aus der Vermischung von Basisemotionen entstehen, wie zum Beispiel Liebe (Freude−Akzeptanz) oder Neugierde (U¨berraschung−Akzeptanz).
Emotionale Dialekte
Ein Phänomen, bei dem Gesichtsausdrücke kulturübergreifend zwar ähnlich sind, aber in unterschiedlichen Kulturen geringfügig anders "gesprochen" bzw. interpretiert werden.
Display Rules (Darstellungsregeln)
Kulturell festgelegte Regeln, die vorgeben, welcher Emotionsausdruck in einem bestimmten Kontext als angemessen gilt.
James-Lange-Theorie
Eine frühe Emotionstheorie, die besagt, dass die Wahrnehmung eines Reizes zuerst eine physiologische Erregung auslöst, deren Empfindung dann die Emotion darstellt.
Zwei-Faktoren-Theorie (Theorie der kognitiven Bewertung)
Theorie, nach der eine Emotion aus der Kombination einer physiologischen Erregung und einer anschließenden kognitiven Bewertung dieser Erregung in Bezug auf die Situation entsteht.
Evolutionsbiologische Emotionstheorien
Ansätze, die Basisemotionen als biologisch verankerte Strategien betrachten, die als Reaktion auf spezifische Umweltanforderungen in funktional spezialisierten Modulen ausgelöst werden.
Konstruktivistische Ansätze
Theorien, die annehmen, dass Emotionen aus kulturell vereinbarten Kategorisierungen von ursprünglich unspezifischen affektiven Zuständen hervorgehen.
Waffenfokus-Effekt (Pickel, 2009)
Ein psychologisches Phänomen, bei dem die Erinnerung an eine Straftat schlechter ausfällt, wenn eine Waffe involviert ist, da die Aufmerksamkeit durch die Emotion (Furcht/Bedrohung) auf die Waffe fokussiert wird.
Emotion als Mediator
Ein Forschungsmodell, bei dem eine Emotion den Zusammenhang zwischen einer unabhängigen Variable (UV) und einer abhängigen Variable (AV) vermittelt (UV→Emotion→AV).
Emotion als Moderator
Ein Forschungsmodell, bei dem die Stärke oder Richtung des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen (X und Y) davon abhängt, wie stark eine bestimmte Emotion ausgeprägt ist.
Sieben universelle Gesichtsausdrücke
Nach Gerrig et al. (2018) umfassen diese: Freude, Überraschung, Ärger, Ekel, Furcht, Trauer und Verachtung.