🩵 Angebot und Nachfrage (2.1.4)

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Erkläre die Bedürfnispyramide nach Maslow

Maslow unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Bedürfnisebenen:

  1. Grundbedürfnisse (Essen, Schlaf, Wohnen)

  2. Sicherheitsbedürfnisse (Schutz, Arbeitsplatz, Einkommen)

  3. Soziale Bedürfnisse (Freunde, Familie, Zugehörigkeit)

  4. Wertschätzungsbedürfnisse (Anerkennung, Erfolg, Respekt)

  5. Entwicklungsbedürfnisse/Selbstverwirklichung (eigene Ziele verwirklichen)

Grundidee: Erst wenn die unteren Bedürfnisse weitgehend erfüllt sind, gewinnen die höheren an Bedeutung

→ in der heutigen Zeit kann man diese nicht mehr wirklich verwenden, da bei jedem Menschen andere Bedürfnisse höher/tiefer gestellt sind

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Was ist der Unterschied zwischen Mikroökonomie und Makroökonomie?

  • Mikroökonomie: Lokale Perspektive, Untersucht das Verhalten einzelner Haushalte, Unternehmen und Märkte (z. B. Preisbildung, Angebot und Nachfrage) → fokussiert auf die Kommune

  • Makroökonomie: Betrachtet die gesamte Volkswirtschaft und Globalisierung (z. B. Inflation, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum und Konjunktur) → nationale, globale Perspektive

3
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In der VWL sind Bedürfnisbefriedigungen Güter, welche gibt es und wofür stehen sie?

Güter sind Mittel zur Bedürfnisbefriedigung.

Man unterscheidet:

  • freie Güter (unbegrenzt verfügbar, z. B. Luft, Sonne)

  • knappe Güter (begrenzt verfügbar, alles was produziert werden muss)

Knappe Güter werden unterschieden in:

  • relativ knappe Güter (produzierbar, z. B. Kleidung)

  • absolut knappe Güter (natürlich selten, z. B. Diamanten)

4
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Welche vier Güter gibt es noch?

Antwort:

  • Konsumgüter: dienen direkt der Bedürfnisbefriedigung des Endverbrauchers (z. B. Kleidung).

  • Produktionsgüter: dienen zur Herstellung anderer Güter (z. B. Maschinen).

  • Gebrauchsgüter: können mehrfach genutzt werden (z. B. Auto).

  • Verbrauchsgüter: werden beim Gebrauch verbraucht (z. B. Lebensmittel oder Benzin).

5
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Was besagt der Freihandel nach Adam Smith und David Ricardo?

Adam Smith und David Ricardo befürworteten den Freihandel zwischen Ländern.

  • Adam Smith: Jedes Land soll die Güter produzieren, die es effizienter (mit absolutem Kostenvorteil) herstellen kann.

  • David Ricardo: Auch wenn ein Land überall weniger effizient ist, lohnt sich Handel. Jedes Land sollte sich auf die Güter spezialisieren, bei denen es den größten relativen (komparativen) Kostenvorteil hat.

Durch Spezialisierung und Handel können alle beteiligten Länder ihren Wohlstand steigern

  • keine oder niedrige Zölle

  • keine Importverbote

  • möglichst wenige Vorschriften

Die Idee von Adam Smith und David Ricardo:
Jedes Land produziert das, was es besonders gut oder günstig herstellen kann. Anschließend handeln die Länder miteinander. Dadurch profitieren alle: Unternehmen können günstiger produzieren, Verbraucher zahlen niedrigere Preise und die Wirtschaft wächst.

6
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Was ist Protektionismus? + Nachteile

Protektionismus ist eine Wirtschaftspolitik, bei der der Staat die heimische Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz schützt. Dies geschieht z. B. durch Zölle, Importbeschränkungen oder andere Handelshemmnisse. Ziel ist es, Arbeitsplätze und Unternehmen im eigenen Land zu schützen

→ Trumpsche Zölle: noch unabhängiger wäre Autarkie = alles selber machen

Nachteile:

  • Importierte Waren werden teurer

  • Verbraucher müssen mehr bezahlen

  • Andere Länder reagieren oft mit Gegenzöllen

  • Dadurch verkaufen amerikanische Unternehmen wiederum weniger ins Ausland

  • Insgesamt sinkt häufig der internationale Handel und das Wirtschaftswachstum.

7
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Was ist ein Trade-Off?

Ein Trade-off ist ein Zielkonflikt bzw. eine Entscheidung zwischen mehreren Alternativen. Da Ressourcen wie Zeit, Geld oder Güter knapp sind, bedeutet jede Entscheidung gleichzeitig den Verzicht auf eine andere Möglichkeit. Deshalb spricht man vom Grundsatz: „There is no such thing as a free lunch.“ – Jede Entscheidung verursacht Kosten oder einen Verzicht.

8
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Was sind Beispiele für Trade-Offs?

Konsumentenentscheidung: Lebensmittel vs Kleidung

Unternehmerentscheidung: Bau eines neuen Werks vs Verbesserung eines alten Werks

Arbeitnehmerentscheidung: Arbeitszeit vs Freizeit

9
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Wie löst die Marktwirtschaft Motivations- und Koordinationsprobleme?

Die Marktwirtschaft löst:

  • Motivationsprobleme durch Privateigentum an Produktionsmitteln (Anreiz, Gewinne zu erzielen).

  • Koordinationsprobleme durch dezentrale Planung über den Markt (Angebot und Nachfrage koordinieren Produktion und Konsum).

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Wodurch zeichnet sich eine Marktwirtschaft aus?


Eine Marktwirtschaft zeichnet sich aus durch:

  • Privateigentum an Produktionsmitteln,

  • dezentrale Planung über Märkte,

  • Koordination durch Angebot und Nachfrage.

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Worin unterscheidet sich die Zentralverwaltungswirtschaft von der Marktwirtschaft?


In der Zentralverwaltungswirtschaft plant der Staat Produktion und Verteilung zentral, die Produktionsmittel befinden sich überwiegend im Staatseigentum. In der Marktwirtschaft werden Entscheidungen dezentral durch Angebot und Nachfrage getroffen

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Was ist die soziale Marktwirtschaft?

Antwort:
Die soziale Marktwirtschaft verbindet die freie Marktwirtschaft mit sozialer Absicherung durch den Staat. Beispiele sind Sozialversicherungen (Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung), Eigentumsschutz und eine unabhängige Justiz.

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Wovon hängt die nachgefragte Menge eines Gutes ab?

Antwort:
Die nachgefragte Menge hängt vor allem vom Preis des Gutes sowie von weiteren Faktoren ab, z. B.:

  • Einkommen,

  • Zukunftserwartungen,

  • Preise anderer Güter,

  • Präferenzen der Haushalte.

14
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Was bedeutet ceteris paribus?

Antwort:
Ceteris paribus bedeutet „unter sonst gleichen Bedingungen“. Bei der Analyse wird angenommen, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben und nur der Preis verändert wird.

15
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Wie verändert sich die Nachfrage bei einer Preisänderung (ceteris paribus)?

Antwort:
Ceteris paribus gilt:

  • Steigt der Preis, sinkt die nachgefragte Menge.

  • Sinkt der Preis, steigt die nachgefragte Menge.

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Was versteht man unter der Preiselastizität der Nachfrage?


Die Preiselastizität der Nachfrage beschreibt, wie stark sich die nachgefragte Menge verändert, wenn sich der Preis eines Gutes ändert.

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Was bedeutet eine hohe bzw. geringe Preiselastizität der Nachfrage?

Antwort:

  • Hohe Preiselastizität: Eine Preisänderung führt zu einer starken Veränderung der nachgefragten Menge (z. B. Luxusgüter).

  • Geringe Preiselastizität: Eine Preisänderung führt nur zu einer geringen Veränderung der nachgefragten Menge (z. B. Benzin oder Medikamente).

💡 Eselsbrücke für die Klausur:

  • Elastisch = wie ein Gummiband → reagiert stark, lässt sich weit “ziehen”.

  • Unelastisch = wie ein Stück Holz → reagiert kaum auf Veränderungen.

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Was versteht man unter einem vollkommenen Markt?


Ein vollkommener Markt ist ein theoretisches Idealmodell der VWL. Er dient als Referenz zur Analyse wirtschaftlicher Zusammenhänge und existiert in der Realität kaum.

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Welche Bedingungen muss ein vollkommener Markt erfüllen?

Antwort:
Ein vollkommener Markt zeichnet sich aus durch:

  • keine Marktzugangs- oder Marktaustrittsbeschränkungen,

  • homogene Güter, (jedes Handy kostet von jedem Anbieter gleichviel)

  • vollkommene Markttransparenz, (alle kennen alle Preise und Qualitäten)

  • unendliche Reaktionsgeschwindigkeit,

  • keine persönlichen, räumlichen oder zeitlichen Präferenzen. (Egal wo oder bei wem gekauft wird)

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Warum ist der vollkommene Markt nur ein theoretisches Modell?

Antwort:
Weil die Bedingungen in der Realität kaum vollständig erfüllt sind. Menschen haben Präferenzen, Informationen sind unvollständig und Unternehmen können nicht sofort auf Marktveränderungen reagieren.