Porifera/Cnidaria

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Metazoa (Vielzellige Tiere)

Vielzellige, heterotrophe Eukaryonten mit Geweben, die sich aus embryonalen Keimblättern entwickeln (monophyletisch).

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Plesiomorphie

Ein ursprüngliches Merkmal, das alle Mitglieder einer bestimmten Tiergruppe aufweisen.

3
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Monophylie der Metazoa

Alle vielzelligen Tiere gehen auf einen einzigen, nur ihnen gemeinsamen Vorfahren zurück.

4
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Schwämme (Porifera)

Stellen eine basale Gruppe der Metazoa dar.

5
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Eumetazoa

Ein Taxon mit echten Geweben und Epithelien (Drüsen-, Muskel- und Nervenzellen).

6
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Bilateria

Zweiseitig symmetrische Tiere, zu denen die meisten Metazoa gehören; teilen sich auf in Deuterostomia, Spiralia und Ecdysozoa.

7
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Deuterostomia

Eine Großklade der Bilateria, zu der unter anderem die Chordaten (Chordata) gehören.

8
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Ernährung der Metazoa

Heterotroph durch ein spezialisiertes Organsystem (Ausnahme: Schwämme). Unterschied zu Pflanzen (autotroph) und Pilzen (absorptiv).

9
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Extrazelluläre Matrix (ECM)

Strukturproteine, die über das Cytoskelett Zellen verbinden; wichtig für Zusammenschluss, Infoaustausch und Nährstoffverteilung (Autapomorphie der Metazoa).

10
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Soma vs. Keimbahn

Zellspezialisierung der Metazoa: Trennung zwischen Körperzellen (Soma, vegetativ) und Keimzellen (generativ: Spermien und Eizellen).

11
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Gewebebildung

Organisation von Zellen eines Typs in funktionelle Einheiten (Ausnahme: Porifera besitzt keine echten Gewebe).

12
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Furchung

Eine Reihe von mitotischen Zellteilungen der Zygote nach der Befruchtung.

13
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Blastula

Vielzelliges Embryonalstadium; meist eine Hohlkugel, die einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum (Blastocoel/primäre Leibeshöhle) umgibt.

14
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Gastrulation

Neuordnung des Embryos, bei der sich ein Ende der Blastula nach innen stülpt. Es entstehen Ektoderm (außen) und Entoderm (innen).

15
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Urdarm (Archenteron)

Die durch die Gastrulation gebildete Tasche, die sich über den Urmund (Blastoporus) nach außen öffnet.

16
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Mesoderm

Das 3. Keimblatt; eine evolutive Neuerung bei bilaterialsymmetrischen (triploblastischen) Tieren.

17
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Ontogenese

Die Individualentwicklung eines Organismus von der Zygote zum Adulttier.

18
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Hox-Gene

Eine Familie von regulatorischen Homöobox-Genen, die die Genexpression in der Ontogenese steuern (fehlen bei Porifera).

19
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Choanoflagellata (Kragengeißeltierchen)

Die engsten lebenden, einzelligen Verwandten (Schwestergruppe) der Metazoa; besitzen morphologische Ähnlichkeit zu Choanocyten.

20
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Parazoa

Bezeichnung für Schwämme (Porifera), da alle Körperfunktionen auf zellulärer Ebene ohne echte Gewebe oder Organe ablaufen.

21
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Ascon-, Sycon-, Leucon-Typ

Die drei morphologischen Organisationstypen von Schwämmen mit zunehmend komplexerer, gekammerter Körperwand.

22
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Pinacoderm und Choanoderm

Die zwei Zellschichten der Schwamm-Körperwand: Pinacoderm (außen) und Choanderm (innen).

23
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Mesohyl

Die gallertige extrazelluläre Matrix zwischen den beiden Zellschichten bei Schwämmen.

24
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Atrium und Osculum

Wasser gelangt bei Schwämmen über Poren in den Zentralraum (Atrium) und verlässt ihn über die große Ausströmöffnung (Osculum).

25
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Choanocyten (Kragengeißelzellen)

Zellen mit einer Geißel und einem Kragen aus Mikrovilli; treiben den Wasserstrom an und nehmen Nahrung über Phagocytose auf.

26
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Amoebocyten (Archaeocyten)

Totipotente Zellen im Mesohyl; transportieren Nahrung, können Skelettnadeln (Spiculae) bilden oder sich in jeden anderen Zelltyp differenzieren.

27
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Spiculae

Skelettelemente der Schwämme aus Calciumcarbonat oder Silikat, produziert von Sklerocyten.

28
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Hermaphroditen (Zwitter)

Individuen, die sowohl Spermien als auch Eizellen bilden (trifft auf die meisten Schwämme zu).

29
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Gemmulae

Dauerstadien für die asexuelle Fortpflanzung bei Süßwasserschwämmen.

30
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Cnidaria (Nesseltiere)

Diploblastische, radiärsymmetrische Eumetazoa mit zwei epithelialen Schichten (Epidermis und Gastrodermis) und Mesoglea.

31
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Gastrovaskularraum (Gastralraum)

Zentraler Verdauungsraum der Cnidaria mit nur einer Öffnung, die gleichzeitig als Mund und After dient.

32
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Polyp und Meduse

Die zwei morphologischen Varianten der Cnidaria: Polyp (sessil, zylinderförmig) und Meduse (freischwimmend).

33
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Anthozoa (Blumentiere)

Klasse der Cnidaria, die ausschließlich als Polyp existiert (z. B. Seeanemonen, Korallen).

34
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Medusozoa

Gruppe der Cnidaria mit Medusenstadium; umfasst Schirmquallen (Scyphozoa), Würfelquallen (Cubozoa) und Hydrozoen (Hydrozoa).

35
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Metagenese

Ein Generationswechsel bei Tieren, bei dem sich eine asexuelle Generation (Polyp) und eine sexuelle Generation (Meduse) abwechseln. Beide Stadien sind diploid.

36
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Planulalarve

Die kompakte, bewimperte Larve der Cnidaria, die aus der Zygote hervorgeht und sich zum Polypen festsetzt.

37
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Cnidocyten (Nesselzellen)

Spezialisierte Zellen an den Tentakeln der Cnidaria zur Beuteerfassung und Verteidigung.

38
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Nematocyste (Nesselkapsel)

Organelle innerhalb der Nesselzelle, die bei Reizung unter hohem Druck einen Nesselfaden ausschleudert und Gift (Neurotoxine) injiziert.

39
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Hydroskelett bei Cnidaria

Epithelmuskelzellen in Epidermis und Gastrodermis bilden zusammen mit dem Flüssigkeitsvolumen des Gastralraums ein Stützsystem zur Bewegung.

40
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Rhopalien

Komplexe Rand-Sinnesorgane bei Medusen (z. B. Ohrenqualle), die Lichtsinnesorgane (Augen) und Schweresinnesorgane (Statocysten) enthalten.

41
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Strobilation

Asexuelle Abschnürung von Ephyra-Larven (Jungmedusen) vom Polypen (Strobila) bei den Scyphozoa.

42
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