1/41
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Metazoa (Vielzellige Tiere)
Vielzellige, heterotrophe Eukaryonten mit Geweben, die sich aus embryonalen Keimblättern entwickeln (monophyletisch).
Plesiomorphie
Ein ursprüngliches Merkmal, das alle Mitglieder einer bestimmten Tiergruppe aufweisen.
Monophylie der Metazoa
Alle vielzelligen Tiere gehen auf einen einzigen, nur ihnen gemeinsamen Vorfahren zurück.
Schwämme (Porifera)
Stellen eine basale Gruppe der Metazoa dar.
Eumetazoa
Ein Taxon mit echten Geweben und Epithelien (Drüsen-, Muskel- und Nervenzellen).
Bilateria
Zweiseitig symmetrische Tiere, zu denen die meisten Metazoa gehören; teilen sich auf in Deuterostomia, Spiralia und Ecdysozoa.
Deuterostomia
Eine Großklade der Bilateria, zu der unter anderem die Chordaten (Chordata) gehören.
Ernährung der Metazoa
Heterotroph durch ein spezialisiertes Organsystem (Ausnahme: Schwämme). Unterschied zu Pflanzen (autotroph) und Pilzen (absorptiv).
Extrazelluläre Matrix (ECM)
Strukturproteine, die über das Cytoskelett Zellen verbinden; wichtig für Zusammenschluss, Infoaustausch und Nährstoffverteilung (Autapomorphie der Metazoa).
Soma vs. Keimbahn
Zellspezialisierung der Metazoa: Trennung zwischen Körperzellen (Soma, vegetativ) und Keimzellen (generativ: Spermien und Eizellen).
Gewebebildung
Organisation von Zellen eines Typs in funktionelle Einheiten (Ausnahme: Porifera besitzt keine echten Gewebe).
Furchung
Eine Reihe von mitotischen Zellteilungen der Zygote nach der Befruchtung.
Blastula
Vielzelliges Embryonalstadium; meist eine Hohlkugel, die einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum (Blastocoel/primäre Leibeshöhle) umgibt.
Gastrulation
Neuordnung des Embryos, bei der sich ein Ende der Blastula nach innen stülpt. Es entstehen Ektoderm (außen) und Entoderm (innen).
Urdarm (Archenteron)
Die durch die Gastrulation gebildete Tasche, die sich über den Urmund (Blastoporus) nach außen öffnet.
Mesoderm
Das 3. Keimblatt; eine evolutive Neuerung bei bilaterialsymmetrischen (triploblastischen) Tieren.
Ontogenese
Die Individualentwicklung eines Organismus von der Zygote zum Adulttier.
Hox-Gene
Eine Familie von regulatorischen Homöobox-Genen, die die Genexpression in der Ontogenese steuern (fehlen bei Porifera).
Choanoflagellata (Kragengeißeltierchen)
Die engsten lebenden, einzelligen Verwandten (Schwestergruppe) der Metazoa; besitzen morphologische Ähnlichkeit zu Choanocyten.
Parazoa
Bezeichnung für Schwämme (Porifera), da alle Körperfunktionen auf zellulärer Ebene ohne echte Gewebe oder Organe ablaufen.
Ascon-, Sycon-, Leucon-Typ
Die drei morphologischen Organisationstypen von Schwämmen mit zunehmend komplexerer, gekammerter Körperwand.
Pinacoderm und Choanoderm
Die zwei Zellschichten der Schwamm-Körperwand: Pinacoderm (außen) und Choanderm (innen).
Mesohyl
Die gallertige extrazelluläre Matrix zwischen den beiden Zellschichten bei Schwämmen.
Atrium und Osculum
Wasser gelangt bei Schwämmen über Poren in den Zentralraum (Atrium) und verlässt ihn über die große Ausströmöffnung (Osculum).
Choanocyten (Kragengeißelzellen)
Zellen mit einer Geißel und einem Kragen aus Mikrovilli; treiben den Wasserstrom an und nehmen Nahrung über Phagocytose auf.
Amoebocyten (Archaeocyten)
Totipotente Zellen im Mesohyl; transportieren Nahrung, können Skelettnadeln (Spiculae) bilden oder sich in jeden anderen Zelltyp differenzieren.
Spiculae
Skelettelemente der Schwämme aus Calciumcarbonat oder Silikat, produziert von Sklerocyten.
Hermaphroditen (Zwitter)
Individuen, die sowohl Spermien als auch Eizellen bilden (trifft auf die meisten Schwämme zu).
Gemmulae
Dauerstadien für die asexuelle Fortpflanzung bei Süßwasserschwämmen.
Cnidaria (Nesseltiere)
Diploblastische, radiärsymmetrische Eumetazoa mit zwei epithelialen Schichten (Epidermis und Gastrodermis) und Mesoglea.
Gastrovaskularraum (Gastralraum)
Zentraler Verdauungsraum der Cnidaria mit nur einer Öffnung, die gleichzeitig als Mund und After dient.
Polyp und Meduse
Die zwei morphologischen Varianten der Cnidaria: Polyp (sessil, zylinderförmig) und Meduse (freischwimmend).
Anthozoa (Blumentiere)
Klasse der Cnidaria, die ausschließlich als Polyp existiert (z. B. Seeanemonen, Korallen).
Medusozoa
Gruppe der Cnidaria mit Medusenstadium; umfasst Schirmquallen (Scyphozoa), Würfelquallen (Cubozoa) und Hydrozoen (Hydrozoa).
Metagenese
Ein Generationswechsel bei Tieren, bei dem sich eine asexuelle Generation (Polyp) und eine sexuelle Generation (Meduse) abwechseln. Beide Stadien sind diploid.
Planulalarve
Die kompakte, bewimperte Larve der Cnidaria, die aus der Zygote hervorgeht und sich zum Polypen festsetzt.
Cnidocyten (Nesselzellen)
Spezialisierte Zellen an den Tentakeln der Cnidaria zur Beuteerfassung und Verteidigung.
Nematocyste (Nesselkapsel)
Organelle innerhalb der Nesselzelle, die bei Reizung unter hohem Druck einen Nesselfaden ausschleudert und Gift (Neurotoxine) injiziert.
Hydroskelett bei Cnidaria
Epithelmuskelzellen in Epidermis und Gastrodermis bilden zusammen mit dem Flüssigkeitsvolumen des Gastralraums ein Stützsystem zur Bewegung.
Rhopalien
Komplexe Rand-Sinnesorgane bei Medusen (z. B. Ohrenqualle), die Lichtsinnesorgane (Augen) und Schweresinnesorgane (Statocysten) enthalten.
Strobilation
Asexuelle Abschnürung von Ephyra-Larven (Jungmedusen) vom Polypen (Strobila) bei den Scyphozoa.