Klausurvorbereitung CE 11.3: Depression, Manie und Suizidalität

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Flashcards zur Vorbereitung auf die Klausur CE 11.3, basierend auf den Themen Depression, Manie, medikamentöse Therapie und rechtliche Grundlagen.

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32 Terms

1
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Depression

Eine affektive Störung mit krankhaft niedergedrückter Stimmung, die mit psychischen, psychosozialen und körperlichen Symptomen einhergehen kann.

2
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Affektive Störung

Kollektivbegriff für Erkrankungen, bei denen krankhafte Veränderungen der Stimmung im Vordergrund stehen.

3
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Affekt

Eine eher kurzfristige und intensive emotionale Reaktion, die für andere häufig am Verhalten erkennbar ist.

4
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Stimmung

Eine länger anhaltende emotionale Befindlichkeit, die der Betroffene beschreiben oder nach außen überspielen kann.

5
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D-I-A Merkhilfe

Steht für die drei Hauptsymptome der Depression: D = depressive Stimmung, I = Interessenverlust/Freudlosigkeit, A = Antriebsminderung oder erhöhte Ermüdbarkeit.

6
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Dreieck der Depression

Modell, das die wechselseitige Beeinflussung von Denken (negative Gedanken), Fühlen (Hoffnungslosigkeit/Leere) und Handeln (Rückzug/Vermeidung) beschreibt.

7
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Multifaktorielle Ursachen

Zusammenwirken verschiedener biologischer, psychologischer und psychosozialer Faktoren bei der Entstehung einer Depression.

8
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Kognitives Modell nach Aaron Beck

Theorie, nach der depressive Menschen sich selbst, ihre Umwelt und ihre Zukunft häufig negativ bewerten, was die Depression verstärkt.

9
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Gelernte Hilflosigkeit

Überzeugung, nach wiederholten Erfahrungen von Kontrollverlust nichts mehr verändern zu können, was zu Passivität und Rückzug führt.

10
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Vulnerabilität

Individuelle Verletzlichkeit bzw. Anfälligkeit gegenüber Stressoren.

11
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Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Erklärungsmodell, bei dem körperliche und psychosoziale Vulnerabilität auf Stressoren treffen und bei Überschreiten einer Schwelle eine Erkrankung auslösen, sofern Schutzfaktoren fehlen.

12
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ICD-10 Zeitkriterium für Depression

Symptome müssen seit mindestens zwei Wochen bestehen.

13
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Leichte depressive Episode (ICD-10)

Mindestens zwei Hauptsymptome und mindestens ein Zusatzsymptom.

14
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Mittelgradige depressive Episode (ICD-10)

Mindestens zwei Hauptsymptome und mindestens drei Zusatzsymptome.

15
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Schwere depressive Episode (ICD-10)

Alle drei Hauptsymptome und mindestens fünf Zusatzsymptome.

16
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PHQ-9

Ein Fragebogen zur Erfassung depressiver Beschwerden der letzten zwei Wochen mit einer Punkteskala von 0 bis 27 zur Unterstützung der klinischen Diagnostik.

17
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Burnout-Dimensionen

Erschöpfung, innere Distanz/Zynismus gegenüber der Arbeit und verminderte berufliche Leistungsfähigkeit.

18
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Manie

Phase mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung, Ideenflucht, Redefluss, verkürzter Schlafdauer und oft fehlender Krankheitseinsicht.

19
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Ideenflucht

Beschleunigter Gedankenablauf mit häufigem Wechsel der Gedanken und Themen.

20
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Kritikminderung

Deutlich eingeschränkte Fähigkeit, das eigene Verhalten und seine Folgen realistisch zu beurteilen.

21
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Reizarme Umgebung

Pflegerische Maßnahme bei Manie, um Übererregung durch zu viele Außenreize zu minimieren.

22
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SSRI

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer; Medikamente, die die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt erhöhen.

23
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Antidepressiva-Wirkverzögerung

Phänomen, bei dem Antrieb und Energie früher zunehmen als die Stimmungsaufhellung, was das Risiko für Suizidhandlungen erhöhen kann.

24
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Lithium

Phasenprophylaktikum (Mood Stabilizer) mit engem therapeutischem Fenster, das regelmäßige Spiegelkontrollen und Beachtung des Wasserhaushalts erfordert.

25
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EKT (Elektrokrampftherapie)

Verfahren, das insbesondere bei schweren oder therapieresistenten Depressionen unter Kurznarkose angewandt wird.

26
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Patient als Experte

Grundsatz der psychiatrischen Pflege, bei dem der Patient als Fachmann für sein eigenes Erleben und seine Bedürfnisse respektiert wird.

27
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Kleine-Schritte-Prinzip

Zerlegung großer Aufgaben in kleine, realistische Schritte zur Vermeidung von Überforderung bei Patienten mit Antriebsminderung.

28
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Präsuizidales Syndrom

Zustand gekennzeichnet durch sozialen Rückzug, gegen sich selbst gerichtete Aggression und Einengung des Denkens auf den Suizid.

29
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PsychKG

Gesetzliche Grundlage für Hilfen und Schutzmaßnahmen (z. B. Unterbringung) für psychisch Kranke, basierend auf dem Schutzgedanken und Verhältnismäßigkeit.

30
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24-Stunden-Regel (NRW)

Bei Gefahr im Verzug kann eine sofortige Unterbringung erfolgen; sie endet am Folgetag, sofern keine gerichtliche Anordnung vorliegt.

31
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BGB § 630e (Aufklärungspflicht)

Pflicht zur rechtzeitigen und verständlichen Aufklärung über Art, Umfang, Risiken und Alternativen einer medizinischen Maßnahme.

32
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Psychoedukation

Systematisches Informationsangebot über die Erkrankung zur Förderung von Krankheitsverständnis, Selbstmanagement und Autonomie.