1/31
Flashcards zur Vorbereitung auf die Klausur CE 11.3, basierend auf den Themen Depression, Manie, medikamentöse Therapie und rechtliche Grundlagen.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Depression
Eine affektive Störung mit krankhaft niedergedrückter Stimmung, die mit psychischen, psychosozialen und körperlichen Symptomen einhergehen kann.
Affektive Störung
Kollektivbegriff für Erkrankungen, bei denen krankhafte Veränderungen der Stimmung im Vordergrund stehen.
Affekt
Eine eher kurzfristige und intensive emotionale Reaktion, die für andere häufig am Verhalten erkennbar ist.
Stimmung
Eine länger anhaltende emotionale Befindlichkeit, die der Betroffene beschreiben oder nach außen überspielen kann.
D-I-A Merkhilfe
Steht für die drei Hauptsymptome der Depression: D = depressive Stimmung, I = Interessenverlust/Freudlosigkeit, A = Antriebsminderung oder erhöhte Ermüdbarkeit.
Dreieck der Depression
Modell, das die wechselseitige Beeinflussung von Denken (negative Gedanken), Fühlen (Hoffnungslosigkeit/Leere) und Handeln (Rückzug/Vermeidung) beschreibt.
Multifaktorielle Ursachen
Zusammenwirken verschiedener biologischer, psychologischer und psychosozialer Faktoren bei der Entstehung einer Depression.
Kognitives Modell nach Aaron Beck
Theorie, nach der depressive Menschen sich selbst, ihre Umwelt und ihre Zukunft häufig negativ bewerten, was die Depression verstärkt.
Gelernte Hilflosigkeit
Überzeugung, nach wiederholten Erfahrungen von Kontrollverlust nichts mehr verändern zu können, was zu Passivität und Rückzug führt.
Vulnerabilität
Individuelle Verletzlichkeit bzw. Anfälligkeit gegenüber Stressoren.
Vulnerabilitäts-Stress-Modell
Erklärungsmodell, bei dem körperliche und psychosoziale Vulnerabilität auf Stressoren treffen und bei Überschreiten einer Schwelle eine Erkrankung auslösen, sofern Schutzfaktoren fehlen.
ICD-10 Zeitkriterium für Depression
Symptome müssen seit mindestens zwei Wochen bestehen.
Leichte depressive Episode (ICD-10)
Mindestens zwei Hauptsymptome und mindestens ein Zusatzsymptom.
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10)
Mindestens zwei Hauptsymptome und mindestens drei Zusatzsymptome.
Schwere depressive Episode (ICD-10)
Alle drei Hauptsymptome und mindestens fünf Zusatzsymptome.
PHQ-9
Ein Fragebogen zur Erfassung depressiver Beschwerden der letzten zwei Wochen mit einer Punkteskala von 0 bis 27 zur Unterstützung der klinischen Diagnostik.
Burnout-Dimensionen
Erschöpfung, innere Distanz/Zynismus gegenüber der Arbeit und verminderte berufliche Leistungsfähigkeit.
Manie
Phase mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung, Ideenflucht, Redefluss, verkürzter Schlafdauer und oft fehlender Krankheitseinsicht.
Ideenflucht
Beschleunigter Gedankenablauf mit häufigem Wechsel der Gedanken und Themen.
Kritikminderung
Deutlich eingeschränkte Fähigkeit, das eigene Verhalten und seine Folgen realistisch zu beurteilen.
Reizarme Umgebung
Pflegerische Maßnahme bei Manie, um Übererregung durch zu viele Außenreize zu minimieren.
SSRI
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer; Medikamente, die die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt erhöhen.
Antidepressiva-Wirkverzögerung
Phänomen, bei dem Antrieb und Energie früher zunehmen als die Stimmungsaufhellung, was das Risiko für Suizidhandlungen erhöhen kann.
Lithium
Phasenprophylaktikum (Mood Stabilizer) mit engem therapeutischem Fenster, das regelmäßige Spiegelkontrollen und Beachtung des Wasserhaushalts erfordert.
EKT (Elektrokrampftherapie)
Verfahren, das insbesondere bei schweren oder therapieresistenten Depressionen unter Kurznarkose angewandt wird.
Patient als Experte
Grundsatz der psychiatrischen Pflege, bei dem der Patient als Fachmann für sein eigenes Erleben und seine Bedürfnisse respektiert wird.
Kleine-Schritte-Prinzip
Zerlegung großer Aufgaben in kleine, realistische Schritte zur Vermeidung von Überforderung bei Patienten mit Antriebsminderung.
Präsuizidales Syndrom
Zustand gekennzeichnet durch sozialen Rückzug, gegen sich selbst gerichtete Aggression und Einengung des Denkens auf den Suizid.
PsychKG
Gesetzliche Grundlage für Hilfen und Schutzmaßnahmen (z. B. Unterbringung) für psychisch Kranke, basierend auf dem Schutzgedanken und Verhältnismäßigkeit.
24-Stunden-Regel (NRW)
Bei Gefahr im Verzug kann eine sofortige Unterbringung erfolgen; sie endet am Folgetag, sofern keine gerichtliche Anordnung vorliegt.
BGB § 630e (Aufklärungspflicht)
Pflicht zur rechtzeitigen und verständlichen Aufklärung über Art, Umfang, Risiken und Alternativen einer medizinischen Maßnahme.
Psychoedukation
Systematisches Informationsangebot über die Erkrankung zur Förderung von Krankheitsverständnis, Selbstmanagement und Autonomie.