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Jeremy Bentham
1748–1832, englischer Philosoph, Begründer des Utilitarismus. Hauptwerk: 'Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung' (1789). Quantitativer Hedonist. Sah seine Theorie als Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit.
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John Stuart Mill
1806–1873, englischer Philosoph, Benthams Patenkind und intellektueller Erbe. Hauptwerk: 'Der Utilitarismus' (1861). Begründer des qualitativen Hedonismus. Kritisierte Bentham als 'Schweine-Philosophie'.
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Immanuel Kant
1724–1804, deutscher Philosoph aus Königsberg. Vordenker der Aufklärung. Hauptwerke: 'Kritik der reinen Vernunft' (1781), 'Grundlegung zur Metaphysik der Sitten' (1785), 'Kritik der praktischen Vernunft' (1788). Begründer der modernen Deontologie.
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Otfried Höffe
Deutscher Philosoph der Gegenwart. Bekannt für seine Kritik am Bentham'schen Kalkül (Messbarkeitsproblem, Maßstabsproblem, Tierwohl, gleichzeitig widersprüchliche Gefühle).
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Ethik
Philosophische Disziplin, die nach den Grundlagen moralisch richtigen Handelns fragt. Sie reflektiert Moral systematisch (Was soll ich tun? Warum?).
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Moral
Die Gesamtheit der in einer Gesellschaft, Gruppe oder bei einem Individuum tatsächlich geltenden Normen und Werte. Gegenstand der Ethik.
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Deskriptive Ethik
Beschreibt, welche moralischen Vorstellungen faktisch existieren (empirisch). Fragt: Was wird für richtig gehalten?
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Normative Ethik
Begründet, was moralisch richtig sein sollte. Entwickelt Maßstäbe für richtiges Handeln (z. B. Kant, Utilitarismus).
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Metaethik
Untersucht die Sprache, Logik und Erkenntnistheorie moralischer Aussagen. Fragt: Was bedeutet überhaupt 'gut'?
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Teleologische Ethik
Ethik, die Handlungen nach ihrem Zweck/Ziel (griech. telos) und ihren Folgen bewertet. Beispiel: Utilitarismus.
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Deontologische Ethik
Pflichtethik (griech. to deon = das Sollende). Beurteilt Handlungen nach ihrer Übereinstimmung mit moralischen Pflichten/Regeln, nicht nach Folgen. Hauptvertreter: Kant.
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Konsequentialismus
Oberbegriff für Ethiken, die den moralischen Wert einer Handlung allein an ihren Folgen messen. Utilitarismus ist der bekannteste Konsequentialismus.
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Gesinnungsethik
Ethik, die den moralischen Wert in der inneren Haltung/Absicht des Handelnden sieht, nicht in den Folgen. Kant ist Gesinnungsethiker.
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Hedonismus
Auffassung, dass Lust (Glück) das einzige intrinsisch Gute und Unlust (Leid) das einzige intrinsisch Schlechte ist. Grundlage des klassischen Utilitarismus.